Antisemitismus und Antizionismus: Neue Studie

Wilhelm Kempf ist Professor für Psycho­logie an der Universität Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Friedens­forschung. Vor drei Jahren bewilligte ihm die Deut­sche Forschungsgemein­schaft (DFG) Gelder für ein Projekt zur empirischen Erforschung des Zusam­menhangs von „Israelkritik“ und „Anti­semitismus“ im heutigen Deutschland, also des Zusammenhangs zwischen kri­tischer Einstellung zu Israels Politik und Abneigung gegen Juden…

Prof. Dr. Rolf Verleger, Dipl.-Psych., Lübeck, 3. 11. 2011

Vermintes Gelände

Als dies 2009 ruchbar wurde, kam es zu erregten Reaktionen im Internet. Auf der einen Seite befürchtete man, dass dieses Projekt eine schein­wissen­schaftliche Unterfütterung der häufig zu hörenden Vorwürfe liefern würde, dass der wahre Grund für Kritik an Israel der ewige Antisemitismus sei. Auf der anderen Seite fanden sich auch Menschen, die gegen Kempf wegen seiner Be­schäf­ti­gung mit diesem Fragen­komplex den Vorwurf des Antisemi­tis­mus erhoben.
Als ich – neugierig geworden – an Kempf schrieb, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, hatte dies das unerwartete Ergebnis, dass er mich zum Berater im Projekt ernannte. So habe ich auf den regelmäßig stattfindenden pro­jekt­be­gleitenden Besprechungen am Fortgang des Projekts teilhaben können.

Das Positive an der wissenschaftlichen Psychologie ist, dass sie neue empirische Befun­de liefern muss. Auch und gerade über so emotional aufgeladene Fragen wie Antisemi­tismus sollte sie es nicht bei Spekulationen belassen, wie sie in Zei­tungs­redaktionen oder in Parla­ments­de­batten angestellt werden. Daran hat sich Kempfs Projekt gehalten; eine Fülle neuer Daten sind erhoben und zum großen Teil ausgewertet. Man kann jetzt schon sagen: Es sind interessante Dinge herausgekommen.

Dringend gesucht: Friedliche Israel-Freunde

In einer Studie des Projekts an 400 Per­sonen aus allen Bevölkerungsschichten bekam jede Person einen Zeitungsartikel zum Nahostkonflikt vorgelegt.

Davor wurden die Teilnehmer zu ihrer Einstellung zum Nahost-Konflikt und zur Befür­wortung friedlicher vs. kriege­ri­scher Lösungen dieses Konflikts befragt.
Gemäß diesen Einstellungen ließen sich vier Gruppen unterscheiden.

  • 1) „Un­in­formierte Pazifisten“: Keine Posi­tion zum Konflikt und wenig Kenntnis, aber jedenfalls für friedliche Lösung.
  • 2) „Infor­mierte Pazi­fisten“: Kenntnis des Konflikts, Anerken­nung der Interessen beider Seiten als le­gitim.
  • 3) „Palä­sti­na­freunde“: Parteinah­me für die Palästi­nenser, wobei der grö­ße­re Teil fried­li­che Mittel der Konflikt­lösung befürwor­te­te.
  • 4) „Isra­el­freunde“: Parteinahme für Israel, mit Befürwor­tung gewalt­sa­mer Mittel.

Ein erstes interessantes Ergebnis dieser Studie war also: Wer heutzutage in Deutschland im Nahostkonflikt für Israel Partei ergreift (Gruppe 4), der befür­wor­tet gewaltsame Mittel der Konfliktbe­wältigung: Es gibt so gut wie keine Leute, die Partei für Israel ergreifen und den Konflikt friedlich lösen wollen. (s. auch unten, die größere Studie.)

Auf die gemischte Zusammensetzung der „Palästinafreunde“ komme ich wei­ter unten zurück, anhand der größeren Studie.

Frieden und Versöhnung: die größten Übel?

Jeder der 400 Teilnehmer sah nun einen Zeitungsartikel. Der Artikel handelte von einem Gewaltakt entweder der palä­sti­nensischen Seite (Selbstmordanschlag in Tel-Aviv im April 2006) oder der israeli­schen Seite (Militäreinsatz gegen den Gasa-Streifen im Früh­jahr 2008). Die Original-Zeitungsartikel wurden vor der Studie von Kempfs Team auf drei Arten bearbeitet: Entweder sollten sie einen deeskalationsorientierten, friedlichen Ansatz vermitteln (Zwischenüberschrif­ten u.a. „im Kreislauf der Gewalt“, „die Bevölke­rung auf beiden Seiten ist trau­matisiert“) oder sie sollten einen eskalationsorientierten, kriegerischen Ansatz propagieren, entweder pro-Israel („Ha­mas schickt weitere Raketen“) oder pro-Palästina („die Lage im Gasa-Streifen ist verzweifelt“). Diese Bearbeitungen be­trafen sowohl den Titel als auch die Zwi­schenüberschriften (in der hier darge­stellten Art), den Inhalt und das Bild­material.

Jeder Studienteilnehmer sah einen die­ser Artikel und wurde nach dem Lesen danach gefragt, ob der Artikel parteilich geschrieben sei, und wenn ja, parteilich für welche Seite.

Die Antworten von „Uninformierten Pa­zi­fi­sten“ (oben beschriebene Gruppe 1) ergaben ein konfu­ses Muster; dies soll hier nicht weiter besprochen werden.

Die Antworten von „Informierten Pazifi­sten“ und „Palästinafreunden“ (Gruppen 2 und 3) ergaben das zu erwartende Muster: Die deeskalationsorientierte Version wurde als relativ unparteilich eingeschätzt, die pro-Israel-Version als parteilich für Israel und die pro-Palä­sti­na-Version als parteilich für Palästi­nen­ser.

„Israelfreunde“ (Gruppe 4) fanden eben­falls die pro-israelische Version partei­lich für Israel und die pro-palästinen­si­sche Version parteilich für Palästinenser. Jedoch die deeskalationsorientierte Ver­sion fanden sie nicht neutral, sondern noch extremer parteilich für Palästinen­ser als die eskalationsorientierte pro-Palästina-Version: Zeitungsartikel über den Konflikt, die auf Basis der Werte von Frieden und Mit­menschlichkeit geschrie­ben sind, richten sich nach Einschätzung von Israelfreun­den direkt gegen Israel.

Antisemitismus und Israelkritik: Methodik

Die Hauptstudie von Kempfs Projekt war eine große Befragung zum Zusam­menhang von Einstellungen gegenüber Juden und gegenüber Israel in der deut­schen Bevölke­rung. In Süd­baden und Thüringen wurden ca. 1500 Personen befragt und daraus eine Stich­probe von 1000 Personen herausgefil­tert, die in Alter, Geschlecht und Bildung reprä­sen­tativ für die deutsche Bevölke­rung ist.
Neben solchen demographi­schen Daten wurde auch die Parteipräfe­renz erfragt („Wenn nächsten Sonntag Wahlen wären“) und vor allem: Einstellun­gen zur Verteidigung von Menschen­rechten und zu ihrer Durchsetzung, zu Juden, zur Judenvernichtung durch Nazi­deutsch­land (Schlussstrich unter die Vergan­gen­heit, Täter-Opfer-Umkehr), zum Zionis­mus, Faktenkenntnis über Israel, Ein­stellung zum Palästinakonflikt, persön­li­che Betroffenheit vom Konflikt, Partei­nah­me für eine der beiden Seiten und Befürwortung von friedlichen oder gewaltsamen Mitteln bei dieser Partei­nahme.

Die Befragung wurde hauptsächlich im zweiten Halbjahr 2010 durchgeführt. In­wieweit die Ergebnisse durch die ge­waltsame Erstürmung der Mavi-Marma­ra–Hilfsflotte für Gasa beeinflusst waren oder stabile Einstellungen widerspie­geln, lässt sich durch diese einmalige Be­fragung nicht beantworten.

Um die Antwortschwelle der Probanden zu senken, wurden die Fragen zu Ein­stellungen nicht eingeleitet mit „Was denken Sie?“, sondern mit der Passage „Bitte geben Sie an, wie sehr Sie die fol­genden Meinungsäußerungen für sach­lich rechtfertigbar oder für ein unbe­gründetes Vorurteil halten.“ Es folgten dann die Fragen mit einer fünfstufigen Antwortskala von „gerechtfertigt“ über „unentschieden“ bis „Vorurteil“.

Es kommt Kempfs Arbeitsgruppe darauf an, in diesen komplexen Daten Ver­knüp­fun­gen zwischen den einzelnen Einstel­lungen aufzufinden und dadurch ver­schiedene Klassen von Einstellungen zu beschreiben. Daher nimmt die Auswer­tung Zeit in Anspruch und ist noch nicht abgeschlossen. Ein paar vorläufige Er­gebnisse können jedoch benannt wer­den.

Antisemitismus

Die Fragen bestanden aus drei Äuße­run­gen zur Abneigung gegen Juden (z.B. „Es ist bes­ser, man hat mit Juden nichts zu tun“), drei Äußerungen zur Weltver­schwörung (z.B. „Es gibt ein jüdisches Netzwerk mit großem Einfluss auf poli­ti­sche und wirtschaftliche Vor­gänge auf der Welt“) und drei Äußerungen zur Ausgrenzung von Juden (z.B. „Man sollte sich nicht auf Geschäfte mit Juden ein­lassen“). Ebenso gab es je drei Äuße­run­gen zum Schlussstrich unter die Vergan­genheit, zur Abwehr und Relativierung der deutschen Schuld und zur Opfer-Täter-Umkehr.

Äußerungen zur Abneigung gegen Juden, zur Ausgrenzung von Juden und zur jü­dischen Welt­verschwörung nannten 5 % der re­präsentativen Stichprobe rechtfer­tig­ba­re Meinungen. Das ist nicht viel, aber natürlich auch wiederum 5 % zu viel. Die Hauptfrage der Studie war nun aber, wie solche antisemitische Ein­stel­lung mit Antizionismus und mit der Ein­stellung zum Nahostkonflikt zusammen­hängt.

Antizionismus

Die Fragen zum Antizionismus bestan­den aus je drei Äußerungen zum „Israel-bezogenen Antisemitismus“ (z.B. „Ohne die weltweite Macht des Judentums könnte sich Israel nicht so leicht über internationales Recht hinwegsetzen.“) und direkt zum „Antizionismus“ (z.B.  „Zionismus ist im Wesentlichen eine Art von Rassismus.“). Ein knappes Viertel der Befragten (23 %) nannten diese Äußerungen rechtfertigbare Meinungen.

Zusammenhang von Antisemitismus und Antizionismus

Diese 23 % teilten sich scharf in zwei Gruppen. Die eine Gruppe – ein gutes Drittel dieser 23 %, nämlich 9 % der Ge­samtstichprobe – antwortete gleich­mä­ßig hoch „rechtfertigbare Meinung“ auf die Meinungen zu Antisemitismus und Antizionismus (oder zumindest „unent­schieden“, daher mehr als die oben er­wähnten 5 % antisemitischen Antwor­ten). Die andere Gruppe – knapp zwei Drittel dieser 23 %, nämlich knapp 15 % der Gesamtstichprobe – fanden antizio­nistische Aussagen rechtfer­tig­bar, anti­semitische aber nicht.

(Methodische Anmerkung: Diese durch Latent-Class-Analyse ermittelte Aufspal­tung beider Arten von Antworten bestätigte sich auch in einer Hauptkomponentenanalyse.)

Das heißt: Diese große, methodisch sorg­same Studie kann die Ergebnisse vorhe­ri­ger kleiner Studien nicht bestä­ti­gen, die einen klaren einfachen linearen Zusam­menhang von Antisemitismus und Anti­zionismus behaupteten. Richtig ist durch­aus, dass so gut wie alle Befragten, die die antizionistischen Äußerungen für ein Vorurteil hielten, auch die antisemi­ti­schen Äußerungen für ein Vorurteil hiel­ten („Gutmenschen“). Ebenso hielten so gut wie alle Befragten, die die antisemi­tischen Äußerungen rechtfertigbar nannten, auch antizionisti­sche Äuße­run­gen für rechtfertigbar („Antisemiten“). Aber diejenigen Befragten, die antizio­ni­stische Äußerun­gen für rechtfertigbar hielten, bestanden eben nicht nur aus diesen Antisemiten, son­dern mehrheitlich aus den genannten 15 % der Gesamt­stich­probe, die antizioni­sti­schen Äußerungen zustimmten und antisemi­ti­sche Äußerun­gen ablehnten. Ob diese Gruppe „Krypto-Antisemiten“ zu nennen ist (wie andau­ernd von interessierter Seite in der öffentlichen Diskussion behauptet wird) oder ganz im Gegenteil aus einer men­schenrechtsorientierten Position heraus denkt (wie die tägliche Erfahrung nahe­legt), dafür wird die weitere Auswer­tung dieser Daten Belege erbringen, mit einer Verknüpfung verschiedener Ein­stellungsmuster zu Menschenrechten, Zionismus und Juden. Die vorläufige Auswertung weist in Richtung men­schenrechtsorientierte Position.

Dieses Fehlen eines Zusammenhangs zwischen kritischer Einstellung zum Zio­nismus und Abneigung gegen Juden be­stätigte sich auch in einer weiteren, on­line durchgeführten Befra­gung an einer für ihre kritische Einstellung zu Israels Politik selektier­ten Gruppe. Von den ca. 450 Antwortenden hatte die Mehrheit eine kri­ti­sche Einstellung  zum Zio­nis­mus, aber niemand aus dieser Gruppe fand die antise­mi­ti­schen Äußerungen rechtfertigbar.

Unterstützung für Israel und für Palä­stina und Stellung zu Gewalt

In dieser repräsentativen Stichprobe von 1000 Befragten ergab sich folgende Verteilung:

  • 1) Israels Position im Konflikt unter­stützten 10 % der Befragten, durchweg mit Befür­wortung einer gewaltsamen Behandlung des Konflikts.
  • 2) Die palästinensische Position im Kon­flikt unterstützten 40 % der Befragten. Details dazu siehe im nächsten Absatz.
  • 3) Beiden Seiten gerecht zu werden ver­suchten 34 %, und bestanden dabei auf einer friedlichen Konfliktlösung.
  • 4) 16 % der Befragten wollten oder konnten sich in diesen Fragen nicht positionieren.

Von dem großen Block (2) der Palästina-Freunde

  • 2.a) befürwortete rund jeder Vierte (11 % der Gesamtstichprobe) strikt friedliche Methoden
  • 2.b) schloss rund die Hälfte (21 % der Gesamtstichprobe) den Nutzen von gewaltsamen Methoden nicht aus, und
  • 2.c) befürwortete das restliche knappe Viertel (9 % der Gesamtstichprobe) eine gewalt­same Behandlung des Konflikts.

Diese repräsentative Befragung bestä­tig­te also das Ergebnis des „Zeitungs-Expe­ri­ments“: Es gibt so gut wie niemanden, der sich auf Seiten Israels stellt und den Konflikt friedlich lösen will: Wer auf Seiten Israels steht, sieht, dass Gewalt angewendet werden muss. Die Unter­stützer Israels – so scheint es – haben an Dialog als Mittel zur Konflikt­lösung kein Interesse mehr (falls sie es je hatten).

Auf der Gegenseite zu diesen 10 % ge­waltbefürwortenden Israelfreunden (Grup­pe „1“) stehen 9 % gewalt­befür­wortende Palästinafreunde (Gruppe „2c“). Auch diese Unterstüt­zer Palä­sti­nas – so scheint es – haben an Dialog als Mittel zur Konfliktlösung kein Inter­esse mehr (falls sie es je hatten).

Ein knappes Drittel der Befragten, näm­lich 31 %, sind Palästinafreunde, die nicht („2a“) oder nicht unbedingt („2b“) Gewalt zur Lösung des Konflikts befür­worten. Diese Position hat auf der pro-israeli­schen Seite keinen entspre­chen­den Gegenpart und findet daher keine Dialogpartner.

