Der Weg nach Basel – 120 Jahre Zionistischer Kongress

Am 29. August 1897 wurde in Basel der Erste Zionistenkongress eröffnet. Mit der Einberufung des Kongresses sollte es Theodor Herzl gelingen, den Grundstein für das politische Gebäude des Zionismus zu legen. Seine Bemühungen hielt Herzl ausführlich in seinen Tagebüchern fest. Zum 120. Jahrestag des Ersten Kongresses dokumentieren wir Ausschnitte aus den Tagebüchern aus dem Jahr 1897, die den schwierigen Weg zum Ersten Kongress zeigen – wie vom 24. Juni 1897

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Syrien und die Syrer im deutschen Lexikon (1897-1949)

In Deutschland lebten gegen Jahresende 2015 insgesamt 762 498 Araber, von denen die Syrer mit 366 556 die größte Gruppe stellten. Fragt man Deutsche auf der Straße nach Syrien oder den Syrern, bekommt man selten etwas anderes als Schlagworte zu Asyl, Flüchtlingen oder Bürgerkrieg zu hören. Somit könnte es für Deutsche, und nicht nur für sie, von Interesse sein noch ein wenig mehr über Syrien und die Syrer zu erfahren… 

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TISCHAH-B’AB: Ein Bild aus der Gasse

Die vorliegende Geschichte zu Tischa beAw stammt aus der Feder des 1880 in Kutno geborenen Schriftstellers Schalom Asch, der zu den bedeutendsten jiddischen Schriftstellern gehörte. Asch wurde traditionell jüdisch erzogen, zog im Jahr 1899 nach Warschau und begann dort als Schriftsteller in hebräisch und jiddisch zu arbeiten. Nach einem Aufenthalt in die USA und der Rückkehr nach Russland, verbrachte Asch die Zeit des Ersten Weltkriegs in New York, wo er für jüdische Zeitschriften arbeitete und seine Theaterstücke erfolgreich aufgenommen wurden. 1923 kehrte er nach Polen zurück, musste jedoch 1938 erneut in die USA emigrieren. 1956 zog er nach Bat Jam nahe Tel Aviv. Schalom Asch starb am 10. Juli 1957 in London. Die hier wiedergegebene, aus dem jiddischen übersetze Geschichte zu Tischa beAw erschien 1903 in der Zeitschrift Ost und West, die sich als „Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum“ verstand und im Kontext der „Jüdischen Renaissance“ dem westjüdischen Publikum die kulturellen Leistungen der sog. „Ostjuden“ vorstellte…

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Die erste Pessach-Nacht

Diese Geschichte, die 1902 in der Zeitschrift “Ost und West” erschien, wurde von Berthold Feiwel aus dem Jiddischen übersetzt. Feiwel, der zusammen mit Martin Buber und anderen den Jüdischen Verlag gründete und Werke zahlreicher jüdischer Autoren aus Osteuropa übersetzte, brachte damit dem westjüdischen Publikum genau jene Stimmung nahe, der sich die Zeitschrift verschrieben hatte, eine jüdische Renaissance, die die Erlösung bringen würde …

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Der Dichter Bialik

Am 4. Juli 1934 verstarb Chaim Nachman Bialik, der große hebräische Nationaldichter. Der vorliegende Beitrag erschien im August 1934 in der von Julius Goldstein herausgegebenen Zeitschrift „Der Morgen“, die ein breites Themenspektrum aus aufgeklärt-orthodoxer Sicht bediente. Autor des Nachrufes ist Emanuel bin Gorion (1903-1987), Sohn des Schriftstellers Micha Josef Berdyczewski, der selbst als Rezensent und Herausgeber tätig war und nach seiner Emigration 1936 nach Tel Aviv eine städtische Bibliothek leitete…

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„Die spaniolischen Juden (Sephardim)“ von Sigmund Feist (1925)

Sigmund Feist (1865 – 1943) war ein promovierter jüdischer Pädagoge und Sprachwissenschaftler aus Mainz. 1925 erschien in Leipzig seine „Stammeskunde der Juden. Die jüdischen Stämme der Erde in alter und neuer Zeit – Historisch-anthropologische Skizzen“, der wir den folgenden Beitrag entnehmen…

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