Sehnsucht Demokratismus?

„Wer wird das lesen wollen! Gott weiß es nicht, ich auch nicht“[1] – ein Stoßseufzer, den Friedrich Nietzsche vermutlich ein weiteres Mal ausgestoßen hätte, wenn er unserem Rezensionsgegenstand begegnet wäre. Schließlich handelt es sich um die durchaus überraschende, ja riskante, irgendwie auch waghalsig erscheinende Unternehmung, Richard Wagner (1813-1883), Karl Marx (1818-1883) und eben Friedrich Nietzsche (1844-1900) auf 720 (siebenhundertzwanzig) Seiten für 34 (vierunddreißig) Euro ins Gespräch zu bringen; und zwar mit dem Ziel, der Welt von heute die Welt im Umbruch anschaulich nahe zu bringen, wie es sie im deutschen 19. Jahrhundert gegeben habe.

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„Und alles ist hier fremd“ – Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil

Bei dem Wort Exil haben viele Amerika vor Augen. Vor allem Menschen aus der Filmbranche zog es nach 1933 dorthin, auch Musiker und vereinzelt Schriftsteller. Nicht alle blickten so weit in die Ferne, auch Großbritannien bot Rettung. Mit ihrem Buch ‚Und alles ist hier fremd.’ Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil geht Doris Hermanns speziell Schriftstellerinnen nach, die in Großbritannien Zuflucht fanden.

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Übersetzer und Kulturvermittler zwischen Metropole und Provinz

Der Übersetzer Emil Saudek (1876-1941) gehört zu jenen jüdischen Vermittlern zwischen deutschsprachiger und tschechischer Kultur, deren Leben und Wirken bislang kaum beleuchtet wurde. Ein neuer Sammelband stellt Saudeks Biografie in einen breiteren kulturgeschichtlichen Kontext und erlaubt spannende Einblicke in das Wien und Prag der Jahrhundertwende sowie die Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit.

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