Abschließende Bemerkung: Wie schon oben gesagt, kommt es Kempfs Arbeits­gruppe darauf an, in den vielschichtigen Projektdaten Verknüpfungen zwi­schen den ein­zelnen Einstellungen auf­zufinden und dadurch verschiedene Klassen von Einstellun­gen zu be­schrei­ben: Bei­spiels­weise auszuwerten, wie verschie­de­ne Einstellungen zu Men­schen­rechts­ver­let­zungen unter­schied­liche Bewer­tun­gen des Nahost-Konflikts bewirken. Diese Auswertung wird noch einige Zeit in Anspruch neh­men.

 Fazit:

a) Die deutsche Politik

Die deutsche Politik gibt sich sowohl israelfreundlich als auch friedens­orien­tiert. Diese Position ist aber in der realen Meinungswelt der Bevölkerung nicht vorhanden.

Diese fehlende Verankerung in der Bevölkerung kann man auf zwei Weisen bewerten. Auf der einen Seite kann man die Positionierung der deutschen Politik als einen Versuch ansehen, die Realität hin zu dieser wünschbaren Position  zu än­dern. (Und wünschbar wäre diese Position in der Tat, s. unten, b.) Auf der anderen Seite kann man diese Position aber auch als ein hohles Luftschloss an­sehen, dessen wesent­licher Zweck es ist, den Blick von der Realität abzu­wen­den.

Für diese Luftschloss-Interpretation spricht der Umgang der Politik mit Kri­tik an der israelfreundlichen Position: Es werden routinemäßig Statements geäu­ßert und Bundes­tags­debatten abgehal­ten zur Gefahr des Umschlagens von Kritik an Israels Position in Antisemi­tis­mus und ganz schlicht zur Gleichsetzung von Kritik an Israel mit Antisemi­tis­mus. Jedoch, wie diese Umfrage zeigt: 5-9 % der Befragten (je nach Kriterium) neigten antisemitischen Äußerungen zu, aber dreimal so viel, nämlich 23 % der Befragten, kritisieren den Zionismus und mehr als fünfmal so viel, nämlich 40 % der Befragten, unterstützen die pa­lästinensische Position. Diese 40 % der Bevölkerung mit den 5 % Antisemiten gleichzusetzen ist nicht seriös.

Die viel realistischere Sorge der Politik müsste sein, dass die Unterstützer Pa­lä­sti­nas in die gleiche umfassende Ge­walt­bereitschaft abgleiten werden, in die die Unterstützer Israels schon längst abge­glitten sind.

b) Israel und Judentum

Die Befunde zum Fehlen einer pro-isra­e­lischen, friedensorientierten Position kom­men nicht wirklich unerwartet, wenn man ein paar Diskussionen mit „Israelfreunden“ geführt hat. Trotzdem sind die Befunde erschütternd. Denn sie zeigen die Änderung in der Ausstrah­lungskraft des Judentums.

Stre­ben nach Frieden und Mitmensch­lichkeit war bis vor kurzem das Marken­zeichen des Judentums. Diese Werte be­stimmten auch die Hauptlinie des Zio­nismus unter Führung von Weizmann bis 1940: Diese Hauptlinie – selbst­ver­ständlich israelfreundlich, da für den Auf­bau der jüdischen Heimstätte in Pa­lästina arbeitend –, verfolgte ihr Ziel grund­sätz­lich mit friedlichen Mitteln, ungeachtet des teilweise gewalttätigen arabischen Wider­stands gegen das Projekt. Heute dagegen wird das Projekt „Israel“ von seinen Unter­stüt­zern als Antithese zu Friedfertigkeit und allge­meiner Menschenliebe verstanden.

Quellen:

Dieser Bericht basiert auf der Arbeit des Projekts von Wilhelm Kempf Israel­kri­tik, Umgang mit der deutschen Geschich­te und Ausdifferenzierung des moder­nen Antisemi­tismus (Aktenzeichen KE300/8-1 bei der Deutschen Forschungsge­mein­schaft), insbesondere auf folgenden Arbeitspapieren:

  • Kempf, W. (2011) Criticism of Israel, modern anti-Semitism and the media. Diskussionsbeiträge der Projektgruppe Friedensforschung Konstanz, Nr. 70, 2011, www.regener-online.de, ISSN 1611-1818
  • Kempf, W. (2011) Peace Journalism, the Israeli-Palestinian conflict, the German press and the German public. Diskussionsbeiträge der Projektgruppe Friedensforschung Konstanz, Nr. 72, 2011, www.regener-online.de, ISSN 1611-1818
  • Thiel, S.  (2011)  Konstruktion und Eva­lu­ation des Untersuchungsmaterials für eine experimentelle Studie der Inter­akti­on zwischen mentalen Modellen und Medienframes des Israelisch-Palästinen­si­schen Konflikts. Diskussionsbeiträge der Projektgruppe Friedensforschung Kon­stanz, Nr. 71, 2011, www.regener-online.de, ISSN 1611-1818

Zum Autor: Prof. Dr. Rolf Verleger, Dipl.-Psych., Lübeck, 3. 11. 2011 , habil. 1994 in Lübeck, seit 1998 apl. Professor an der Universität Lübeck (Klinik für Neurologie). Forschungs­schwerpunkt in kog­nitiver Neuro­wissenschaft und Neuropsy­cho­lo­gie

245 Kommentare zu “Antisemitismus und Antizionismus: Neue Studie

  1. @ friedliche Israelfreunde, insbesondere Uri Degania

    Ich habe diesen Artikel und die mir relevant erscheinenden Passagen der Diskussion leider erst jetzt gelesen und möchte noch ein paar Anmerkungen zur Gruppe der „friedlichen Israelfreunde“ machen – sie wäre von der Systematik her allerdings keine „5. Gruppe“, sondern eine Untergruppe der „Israelfreunde“ (die sich wie die „Palästinafreunde“ in friedliebende und gewaltbefürwortende unterteilen würde). Auf methodische Fragen, inwieweit entsprechende Vorannahmen dazu führen, daß die „friedlichen Israelfreunde“ in der Studie nicht auftauchen, gehe ich nicht ein, weil ich mich mit dieser Thematik nicht ausreichend beschäftigt habe – bin aber gerne bereit anzunehmen, daß es sie in nennenswerter Anzahl gibt, nachdem sich zahlreiche Diskussionsteilnehmer so „geoutet“ haben.
     
    Analog zur Frage, wieviele Krypto-Antisemiten sich unter den Antizionisten befinden, müßte man auch fragen, wieviele Krypto-Moslem-, Araber- oder Sonstwas-Hasser unter den Zionisten bzw. Israelfreunden sind, die unter dem Deckmantel ihrer „Israelfreundschaft“ sanktionslos antimuslimische, antiarabische, antichristliche, antideutsche oder sonstige Ressentiments ausleben wollen: Rechtslastige nicht-jüdische Deutsche scheinen z.B. mit Philosemitismus und Israelfreundschaft den idealen Weg gefunden zu haben, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – deutsche „Vergangenheitsbewältigung“ bei gleichzeitig möglichem Beibehalten fast sämtlicher, insbesondere fremdenfeindlicher Ressentiments. Christliche fundamentalistische Spinner können wundersamerweise den Antijudaismus „überwinden“ usw. … Die Liste der „Israelfreunde“, von denen ich behaupten würde, wenn man die hat, braucht man keine Feinde, ist ziemlich beeindruckend.
     
    Ohne hier den Nachweis führen zu können, halte ich es für sehr plausibel, daß ressentimentgetriebene Menschen eher Gewalt befürworten als ressentimentarme bzw. -freie, wobei ich unter Gewaltbefürwortung nicht nur das offene Propagieren, sondern auch das Rechtfertigen, Relativieren, Nicht-Kritisieren oder sonstige Decken von Gewalt verstehen würde. Die Übergänge sind sicherlich fließend und es stellt sich insgesamt die Frage nach dem Verhältnis von Friedliebenden und Gewaltbefürwortern innerhalb der jeweiligen Gruppen.
     
    Der Prozentsatz ressentimentgetriebener/ gewaltbefürwortender Israelfreunde scheint mir, auch unter dem Eindruck zahlreicher HaGalil-Diskussionen, extrem hoch zu sein – was sich nicht zuletzt in verbaler Aggression in Form von Beleidigungen und Beschimpfungen widerspiegelt (auch „friedliebend“ abgeschwächt: z.B. „Nazi-Mädel“, „völlig verblödete Person“ – was sollen solche Formulierungen, wenn man nicht gleichzeitig bereit oder in der Lage ist, dies nachzuweisen – von „ekligen, frigiden Nazi-Weibern“ ganz zu schweigen, was an Schäbigkeit kaum noch zu überbieten ist).
     
    Meines Erachtens haben die gewaltbefürwortenden Israelfreunde eine kritische Masse erreicht, die von den friedlichen nicht mehr in Schach gehalten werden kann, was u.a. dazu führt, daß immer mehr Verrückte und Fanatiker ihre „Israelfreundschaft“ entdecken, während latent proisraelisch eingestellte Menschen sich kaum als „Israelfreunde“ bezeichnen würden, weil sie keine Lust haben, sich ständig von irgendwelchen Idioten zu distanzieren, die das auch von sich behaupten (vielleicht landen die dann bei den „informierten Pazifisten“).
     
    Ein gutes Beispiel für die Marginalisierung friedliebender Israelfreunde findet sich in der Diskussion zum Artikel „Der deutsche Nahostkonflikt – Israeleriker und Palästinologiker“, in der Uri Degania sich beiläufig für die Genfer Initiative aussprach, was ich ihm auch glaube (sorry, Herr Degania, daß es Sie trifft, aber es paßt leider so gut):
    http://test.hagalil.com/2011/10/04/israeleriker/comment-page-1/#comment-24485
     
    Auf Janes Nachfrage reagierten Sie nicht, wobei ich aus Ihrer Sicht noch nachvollziehen kann, daß Sie Jane nicht das Stichwort geben lassen wollten. Ich könnte mir auch vorstellen, daß Sie, vor möglicherweise antisemitischem Publikum, nicht zu einem Schaukampf mit Baruch Zion bereit waren, nachdem dieser u.a. erklärte:
    „Keiner Interessiert sich für die Genfer oder Brüssler oder abgehalfterte Europäische Politiker Initiativen.“ 
    http://test.hagalil.com/2011/10/04/israeleriker/comment-page-1/#comment-24500
     
    Aus dem Kontext heraus ist zu vermuten, daß Baruch Zion gar nicht verstanden hatte, daß Sie sich dafür ausgesprochen hatten und es sich nicht um einen persönlich gegen Sie gerichteten Affront handelte, sondern um einen gegen die friedens- und konsensorientierten Kräfte… Dennoch stellt sich die Frage, wann Sie denn nun mit Nationalreligiösen, militanten Nationalisten oder gewaltbefürwortenden „Israelfreunden“ Tacheles reden. Wenn das immer nur hinter vorgehaltener Hand, hinter verschlossenen Türen oder so kleinlaut geschieht, daß die Angesprochenen es nicht mal mitkriegen, dann können Sie sich diese Art von Engagement auch sparen – ist jetzt weniger hart gemeint als es klingt, denn eigentlich möchte ich die friedlichen Israelfreunde davon überzeugen, es entschiedener zu tun.

  2. Ok, da ist es nun schwarz auf weiss: der ungelöste Konflikt bringt die Leute gegen Israel und das Judentum auf. Und in den Zahlen spiegelt sich noch nicht die „Bibi-Politik“ wider, nämlich die klare Weigerung eine Lösung zu finden.
    Die Anti-Zionisten haben sich vermutlich inzwischen verdoppelt, mindestens. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Anti-Zionisten und Anti-Semiten, also wer a ist ist nicht gleichzeitig auch b, aber vermutlich steigt auch b wenn a steigt.
    Was hier Anti-Zionismus genannt wird, ist tatsächlich nur eine natürliche, normale Reaktion auf eine Gruppe, die militärisch total überlegen eine andere unterdrückt. Das findet keiner toll und für die Unterdrückten wird Verständnis entwickelt.
    Es wäre interessant, wenn den Teilnehmern zusätzlich vergleichbare Artikel aus einem anderen kulturellen Kontext heraus vorgelegt worden wären: also z. B. von zwei afrikanischen Staaten, mit ähnlichem Hintergrund (beide moslemisch, einer stark militärisch etc.). Wäre dann das, was im Artikel „Anti-Zionismus“ genannt wird, sehr viel höher ausgefallen?
    Was ist „Anti-Zionismus“? Im Grunde genommen, doch nur die Ablehnung von Gewalt gegen andere. Und möglicherweise ist die Toleranzgrenze gegenüber Juden/Israel da sehr viel höher (wird mehr erlaubt) als bei anderen Gruppen.
    Also meiner Meinung oder Erfahrung nach ist das so.
    Allerdings ist es auch so, dass Konflike in Afrika eher nicht wahrgenommen werden. Ist doch allen ziemlich egal, ob Kurden oder sonstwer sonstwo unterdrückt wird. Der „Palästina“-Konflikt dagegen ist von großem Interesse.
    Wären die Palestinenser von Ägypten unterdrückt, würde kein Hahn danach krähen, oder nur ganz wenige.
    Warum sind die Juden/Israel so interessant? Ist da doch ein verkappter Anti-Semitismus dahinter? Eher nicht. Man fühlt sich stark verbunden mit Juden und mit Israel. Das Interesse entsteht aus Sympathie und zumindest (Rest-)Schuldgefühlen. (Meine Meinung.)
    Studie zu Anti-Zionismus:
    Frage 1: Wird Gewalt in Israel eher toleriert (als bei anderen Staaten)?
    Frage 2: Warum ist Israel (Juden) so viel interessanter als andere Gruppen?

  3. ja .. hier ist es wirklich witzisch .. und manchmal auch niveauvoll .. meist aber eher nicht .. 😀

    Jedem steht eine oder auch gar seine Meinung zu. Und das macht dann mindestens schon 4 Gruppen (eigentlich eher neun .. wenn mensch hier unterscheiden mag zwischen
    – absoluten Israelentschuldigern
    – situations- und tatbestandsabhängigen Israelfreunden/-kritikern
    – ausschliesslich Israelkritisch Eingestellten
    und dann noch unterscheidet zwischen
    – geistreich, lesenswert 
    – argumentativ 
    – pöbelnd beleidigend geifernd
    spannt sich ein schönens Quadrat auf, in dem mensch die meisten der hier schreibenden einordnen kann.   

    Jeder kann für sich dieses Quadrat aufzeichnen und nach seinem Belieben die hier schreibenden eintragen.  Wer jetzt dann aber einigermassen fair vorgeht wird sehen, dass hier bei den geifernden beleidigenden Pöblern die absoluten Israelfreunde in der Mehrzahl sind. Findet Ihr, dass dies Israel irgendwie hilft?

    Denkt mal drüber nach.

    ach ja .. es gibt dann noch eine zehnte Gruppe, die .. wie soll mensch sie beschreiben .. vielleicht mit „nicht von dieser Welt“ oder „Jenseits von Eden“ oderdoch einfach „Mork vom Ork“ .. mir fallen da mindestens zwei Schreiberlinge(lienchen) hier ein ..  😀      

  4. Israel braucht sicherlich Unterstützer! Daher sind Jane´s Beiträge sicherlich auch eine Unterstützung, jedenfalls leistet sie mehr Unterstützung, als es die oft einseitige und ablenkende Argumentation ihrer Kontrahenten darstellt. “

    für Israel ????? Jane unterstützt mit ihrer Haltung den Terror gegen Israel und Befürtwortet diesen sogar.
    Das ist wie in der Kristallnacht in deutschland oder beim Abtransport von Juden nach Auschwitz, nach dem Motto die wollten ja nicht anders jetzt bekommen die Juden die Qiutttung. 

