Mamsi und ich

Wie wurde die Nachkriegsgeneration durch die Erfahrungen ihrer Eltern geprägt? Diese Frage stellt sich C. Bernd Sucher in seinem neuen, sehr persönlichen Buch und erzählt von seiner Mutter, einer stolzen und starken Frau, die als Jüdin im Dritten Reich verfolgt wurde, das KZ überlebte und nach dem Krieg einen Protestanten aus konservativem Elternhaus heiratete. Sie hatte eingewilligt, den Sohn christlich zu erziehen, was sie ein Leben lang quälte, seinen jüdischen Glauben sah sie dennoch kritisch und trieb ihn unerbittlich an, im Leben das zu erreichen, was ihr durch die NS-Verfolgung verwehrt blieb. Suchers Spurensuche zeichnet die schwierige, prägende Beziehung von Mutter und Sohn nach, sehr offen, reflektiert und wunderbar erzählt.

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Reginas Erbinnen – Rabinerinnen in Deutschland

Mit Regina Jonas wurde 1935 die weltweit erste Rabbinerin in Deutschland ordiniert, dem Land, in dem die Wiege des liberalen Judentums stand. Das vorliegende Buch stellt einige ihrer Nachfolgerinnen vor, die heute in Deutschland als Rabbinerinnen tätig sind, und gibt einen Einblick in ihre Gemeindearbeit.

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Ein atemberaubender Vergleich

Deutsch-palästinenische Städtepartnerschaftsvereine aus Köln, Bergisch Gladbach, Brühl, Bielefeld, Jena, Neuwied, Stendal, Moers und Dortmund wandten sich im Juni in einer öffentlichen „Petition“ an die Bundeskanzlerin. Darin verglichen sie die Politik Israels mit der Tötung von George Floyd durch einen US-amerikanischen Polizisten. Ihre Argumentation ist durchsetzt von antisemitischen Stereotypen…

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Die Grande Dame der Rumänischen Literatur wird 90 – Nora Iuga

Im Jahr 2003 ziehe ich von Tübingen nach Berlin in die Kantstraße. Jahre später entdecke ich Nora Iuga, direkt um die Ecke. Ein einjähriges Stipendium des DAAD absolviert sie in Berlin und wohnt in der Leonhardstraße hier in Charlottenburg. Wir lernen uns kennen und treffen uns. Ihre Veranstaltungen besuche ich. Es gibt viele und in der Inselgalerie erzählt sie über ihr Buch „Die 60ig jährige und der junge Mann“ und liest auf ihre Art mit ihrem bekannten unwiderstehlichen Ductus…

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Paraschat haSchawua: Va’era

Ich werde gelegentlich mit dem Problem konfrontiert, ein in der Tora beschriebenes Wunder zu erklären oder zu deuten. Viele Gelehrte haben sich zu dem einen oder anderen geäußert. Auch ich musste mich mit den Begriffen Allegorie oder Metapher behelfen. Unsere alten Weisen (Gelehrten) haben bereits vor zweitausend Jahren die Antwort hierzu in der Tora gefunden.

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