Paraschat haSchawua: Bereschit

Die jüdische Religion geht davon aus, dass die ganze Tora, die fünf Bücher Moses, von Moses selbst aufgezeichnet wurden, und zwar diktiert oder inspiriert durch Gott Jahwe. Jeder Zweifel daran wäre eine Sünde. Allerdings geben die Gelehrten im Talmud zu, dass die Beschreibung des Ablebens von Moses nicht von ihm selbst hätte geschrieben werden können, weshalb sie es dem Nachfolger Joschua zuschrieben. Somit wurde
die erste Bresche in die Doktrin geschlagen, was noch andere Interpretationen im Laufe der Geschichte zuließ…

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Jom Kippur

Nach Rosch haSchana, dem Neujahrsfest, folgen zehn Tage, die als „ehrfurchtsvolle Tage“ bezeichnet werden. Es sind zehn Tage der „Umkehr“, die ein jeder nutzen soll, um um Vergebung zu bitten, um Gott zu zeigen, dass wir bereuen, was wir falsch gemacht haben. Am Ende dieser Tage steht Jom Kippur, der Versöhnungstag, der Tag des göttlichen Gerichts, der Buße und Umkehr (Lev. 23, 27-32), an dem die Verfehlungen des einzelnen Menschen gesühnt werden…

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Paraschat haSchawua: Haasinu

Am kommenden Schabbat wird die letzte Perikope in der Synagoge vorgetragen. Sie besteht lediglich aus einem Kapitel, und das ist im Stil, nicht im Inhalt, ziemlich ungewöhnlich. Es hört sich nicht an wie die übrigen Bücher und Texte der Tora, die im prosaischen Stil erzählend, mahnend, Gesetze und Verhaltensweisen verkündend wirken. Es ist von der Form her ein Gedicht, ein poetischer Text…

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haJamim haNora’im

Im Gegensatz zu den anderen wichtigen jüdischen Festen sind die „Hohen Feiertage“, „Furchtbaren Tage“, „Gewaltigen Tage“ oder „Tage der Ehrfurcht“ – Rosch haSchana (Neujahrsfest) und Jom Kipur (der Versöhnungstag) – nicht mit historischen Ereignissen verknüpft. Auch sind es keine fröhlichen Feste. Die „Furchtbaren Tage“, wie sie genannt werden, sind rein religiöse Feste, die G’ttes Rolle als Richter des Universums feiern. Sie heben nachdrücklich die Begriffe der Moral, der Gewissenserforschung, des Spirituellen und der Heiligkeit in den Vordergrund…

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Bienen und München – Rosch haSchana 5781/2020

Es ist das berühmteste Symbol von Rosch haSchana, das uns unabhängig vom Alter, beginnend im Kindergarten, begleitet und besonders dieses Jahr unsere Hoffnungen betont. Es ist der Honig, mit dem Wunsch eines metuka Jahres, mit der Beracha, die in den heutigen Zeiten als ein flehentlicher Ausruf wirkt: »schetechadesch alejnu schana towa umetuka, erneuere für uns ein gutes Jahr, in dem wir etwas Süßes, etwas Angenehmes finden können.«

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