  5. @ Jim: „Es ist hoffnungslos und das macht hilflos und mit der Zeit überdrüssig und auch, gebe es zu, wütend!“

    mit der Zeit überdrüssig! Da ist natürlich die Frage ob einer eventuellen statischen Gruppe der Leser;
    gehe ich davon aus, daß sich immer die Gleichen mit dem Sermon beschäftigen, oder gibt es eventuell, wie im Internetzeitalter üblich, ständig neue User, die sich versuchen einzulesen, eine eigene Meinung zu bilden?  Oder ist es immer nur wütender Jim und hoffnungslose Jane?  

  6. Ich versteh hier eines nicht. Es wird diskutiert, ok.
    Es gibt Meinungsverschiedenheiten. Irgendwie logisch.
    Argument A passt Herrn B nicht. Klar.
    Jane ist wohl gegen Besatzung, für einen Palästinastaat. Andere wollen Siedlungen, lenken lieber auf die noch schlimmere Unterdrückung im Iran ab. Finden Somalias Opposition scheisse, reden lieber über Bindegewebsschwäche bei philippinischen Einwandererkindern in Süd-Korea. Alles wichtige Themen, die Jane gerne meidet.
    Das merkt doch der geneigte Leser. Entspannt Euch!
    Gottes Volk auf Gottes ewigem Boden ist auch ein Standpunkt. Auch einseitig. Anders eben.
    Zwei unterschiedliche Standpunkte.
    Aber warum pisst ihr die Redaktion an, wenn ihr trotz Übermacht und deutlich niedrigerem Niveau nicht weiterkommt?
    Wollt ihr Zensur? Dann sagt es klar und deutlich. Aber dazu habt ihr dann auch nicht die Eier in der Hose?
    Stattdessen ist das Weib eine ausgeleierte Feige, eine frigide Schnepfe, BDM-Mädl, Nazi-Hure, SS-Schlampe, oder wie auch immer belieben. Es gab ja schon einiges, von der Altherrenriege. Soll man da jetzt Potenzprobleme vermuten? Interessiert eigentlich weniger, mich jedenfalls. Aber zum Thema, wäre mal eine Entgegnung, Widerlegung, Richtigstellung von einem einzigen Argument sinnvoll. Da könntet ihr punkten. Aber da macht ihr schlapp. Ganz schnell.

    Und die Redaktion die sich nicht zum Zensor machen lässt, was praktisch hiesse, allein in diesem Thread Hunderte Postings zu lesen, zu Bedenken, evtl Änderung anzuregen, richtigzustellen, mitzumischen. Seid ihr bekloppt?

    Ist die genannte Andrea euer HiWi-Fussabstreifer? Meint ihr die ist auf eure Tipps angewiesen?

    Frage: Impotente Schweinefleischfresser, oder wie soll man euch in Zukunft ansprechen? Falls man auf eurem Niveau sich bewegen will. Muss aber eigentlich auch nicht sein.

    Jane Hochachtung für soviel Contenance! Respekt!
    Israel hätte besseres verdient als solche Claqueure, bei dieser Regierung.

    •  
      Abschließend ein, nein zwei kleine Hinweise, mein lieber Herr, zum Einen wurde unsere verehrte Jane hier wiederholt und immer wieder widerlegt, hat genau nix gebracht, zum Zweiten funktioniert ein Ausschluß hier sehr wohl, dazu nur zwei Beispiele: Mrmali und Weiss – Sperre wegen fortgesetzter Islambeschimpfung, manifester Islamphobie sozusagen, Antrag, wenn ich mich richtig entsinne, eingebracht von mir.

      Das wars jetzt aber!

    • Dank für diese Klarstellung!

      Hoffentlich kommen auch mal echte Argumente gegen Jane und nicht nur Beleidigungen, sonst muss man annehmen, dass sie bis zur Schmerzgrenze Recht hat…

      Israel braucht sicherlich Unterstützer! Daher sind Jane´s Beiträge sicherlich auch eine Unterstützung, jedenfalls leistet sie mehr Unterstützung, als es die oft einseitige und ablenkende Argumentation ihrer Kontrahenten darstellt. 

      Man kann ja für das Forum nur auf argumentative Besserung hoffen, und für den nahen Osten auf weniger Wahnsinn!

    • „Stattdessen ist das Weib eine ausgeleierte Feige, eine frigide Schnepfe, BDM-Mädl, Nazi-Hure, SS-Schlampe, oder wie auch immer belieben. Es gab ja schon einiges, von der Altherrenriege. “
      _____________________________________________________________________________

      Soetwas darf es nicht geben und falls es eine Moderation geben sollte…
      die muß BLIND UND TAUB sein.

  7. @Jane

    Weil Sie immer noch keine Ahnung von der Geschichte der Hebräer schreiben Sie Wortwörtlich soviel Mist.
    Sie haben ja nicht einmal das Grundwissen der Geschichte vom Nahen Osten !!!!!!

    Völlig Sinnlos mit Ihnen weil kein Wissen vorhanden und das deckt sich wieder mit dem Antisemitismusbericht.
    Antisemitismus in der Regel auch gleich schlechtes Allgemeinwissen über das Judentum.

     

    • Antisemitismus in der Regel auch gleich schlechtes Allgemeinwissen über das Judentum.
       _____________________________________________________________________

      Nein das stimmt so nicht; siehe Eichmann und Heydrich.“

  8. @Herr Pfeifer –

    Das was Hagalil hier Jane erlaubt ist nicht fördernd für eine Diskussion

    Ich mische mich ja ‚Gott sei Dank‘ nicht in jeden Thread ein, aber haben Sie mal gezählt wieviele Postings es für diesen hier gibt – mit meinem jetzt 226 – davon sind vielleicht (ca. 15 von mir, mal grob geschätzt, vielleicht sind es sogar zwanzig, ich habe sie nicht gezählt)

    Also so ganz zutreffend kann das nicht sein – kurze Postings führen jedenfalls zu oberflächlicheren, schlagwortartigen Postings und damit zu oberflächlicheren Diskussionen.

    Aber grundsätzlich kann natürlich jede Redaktion ihre eigenen Regeln aufstellen – ich will da auch gar nichts empfehlen.

    hab sie gezählt es sind 11.

  9. vor 2 tausend Jahren gab es keine Arabischen

    Länder haben sie das wiedermal nicht gewusst.
    Wie soll ich es sagen, die Menschen in der Region, ganz gleich welche Religion sie zuvor hatten und ganz gleich, dass Nationalstaaten natürlich nicht existierten –
    das sind doch Spitzfindigkeiten.

    Der eigentliche PUnkt ist, dass es in diesen 2000 Jahren überall in der arabischen REgion jüdische Minderheiten gab und sie wurden keineswegs ‚vernichtet‘. Z.Bsp. im Iran gibt es seit 2000 Jahren eine jüdische Gemeinde und die sehen sich als Iraner und 25000 sind immer noch da – sie könnten nach Isreal gehen und Israel lockt mit finanziellen Anreizen – aber sie wollen nicht – sie sehen sich als Iraner und fühlen sich wohl im Iran – das stellt natürlich für die israelische PR und möglicherweise auch für israelische Kriegsstrategie ein Problem dar – aber die iranischen Juden leben nun einmal gerne im Iran – auch wenn es ihnen nicht in den Kram passt.

    Auf den Umstand, dass niemand die letzten 1700 Jahre Juden daran hinderte nach Israel zu gehen und dass dort ja auch immer Juden lebten sind Sie wohlwissentlich gar nicht eingegangen.

    Tatsächlich wurde den Juden schon im 3. Jahrhundert die Rückkehr nach Jerusalem (das Verbot betraf ohnehin nur die Stadt, nicht die Region) gewährt und sie hätten sogar ihren Tempel wieder aufbauen können.
    Kaiser Julian Apostata forderte im 4 Jahrhundert die Juden sogar zur Rückkehr nach Jerusalem auf und ermunterte sie ihren Tempel wieder aufzubauen.
    Es machten sich auch viele an die Arbeit, allerdings wurde das Vorhaben auf Grund eines schweren Erdbebens und Bränden wieder aufgegeben.

    Und weil Sie keine Juden oder Israelis kennen verdrehen sie Tatsachen und versuchen Jüdische Tradition lächerlich zu machen.

    Erster Punkt – stimmt nicht – und im zweiten – legen Sie ein beretes Zeugnis ihres aufgeblasenen Egos ab und ihrer materialistischen Auffassung von Religion, denn offensichtlich halten Sie die Vorstellung, dass der Gruß “nächstes Jahr in Jerusalem“ – ’nur‘ eine religiöse Allegorie sein könnte – für ‚lächerlich‘, was ich nicht tue.

    Dazu muss ich sagen, dass Sie Materialismus und Nationalismus mit Religion verwechseln (im biblischen Sinne könnte ich sagen – Sie tanzen ums goldene Kalb) und in meinen Augen verfehlen Sie eben, da, wo Sie ‚lächerlich‘ sagen, die eigentliche Essenz dessen, was Religion und Spiritualität ausmachen – Sie halten sie für lächerlich, denn Sie sind unfähig sie auch nur zu erhaschen – statt dessen setzen Sie wahrscheinlich auf Immobilie in Ost-Jerusalem und halten sich dann für Gottes Repräsentant auf Erden – Sie sind lächerlich BZ.

    Nun werden Sie mir natürlich vorhalten, wie ich dazu käme, Sie in dieser Hinsicht zu ‚belehren‘ – nun – ich bin auch ein Mensch – ich bin auch ein Geschöpf  mit einer Seele, die wenn Sie so wollen – genauso von Gott kommt – wie die eines jeden Menschen und alles auf dieser Welt und ihre auch – auch ich habe Teil am spirituellen Raum, an Gott und auch ich habe meine Erfahrungen.

    Das wird für Sie alles nicht relevant sein, weil ich ja ‚keine‘ Jüdin bin und daher angeblich nicht mitreden könne.

    Gut – dann kann ich Ihnen sagen, dass wir zwar sicherlich keinen Konsens finden werden, mit dem großen jüdischen Philosophen Yehusha Leibwoitz befinde ich mich allerdings in dieser Hinsicht ganz  und gar im Einklang und wie es scheint, verstehe ich ihn und er würde mich jedenfalls sehr viel besser verstehen – wollen Sie im auch von vornherein die Kompetenz abreden?

    Zum Thema sagte er:

    „Der messianische Ballon wird platzen …. Die frage jedoch ist, worin heute die Essenz dieser Leute besteht. Sie halten mit großer Aufrichtigkeit den Nationalismus für das Wesentliche des Glaubens und betrachten die Armee als heilig. Aber wir beide, Sie und ich, wissen sehr wohl, dass jemand, der die Armee für heilig hält, kein religiöser Mensch sein kann, selbst wenn er das aufrichtig von sich behauptet. Deshalb fürchte ich, in dem Moment, in dem die messianische Seifenblase für „Gush-Emunim“ platzt, werden diese Leute nichts mehr in den Händen halten; sie werden kein Judentum mehr besitzen, denn für sie ist Judentum nur ein Mittel, um „Größe, Glanz, Ehre, Sieg und Ruhm“ des Staates Israel zum Ausdruck bringen zu können. Diese Attribute, die in den Gebeten König Davids Attribute Gottes sind, werden durch diese Menschen auf den Staat Israel übertragen und das ist eine ausdrücklich heidnische Manifestation. Wenn sich herausstellt, dass diesem Staat keineswegs Ehre, Sieg und Ruhm gebührt – dann wird sich alles in Luft auflösen. Genau das ist den Anhängern Sabbatai Zwis (1626-1675; falscher Messias und Begründer der Bewegung des Shabbetanismus) geschehen, die nach Shabbetai Zwis Übertritt zum Islam plötzlich nichts mehr in den Händen hatten. Auch die Anhänger von „Gush-Emunim“ kennen kein Judentum ohne messianischen Glanz mehr. Interessant ist die Tatsache, dass schon heute eine auffallende Nähe zwischen ihnen und den christlichen Fundamentalisten besteht, für die das wohl des Staates Israel ebenfalls mit dem Kommen ihres Messias verknüpft ist.“ (Quelle: Jeshajahu Leibowitz, Gespräche über Gott und die Welt, Frankfurt 1990, S. 29

    Und zu dem was Sie ‚Familienstreit‘ nennen – doch – wenn Menschenrechte verletzt werden ist es ein Gebot der Menschlichkeit einzugreifen. Da gibt es ganz klar Grenzen.

    • Dazu muss ich sagen, dass Sie Materialismus und Nationalismus mit Religion verwechseln (im biblischen Sinne könnte ich sagen – Sie tanzen ums goldene Kalb) und in meinen Augen verfehlen Sie eben, da, wo Sie ‘lächerlich’ sagen, die eigentliche Essenz dessen, was Religion und Spiritualität ausmachen – Sie halten sie für lächerlich, denn Sie sind unfähig sie auch nur zu erhaschen – statt dessen setzen Sie wahrscheinlich auf Immobilie in Ost-Jerusalem und halten sich dann für Gottes Repräsentant auf Erden – Sie sind lächerlich BZ.


      ___________________________________________________________________________

      Hmm, da fehlt einiges Wissen über das Judentum… Das Land ISRAEL IST DER
      PREIS DES BUNDES! Und das ist HEUTE auch das Problem.
      Jane Sie können sich dies nicht vorstellen; auch nicht die Problematik bei solchen
      für einen säkularen, pluralistischen Staat und Gesellschaft.

  10. Liebe Hagalil Redakteure,
    ich denke, dass man hier eine Begrenzung anbringen sollte. In der Regel sollten nur Postings mit 750 Zeichen inkl. Leerzeichen gestattet sein. Und für solche, die unter ihren eigenen Namen posten sollten 1500 Zeichen gestattet zu sein.
    Der Wiener Standard hat diese Regelung eingeführt und die würde eine echte Diskussion möglich machen.
    Das was Hagalil hier Jane erlaubt ist nicht fördernd für eine Diskussion und es wundert mich nicht, dass es Poster gibt, die aufhören zu posten und Beiträge zu liefern.
     

    • Es vergeht einem in der Tat die Lust, sich an der Diskussion hier zu beteiligen.
      Erstens auf Grund der langen „Doktorarbeiten“, die manche hier vom Stapel lassen. Kaum jemand hat so viel Zeit, diese Beiträge zu lesen und auch noch schriftlich darauf zu reagieren.
      Zweitens aber auch auf Grund der Reaktionen mancher, die möglicherweise „pro Israel“ eingestellt sind, jedoch offenbar keine Scheu kennen, andere übelst zu beschimpfen. So etwas empfinde ich als niveaulos. Es gibt hier mit Sicherheit Antisemitismus in manchen Beiträgen. Deshalb besteht m. E. aber noch lange kein Grund, auf ordinäre Art darauf zu antworten.
      Drittens hat die Diskussion, so weit ich sie überflogen habe, schon lange nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun.
      Nochmal kurz zusammengefasst die drei Gründe, warum ich mich nicht mehr an dieser Diskussion beteilige:
      1. Zu lange Beiträge
      2. Niveaulose Beiträge
      3. Beiträge, die am eigentlichen Thema vorbeigehen

    •  
      Möchte die in der Tat vorgefallenen Niveaulosigkeiten nicht entschuldigen, beschönigen aber wenigstens zu erklären versuchen: Sie entsprigen ganz offenbar dem Gefühl der hoffnungslosen Hilflosigkeit gegenüber einer Mitdiskutantin, die,  ausgesprochen exzessiv, Ihre antiisraelischen Überzeugungen insofern auslebt, als dass sie hier überlange, mit zum Teil heftigen Antisemitismen gespickte Konglomerate wahrlich übelster Art, oftmals gespeist aus einschlägig bekannten Quellen, in diffamierender, herabwürdigender und im Grunde eigenlich jeden Menschen, ob nun Israeli, Palästinenser oder auch uns, bzw mich, der ich gerne hier teilnehmen würde, kränkenden und beleidigenden Weise.
       
