Kollektive Erinnerungslücken im deutschen Familienalbum

75 Jahre nach der Niederlage Nazi-Deutschlands und dem Ende des 2. Weltkriegs resümiert der Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn in seinem essayistischen Band „Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern“ die Verdrängung der nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik und deren Verbindung mit dem heutigen Antisemitismus…

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„Österreich hat nichts gutzumachen, weil es nichts verbrochen hat“

Bereits 2016 hat Barbara Serloth, langjährige Lehrbeauftragte des Instituts für Staatswissenschaften der Universität Wien sowie Senior Parliamentary Advisor im österreichischen Parlament, eine äußerst lesenswerte Studie „Von Tätern, Opfern und jenen dazwischen“ über den Antisemitismus der Zweiten Republik vorgelegt. Ihr neues Buch „Nach der Shoa“ knüpft an diese Untersuchung an und konzentriert sich nun auf die Restitutionspolitik der österreichischen Nachkriegszeit…

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Krokodilopolis

Krokodilopolis, die Stadt der heiligen Krokodile im Nil-Delta, ist nur einer der magischen Orte, die der vagabundierende Künstler Shimon ben S. auf seinen denkwürdigen Reisen durch den Nahen Osten des 2. Jahrhunderts nach unserer Zeit besucht. Pavel Feinstein tischt uns mit diesem jüdischen Münchhausen, Narr und Schelm eine so unglaubliche wie hochunterhaltsame Geschichte auf…

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„That such is man…“ – Nathan der Weise in Amerika

Die jüdische Rezeptionsgeschichte Nathan des Weisen sowie die Bedeutung, die dieses Aufklärungsdrama und sein Autor Gotthold Ephraim Lessing für die Emanzipation und Säkularisierung deutscher Juden besaß, wurde von der deutschsprachigen und hebräischen Forschung bereits hinlänglich aufgearbeitet. Dank Lessing stand im 18. Jahrhundert erstmals eine positiv konnotierte jüdische Figur auf der deutschsprachigen Bühne, die dem modernen jüdischen Theater die Tore öffnen sollte…

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