bavaria-judaica: Internetportal zur bayerisch-jüdischen Geschichte

Seit über 1.700 Jahren ist jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschland nachweisbar – ab dem Ende des 11. Jahrhunderts auch in Bayern. Davon zeugen etwa Friedhöfe oder Gebäude, in denen einst Synagogen untergebracht waren, wie auch vergessene Mikwaot. Während diese steinernen Zeugen die letzten sichtbaren Reste des vernichteten jüdischen Lebens sind, verblassen die Erinnerungen an die Menschen immer mehr, die einst ein wichtiger und prägender Teil der Gesellschaft waren.

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27. Januar 1945: Die Befreiung von Auschwitz

Die Front hat in dieser Nacht Auschwitz erreicht. Schon seit Tagen fliegt die Rote Armee Luftangriffe. Für die Wehrmacht ist nur noch ein einziger Fluchtweg offen: der nach Süden in Richtung Bielsko. Am Morgen sprengen die Deutschen die Brücken über die Sola, an deren Ufer auch das Konzentrationslager von Auschwitz liegt…

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Lodz – Erinnerungen in einer Stadt des nicht-Erinnerns

An einem sonnigen Sonntag im Herbst 2022 begaben wir uns, meine Kollegin und ich, zum jüdischen Friedhof in Lodz. Das ist eine der größten jüdischen Grabstätten und beherbergt ca. 180.000 Gräber. Sichtlich müde nach einer Woche Archivarbeit sind wir auf der Suche nach einer jüdischen Familiengeschichte, um ein Skript für einen historischen Animationsfilm zu verfassen. Vielleicht finden wir Gräber der im Fokus stehenden jüdischen Protagonisten dieses Films?

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Zurückgeben

In vielen deutschen Familien werden seit dem Ende des Nationalsozialismus von Generation zu Generation Erbstücke weitergegeben, die aus jüdischem Besitz stammen. Die Berliner „Stiftung Zurückgeben“ spürt diesen zweifelhaften Erbstücken nach und versucht die früheren Eigentümer oder wenigstens ihre Nachfahren herauszufinden.

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Internationaler Holocaust-Gedenktag und 90 Jahre Machtübernahme – KZ-Gedenkstätten finanziell absichern

Angesichts des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar weist der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, auf die Notwendigkeit einer vitalen Erinnerungskultur hin: „Erinnerungskultur ist ein Wesenskern unseres Landes. Sie darf kein starres Gebilde sein, sondern muss sich immer wieder neu erfinden.“

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„Ich spreche für die, die gestorben sind“

Boris Zabarko, geboren 1935, überlebte als Kind den Nazi Terror im Ghetto Scharhorod. Ein Ghetto im Südwesten der Ukraine, ohne Zaun und Mauer, nach 18 Uhr durfte keiner auf die Straße, sonst wurde er von den Wachposten mit Knüppeln geschlagen. Er ist Historiker, Vorsitzender des Allukrainischen Verbandes der Juden, ehemalige Häftlinge des Ghettos und der NS-Konzentrationslager, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Autor mehrerer Bücher.

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