Filmfestival Seret: Kostenloses Streaming

Weltweit wurden Kinos zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 geschlossen und Filmfans müssen auf einige, wenige Streamingdienste zurückgreifen. Aus diesem Grund hat das Israelische Filmfestival SERET International beschlossen, ab sofort jeden Donnerstag um 21 Uhr deutscher Zeit einen der Festivalfilme kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen, der dann für eine Woche lang abrufbar ist…

Mehr …

Catastrophic Life – Das neue Album der Jewish Monkeys

Nach Mania Regressia und High Words präsentieren die Tel Aviver Punk-Senioren ihr neues Album. Punk-Senioren? Das mögen nicht alle in der Band gerne hören, denn in den letzten Jahren hat sich eine Reihe an jungen Talenten den Jewish Monkeys angeschlossen, die den alten Herren mit polyphonem Gebläse oder schreddernder Gitarre richtig Feuer unter dem Allerwertesten machen. Ab 12. März sind die Jewish Monkeys mit ihrem neuesten Album „Catastrophic Life“ auf Tour…

Mehr …

Lee Krasner – Living Colour

Sie war eine der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Die Amerikanerin Lee Krasner (1908–1984). Sie war eine Pionierin des abstrakten Expressionismus und erfand sich zeitlebens neu, was in der enormen Energie und Vielfalt der Arbeiten zum Ausdruck kommt. Das Zentrum Paul Klee zeigt in einer grossen Retrospektive rund 60 Arbeiten aus international bedeutenden Museen und Sammlungen und damit die wichtigsten Zeichnungen, Gemälde und Collagen der 1920er- bis 1970er-Jahre…

Mehr …

„Verpiss dich, Hitler!“

Ein 10-jähriger Junge bekommt von einem Erwachsenen ein Kaninchen in den Arm gesetzt und blickt es liebevoll an. Doch Zweck dieses Vorgangs ist nicht, mit einem niedlichen Tier zu schmusen, sondern dem Kaninchen den Hals umzudrehen. Der 10-jährige Johannes ist ein Nazi in der Ausbildung. Er nimmt an einem Jungvolk-Wochenende der HJ teil, das ihn zum Mann schmieden soll. Jetzt soll er beweisen, dass er schon mutig genug ist, um töten zu können. Er ist es nicht. Er setzt das Kaninchen ab und will es zur Flucht bewegen, aber das versteht den Ernst der Lage nicht. Einer der erwachsenen Aufsichtspersonen packt sich das arglos-lethargische Tier, dreht ihm den Hals um, schleudert es lässig hinter sich. Jojo ist blamiert, alle haben gesehen: Er kann nicht töten. Ab jetzt wird er spöttisch „Jojo Rabbit“ (in der deutschen Übersetzung: „JoJo Hasenfuß“) genannt. Aber er wäre doch so gerne ein guter Nazi, denn sein engster Vertrauter ist sein imaginärer Freund, der Führer selbst…

Mehr …

Choreographien des Daseins – Die Wurzeln des Glücks

Der Regisseur David Rosenmerck sitzt vor einer Bühne; dort finden Proben für eine Performance statt, die er selbst choreographierte; in ihr geht es um sein Leben, seine Identität, die zerrüttete Ehe seiner Eltern. Die Tanzenden durchmessen den Raum mit ihren Bewegungen, der kein klares Zentrum zu haben scheint. Die Bewegungsabläufe wirken flüchtig und bestimmt zugleich, als würden sie eine Suche markieren, die radikal verlaufen wird. Doch der Regisseur sieht seinem Ensemble nicht aufmerksam zu, er ist selbst durch Anderes bewegt, beschäftigt mit Gedanken, die ihn einholen. Er ist dabei, einen Brief zu verfassen – einen Brief an seinen Vater, der als Schweinezüchter in Israel lebt…

Mehr …

Schwerter zu Geigen

Zwei Jugendliche befinden sich allein auf einer dunklen Straße; sie sind ein Liebespaar und laufen aus einem Musik-Camp davon. Nicht nur diesen Ort wollen sie hinter sich lassen. Sie wissen noch nicht ganz genau, was sie tun werden, aber sie wissen, dass sie einen ganz anderen Ort finden müssen, weit weg von all der Dummheit, den Vorurteilen und dem Hass, der um sie herum existiert. Sie müssen dort ankommen, wo man ihrer Liebe eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft geben wird. Doch plötzlich hält ein Auto vor ihnen, sie werden über Lautsprecher aufgefordert, zum Wagen zu kommen, doch sie verstehen die Sprache nicht, die aus den Lautsprechern ertönt, sie können die Situation nicht deuten – sie rennen davon, doch sie werden ihren Weg nicht fortsetzen können…

Mehr …

Zur Sonne, zum Freibad

Als 1989 die Mauer fällt, darf die 12jährige Esther Zimmering nicht sofort wie die anderen Kinder ihrer Klasse Westberlin besichtigen, sondern muss allein mit ihrer Lehrerin in der Klasse ausharren; ihr Vater verbietet es, er ist als Militärarzt bei der NVA tätig und will noch abwarten, wie sich die neuen Verhältnisse gestalten. Doch schließlich ist es auch Esther möglich, den Teil der Stadt hinter der gefallenen Mauer zu bereisen – und auch ihre private Welt weitet sich nun über Deutschland hinaus: Sie hat noch Verwandte in Israel, zu denen der ostdeutsche Teil ihrer Familie jetzt wieder Kontakt aufnimmt…

Mehr …