      Erinnere daran, dass auch Frau Ditfurth, kürzlich, konfrontiert mit einer abstoßenden Äußerung im Frankfurter Stadtparlament, auf eine, zumindest für mich allerdings verständliche und nachvollziehbare Weise, insofern niveaulos reagiert hat, als dass sie den Wangenheim als Arschloch bezeichent hat.
       
      Eine Beschimpfung allerdings, die, in Relation zu dem Gesagten des Wangenheim, für das er sich zwischenzeitlich immerhin entschuldigt hat. geradezu harmlos anmutet.
       
      Nun, auf eine Entschuldigung, ein Eingeständis in unserem Falle, kann man hier lange warten. Es kommt diesbezüglich einfach nichts, im Gegenteil. Jedes hier angestoßene Thema wird, sofern sie sich dazu äußert, sofort von ihr, genau wie hier auch in diesem Strang, gedreht und in die gewünschte „antizionistische“ Position gebracht, die üblichen ellenlangen Bleiwüsten voller Delegitimierung und Diffamierung folgen in eindeutig histrionischer Weise; und ist die Dame wie so oft und immer wieder widerlegt, ihr Antisemitismus nachgewiesen, wird abgestritten, verdreht und geleugnet, gelogen: Es ist hoffnungslos und das macht hilflos und mit der Zeit überdrüssig und auch, gebe es zu, wütend!
       
      Was bleibt – man geht, das – offenbar – einzige Mittel hier, gegen solch  Destruktivität – leider.
       
      Bis dann, also, liebe Andrea.
       
       
       
       

  11. @Jane

    „Nein, Sie reden nicht Sie wollen anderen Ihre Meinung aufzwingen
    Ich weiß, dass ich das gar nicht kann.“

    ja anscheinend doch denn viele Beschweren sich über Ihre ständigen Vorurteile und Belehrungen und einseitigen Darstellung und ihr Aufdringliches Verhalten.

    ihr Problem ist nach wie vor das Sie immer noch keine Ahnung haben von der Geschichte der Hebräer.

     „es gibt auch Palätinenser die sie haben, die sie als entfernte Verwandte von Cohen-Familien ausweisen.“

    Genau das hatte ich schon vor einem halben geschrieben, das teile der Arabischen Bevölkerung eigentlich Juden sind.

    In all den arabischen Ländern lebten die letzten 2 Tausend Jahre Juden als Minderheit, auch in Palästina

    vor 2 tausend Jahren gab es keine Arabischen Länder haben sie das wiedermal nicht gewusst.

    der Gruß ‘Nächstes Jahr in Jerusalem’ war nicht wortwörtlich gemeint, sondern vielmehr eine religiöse Allegorie.“

    Und weil Sie keine Juden oder Israelis kennen verdrehen sie Tatsachen und versuchen Jüdische Tradition lächerlich zu machen.  Wenn man von einer sache keine Ahnung hat dann spricht man darüber nicht das haben sie doch in deutschland gelernt oder.

    Letzentlich ist der Konflikt zwischen Hebräern Syrern Ägyptern Libanesen Jordaniern Irakern ein Familienstreit.
    Und in Familienstreits mischt man sich nicht ein.

    • Letzentlich ist der Konflikt zwischen Hebräern Syrern Ägyptern Libanesen Jordaniern Irakern ein Familienstreit.
      Und in Familienstreits mischt man sich nicht ein.


      „Alle Menschen sind Brüder – aber das waren schließlich auch Kain und Abel.“ (Hans Kasper)

       

  12. Nein, Sie reden nicht Sie wollen anderen Ihre Meinung aufzwingen
    Ich weiß, dass ich das gar nicht kann.

    Und natürlich könnte man das genauso Ihnen unterstellen – das führt uns nicht wirklich weiter.

    Na sehen Sie da haben wir es doch wieder die alte Leier vom Lied die Juden sind Schuld das es kein Frieden auf der Welt
     
    Einspruch BZ – ich sehe bei Israel ein hohes Maß an Verantwortung dafür, dass Israel keien Frieden HAT – und nicht etwa dafür, dass es auf der Welt viele Kriege gibt  und gab. Allerdings stellt dies auch allgemein eine Belastung der Beziehungen zwischen muslimischer und westlicher Welt dar. Allerdings agieren die anderen westlichen Akteure auf ihre Verantworung und die ist genauso gegeben.

    Also Grundsätzlich ist Eretz Israel die Heimat aller Juden auf der Welt und Eretz Israel ist das Land in dem sich das Volk der Hebräer vor mehr als 3300 Jahren zu einem Volk gebildet hat. Tausende Jahre haben die Europäer mit ihrer Politik die Rückkehr der Juden nach Eretz Israel verhindert bis in die 40 iger Jahre des letzten Jahrunderts.
     
    Also ich denke, das ist wirklich nicht wahr. Erst mal sind oder waren Juden Semiten, genauso, wie Palästinenser und Muslime der REgion. Die sind oder waren eben alle dort zu Hause. Da ist keine Ausschließlichkeit. Wissen sie die Genetik offenbart da ja so manch interessanten Hinweis, nicht nur, dass die Gene, die bei Juden auf Vorfahren in Palästina hinweisen von Palästinensern geteilt werden. Es ließ sich ja sogar die ‚Cohen-Gene‘ identifizieren – nur – es gibt auch Palätinenser die sie haben, die sie als entfernte Verwandte von Cohen-Familien ausweisen.

    Dann – wie haben denn die Europäer 1000 Jahre angeblich die Rückkehr der Juden verhindert? Wie hätten sie da überhaupt tun könne? Das ist doch wirklich Unsinn – nein Juden waren 1000 Jahre in zu Hause – auch hier in Deutschland, sie dachten gar nicht daran nach Palästina zu ziehen – der Gruß ‚Nächstes Jahr in Jerusalem‘ war nicht wortwörtlich gemeint, sondern vielmehr eine religiöse Allegorie.
     
    Den Juden war von Kaiser Hadrian nach der Niederschlagung des Aufstands im Jahr ca. 130 n. Chr. verboten nach Jerusalem zurückzukehren, das Verbot wurde aber schon vor 1700 Jahren, also 150 Jahre später wieder aufgehoben.
     
    Auch das

    Die Hebräer sind zurück in Eretz Israel mit allen Konsequenzen für Israel und für das Abendland. Gewöhnen Sie sich daran denn es bleibt so
    Ich habe ja gar nichts dagegen, dass es so bleibt, allein die Konsequenzen tragen halt nicht nur die Juden, nicht nur die Isralis – sondern auch die Palästinenser in den besetzten Gebieten und die Bevölkerung in der unmittelbaren Nachbarschaft. Für die sprechen Sie aber nicht BZ.

    Was die Kulturellen Schätzen betrifft wollen die Araber die Hebräische Schätze und die Kultur die im Nahen Osten enstanden ist und sich Entwickelt vernichten.

    In all den arabischen Ländern lebten die letzten 2 Tausend Jahre Juden als Minderheit, auch in Palästina – wenn sie sie hätten vernichten wollen – wäre es doch ein Leichtes gewesen – das haben sie aber nicht.

  13. Noch mal zu Ihrer Frage BZ –

    ich hatte mich tatsächlich schon ausgeloggt, allerdings hat sie mich weiter beschäftigt und daher hier noch einige der Gedanken, zu denen sie mich anregte.
    Sie denken vielleicht, wenn ich die Verantwortung für den ewigen Fortgang des NahOstKonflikts so sehr bei den Israelis sehe, dann wäre es logisch, wenn ich z.Bsp. in einem muslimischen Forum über Israel schimpfen würde.

    Aber wissen Sie – ich wüsste gar nicht wozu das gut sein soll.

    Ich halte einen gewissen Groll vermutlich nicht weniger Muslime auf Juden und Israel, im Kontext der Geschichte der letzten 60 Jahre für nachvollziehbar. Ich denke intelligente Muslime werden unterscheiden, aber wie überall – es sind nicht alle intelligent (Juden auch nicht). Ich halte es nicht für fair, dies in den Kontext der national-sozialistischen Vergangenheit zu stellen – denn der ist ein völlig anderer. Für den Massenmord an Juden, Sinti- und Roma, Homosexuellen etc. etc. – dafür gibt es niemals irgend einen ‚Grund‘. Es gibt sicher Gründe, die eine solche Entwicklung begünstigten und es ist richtig sie zu analysieren (Götz Aly z.Bsp tut da denke ich sehr viel), aber die ‚Gründe‘, die eine solche Entwicklung mitermöglichten, sind natürlich niemals irgend eine Rechtfertigung. Das ist eine sensible Unterscheidung, die man da treffen sollte,. Es gibt keine Rechtfertigung für den Mord an unschuldigen Menschen – aber es gibt mitunter Gründe, die die Skrupellosigkeit des Täters begünstigten und es ist eine Frage der gesamt-gesellschaftlichen Verantwortung ihnen nachzuspüren, um der Opfer oder potentiellen Opfer willen, aber auch wenn es ketzerisch klingen mag, letzten Endes auch um des Täters willen – letztendlich um einer friedlicheren Gesellschaft willen in der Gewalt keinen Platz hat und in der Menschen weder zu Opfern, noch zu Tätern werden.

    Noch mal zu dem hypothetischen,muslimischen Forum – wie gesagt, ich halte den Groll in der muslimischen Welt gegen Israel für nachvollziehbar, aber d.h. überhaupt nicht, dass ich es für sinnvoll halten würde ihn zu schüren.

    Ich wünsche mir genauso wenig Gewalt gegen Juden, wie ich mir Gewalt gegen irgendwen wünsche.

    Ich wünsche keine Gewalt – ich wünsche Frieden.

    Wenn ich nun in einem muslimischen Forum gegen Israel agitieren würde, dann würde ich zur Gewalt beitragen, das wäre fraglos so – das ist aber überhaupt nicht meine Absicht – und deshalb fände ich das, anders als Sie denkien, völlig widersinnig. Es käme mir gar nicht in den Sinn.

    Ich würde tatsächlich Israel, auch wenn es z.Bsp. den Vorschlag der Arabischen Liga annimmt, was ich großartig fände, keineswegs raten dann umgehend ihre Waffenbestände einzuschrotten – nein, das hielte ich dann doch für ein wenig unrealistisch, ich denke ja nicht, dass sich Israel seine Wehrhaftigkeit bis auf weiteres nicht bewahren sollte, aber zwischen Besatzung und Einschrottung der Waffenbestände, gibt es eben eine ganze Reihe von Optionen und nicht etwa nur das eine oder das andere, wie oft allzu simpel runter dekliniert wird – aber wenn eine verantwortungsvolle Politik (und dazu gehörten KEINE unverhältnismaßigen Waffengänge mehr) über längere Zeit Kurs hält, dann könnte irgend wann tatsächlich der Tag kommen, andem der Nahe Osten mit einem guten Gefühl für alle Bürger, atomwaffenfrei sein könnte, vermutlich sogar schneller als Sie denken (vielleicht eine Generation).
     
    Wenn ich gar, wie Sie mir ja allzu leichtfertig unterstellen –  in einem neonazistischen Forum über ‚Israel‘ schimpfen würde – da kann ich nur sagen – Buhuhuuh – hören Sie auf – da läuft es mir kalt den Rücken runter, um diese Typen ziehe ich einen möglichst so großen Abstand, der kann mir gar nicht groß genug sein. Sie widern mich an und ich habe auch kein Interesse auch nur in den entferntesten Dunstkreis solcher Leute zu geraten.
     
    Es ist nicht mein erstes Interesse zu demonstrieren, wie sehr ich ‚im Recht‘ bin und Bestätigung zu finden, Leute, die mir auf die Schulter klopfen und sagen – ja Israel ist böse – wirklich – das interessiert mich nicht – sondern mir stellt sich die Frage – wozu ist es gut? Wohin führt das?
     
    Ich weiß nicht wozu es gut sein sollte, in einem judenfeindlichen Umfeld über ‚Israel‘ zu schimpfen, nur weil ich finde Israel sollte sich anders verhalten – was sollte es denn positives bewirken? Selbst wenn der Groll der Muslime nachvollziehbare Gründe hat und das denke ich, so wünsche ich mir doch nicht dass daraus Krieg und Gewalt wird und ja, das ist durchaus naheliegend. Das will ich aber gar nicht, natürlich auch nicht gegen Juden, nicht gegen Juden und nicht gegen Muslime und deshalb trage ich auf gar keinen Fall etwas dazu bei und schon gar nicht als Deutsche, aber auch sonst nicht.
     
    Und da ist wahrscheinlich noch etwas:

    Sehen Sie mal auf die lange Feindschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Früher wurde den Kindern eingeimpft – Frankreich, das ist der ewige Feind – und umgekehrt und jeder hatte wohl gute Gründe für diese Sicht der Dinge.

    Nach dem zweiten Weltkrieg und seinen Schrecken gab es eine große Besinnung – ‚Nie wieder Krieg‘ – war die Parole.

    Das war auch so in Deutschland – nun es ist natürlich schön – wenn die Deutschen keine Kriege mehr wollen – aber den 1. und 2. Weltkrieg hatten die Deutschen gerade angezettelt (zuvor wars einmal Frankreich) und damit sehr viel Leid bewirkt – aber die Schrecken der beiden Weltkriege waren unbeschreiblich und auch die Franzosen traumatisiert – aber die Franzosen haben den Deutschen dann ein Geschenk gemacht – unverdient – vielleicht, wahrscheinlich – sie haben auf Befriedung und eine bessere Zufkunft gesetzt. Es gab keine Rache mehr, anders als nach dem 1. Weltkrieg. Sie hätten in Selbstgerechtigkeit erstarren können, aber im Großen und Ganzen haben sie darauf verzichtet – um der Zukunft willen. Das alles hat nicht von heute auf morgen funktioniert, das ist auch unrealistisch. Es bedurfte Politiker die ‚Kurs halten‘ und die gab es. Mit einer Fortführung der ‚Erbfeindschaft‘ hätten sie den Deutschen natürlich keinen Gefallen getan, müssen sie auch nicht – nein – müssen sie nicht – aber heute geht es nicht nur den Deutschen damit besser, sondern natürlich auch den Franzosen und damit allen ihren Kindern, die für die Fehler der Vergangenheit nicht zahlen müssen, was sie auch nicht sollten – es ist eine Frage der Verantwortung – für die Zukunft – für neue Generationen – und alle sind daran beteiligt – und das funktioniert nur im Miteinander (wobei mir dann noch mal Buber einfällt, der ja sagte, wenn wir nicht mit den Muslimen leben wollen, dann werden wir irgendwann nicht mehr anders als gegen sie zu leben, und genau das haben sie heute).
    Neuen Generationen ist ‚die alte Erbfeindschaft‘ fremd, sie existiert nicht mehr, sie hat sich aufgelöst – und das war so – weil alle Beteiligten es wollten, sonst wäre es nicht möglich gewesen. Dh. nicht die Geschichte vergessen, aber es heißt sie zu transformieren und das ist gewissermaßen ein kreativer Akt – Humans at their Best – würde ich sagen – auch das gibt es.

    Weil alle Parteien- auch die Opfer in diesem Fall – auf Befriedung und eine positive Zukunft sezten haben wir sie in mancher Hinsicht heute.
     
    Es ist nichts mehr übrig von der alten Erbfeindschaft, 
     
    Ich denke – das war mal ein gelungenes Stückchen Geschichte.
     
    Man kann sich anhand dieses Beispiels allerhand Gedanken machen und ich habe kein Interesse irgend jemand nahe zu legen, welche Schlüsse er oder sie denn nun daraus ziehen sollte, das ist jedem selbst überlassen – aber es lässt sich sicherlich auf Konflikte vieler Art anwenden.
     
    Und dann ist da noch etwas – mit wem streiten sie denn am meisten – haben Sie mal drüber nachgedacht?
    Nicht mit ihren Feinden – sie streiten mit ihren Freunden, mit ihrer Frau, mit ihrem Mann, mit ihren Kindern – mit ihrer Familie.

    Der Nachbar – den sie nicht mögen – dem gehen sie aus dem Weg – und sie vermeiden jeden Streit mit ihm, soweit das möglich ist.

