Jom Kippur

Nach Rosch haSchana, dem Neujahrsfest, folgen zehn Tage, die als „ehrfurchtsvolle Tage“ bezeichnet werden. Es sind zehn Tage der „Umkehr“, die ein jeder nutzen soll, um um Vergebung zu bitten, um Gott zu zeigen, dass wir bereuen, was wir falsch gemacht haben. Am Ende dieser Tage steht Jom Kippur, der Versöhnungstag, der Tag des göttlichen Gerichts, der Buße und Umkehr (Lev. 23, 27-32), an dem die Verfehlungen des einzelnen Menschen gesühnt werden.

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Arbeit, Dienst und Führung – Der Nationalsozialismus und sein Erbe

Der nur als Zynismus aufzufassende Satz „Arbeit macht frei“ an den Eingangstoren von deutschen Konzentrationslagern wie Dachau, Groß-Rosen oder dem sogenannten Stammlager Auschwitz I ist wohl die einer breiteren Öffentlichkeit bekannte Ikone, mittels derer das Verhältnis von Nationalsozialismus und Arbeit angesprochen wird. Nicolas Lelle geht in seiner unter dem Titel „Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe“ erschienenen Dissertation dem Verhältnis von Arbeit als sowohl inkludierendem als auch ausgrenzendem Moment für die Konstruktion der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft nach.

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Spott-Light: Sehr geehrte Frau Dr. Amann…

… heute, am Tag der Deutschen Einheit, der ja nach Alt-Bundespräsident Joachim Gauck lehren sollte, den Krieg der Deutschen um Worte aller Art zum Zweck der Besinnung auf den eigentlichen Gegner (Putin) zu beenden, möchte ich Ihnen allererst bekennen, welche Frage mir gestern, im Kino, beim Betrachten des genialen Films von „Bully“ Herbig über den Fall Relotius (danken sollten Sie übrigens, falls noch nicht geschehen, Ihrer Frau Stelter, dass Sie auch diesen meinen diesbezüglichen Leserbrief[1] zu einer selten dämlichen Frage Ihres Herrn Kuzmany an den Filmemacher nach Sitte Ihres Hauses entsorgt hat) durch den Kopf ging: Was wird Sie wohl denken beim Öffnen dieser Mail?

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Zur Bedeutung der Jamim Noraim

Rosch Haschana und Jom Kippur sind die Tage des Gerichts. An ihnen hat sich der Mensch zu verantworten für sein Tun und Lassen während eines ganzen Jahres. An ihnen legt er Rechenschaft ab, nicht nur gegenüber sich selbst, sondern gegenüber einer höheren, ja der höchsten Instanz überhaupt — G’tt. Rosch Haschana und Jom Kippur wird der Mensch daran erinnert, daß er nicht frei ist in seinen Taten, nicht Richter über sich selbst, sondern daß, wie unsere Weisen es ausdrückten, über ihm stets „ein sehendes Auge und ein hörendes Ohr“ ist, und „alle seine Werke im Buch verzeichnet werden.“

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Mythos und Wirklichkeit

Kaum ein Mythos ist so erfolgreich und folgenschwer, wie der, dass Israel vom imperialistischen Westen gegründet wurde, um seine Interessen durchzusetzen. Diese agitatorische Umschreibung der Geschichte ist falsch. Einerseits verschweigt sie die Unterstützung, die das entstehende Israel in den Jahren 1947-1949 von der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten erhalten hat, andererseits die schwankende Haltung der USA.

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