Mamsi und ich

Wie wurde die Nachkriegsgeneration durch die Erfahrungen ihrer Eltern geprägt? Diese Frage stellt sich C. Bernd Sucher in seinem neuen, sehr persönlichen Buch und erzählt von seiner Mutter, einer stolzen und starken Frau, die als Jüdin im Dritten Reich verfolgt wurde, das KZ überlebte und nach dem Krieg einen Protestanten aus konservativem Elternhaus heiratete. Sie hatte eingewilligt, den Sohn christlich zu erziehen, was sie ein Leben lang quälte, seinen jüdischen Glauben sah sie dennoch kritisch und trieb ihn unerbittlich an, im Leben das zu erreichen, was ihr durch die NS-Verfolgung verwehrt blieb. Suchers Spurensuche zeichnet die schwierige, prägende Beziehung von Mutter und Sohn nach, sehr offen, reflektiert und wunderbar erzählt.

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Reginas Erbinnen – Rabinerinnen in Deutschland

Mit Regina Jonas wurde 1935 die weltweit erste Rabbinerin in Deutschland ordiniert, dem Land, in dem die Wiege des liberalen Judentums stand. Das vorliegende Buch stellt einige ihrer Nachfolgerinnen vor, die heute in Deutschland als Rabbinerinnen tätig sind, und gibt einen Einblick in ihre Gemeindearbeit.

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Ein Pariavolk – Zur Anthropologie des Antisemitismus

Der 2004 verstorbene Judaistik-Professor Hyam Maccoby liefert in seinem Werk eine „anthropologische“ (Maccoby 2019, 177) Analyse der Entstehung des Antisemitismus. Der anthropologische Zugang, so Maccoby, befasst sich mit Mythen und Bräuchen vornehmlich vormoderner Gesellschaften in vergleichender Perspektive. Im Zentrum stehen dabei Opferkulte und Kastenstrukturen, die herangezogen werden, um die Spezifik der Judenfeindschaft zu untersuchen…

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Stoppt den Judenhass!

Der Journalist und frühere Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens Sigmund Gottlieb hat einen empörten Weckruf verfasst, ein Buch, das sich der besonderen Bedrohung der Juden in der Bundesrepublik widmet, die aber auch „für alle Frauen, Männer und Kinder von Minderheiten in Deutschland – gleich welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welcher Religion“ stehen. „Sie alle sind im Begriff, das Vertrauen in das Land, in dem sie leben, zu verlieren“…

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Zeitenwende – neue Formen der Erinnerungs- und Gedenkkultur

Soeben ist das zehnte Jahrbuch des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts mit dem Schwerpunktthema „Zeitenwende – neue Formen der Erinnerungs- und Gedenkkultur“ erschienen. Die Herausgeber Jim G. Tobias und Andrea Livnat greifen die drängenden Fragen auf, wie zukünftig die Erinnerung an die Shoa, aber auch an den jüdischen Neubeginn in Deutschland kurz nach dem Zivilisationsbruch wachgehalten werden kann.

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