  14. @Jane

    Naja mit der Realität haben Sie ja so ihre Probleme, aber hier mal ein aktuelles Beispiel das Sie immer so gerne unter den Tisch fallen lassen.

    Dieser Konflikt behauptet gewissermaßen unlösbar zu sein (weil die Muslime angeblich so schlimm sind) und das halte ich für völligen Unsinn

    Fatah erklärt „Krieg“ auf die Normalisierung mit Israel
    http://www.jpost.com/DiplomacyAndPolitics/Article.aspx?id=249842

    „Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas ‚Fatah-Fraktion hat der Krieg auf alle informelle Treffen zwischen Israelis und Palästinensern erklärt, sagte Hatem Abdel Kader, ein ranghoher Fatah-Beamten, über das Wochenende.“

    „Fatah Entscheidung fiel nach einer Reihe von Treffen zwischen israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten und Wissenschaftler für Frieden und „Normalisierung“ zwischen beiden Seiten zu fördern.“

    „Letzte Woche scheiterte ein Versuch, die Palästinenser von einer Gruppe namens des israelisch-palästinensischen Konföderation zu einer Konferenz in Jerusalem und Bethlehem zu halten.“

    „Auf der Konferenz wurden Israelis und Palästinensern erwartet, dass sie für ein gemeinsames Parlament, das sich als „dritte Regierung“ für die beiden Völker bieten würde stimmen.“

    „Palästinensische Demonstranten stürmten das Ambassador Hotel in Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem und zwang die israelische Veranstalter und Hotel-Management, die Veranstaltung abzusagen.“

    „Am folgenden Tag, eine ähnliche anti-Normalisierung Protest in Bethlehem zwang die Gruppe zu einer geplanten Konferenz der Nähe der Stadt abzubrechen.“

    „Al-Quds-Universität Präsidenten Sari Nusseibeh, der angeblich auf der Konferenz sprechen konnte, musste seinen Auftritt nach Erhalt Bedrohungen von palästinensischen Aktivisten der Fatah und andere Gruppen zu stornieren.“

    „Die Fatah-Führung befürchtet, dass die israelische Regierung solche Treffen nutzen würde, um der Welt mitzuteilen, dass es eine Art von Dialog, der sich zwischen Israelis und Palästinensern, und dass das einzige Problem ist mit der PA-Führung, die Weigerung, an den Verhandlungstisch zurückkehren wird, die in London ansässige Al-Quds Al-Arabi berichtete die Zeitung.“

    „Abdel Kader, ein ehemaliger PA Minister für Jerusalem Angelegenheiten, ergab, dass die Fatah-Führung hat beschlossen, alle informellen Treffen zwischen Israelis und Palästinensern Folie.“

    „Wir werden versuchen, alle palästinensischen Israeli Treffen zu vereiteln, auch wenn es in Tel Aviv oder Westen von Jerusalem stattfand,“ Abdel Kader sagte. „In Fatah haben wir offiziell beschlossen, solche Versammlungen zu verbieten.“

    http://www.jpost.com/DiplomacyAndPolitics/Article.aspx?id=249842

    Das ist die Realität plus die Realität der Hamas Hezbollah Iran Syrien Muslimbrüder und den zahlreichen Antisemiten in Europa in Wirtschaft und Politik.

    Eine von den Antisemiten aus Europa sind Sie.

    Sie nutzen dieses Forum für Ihre Antijüdische Antiisraelische Hetze weil Sie so wie Sie es am Ende geschrieben haben das gleiche Ziel wie die Araber haben.

    Die Vernichtung des Staates Israel die Vertreibung der Juden aus ihrer Heimat.

  15. @Jane

    “ In erster Linie – weil ich denke, dass es toll wäre, wenn Juden selbst für eine andere Politik eintreten würden

    Vieleicht sind die Juden der Meinung das die Politik richtig ist und Sie liegen mit ihrer Meinung Falsch.

    Außerdem denke ich, dass nur Israel in der Position ist etwas wirksam zu ändern und damit die Israelis

    Sie nehmen den Arabern die Verantwortung für Frieden und Stabilität ab und mach ausschlieslich Israel Verantwortlich ?

    deswegen rede ich hier mit ihnen

    Nein, Sie reden nicht Sie wollen anderen Ihre Meinung aufzwingen
    Wenn sie das nicht wollen, dann können sie doch auch hier leben, oder in den USA. Unsicherer ist es sicher nicht.“
    Das würde auch zu einer Befriedung zwischen Morgen- und Abendland führen und wir könnten aus den kulturellen Schätzen, die alle diese Kulturen bergen etwas besseres machen – als diesen Mist.“

    Na sehen Sie da haben wir es doch wieder die alte Leier vom Lied die Juden sind Schuld das es kein Frieden auf der Welt gibt und erst recht keine guten Beziehungen zwischen dem Morgen und Abendland.

    Also Grundsätzlich ist Eretz Israel die Heimat aller Juden auf der Welt und Eretz Israel ist das Land in dem sich das Volk der Hebräer vor mehr als 3300 Jahren zu einem Volk gebildet hat. Tausende Jahre haben die Europäer mit ihrer Politik die Rückkehr der Juden nach Eretz Israel verhindert bis in die 40 iger Jahre des letzten Jahrunderts.

    Die Hebräer sind zurück in Eretz Israel mit allen Konsequenzen für Israel und für das Abendland. Gewöhnen Sie sich daran denn es bleibt so

    Was die Kulturellen Schätzen betrifft wollen die Araber die Hebräische Schätze und die Kultur die im Nahen Osten enstanden ist und sich Entwickelt vernichten.

    Also welche Kulturelle Schätze meinen Sie denn ganz genau ?

  16.  In erster Linie – weil ich denke, dass es toll wäre, wenn Juden selbst für eine andere Politik eintreten würden, deswegen rede ich hier mit einigen und wiel ich das Judentum auch als Teil unseres gemeinsamen Kulturkreises betrachte, Juden haben hier über 1000 Jahre gelebt und der Holocaust ist natürlich ein gewaltiges Trauma, in erster Linie für Juden, aber letztendlich natürlich auch für Deutschland – wenn auch selbstverschuldet, deswegen rede ich hier mit ihnen. Weiterhin ist es in der Tat nicht mein Interesse, heftige Kritik ÜBER Juden zu äußern, dann doch lieber ihnen gegenüber selbst, ich finde das ehrlicher – letztendlich auch respektvoller – und das wünsche ich mir sehr, gerade vor dem Hintergrund der deutschen Vergangenheit – aber wenn ‚respektvoll‘ heißen soll, dass man seinen Verstand in die Tonne haut, seine Wahrnehmung auf Dimmlicht stellt und sich damit begnügt, so zu tun als ob – dann läuft da was verkehrt.

    Es ist auch der einzig wirksame Weg, so wie die Dinge sich gegenwärtig darstellen und weil ich wünschte, dass ein Teil der Juden, die mitunter politisch heftig agitieren, nicht so grenzenlos selbstgerecht daher kommen würden und jegliche Kritik, ob nun als Masche oder vielleicht sogar tatsächlich geglaubt, als Antisemitismus abtun würden – gerade im NahOstKonflikt scheint mir ein gut Teil der Wahrnehmung durch unglaubliche Verzerrungen und politisch wenig redliche Agitation gekennzeichnet – ich halte so mehr ich mich damit beschäftige und beschäftigte, vieles der gängigen Wahrnehmung für schlicht weg falsch – und das widerspricht auch meinem Sinn für Logik und eine sinnhafte Welt, die ich mir wünsche.

    Ich denke, dass dies die Beziehungen zu den Muslimen,mit denen wir ja auch leben, in der Welt sehr belastet und das bedaure ich und ich denke, dass es auch die Beziehungen zu Juden belastet, und das finde ich auch schade. Ich wünsche mir keine Welt voller nationalistischer Volsgemeinschaften – ich sehe das als einen Rückschritt – ich glaube es war schon mal etwas besser.

    Sie werden es kaum glauben – aber eigentlich bin ich ein ziemlich harmoniesüchtiger Mensch, aber eben auch ein wahrheitsliebender und Ungerechtigkeit stößt mir übel auf, ich finde und fand jegliche Form der Kolonisierung vollkommen unakzeptabel – auch der westlichen Länder in der Vergangenheit – ich denke Israel das letzte einigermaßen unverfälschte Überbleibsel des westlichen Kolonialismus in seiner Reinform. (weniger offenkundige Formen, des Postkolonialismus – haben wir zweifelsohne immer noch).

    Und wenn Sie jetzt mit der schrecklichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit kommen, die Juden hier vor 60-70 Jahren widerfuhr (entschudligen Sie meine Flappsigkeit, ich muss zugeben, manchmal kann ich es wirklich nicht mehr hören, denn Sie sind nicht das Opfer und ich bin nicht der Täter) – da brauchen wir uns wirklich nicht streiten – das sehe ich genauso – aber der Punkt ist eben – das ist  vorbei und egal wieviel man sich damit beschäftigt (und ich denke jeder auch nur halbwegs gebildete Mensch in Deutschland sollte das getan haben) ändert dennoch nichts mehr daran.

    Die Toten stehen nicht mehr aus ihren Gräbern auf – sie sind tot.

    Ich kann die Beschäftigung mit Toten und der Geschichte nicht über die Notwendigkeit der Beschäftigung mit der Gegenwart stellen – auch wenn das eine das andere nicht ausschließt und auch wenn es nur sinnvoll ist, die Gegenwart zum Teil auch über eine Beschäftigung mit der Vergangenheit zu verstehen – aber ich denke – das ist nur EIN Teil und er sollte nicht alles andere überlagern – dann lebt man in der falschen Zeit. Die ‚Gegenwart‘ – das ist UNSERE Welt und was wir hier wirken – das hinterlassen WIR. Was vor 70 Jahren war – das hinterließ die Generation unserer Großeltern – und das ist vorbei. Ich sehe hier jedenfalls kein Drittes Reich und finde die Heraufbeschwörung desselben, welche mitunter von manchen betrieben wird, völlig absurd, was nichts daran ändert, dass Deutschland auch kein Paradies ist und es hier mehr oder weniger moralisch fragwürdiges, und natürlich zu kritisierendes auch gibt, aber kaum mehr, als sonstwo auch.

    Dieser Konflikt behauptet gewissermaßen unlösbar zu sein (weil die Muslime angeblich so schlimm sind) und das halte ich für völligen Unsinn, die verzerrte Wahrnehmung sorgt letztendlich dafür, dass er nicht gelöst wird, und daran hat die deutsche Geschichte ihren Anteil und weiß Gott die Israelis auch  – er begleitet uns unser ganzes Leben – und der Widersinn darin, den kann ich einfach nicht akzeptieren.

    Außerdem denke ich, dass nur Israel in der Position ist etwas wirksam zu ändern und damit die Israelis (es sei denn die Staatengemeinschaft würde anfangen massiven Druck auf Israel auszuüben), was alleine schon am Machtgefälle und an der Verantwortung für die Besatzung liegt. Und gerade aus seiner gegenwärtigen Position der Stärke, hätte es die Freiheit auch eine konstruktive Politik zu gestalten und einen Weg zu gehen, der einer Integration in die arabische Umwelt den Weg ebnet, aber ich sehe in dieser Hinsicht in der israelischen MainStreamPolitik auch nicht den Funken einer ernsthaften Einsicht – dass Israel eben genau das tun muss – wenn Israelis in Israel – in einem semitischen, bzw. eben auch arabisch-muslimischen Umfeld leben wollen.

    Wenn sie das nicht wollen, dann können sie doch auch hier leben, oder in den USA. Unsicherer ist es sicher nicht.

    Das würde auch zu einer Befriedung zwischen Morgen- und Abendland führen und wir könnten aus den kulturellen Schätzen, die alle diese Kulturen bergen etwas besseres machen – als diesen Mist.
     

    • „aber ich sehe in dieser Hinsicht in der israelischen MainStreamPolitik auch nicht den Funken einer ernsthaften Einsicht – dass Israel eben genau das tun muss – wenn Israelis in Israel – in einem semitischen, bzw. eben auch arabisch-muslimischen Umfeld leben wollen.“
      ___________________________________________________________________________

      Vielleicht Dein Denkfehler Jane… kann es eben nicht auch sein, das Juden in
      einem jüdischen Umfeld leben wollen?

  17. @Jane

    Und daher BZ – nein es überrascht mich überhaupt nicht, wenn es in der muslimischen Welt viel Wut und Agitation gegen Israel gibt. Das ist bei der israelischen Politik praktisch garantiert und auch nicht anders zu erwarten. Israel hat kein Interesse an Frieden, sondern an Dominanz,“

    Wenn das alles so sein sollte, wieso schreiben Sie dann auf einer Jüdischen Internetplatform wo sich deutsche für das Judentum und Israel interessiert und Informieren wollen?

  18. Karl Pfeifer – nicht, dass ich eine solche hohe Meinung von Ihren Artikeln hätte, aber auf welches alberne Niveau begeben Sie sich denn hier. Lassen wir doch mal die persönlichen Befindlichkeiten außen vor, egal wie beleidigt Sie sind, und wenden uns einer sachlichen Auseinandersetzung zu:
     
    Zu Ben Gurion und der ‚Strategie der Spannung‘ – das Zitat habe ich schon oft gelesen und ob es eine Fälschung sein soll – nun lassen wir das mal offen, das ändert freilich kaum etwas an all dem Material, welches genau dieses bezeugt.
     
    Die Lavon Affaire:

    Anfangs Juli 1954 misslang eine von Israel lancierte Geheimdienstoperation unter dem Kodenamen Operation Susannah in Ägypten. Es wurden in verschiedenen ägyptischen Kinos, Postfilialen und in den amerikanischen Kulturzentren in Kairo und Alexandria  Bomben gelegt, wobei geplant war, die Verhandlungen zwischen Ägypten und Großbritannien über den britischen Abzug vom Suezkanal  zu sabotieren.

    Die Aktionen wurden unter Falscher Flagge durchgeführt, das heißt die Schuld an den Anschlägen sollte vor allem der Muslimbruderschaft und ägyptischen Kommunisten zugeschoben werden.
    Elf ägyptische Juden, die im Auftrag von Israel gehandelt hatten, wurden verhaftet und kamen in Kairo vor Gericht.

    Israel weigerte sich, offiziell Verbindungen zur misslungenen Operation zuzugestehen und tat deshalb nichts, um den elf Angeklagten beizustehen…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lavon-Aff%C3%A4re

    Noch mal präziser zu Dayans Zitat und den Umständen zu denen es fiel.

    Moshe Sharett, einer der führenden Vertreter des Zionismus vor 1948 und Israels erster Außen- sowie Premierminister in den Jahren 1953 bis 1955, führte ein persönliches Tagebuch, in dem er freimütig niedergelegt hat, wie eindeutig Israels politische Entscheidungen getroffen wurden. Gleichzeitig zeigt es seine eigenen Zweifel und seine Gegnerschaft gegenüber der Strategie des israelischen „Sicherheits-Establishments“ – vertreten von Männern wie David Ben-Gurion, Moshe Dayan und Arik Sharon – auf. Lange unveröffentlicht, enthüllt das Tagebuch, wie die führenden Politiker Israels arabische Staaten durch militärische Operationen und verdeckte terroristische Aktionen provozierten, wie sie in Israel eine Massenhysterie schürten und in den frühen fünfziger Jahren damit begannen, die Übernahme des Südlibanon, der Westbank und des Gazastreifens vorzubereiten.

    http://www.melzer-verlag.de/unser-programm/88-leben-mit-dem-schwert-livia-rokach.html

    Veröffentlicht wurde es in Livia Rokachs Buch ‚Israel’s Sacred Terrorism‘ unter der Verwendung der Tagebücher von Moshe Sharets.

