Berditschew, das „russische Jerusalem“ im deutschen Lexikon

„Russisches Jerusalem“ wurde Berditschew/Berdytschiw genannt, weil Juden lange die Mehrheit der Einwohner stellten. Das 20. Jahrhundert brachte Gewaltexzesse und Vernichtung, zunächst durch Bürgerkrieg und Revolution, dann durch die Deutschen. Die ermordeten hier mehr Menschen als in Babij Jar.

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Boaz Kaizman – Dringlicher Appell

Vor kurzem habe ich an Hortensia Völckers – Vorstand / Künstlerische Direktion der Kulturstiftung des Bundes – einen offenen Brief geschrieben. Bei diesem Anschreiben an Frau Völckers geht es um die documenta-fifteen. Bis heute habe ich mich zum Thema Antisemitismus nie politisch geäußert. Ich bin aber als Künstler sehr traurig, dass so wenige Kolleg*innen sich positioniert haben und fordere mit meinem Appell dazu auf, dieses Schweigen zu beenden.

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„Agenten des Zionismus“

Vor 70 Jahren begann in Prag der letzte und größte der stalinistischen Schauprozesse. Angeklagt waren neben Rudolf Slánský, ehemals Generalsekretär der Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei, dreizehn weitere, mehrheitlich jüdische Repräsentanten der Staats- und Parteiführung des Landes. Bemerkenswert ist dabei die gegen Juden in Stellung gebrachte Rhetorik.

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Wiederentdeckte Bücher der jüdischen Gemeinde Sulzbürg

Zweiundfünfzig hebräische Bücher und drei Handschriften aus der alten jüdischen Gemeinde Sulzbürg (Oberpfalz) wurden vor Jahren in der Eichstätter Seminarbibliothek abgegeben. Die Bibliothek der Universität Eichstätt hat sie im Rahmen eines Projektes des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste katalogisiert, die ehemaligen Besitzer – soweit möglich – festgestellt, die Bücher vollständig digitalisiert und im Netz zugänglich gemacht.

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„Anders zu sein, ist ein Geschenk“

Am 6. Dezember 1992 sagten über 400.000 Münchner:innen NEIN zu Rassismus. Am 6. Dezember 2022 startet die Lichterkette e.V. anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens und unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Claudia Roth die bundesweite Social Awareness Kampagne Mensch.Deutschland. 30 Jahre Lichterkette e.V. In zahlreichen Videoclips kommen Menschen zu Wort, die in ihrem Alltag regelmäßig Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung machen. Die Botschaft dieser digitalen Lichterkette ist deutlich: NEIN zu Diskriminierung und JA zu Vielfalt.

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Antisemitische Vorfälle in Berlin

Antisemitismus ist im Alltag Berliner Juden_Jüdinnen weiterhin allgegenwärtig. Im ersten Halbjahr 2022 ereigneten sich in allen Berliner Bezirken antisemitische Vorfälle. Vorfälle richteten sich in der großen Mehrheit unmittelbar gegen jüdische, israelische oder als solche
wahrgenommenen Personen oder Institutionen.

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Altneuland

In seinem utopischen Roman Altneuland (1902) entwarf Theodor Herzl detailliert seine Vision des „Judenstaates“. Aus dem Mit- und Gegeneinander fundamentalistischer und aufgeklärter Kräfte entsteht darin eine moderne, pluralistische und optimistische Gesellschaft. Die heutige Situation macht es notwendig, diese Vision wieder kennenzulernen. Für das Verständnis des Zionismus und im Kampf gegen den israelbezogenen Antisemitismus ist Altneuland ein Schlüsseltext.

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