Antisemitische Vorfälle im Wahlkampf 2021

Wie auch bei vergangenen Wahlen, kam es im „Superwahljahr“ 2021 zu antisemitischen Vorfällen im Kontext des Wahlkampfes. Die Bundestagswahl am 26. September fiel mit den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern sowie mit der Abgeordnetenhaus- und Kommunalwahl in Berlin zusammen. Des Weiteren fand in Niedersachsen zwei Wochen früher, am 12. September, die Kommunalwahl statt. Überall im öffentlichen Raum war – besonders durch die Wahlplakate – die politische Auseinandersetzung zwischen den Parteien sichtbar. Diese Sichtbarkeit nutzten auch Antisemit_innen für ihre Zwecke.

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Antisemitismus als „blinder Fleck“ in der Identitätsdebatte

Der britische Comedian David Baddiel weist in seinen persönlich gehaltenen Betrachtungen „Und die Juden?“ darauf hin, dass Antisemitismus beim kursierenden Anti-Rassismus interessanterweise kein Thema ist. Zwar liefert er nur ansatzweise eine Begründung dafür, macht aber zutreffend auf diesen „blinden Fleck“ als Tabu aufmerksam.

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„Jetzt erst recht! Stop Antisemitismus!“

Um Antisemitismus abseits anonymer Fallzahlen abzubilden, hat das Online-Magazin und Informationsportal AVIVA-Berlin in Kooperation mit der Stadt Dortmund seit Anfang 2021 das Interview- und Fotoprojekt „JETZT ERST RECHT – STOP ANTISEMITISMUS!“ durchgeführt. Dreizehn Jüdinnen und Juden haben sich mit prägnanten Anti-Antisemitismus-Statements an dem Projekt beteiligt. Ihre persönlichen Antisemitismuserfahrungen schildern sie in Interviews mit Initiatorin Sharon Adler.

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Doppelmoral und Doppelstandards: Der Fall Sally Rooney

Ihren neuen Roman will Sally Rooney nicht durch einen israelischen Verlag veröffentlichen lassen. Damit wolle sie gegen die Palästinenser-Politik protestieren, meinte die bekannte irische Schriftstellerin. In autoritären Systemen können indessen ihre Übersetzungen erscheinen. Das steht für Doppelmoral und Doppelstandards.

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