    Freilich ist es ein ‚Zitat‘, welches Sharett niederschrieb und welches ihm von den israelischen Diplomaten Ya’cov Herzog und Gideon Raphael aus ihrer Unterredung mit Dayan kolportiert wurde und schließlich von Livia Rokach redigiert wurde. Ob also dieses Zitat wortwörtlich so gefallen ist, kann man nicht prüfen, es entstammt ja natürlich nicht einer öffentlichen Rede oder gar einem Interview, die Quelle ist jedoch wohl kaum zu diskreditieren. Die damit einhergehenden Aktionen Israels sprechen auch eine deutliche Sprache und Sharet selbst offenbarte in seinem Tagebuch den tiefen Zweifel an dieser Art der Politik der gezielten Provokationen, die in Anbetracht der massiven militärischen Überlegenheit den Kriegsstrategen Beute versprach.

    In 1955, the United States offered a security pact for Israel, but it was rejected. According to Rokach, „The security pact offered by the U.S., however, had to be rejected, because – as Dayan explained in April 1955 – ‚it would put handcuffs on our military freedom of action.‘ He went into a detailed explanation on May 26, during a meeting with Israel’s ambassadors in Washington (Abba Eban), Paris (Ya’acov Tsur) and London (Eliahu Eilat).“ Ya’acob Herzog and Gideon Raphael then reported the conversation to Sharett, who recorded it in his diary as follows:

    We do not need (Dayan said) a security pact with theU.S.: such a pact will only constitute an obstacle for us. We face no danger at all of an Arab advantage of force for the next 8-10 years. Even if they receive massive military aid from the West, we shall maintain our military superiority thanks to our infinitely greater capacity to assimilate new armaments. The security pact will only handcuff us and deny us the freedom of action which we need in the coming years. Reprisal actions which we couldn’t carry out if we were tied to a security pact are our vital lymph … they made it possible for us to maintain a high level of tension among our population and in the army. Without these actions we would have ceased to be a combative people and without the discipline of a combative people we are lost. We have to cry out that the Negev is in danger, so that young men will go there .

    http://www.palestine-encyclopedia.com/EPP/Chapter36_1of3.htm

    Zu Sharetts Tagebüchern der israelische Historiker Tom Segev:

    Sharett’s diary is one of the most important sources for the history of Israel. It was first published in 1978 – more than a million words of statesmanship and personal frustration, always in the terrible shadow of David Ben-Gurion. The eight volumes, edited by Yaakov Sharett, the author’s son, were received with astonishment and paved the way for the work of a group that was later known as the „new historians.“
    Hier aus dem Tagebuch, was Sharett:
    The latter had told Golda Meir that Lavon had not made do with the order to carry out acts of terrorism in Egypt – the „bad business“ that birthed the „Lavon affair“ – but had also given an order „to bomb various Middle Eastern capitals,“ among them Baghdad, „to keep things jumping in the Middle East.“

    According to Sharett, Ben-Gurion realized that he had made a mistake by appointing Lavon defense minister. In a letter he sent to Sharett on October 28, 1960, Ben-Gurion wrote, „Lavon, I am told, gave an order to attack a British consulate in order to cause trouble between England and Jordan, and Moshe Dayan canceled the edict.“
    .
    …..Sharett also found creative people in the Foreign Ministry he headed. In a previously unpublished passage from the diary, he wrote that ministry personnel wanted the commissioner of police, Yehezkel Sahar, „to fake a tracking mission“ in order to show that the footprints of saboteurs led to the Lebanon border.

    http://www.sharett.org.il/English/tom-segev-002.htm

  19. Ach so ist das doch gar nicht.
    Ihr wollt Jane nur eins reinwürgen weil es nicht passt was sie schreibt.

    Bloss das steht so auch im Beitrag selbst.
    Die Menschen sind sehr Israelkritisch aber Pro den jüdischen Israelis.
    Das sieht nur auf den ersten Blick wie ein Widerspruch aus.


    • Ach so ist das doch gar nicht.
      Ihr wollt Jane nur eins reinwürgen weil es nicht passt was sie schreibt.“
      _________________________________________________________________

      Nö, das wäre dumm; es ist die Art und Weise der Verdrehung der Historie
      und der Religion. Hier Kritik daran zu üben… das ist legetim!

  20. @Baruch Zion, @Karl Pfeifer, @jim
    Sie  haben in Ihren Beiträgen die Verfasstheit von jane sehr gut beschrieben. Vielleicht eine Anmerkung.  Glauben Sie bitte nicht, dass Leuten wie jane tatsächlich irgendetwas an Palästinensern oder an Muslimen liegt. Palästinenser und Muslime werden von vielen Deutschen nur für den eigenen Antisemitismus instrumentalisiert. Dazu eine kleine Geschichte über Halil aus Ägypten:
     
    In der Zeit zwischen 2000 und 2005, als die zweite Intifada im Nahen Osten lief, hatte ich an meinem zweiten Wohnsitz einen Nachbarn: -Halil aus Ägypten-. Halil ist ein gläubiger Moslem. Er war in Deutschland in einem Austauschprogramm als Lehrer tätig. Der Fastenmonat Ramadan, dessen Gebräuche er fest einhält, ist für Halil ein wichtiges Ereignis und eine feierliche Zeit. Abends, wenn wir von unserer Arbeit kamen, trafen wir uns manchmal und unterhielten uns über Gott und die Welt. Eines Tages, die Nachrichten hatten wieder von einem schweren Selbstmordattentat auf Israels Straßen berichtet, teilte ich Halil mein Entsetzen über die Ereignisse mit. Halil schaute mich mit ernstem Gesicht an und sagte: „Die Juden sind unsere Brüder!“ In einigen intensiven Gesprächen mit Halil lernte ich sehr viel über den Islam und mehr über meine eigene Religion als jemals bei irgendeinem Pastor. Ich lernte von Halil sehr viel über Menschen, die aus dem Islam Kraft für Gutherzigkeit, Freundlichkeit, und Hilfsbereitschaft gewinnen. Halil musste unser Land leider verlassen, weil sein Vater plötzlich verstarb und er sich nun um seine Familie in Ägypten kümmern wollte.
    Wenn Leute wie Halil, die aus ihrer Religion und Kultur humanistische Werte hervorheben und weitergeben, unser Land verlassen müssen ist das ein großer Verlust für uns. Halil war der beste Lehrer für unsere Kinder, den ich jemals getroffen habe.
    Bis heute denke ich an Halil und grüble darüber nach, warum wir in Deutschland über Muslime wie Halil so wenig wissen.
    Im Laufe der Zeit kamen folgenden Überlegungen zu Stande:


    In Deutschland werden Muslime wie  Halil, Cigdem Toprak,  Necla Kelek, Seran Ates, Ayaan Hirsi Ali, Hamed Abdel-Samad, Cengiz Dursun oder Wahied Wahdat-Hagh von gewissen Kreisen geradezu angefeindet. Dagegen fühlen sich viele Deutsche zu radikal- islamistisch orientierten Muslimen hingezogen, weil diese ein ideales Pendant für den radikalen Antizionismus (Antisemitismus) sind, der in Deutschland obsessiv (und „traditionell“) gepflegt wird.
    Hier ein Beispiele, wie Muslime auf übelste Art und Weise von Deutschen für Ihren eigenen Antisemitismus instrumentalisiert werden:
     Der deutsche Konvertit Andreas Abu Bakr Gründer und Herausgeber der Islamischen Zeitung, dem Zentralorgan der Deutschen Konvertiten, gab auf einer Veranstaltung zu Ehren des Kalifen von Köln das Folgende zum Besten: 
    Zitat:
    “”Wie die Türken haben wir Deutschen in der Geschichte schon oft für eine gute Sache gekämpft, obwohl ich zugeben muss, dass meine Großväter bei unserem gemeinsamen Hauptfeind nicht ganz gründlich waren.”
    Zitat Ende
    Schauen Sie hier (c.a. bei  1Minn 2 Sec):http://www.archive.org/details/AbuBakrRieger
    Nach 1945, nach Auschwitz war der Antisemitismus in Deutschland nicht verschwunden. Die Nazis und Judenhasser sind im 2. Wk. zwar besiegt worden, aber viel zu viele Altnazis konnten geruhsam ihre Pension genießen, die sie sich als Kz-Wächter oder anderswo im Reich verdient hatten (nebenbei gesagt, die Zwangsarbeiter, die überlebt haben, bekamen für das ertragene Elend nichts). Solche Pöbeleien wie die des ASTA – Münster   http://www.attac-netzwerk.de/ag-globalisierung-und-krieg/medien-information/2010-05-31-asta-muenster/?L=2 dienen nur dazu, sich das Gewissen rein zu waschen, indem man dem eigenen Antisemitismus eine Rechtfertigung verschafft.
    Radikal – Islamistische Hassprediger sind für viele Deutsche der große Wurf. Sie brauchen ihren Judenhass nicht mehr offen zur Schau tragen, denn damit würde sie sich ja ihre gesellschaftliche Reputation verderben. Moderne deutsche Antisemiten versteckten sich hinter andere, indem sie radikal – islamistisch Gruppen die Stange halten und diese für ihren eigenen Antisemitismus instrumentalisieren. Daher versucht der Mainstream in unserem Land, von scharf rechts bis ganz links, Leute wie Halil und die anderen genannte  niederzubrüllen. 
    Muslime wie Halil, Necla Kelek, Seran Ates, Ayaan Hirsi Ali, Hamed Abdel-Samad, Cengiz Dursun oder Wahied Wahdat-Hagh, werden als Störenfriede empfunden, weil solche Muslime sich von niemandem instrumentalisieren lassen und schon gar nicht für den typisch deutschen Antisemitismus. Lesen Sie bitte dazu den sehr, gelungenen Leserbrief von Leila hier: http://taz.de/!c75367/
    Deutschland ist leider auch nach 1945, ein Schmelztiegel für radikale Positionen und Antisemitismus geblieben. Halil ist ein leuchtende Stern am Ende eines finsteren Tunnels. Aber von solchen Muslimen will hier niemand was wissen, weil viele Deutsche dem Antisemitismus verhaftet sind wie der Trunkenbold dem Alkohol.
    Zum modernen deutschen Antisemitismus hier ein sehr guter Beitrag von Tilman Tarach http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10278

  21. Jane begnügen Sie sich nicht mit gefälschten oder aus dem Kontext gehobenen Zitaten von Ben Gurion, beglücken Sie doch die Leser mit viel längeren Postings. Lassen Sie nur ruhig Ihre ganze Frustration ausfliessen. Denken Sie daran, desto längere Postings Sie hier unterbringen, umso mehr Leser werden Sie haben, die sich mit Grauen abwenden, wenn sie nur den Namen Jane lesen.
    Israel ist für Jane ein schreckliches Land, denn es hat sich nicht angepaßt an die arabischen Nachbarn. Wenn es nur die Frauen auch gesetzlich diskriminieren würde, doch anstatt dessen läßt das Land den ehemaligen Präsidenten von einem arabischen Richter wegen der Vergewaltigung einer Frau zu 7 Jahren Haft verurteilen, was für Jane ein Beweis ist, dass die durchgeknallten Israelbasher, die Israel vorwerfen ein Apartheidstaat zu sein, Recht haben.
    Jane ist böse auf Israel weil es nicht wie Syrien 5000 eigene Bürger abschlachtet.
    Jane ist böse auf Israel weil keine Selbstmordattentäter sich wie im Irak oder Pakistan in einer Moschee betätigten
    Jane ist böse auf Israel weil man da keine Pogrome gegen Christen ver anstaltet wie in Ägypten gegen die Kopten.
    Jane ist böse auf Israel weil es keine ethnische Säuberung vornimmt, wie der Sudan in Darfur.
    Am meisten tut Jane weh, dass Juden sich in Israel nicht abschlachten lassen, Denn irgendwo tief drunten wünschen sich die Israelbasher, dass doch die Araber das vollenden, was die deutsch-österreichische Volksgemeinschaft nicht konnte, denn die Alliierten haben die Bestie ausser Gefecht gesetzt. Nur so ist dieser Hass zu verstehen.
     

  22. Warum kommen solche Initiativen eigentlich immer noch von Juden und nicht von den Arabern ?    darüber sollten Sie mal nachdenken!!!!
     
    Tun Sie doch gar nicht BZ
     

    Im Frühjahr und Sommer 1949 trafen sich Israel und die arabischen Staaten unter dem Schutz des Palestine Conciliation Commitee (PCC) in Lausanne in der Schweiz. Israel wollte keinerlei territoriale Konzessionen machen und auch nicht 100.000 der 700.000 Flüchtlinge wieder aufnehmen, wie von den Arabern gefordert. Der israelische Verhandlungsteilnehmer Elias Sasson berichtete, Ben Gurion habe in einer Kabinettssitzung bemerkt, die israelische Öffentlichkeit sei „betrunken vom Sieg und nicht in Stimmung für Konzessionen, maximale oder minimale“.

    1949 erklärte Syriens Staatsoberhaupt Husni Zaim offen seine Bereitschaft, der erst arabische Regierungschef zu sein, der einen Friedensvertrag mit Israel abschließt – ebenso sei er bereit, die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge in Syrien anzusiedeln. Er bot wiederholt an, sich mit Ben Gurion zu treffen, der aber standhaft ablehnte. Am Ende wurde nur ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichne.
    König Abdullah von Jordanien engagierte sich zwei Jahre lang für Verhandlungen mit Israle, war aber nie in der Lage, vor seiner Ermordung einen bedeutenden Durchbruch zu erreichen. Sein Angebot, sich mit Ben Gurion zu treffen, wurde ebenso abgelehnt. Außenminister Moshe Sharet kommentierte vielsagend: „Transjordanien sagte – wir sind sofort zum Frieden bereit. Wir sagen – wir möchten natürlich auch Frieden, aber wir können nicht rennen, wir müssen im Schritttempo laufen.“ Drei Wochen bevor er ermordet wurde, sagte König Abdullah: „Ich könnte einen Frieden rechtfertigen, indem ich Zugeständnisse der Juden vorweise. Aber ohne Zugeständnisse von ihrer Seite bin ich gescheitert, bevor ich anfange.“

    1952 – 1953 wurden extensive Verhandlungen mit der syrischen Regierung Adib Shishaklis geführt, einem proamerikanischen Regierungschef, der eine Einigung mit Israel anstrebte. Diese Gespräche scheiterten, weil Israel auf der alleinigen Kontrolle über den See Genezareth, den Huleh-See und den Jordan bestand.
    Gamal Nassers wiederholtes Angebot, mit Ben Gurion Friedensgespräche zu beginnen, bald nach der Revolution von 1952, endete schließlich mit der Ablehnung durch Ben Gurions Nachfolger Moshe Sharet, den Prozess fortzusetzen, und mit einem verheerenden israelischen Angriff (unter der Leitung von Ariel Sharon) auf eine ägyptische Militärbasis in Gaza.

    Generell ist Israels Nachkriegsinflexibiltät seinem Erfolg im Aushandeln von Waffenstillstandsabkommen zuzuschreiben, der es in einer politisch, territorial und militärisch überlegenen Position ließ. „Die erneute Kriegsbedrohung war erfolgreich abgewiesen worden“, schreibt der israelischen Historiker Benni Morris in seinem Buch „Righteous Victims“. „Warum also sich anstrengen für einen Frieden, der mit bedeutenden territorialen Konzessionen einhergeht?“ In einem Telgramm an Moshe Sharet umriss Ben Gurion in einfachen Worten die israelische Politik für die weitere Zukunft, wie sie im Wesentlichen bis heute gilt: „Israel wird keine Gespräche führen über einen Frieden, der mit irgendwelchen territorialen Konzessionen verbunden ist. Die Nachbarstaaten verdienen nicht eine Handbreit israelischen Boden… Wir sind bereit für Frieden gegen Frieden.“ Im Juli 1949 sagte er einem amerikanischen Journalisten: „Ich habe es nicht eilig, ich kann zehn Jahre warten. Wir stehen überhaupt nicht unter Druck.“ Nichtsdestoweniger tauchte in dieser Periode das Bild der arabischen Führer als störrische Feinde auf, das von Israel so bedacht gezeichnet wurde und einen solch wirkungsvollen Teil im israelischen Gedankengebüude darstellt. Benni Morris (1999, S.268) fasst dies kurz und bündig zusammen:

    Jahrzehntelang belog Ben Gurion – und ebenso nachfolgende Regierungen – die israelischen Öffentlichkeit über die Friedensbemühungen nach 1948 und über das arabische Interesse an einem Übereinkommen. Die arabischen Führungspersönlichkeiten (möglicherweise mit der Ausnahme von Abdullah) wurden insgesamt als einen Ansammlung von störrischen Kriegstreibern dargestellt, die auf Teufel komm raus Israels Zerstörung im Sinn haben. Die Öffnung der israelischen Archive in der jüngsten Zeit bietet ein sehr viel komplexeres Bild der Lage.

