(Kultur-)Rassismus ungarischer Art

Viel Kritik hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán Ende Juli mit seiner Rede bei der alljährlichen Sommerakademie Tusványos im rumänischen Băile Tușnad ausgelöst. Einst ein interkulturelles Fest zwischen der ungarischen Minderheit und RumänInnen, ist es heute zum Pilgerort der ungarischen rechten Intelligenzia geworden. 2014 hatte Orbán dort bereits sein Modell der „illiberalen Demokratie“ vorgestellt.

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Juden in der Ukraine – Historischer Hintergrund II

Der gegenwärtige erneute Exodus von Juden aus der Ukraine gab Anlass, sich anhand anerkannter Vorarbeiten intensiver mit der Geschichte jüdischen Lebens in jenem Lande zu beschäftigen. Für diesmal ausgewählt wurde ein Text, der u.a. Licht auf wenig beachtete Zusammenhänge zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem ukrainischen Nationalhelden Chmelnicky wirft. Zugleich ergibt sich die Gelegenheit des Historikers Heinrich Graetz (1817-1891) zu gedenken.

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Frankreich, die Linke und der Nahostkonflikt

Mehr als zwei Wochen vor der letzten israelischen Operation in Gaza veröffentlichte Jacques Attali, Essayist und ehemaliger Sonderberater von Frankreichs Präsident Mitterrand, diesen Beitrag, in dem er sehr treffend daran erinnert, dass die französische Linke sich zwar weder mit der Siedlungspolitik der israelischen Rechten noch mit dem islamischen Fanatismus allzu vieler Palästinenser identifizieren kann, dass sie aber auch nicht den Gebrauch der Worte „Völkermord“ oder „Apartheid“ akzeptieren kann. Sie kann auch nicht akzeptieren, dass das Recht der Israelis, ihren Staat, ihre Demokratie und ihre Werte, die auch die unseren sind, zu verteidigen, in Frage gestellt wird.

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