Kopfloses Palästina

Seit Freitag hat Palästina keinen „Kopf“ mehr, die wörtliche Übersetzung für „Rais“, üblicherweise auch der Begriff für „Präsident“. Mahmoud Abbas, zwar demokratisch gewählter Präsident der Autonomiebehörde, hat aus Sicht der Hamas an diesem Freitag seine Kadenz beendet und ist im Prinzip jetzt ein illegaler Diktator, falls er sein Amt nicht aufgibt…

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Diffuse Kriegsziele, unergiebige Vermittlungen

Israel hat seine Kriegsziele nur diffus und teilweise sogar widersprüchlich formuliert. Die drei verantwortlichen Politiker, der Ministerpräsident, die Außenministerin und der Verteidigungsminister unterschieden sich in den Details, nicht aber im Ziel der Aktion: den Raketenbeschuss der Hamas-Organisation vom Gazastreifen aus auf Israel zu beenden…

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Krieg ohne Ausweg

„Der Staat Israel hat niemals einer fremden Behörde zugestanden, über das Recht zur Verteidigung der Sicherheit seiner Bürger zu bestimmen. Die israelische Armee wird ihre Operation planmäßig fortsetzen, um die israelischen Bürger zu verteidigen. Der Raketenbeschuss am Morgen beweist, dass die UNO Resolution 1860 undurchführbar ist und von den palästinensischen Mörderorganisation nicht eingehalten wird.“ Klarer hätte der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert Israels Ablehnung der Resolution des UNO-Sicherheitsrates nicht formulieren können…

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Krieg bringt Einschaltquoten

Der Krieg ist spannender als die beste Reality-Show: „Überleben“, auf den exotischen Perleninseln, gefilmt. In den vergangenen zwei Wochen wurde der Kassenschlager von Kanal 10 zugunsten von live-Schalten mit den hauseigenen Reportern „vor Ort“ in Beer Schewa, Sderot und Aschkelon abgesetzt. Das in den Zeitungen veröffentlichte Programm mit Kochsendungen, abendfüllenden Filmen, Telenovellen und Talkshows über Gott und die Welt wurden kurzfristig abgesetzt…

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Porno bei Hamas-TV

Es war gegen 3 Uhr Nachts. Ein Techniker bei El Aksa TV, dem Fernsehsender der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen, langweilte sich offenbar bei den sich wiederholenden Bildern von zerfetzten Leichen im Gazastreifen. Er schaltete auf den polnischen Pornosender Patio-TV um, der mit einer Satellitenschüssel im ganzen Nahen Osten empfangen werden kann…

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Raketen aus Libanon: Wer war’s?

Die Israelis waren darauf vorbereitet und entsprechend nervös. Die Hisbollah hatte mit Raketenbeschuss gedroht, „falls“ die Israelis in Gaza einmarschieren sollten. Das war vor zwei Wochen, als alle Welt auf den Einmarsch wartete. Doch nachdem gestern tatsächlich zwei Katjuschas aus Südlibanon in der nordisraelischen Stadt Naharija in ein Altersheim einschlugen und 90-jährige Holocaustüberlebende beim Frühstück erschreckten, will es keiner gewesen sein…

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Raketen aus Libanon

„Ich saß im Speisesaal beim Frühstück, als plötzlich die Decke über uns herunterfiel“, sagt Avi Berger, Bewohner eines Altersheims in Nahariah, ein 90 Jahre alter Holocaustüberlebender. „In Wirklichkeit war das alles ein Wunder. Die Rakete explodierte nämlich im Zimmer Nummer 9. Das ist das Zimmer meines Vaters. Es ist völlig zerstört. Nichts ist mehr übrig geblieben“, mischt sich sein Sohn Avi in das Gespräch aus Naharija ein…

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Zur Lage in Gaza: Interview mit Eckart von Klaeden

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Bundestag, Eckart von Klaeden ist nach Israel gekommen, um sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen. Der Besuch ist mit dem Kanzleramt und dem Auswärtigen Amt abgestimmt. Der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Jerusalem gelang es sogar für von Klaeden einen Termin bei Ministerpräsident Ehud Olmert zu erhalten. Lars Hänsel, Leiter der KAS sagte danach: „Es ist sehr gut gelaufen“…

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