    Ende 1965 lud der Vizepräsident und Zweite Kommandeur der ägyptischen Armee, Abdel Hakom Amer, den Leiter des Mossad, Meir Amir, nach Kairo ein. Nachdem Isser Har’el, Levi Eshkols Geheimdienstberater, entschieden Einspruch dagegen einlegte, wurde der Besuch abgesagt. Hätte der Krieg 1967 vermieden werden können? Wir werden es nie wissen.

    Unmittelbar nach dem Krieg 1967 streckte Israel seine Fühler aus für eine Annäherung sowohl mit den Palästinensern in der Westbank als auch mit Jordanien. Die Palästinenser waren bereit, Friedensgespräche aufzunehmen, aber nur, wenn sie Aussicht auf einen unabhängigen palästinensischen Staat hätten, eine Möglichkeit, die Israel nie auch nur in Erwägung zog. Die Jordanier waren ebenso bereit, aber nur, wenn sie die volle Kontrolle über die4 Westbank und besonders über Ostjerusalem und die heiligen Stätten erhielten. König Hussein traf sich sogar mit israelischen Regierungsbeamten, doch Israels Ablehnung, eine vollständige Rückgabe der (besetzten) Gebiete zu erwägen, brach den Prozess ab. Die Annektierung des Gebiets für ein „größeres“ Jerusalem und das unmittelbar begonnene Programm der Errichtung von Siedlungen schloss von vornherein jede Chance für einen umfassenden Frieden aus.

    1971 sandte Anwar as-Sadat einen Brief an die Jarrings- Kommission der Vereinten Nationen, in dem er Ägyptens Bereitschaft ausdrückte, ein Friedensabkommen mit Israel abzuschließen. Israels Zustimmung hätte den Krieg 1973 verhindern können. Nach dem Krieg lehnte Golda Meir Sadats erneute Angebote zu Friedensgesprächen in Bausch und Bogen ab.

    Israel ignorierte Anfang der 70er-Jahre zahlreiche ausgestreckte Fühler Jasir Arafats und anderer palästinensischer Führungspersönlichkeiten, die mehrfach die Bereitschaft zeigten, mit Israel über Frieden zu sprechen.

    Anwar as-Sadats V ersuche 1978, die Palästinenserfrage als Teil des israelisch-ägyptischen Friedensprozesses zu lösen, wurden von Menachem Begin abgewiesen, der sich weigerte, alles, was weiter ginge als eine palästinensische „Autonomie“. In Betracht zu ziehen.

    1988, in Algier, erkannte die PLO in der palöstinensischen Unabhängigkeitserklärung Israel innerhalb der „Grünen Linie“ an und erklärte ihre Bereitschaft, Gespräche aufzunehmen.

    1993, zu Beginn des Oslo-Prozesses, bestätigten Arafat und die PLO schriftlich ihre Anerkennung Israels innerhalb der Grenzen von 1967 (nochmals: Dies sind 78 Prozent des historischen Palästina). Obwohl sie Israel als „legitimen“ Staat im Nahen Osten anerkannten, erwiderte Israel nicht entsprechend. Die Regierung Rabin erkannte nicht das nationale Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung an, sie war lediglich bereit, die Palästinenser als Verhandlungspartner anzuerkennen. Weder ins Oslo noch in der Folgezeit war Israel je bereit, zugunsten eines palästinensischen Staates auf die 1967 besetzten Gebiete zu verzichten, obwohl dies die Position der UNO (Resolution 242), der internationalen Gemeinschaft (inklusive USA, vor George W. Bush) und, seit 1988 der Palästinenser ist.

    Die vielleicht größte aller vergeudeten Gelegenheiten war die Verunmöglichung eines lebensfähigen palästinensischen Staates durch die Reihe der Likud- und Labour-Regierungen, die während der sieben Jahre des Oslo-“Friedens-Prozesses“ (1993 – 2000) die Bevölkerung in den Siedlungen verdoppelte und damit wirkungsvoll eine Zwei-Staaten-Lösung eliminierten.
    Ende 1995 präsentierte Jossi Beilin, eines der führenden Mitglieder des Verhandlungsteams in Oslo, Itzhak Rabin das „Stockholm-Dokument“ (das mit Abu Mazens Team ausgehandelt worden war), um den Konflikt zu lösen. Die darin aufgezeichneten Übereinkünfte waren so vielversprechend, dass Abu Mazen Tränen in den Augen hatte, als er das Schriftstück unterzeichnete. Rabin wurde ein paar Tage später erschossen und sein Nachfolger Shimon Peres lehnte das Dokument umgehend ab.

    Die syrische Bereitschaft zu Friedensverhandlungen unter der Bedingung von Konzessionen bei den besetzten Golanhöhen wurde bis zum heutigen Tag von Israel vielfach zurückgewiesen.

    Sharons komplette Missachtung des Angebots einer Anerkennung Israels durch die Arabische Liga 2002, inklusive des Angebots von Frieden und regionaler Integration im Austausch für ein Beenden der Besatzung.

    Sharons Disqualifizierung Arafats, des bei weitem kooperativsten Verhandlungspartners, den Israel je hatte, und der letzten palästinensischen Führungspersönlichkeit, die noch „liefern“ konnte „wie bestellt“, und der darauf folgende Boykott Abu Mazens.
    Olmert erklärte das „Gefangenen-Dokument“, in dem alle palästinensischen Fraktionen einschließlich Hamas ein politisches Programm mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung beschlossen haben, als „irrelevant“. In der Folgezeit versuchte er mit Gewalt, die demokratisch gewählte Regierung der Hamas zu zerstören; dies geschieht bis heute.

     
    Die angeblichen israelischen Angebote hingegen waren zumeist nicht das was sie versprachen, Mogepackungen, die die Öffentlichkeit irre führen sollten, strategische Vorteile sichern und den Frieden in weite Ferne schieben sollten.

    So war Camp David 2000 eben mitnichten das angeglich gute Angebot. Einen Gebietstausch im Verhältnis 9:1, das ist wohl kaum fair, ein Palätina, dass nicht nur zwei, sondern 5 geteilt wäre und die israelische Oberhoheit über seinem Luftraum dulden müsste.

    Wie zum Teufel sollte Arafat das denn annehmen?

    Aber dazu war es wohl auch von vornherein nicht gedacht. Es sollte Israel PR bringen und die Öffentlichkeit gegen die Szenen der Gewalt immunisieren, die darauf hin folgten, denn tatsächlich ging die Gewalt damals zuerst in ganz erheblichem Maß von Israel aus, nicht von den Palästinensern auch wenn sich daran kaum noch jemand so recht erinnern will, dies führte natürlich schließlich zum gewünschten Widerstand der Palästinenser, die sich grausam für grausame israelische Militäraktionen rächten.
    Die Formel vom angeblich ‚großzügigsten Angebot‘ beinhaltete egen auch eine versteckte Drohung – nämlich dass es kein weiteres geben sollte, auch wenn es ungenügend war und den Oslo-Richtlinien nicht genügte.

    Weiterhin die nächste Mogelpackung – der Gaza-Abzug:

    Der war nie dazu gedacht Frieden zu schaffen, statt dessen sollte er eine Steigerung des Terrors gegen die Zivilbevölkerung einleiten und den Friedensprozess verunmöglichen.

    „The significance of the disengagement plan is the freezing of the peace process,“ Prime Minister Ariel Sharon’s senior adviser Dov Weisglass has told Haaretz.

    Wenn Sie mir nicht glauben, dann glauben Sie doch wenigstens ihren israelischen Politikern.

     
    Aber für gute PR waren diese Maßnahmen nicht ungeschickt – das wars dann aber auch. Glaubwürdige Schritte sehen anders aus.
    Zudem hält Israel seit seiner Gründung an der Strategie der Spannung fest, was mit der Kontroller der Menschen in der West-Bank und in Gaza ein Leichtes ist.

    So legen israelische Soldaten über eine ihrer wesentlichen Aufgaben in der West-Bank bei der Organisation ‚Breaking The Silence‘ Zeugnis ab:

    http://www.youtube.com/watch?v=-QNQo4Wr37k
    http://www.youtube.com/watch?v=QYLepRPNjTc
    http://www.youtube.com/watch?v=37MFa7ZKQWo

    Der oft sinnlos erscheinende Terror gegen die palästinensische Zivilbevölkerung, von dem die israelischen Soldaten berichten, folgt einer unausgesprochenen Strategie der Spannung. Es gilt eine konflikthafte Atmosphäre aufrecht zu erhalten, eine Befriedung zu verhindern, denn nur im Schatten des Konflikts kann Israel seine Expansion vorantreiben. Solcherart manipuliert man die öffentliche Meinung.
    Noch mal zur Erinnerung:

    Eine Woche vorher erklärte Moshe Dayan, damals Stabschef, warum Israel jegliche Grenzsicherungen, die von den benachbarten arabischen Staaten oder von der UNO vorgeschlagen wurden, wie auch Vorschläge der USA hinsichtlich formeller Sicherheitsgarantien, ablehnen mußte. Solche Garantien, so sagte er voraus, könnten “die Hände Israels binden.” Vermutlich wären damit all die Angriffe und Einmärsche in das Gebiet jenseits der Waffenstillstandlinie, die in den 50er Jahren unter dem euphemistischen Namen Wiedergewinnungsmaßnahmen getätigt wurden, nicht mehr zu rechtfertigen gewesen oder gar unmöglich gemacht worden. Diese Maßnahmen, so Dayan, 
    “sind unsere zentrale Blutbahn. Sie …helfen uns dabei, innerhalb unserer Bevölkerung und unserer Armee eine Spannung zu erhalten, damit wir immer junge Männer zu unserer Verfügung haben, die bereit sind, in den Negev zu gehen, wenn wir schreien, dass der Negev in Gefahr ist.” (26. Mai 1955)

    Diese Politik betreibt Israel bis heute.
    Die arabischen Nachbarn hatten wenig Interesse an militärischen Konfrontationen mit Israel, aber seine militärische Überlegenheit nutzend, zwang Israel seine Nachbarn immer wieder regelrecht in militärische Konflikte.
    Und daher BZ – nein es überrascht mich überhaupt nicht, wenn es in der muslimischen Welt viel Wut und Agitation gegen Israel gibt.

    Das ist bei der israelischen Politik praktisch garantiert und auch nicht anders zu erwarten. Israel hat kein Interesse an Frieden, sondern an Dominanz,

  23. J-Street Policy:

    Israel’s settlements in the occupied territories have, for over forty years, been an obstacle to peace. They have drained Israel’s economy, military, and democracy and eroded the country’s ability to uphold the rule of law.
     
    Continued settlement growth undermines the prospects for peace by making Palestinians doubt Israeli motives and commitment, and by complicating the territorial compromises that will be necessary in final status talks. The arrangements that have been made for the benefit of settlers and for security – checkpoints, settler-only roads, the route of the security barrier* – have all made daily life more difficult for Palestinians, deepening hostility and increasing the odds of violence and conflict. A majority of Israelis have recognized this reality and oppose settlement expansion, yet their views have been outweighed by a small, vocal pro-settlement minority.
    ….
    Ultimately, the question of settlement expansion should become moot – because

    the real issue that needs to be addressed and settled quickly is the route of the border between Israel and Palestine. Certain agreed modifications to the 1967 lines are possible – allowing some settlements to be incorporated within Israel’s final and agreed borders in the context of reciprocal land swaps. Those settlements (perhaps accounting for as many as two-thirds of all settlers) will then become part of Israeli recognized sovereign territory and construction there will be able to continue according to the laws and zoning ordinances of those localities.

    [*It is important to note that J Street supports the concept of a security barrier as an important element of Israel’s defense, but believes that the barrier must be located along an internationally recognized border. Its present route has confiscated land and separated Palestinians from their jobs, health care and family. It will have to be relocated in many sections as part of a final status agreement.]

    http://jstreet.org/settlements/
     
    Noch mal zu der von mir bereits mehrmals etwas querfeldein gestellten ‚Strategie der Spannung‘ mit der, wie die Indizien es verdeutlichen, Politiker und Militärs  mittels Terroranschlägen und gezielter Destabilisierung versuchen die öffentliche Meinung zu manipulieren – zu dem von mir bereits eingestellten Beispiel aus Europa und Israel.

    Am 26. September 1980 explodierte eine Bombe auf dem Münchener Oktoberfest. Mit 13 Toten und über 200 Verletzten gilt der Anschlag als schwerster Terrorakt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

    Vor dem dreißigsten Jahrestag erhalten die Zweifel an der offiziellen Version, wonach der Rechtsextremist Gundolf Köhler die Tat gut eine Woche vor der Bundestagswahl alleine und nur aus persönlicher Frustration begangen haben soll, neuen Nährstoff. Nach einem Bericht des Spiegel gibt es in einem Nachlass aus Süddeutschland möglicherweise neue Hinweise darauf, dass ein Hauptzeuge des Attentats ein aktiver Rechtsextremist gewesen sein und Verbindungen zum Verfassungsschutz gehabt haben könnte.

    …Ein „dicker Hammer“ ist für Dietrich, aber auch für den Autor Ulrich Chaussy und den damaligen Kreisverwaltungsreferenten und Juristen Klaus Hahnzog, dass die Beweismittel von damals im Jahr 1997 vernichtet wurden.

    …Zumindest erhielten Zeitungen am Tag nach dem Oktoberfest-Anschlag einen anonymen Anruf. Eine Frau mit französischem Akzent bekannte sich demnach mit den Worten „Wir sind die Rechten von Bologna“ zu dem Anschlag.

    …wofür er Stasi-Akten nach Erkenntnissen über den Anschlag durchsuchte. Demnach haben Verfassungsschützer aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen exakt 22 Stunden vor der Explosion auf dem Oktoberfest mit Observationsmaßnahmen gegen Mitglieder der Wehrsportgruppe Hoffmann begonnen.

    In dem Fragenkatalog der Grünen gehe es daher auch vor allem darum, „ob die deutschen Geheimdienste von den Vorbereitungen der Tat gewusst haben“, so die Süddeutsche Zeitung.

    ….Doch entgegen der Antwort der Bundesregierung entspricht der Anschlag auf das Oktoberfest demselben Muster, wie es sich auch bei den Anschlägen in Italien vom Ende der 1960er bis Anfang der 1980er Jahre ausmachen ließ.

    Im Fall Bologna deutet zudem alles darauf hin, dass das Attentat Teil der von Geheimdiensten bzw. der NATO-Geheimarmee „Gladio“ (8) und der Geheimloge „Propaganda Due“ (9) umgesetzten „Strategie der Spannung“ (10) war. Dabei wurden in Kooperation mit rechtsextremen Gruppen Anschläge verübt, die anschließend linken Kreisen in die Schuhe geschoben wurden.

    …Auch im Fall des Oktoberfests wollte man anfangs Linke verantwortlich machen.

    ….„Noch am Tatort suchte die CSU-Prominenz die Attentäter in der Linken. Motto: Linke Terroristen bomben unschuldige Oktoberfestbesucher in die Luft. Ein alter Strauß-Bekannter wetterte‚ das habt ihr von eurer linken Politik’.“

    ….Doch zwei Tage später war die These von den linken Terroristen nicht mehr aufrecht zu erhalten, denn der Hoffmann-Wehrsportler Köhler war bereits von Zeugen identifiziert worden.

