Zu Rosch haSchana 5783

Am Neujahrstag wird es geschrieben
und am Versöhnungstag besiegelt:

Wie viele vergehen und wie viele entstehen, wer leben wird und wer sterben, wer an sein Ende gelangt und wer nicht an sein Ende gelangt.
Wer in Wasserflut, wer in Flammenglut, wer vom Schwert zerrissen, wer vom Tier zerbissen. Wer in Hungersnot, wer vom Durst bedroht.

Wer in des Bebens Rot, wer im Seuchentod, wer erwürgt und wer zerschmettert. Wer in Ruhe bleibe und wer unstet treibe. Wer in Frieden, wer auf der Flucht, wer in Glück und wer in Qual, wer arm, wer reich, wer sinkt, wer steigt.

Aber Umkehr und Gebet und Liebeswerke, wenden ab das Böse des Verhängnisses, denn so wie Dein Name, so ist Dein Ruhm:
Schwer zu erzürnen und leicht zu versöhnen!

Uns allen wünschen wir zu Rosch haSchanah 5783
Schanah towah umetukah! 

Seien wir für das neue Jahr zum Guten eingeschrieben, zu Gesundheit und Frieden. Zum Leben!

Andrea Livnat und Eva Ehrlich

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Die im Dunkeln gehen

Hanoch Levin war der wichtigste israelische Dramatiker des 20. Jahrhunderts, dessen Werk das israelische Theater bis heute maßgeblich beeinflusst. Aufgrund der stark gestischen, zugleich poetischen und verfremdenden Sprache seiner Texte gilt er als Klassiker des israelischen Gegenwartstheaters, dennoch begann seine Rezeption im Ausland erst spät. Die Anthologie Die im Dunkeln gehen stellt nun erstmals einen Querschnitt durch das vielfältige Werk Levins auf Deutsch vor.

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Ahmad Mansours Reflexionen über den „politischen Islam“

Der in Deutschland lebende und arbeitende arabische Israeli Ahmed Mansour ist durch seine kritischen Deutungen des „politischen Islam“ und der Integrationsprobleme medial breiter bekannt geworden. In seinem neuen Buch „Operation Allah – Wie der politische Islam unsere Demokratie unterwandern will“ finden sich seine neuesten Reflexionen zum Thema. Er enthält zwar keine systematischen Abhandlungen, aber interessante Betrachtungen, welche größere Aufmerksamkeit und Diskussion verdienen.

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„Austausch zwischen jungen Menschen ist ein Versprechen für deutsch-israelische Freundschaft“

Die Veranstalter der Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz 2022, die im Oktober in Frankfurt stattfinden wird, haben eine gemeinsame Resolution im israelischen Außenministerium in Jerusalem unterschrieben.

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(Kultur-)Rassismus ungarischer Art

Viel Kritik hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán Ende Juli mit seiner Rede bei der alljährlichen Sommerakademie Tusványos im rumänischen Băile Tușnad ausgelöst. Einst ein interkulturelles Fest zwischen der ungarischen Minderheit und RumänInnen, ist es heute zum Pilgerort der ungarischen rechten Intelligenzia geworden. 2014 hatte Orbán dort bereits sein Modell der „illiberalen Demokratie“ vorgestellt.

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Ludwig Landmann-Preis für Mut und Haltung an Igor Levit verliehen

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums Frankfurt hat dem Pianisten Igor Levit am Montagabend, den 19. September 2022, den „Ludwig Landmann-Preis für Mut und Haltung“ verliehen. Sie ehrte damit sein Eintreten gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus und für eine diverse Gesellschaft, in der die Würde des einzelnen unabhängig von Herkunft und Kultur gewahrt wird.

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Öffentliches Schofarblasen zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana

Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern lädt in diesem Jahr erneut ihre Gemeindemitglieder und die gesamte Stadtgesellschaft zum öffentlichen Blasen des Widderhorns (hebr. „Schofar“) anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana auf den St.-Jakobs-Platz ein.

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