„Ein ungemein malerisches Ansehen“ – Kyiv/Kiew um 1900

Als die ukrainische Metropole im Frühjahr 2022 im Feuer explodierender Granaten und einschlagender Raketen unterzugehen drohte, erwachte bei vielen Menschen im Westen das Interesse am, bis dahin nur marginal beachteten, Land Ukraine. Ganz konsequent reagierte der Buchmarkt mit zahlreichen Neuauflagen bewährter Werke und mit sogenannten „Schnellschüssen“. Auch der Autor möchte sich diesem Trend nicht verschließen und bietet seinen Lesern einen Blick auf die Stadt Kyiv/Kiew zur Zeit ihrer Blüte an.

Mehr …

Isaac Leib Peretz – Literarisches Multitalent mit Bürojob

Vor 170 Jahren wurde Isaac Leib Peretz geboren. Mit seinen zahlreichen Kurzgeschichten, Satiren wie „Bontshe Shwayg“ oder seinem epischen Gedicht „Monish“ wurde er schnell zum Wegbereiter des Modernismus in der jiddischen Literatur. Zugleich förderte Peretz zahlreiche junge Schriftsteller seiner Zeit.

Mehr …

Junge türkische Juden und ihr Sehnsuchtsort Tel Aviv

Viele junge Juden und Jüdinnen verlassen die Türkei. Es zieht sie nach Amerika, Kanada oder auch nach Israel. In Tel Aviv haben sie eigene Vereine und sind in ihrer türkisch-jüdischen Community gut vernetzt. Während Israel von den mehrheitlich sehr gut ausgebildeten und international studierten jungen Juden und Jüdinnen profitiert, droht der Türkei ein Brain-Drain.

Mehr …

Kosmopolitin und Musiktalent aus Finnland – Marion Rung

Hebräische oder jiddische Lieder, gesungen mit distinktiv finnischem Akzent hört man nicht alle Tage. Auch sonst spielte und spielt Finnland keine bedeutende Rolle in der Geschichte der europäischen Juden: keine größeren Pogrome, keine Katastrophen, keine denkwürdigen Ereignisse. Aber bemerkenswerte Persönlichkeiten, auch jüdische, hat das Land im Nordosten Europas durchaus hervorgebracht. Ein musikalisches Talent aus Finnland möchte ich meinen Lesern gerne vorstellen.

Mehr …

Simon-Wiesenthal-Preis an Zeitzeug:innen

Gestern Abend wurden bei einer feierlichen Veranstaltung des österreichischen Parlaments in der Hofburg die vier Zeitzeug:innen Lily Ebert, Zwi Nigal, Karl Pfeifer und Liliana Segre mit dem Simon-Wiesenthal-Preis für ihr Engagement gegen Antisemitismus und für Aufklärung über den Holocaust ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurden die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus.

Mehr …

„Die Mitte ist nach wie vor die Quelle“

Anlässlich des Jahrestags der Befreiung des KZ Mauthausen erinnerte das österreichische Parlament am vergangenen Donnerstag an die Opfer des Nationalsozialismus. Als Hauptrednerin sprach die Antisemitismus-Forscherin Prof. Monika Schwarz-Friesel (TU Berlin). Ihre eindringliche Rede zum Antisemitismus heute dürfen wir hier vollständig wiedergeben.

Mehr …

Avlaremoz! Lasst uns reden! Konușalım!

Nesi Altaras ist türkischer Jude aus Istanbul. Inzwischen befindet er sich wie viele andere türkische Juden im Ausland. Nachdem er erfolgreich seinen Master in Politologie abgeschlossen hat, lebt er aktuell in Montreal und forscht zur Geschichte und Identität der türkischen Juden. Seit vier Jahren ist er Autor für die türkisch-jüdische Online Plattform und digitale Zeitung „Avlaremoz“.

Mehr …

Rückblick auf Wahl in Frankreich: Muslime und Juden, Melenchon und Macron

Emmanuel Macron verdankt seinen klaren Sieg in der Stichwahl gegen Marine Le Pen auch dem massiven Zustrom von muslimischen Wählern. Im ersten Wahlgang hatten die meisten Muslime für den Linkstribun Jean-Luc Melenchon gestimmt. Dieser verlor kein Wort über die Gefahr des radikalen Islamismus und erging sich in hirnrissigen Verschwörungstheorien bezüglich der dschihadistischen Anschläge. Den rechtsradikalen Kandidaten Eric Zemmour ortete er als Träger „vieler Traditionen des Judentums“ – obwohl alle jüdischen Gemeindesprecher Zemmour schärfstens verurteilt hatten.   

Mehr …