    ….Die Menge und Qualität der gefundenen militärischen Ausrüstung deuten laut dem Gladio-Experten Dr. Daniele Ganser deutlich auf eine Mitgliedschaft Lembkes in der Geheimorganisation Gladio hin, für die solche Waffendepots charakteristisch waren.

    …..Der Technische Dienst, oder auch „Bund Deutscher Jugend“, war eine nach dem zweiten Weltkrieg von US-amerikanischen Geheimdiensten betriebene Untergrundarmee, die sich vor allem aus Veteranen der Wehrmacht- und Waffen-SS zusammensetzte. Sie umfasste mehrere tausend Mitglieder und wurde 1953 verboten. Neben umfangreichen Waffenlagern wurde auch eine Attentatsliste sichergestellt, die 40 deutsche Führungspersönlichkeiten umfasste – hauptsächlich SPD-Politiker, die man als nicht zuverlässig antikommunistisch eingestuft hatte.

    …Die Strategie der Spannung soll unter anderem in der Bevölkerung den Wunsch nach einem „starken Mann“ anzufachen, einem durchsetzungsfähigen Führer, der dem Terror ein Ende macht, einem Terror der alle gleichermaßen und unterschiedslos bedroht. Wer wäre besser als starker Mann in einer solchen Situation geeignet gewesen als Strauß? Gleichzeitig verharmloste Strauß die Wehrsportgruppe Hoffmann sogar noch nach deren Verbot: „Mein Gott, wenn sich ein Mann vergnügen will, indem er am Sonntag auf dem Land mit einem Rucksack und mit einem mit Koppel geschlossenen ‚battle dress’ spazierengeht, dann soll man ihn in Ruhe lassen.“ 

    ….Denn Strauß unterhielt direkte Kontakte zu den faschistischen Terrorgruppen, die im Rahmen der Gladio-Geheimarmee in Italien Bomben legten. Er finanzierte sie mit sechsstelligen Geldbeträgen, welche laut Recherchen von Kennzeichen D wahrscheinlich aus den Arsenalen des BND stammten. (22 – Siehe auch Video-Clip unten)

    Vor diesem Hintergrund stellt sich nicht nur die Frage, ob deutsche Behörden von dem Anschlag im Voraus wussten – dass sie ihn im Nachhinein nicht aufklärten, lässt bereits Schlimmes erahnen. Darüber hinaus muss aber mittlerweile die Frage gestellt werden, ob deutsche Geheimdienste sogar direkt bei der Planung des Attentats beteiligt waren. 

    Eine positive Antwort auf diese Frage würde die Republik noch dreißig Jahren nach dem Attentat so sehr erschüttern, dass eine wirkliche Aufklärung in dieses Anschlags nicht zu erwarten ist – weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    http://www.hintergrund.de/201009141128/politik/inland/waren-geheimdienste-in-das-oktoberfest-attentat-involviert.html

    Parallelen:

    Anfang Juli 1954 misslang eine von Israel lancierte Geheimdienstoperation unter dem Kodenamen Operation Susannah in Ägypten. Es wurden in verschiedenen ägyptischen Kinos, Postfilialen und in den amerikanischen Kulturzentren in Kairo und Alexandria Bomben gelegt, wobei geplant war, die Verhandlungen zwischen Ägypten und Großbritannien über den britischen Abzug vom Suezkanal zu sabotieren. 

    Die Aktionen wurden unter falscher Flagge durchgeführt, das heißt, die Schuld an den Anschlägen sollte vor allem der Muslimbruderschaft und ägyptischen Kommunisten zugeschoben werden. Elf ägyptische Juden, die im Auftrag von Israel gehandelt hatten, wurden verhaftet und kamen in Kairo vor Gericht….

    Während und nach den Attentaten unter falscher Flagge lief ein innerzionistisches Ränkespiel, das in Israel zunächst als „unagenehme Affäre“, später als Lavon-Affäre bezeichnet wurde.

    ….Moshe Sharett war unter David Ben Gurion Leiter der politischen Abteilung der Jewish Agency , die die Gründung des Staates Israel vorbeitete,  von 1948 bis Juni 1956 (kurz vor der Nationalisierung des Suez-Kanals durch Nasser) israelischer Außenminister unter Ben Gurion und von 1954 bis 1955 zugleich Premierminister.

    …..Sharett hat ein hebräisches Tagebuch geführt, aus dem sein Sohn Yaqov Sharett 1979 politisch wichtige Eintragungen veröffentlichte. Dem Tagebuch zufolge betrieben David Ben Gurion und seine Kabinette, Sharett eingeschlossen, systematisch die Expansion Israels auf Kosten aller seiner Nachbarstaaten.

    ……1980 veröffentlichte Livia Rokach, die Tochter des Innenministers unter Sharett, Israel Rokach, auf Englisch eine politische Studie mit Auszügen aus den Tagebüchern Moshe Sharetts und weiteren Dokumenten.

    Das Buch zeichnet von den politischen Zielen und Methoden des frühen Staates Israel ein Bild des Grauens. Unter dem Deckmantel der Vergeltung für gegnerische Taten trieb Israel seine Expansion mithilfe blutiger Provokationen voran.  Rokach schreibt in ihrer Einleitung über Sharett:

    „Er erkannte sehr klar, dass die Logik hinter Israels Sicherheitsdoktrin nichts anderes als Faschismus war und sah ganz richtig die daraus resultierende moralische Korruption im Innern und die zunehmende Gewalt auf regionaler Ebene voraus.“ 

    …..Goldmann, der mehr als 30 Jahre lang der Vorsitzende des pro-zionistischen jüdischen Weltkongresses war, argumentiert, dass die Araber nicht befragt wurden zur Teilung Palästinas im Jahre 1947, und dass ihre Bereitschaft, einen politischen Kompromiß auszuhandeln, der möglicherweise den Krieg von 1948 verhindert hätte, von Ben Gurion noch vor Mai 1948 per Veto abgelehnt und somit untergraben worden war.

    ……Das kürzlich veröffentliche Tagebuch von Moshe Sharett (Yoman Ishi, Tel Aviv, 1979) trägt einen wesentlichen Teil zur Entmystifizierung von Israels Sicherheitsmythos und Israels Sicherheitspolitik bei
    …Die politische und militärische Führung Israels wollte die arabischen Staaten in militärische Konfrontationen zwingen, da sie annahm, dabei immer zu gewinnen. Ziel dieser Konfrontationen war es, das Kräfteverhältnis in dieser Region radikal zu verändern und den zionistischen Staat zur größten Macht im Nahen Osten zu machen.
    Um diese Ziele zu verwirklichen, wurden folgende Strategien angewandt:

    ….Größere und kleinere Militäraktionen gegenüber der Zivilbevölkerung entlang der Waffenstillstandsgrenze, insbesondere in den palästinensischen Gebieten der West Bank und im Gazastreifen, die damals unter jordanischer bzw. ägyptischer Kontrolle waren. Diese Aktionen dienten zwei Zwecken: sie sollten einerseits die Bevölkerung terrorisieren und andererseits eine dauerhafte Destabilisierung herbeiführen, aufbauend auf den schon vorhandenen Spannungen zwischen den arabischen Regierungen und den Bevölkerungen, die sich durch sie nicht ausreichend gegen die israelische Aggression geschützt fühlten. 

    ….Militäroperationen gegen arabische Militäreinrichtungen in den Grenzgebieten, um die Moral der Armee zu untergraben und somit zur Destabilisierung der Regimes über die Militärstrukturen beizutragen
    …Verdeckte terroristische Operationen mitten in der arabischen Welt, sowohl zum Zwecke der Spionage als auch um Angst, Spannungen und Instabilität zu schaffen.
    Die Ziele, die durch diese Strategien erreicht werden sollten, waren folgende:
    …neue Gebietsgewinne durch Kriege. Obwohl Israel in dem Waffenstillstandsabkommen von 1949/50 ein Gebiet zugesprochen wurde, das um ein Drittel größer war als ursprünglich im UN-Teilungsplan vorgesehen, war die israelische Führung nicht zufrieden mit der Größe des Staates und den Grenzen, die sie nach eigenen Angaben zu respektieren beabsichtigte.
    ….Subversive Operationen, die dazu bestimmt waren, Zwietracht innerhalb der arabischen Welt zu säen, die nationalarabische Bewegung niederzuwerfen und Marionettenregierungen zu schaffen, die der israelischen Macht in der Region nicht gefährlich werden würden.
    ….Die Besetzung der West Bank und des Gazastreifens durch Israel im Jahre 1967 wird allgemeinhin als ein Akt der Verteidigung Israels gegenüber arabischen Drohungen dargestellt. Das Tagebuch Sharetts hingegen liefert den eindeutigen Beweis dafür, dass die Besetzung des Gazastreifens und der West Bank von Israel schon seit Anfang der 50er Jahre geplant wurde. Amerikanische Zionisten wurden über diese Pläne 1954 informiert. 1955 wurden jüdische und arabische Menschenleben geopfert in einer Reihe von provokanten Anschlägen, die nur verübt wurden, um einen Vorwand zu liefern für die Besetzung des jordanischen Territoriums. Hauptursache für die Verschiebung der Besetzung dieses Gebietes war die britische Präsenz in Jordanien, die den haschemitischen König stützte.
    ….Die permanente und gewaltvolle israelische Agression im Libanon wird immer noch schamlos mit israelischen Sicherheitsinteressen begründet.

    Der Gebrauch von Terror und Gewalt mit dem Ziel, arabische Gegengewalt zu erzeugen, die dann als die arabische Bedrohung für die Existenz Israels hingestellt wurde, wurde von der damaligen „Nummer 2“ des zionistischen Staates folgendermaßen erklärt: 

    „Ich habe lange nachgedacht über die vielen künstlichen Aktionen und Gewalttaten, die wir uns ausgedacht haben und über die vielen Zusammenstöße, die wir provoziert haben und die uns so viel Blut gekostet haben, und über die Verletzungen von Recht und Gesetz durch unsere Leute, all das hat zu schwerwiegenden Katastrophen geführt, hat den gesamten Lauf der Ereignisse bestimmt und zu unserer Sicherheitskrise beigetragen.“

    Eine Woche vorher erklärte Moshe Dayan, damals Stabschef, warum Israel jegliche Grenzsicherungen, die von den benachbarten arabischen Staaten oder von der UNO vorgeschlagen wurden, wie auch Vorschläge der USA hinsichtlich formeller Sicherheitsgarantien, ablehnen mußte. Solche Garantien, so sagte er voraus, könnten „die Hände Israels binden.“ Vermutlich wären damit all die Angriffe und Einmärsche in das Gebiet jenseits der Waffenstillstandlinie, die in den 50er Jahren unter dem euphemistischen Namen Wiedergewinnungsmaßnahmen getätigt wurden, nicht mehr zu rechtfertigen gewesen oder gar unmöglich gemacht worden. Diese Maßnahmen, so Dayan, 

    „sind unsere zentrale Blutbahn. Sie …helfen uns dabei, innerhalb unserer Bevölkerung und unserer Armee eine Spannung zu erhalten, damit wir immer junge Männer zu unserer Verfügung haben, die bereit sind, in den Negev zu gehen, wenn wir schreien, dass der Negev in Gefahr ist.“ (26. Mai 1955)

  24. @Jane

    Natürlich können Sie hier immer irgend welche extremistisch, muslimischen Videos…

    tja da haben Sie jetzt aber ein Erklärungsproblem denn dieses Video ist ein offizielles aus Tehran zur Abstimmung über einen Staat Palästina in der UNO.

    Ein Land wie der Iran der die Hezbollah im Kampf gegen Israel untestütz und Finanziert die Moslimbüder in Ägypten, Lybien und Gaza (Hamas) mit Waffen und Know how unterstützt.

    Da Sie hier immer wieder die Juden Verantwortlich machen das es keinen Freiden gibt entlarven Sie sich selber als Lügner Heuchlerin Hetzerin und Betrügerin an einer Friedenslösung.

    Die Juden brauchen Sie nicht für einen Frieden zu überzeugen und schon gar nicht hier auf einer Jüdischen Platform.

    Der Iran verhindert Aktiv eine Friedenslösung und strebt Krieg und Destabilisierung der gesamten Region an.

    Das sind Tatsachen und Fakten da ist es völlig egal ob Sie Beispiele von Juden bringen die eine Lösung anstreben.

    Das die Juden Frieden wollen wissen alle

    Was ist mit den Iraner und seinen Terrororganisationen ?

    Wenn Sie BZ Interesse an Frieden hätten, dann würden Sie auf die arabischen Friedensintiativen auf gemeinschaftliche jüdisch-arabische Projekte etc. aufmerksam machen und sich über die konstruktiven Schritte auf der arabischen Seite freuen und nicht alles daran setzen sie zu negieren – aber das ist von Ihnen ganz gewiss nicht zu erwarten.“

    Warum kommen solche Initiativen eigentlich immer noch von Juden und nicht von den Arabern ?    darüber sollten Sie mal nachdenken!!!!

     „was meinen Sie was man da alles finden kann – wenn ich dann mal den Fundus hinsichtlich jüdischen Extremismus hier reinstelle

    naja das machen Sie ja schon seit Ewigkeiten im Rahmen Ihrer Antijüdischen Hetze 

    Das demagogische alleine liegt in dem Umstand der Verallgemeinerung, mit denen Muslime verteufelt werden – mit der eine feindselige Stimmung gemacht werden soll

    zur Zeit sind ca 100.000 Raketen von den Muslimen auf Irael gerichtet und die Muslemische Hezbollah hat den Finger am Knopf.

    Aber Spinnen Sie sich mal Ihre Friedliche Arabische Welt weiter zusammen .

  25. Allein BZ – da schmücken sie sich dennoch mit falschen Lorbeeren – was J-Street vertritt und was J-Street kritisiert – das vertrete und kritisiere auch ich.
     
    Alles was Sie miteinander zu tun haben ist der Umstand, dass sie Juden sind – na und – das sagt ja nichts über die politische Gesinnung aus – und auch nichts über Ihre.
     
    Natürlich können Sie hier immer irgend welche extremistisch, muslimischen Videos oder sonstwas reinstellen – ich kann das problemlos auch hinsichtlich extremistischer, alles andere als friedlicher Juden tun – Es gibt 1,5 Milliarden Muslime auf der Welt, was meinen Sie was man da alles finden kann – wenn ich dann mal den Fundus hinsichtlich jüdischen Extremismus hier reinstelle und das bei, ich glaube gerade mal 14 Millionen Juden, sind Sie sich da so sicher, dass die Juden den Vergleich gewinnen – so ganz sicher bin ich mir da nicht.
     
    Das demagogische alleine liegt in dem Umstand der Verallgemeinerung, mit denen Muslime verteufelt werden – mit der eine feindselige Stimmung gemacht werden soll, die alle Menschenrechtsverletzungen durch Israel verdecken und die Menschen auch auf zukünftige Waffengänge vorbereiten soll.
     
    Wenn Sie BZ Interesse an Frieden hätten, dann würden Sie auf die arabischen Friedensintiativen auf gemeinschaftliche jüdisch-arabische Projekte etc. aufmerksam machen und sich über die konstruktiven Schritte auf der arabischen Seite freuen und nicht alles daran setzen sie zu negieren – aber das ist von Ihnen ganz gewiss nicht zu erwarten.
     
    Sie sind ein Scharfmacher, ein Kriegstreiber und ein großer Heuchler.
     
    Tun Sie doch nicht so – mit J-Street haben sie gar nichts gemein  und wenn Sie tatsächlich diese demokratische Elastizität an den Tag legen sollten (was ich Ihnen nicht abnehme, Sie verhalten sich nur opportunistisch), warum dann nicht mir gegenüber, wo ich auch nichts anderes vertrete – dann hat ihre Hatz offensichtlich rassistische Gründe.
     
    Wie Sie es auch drehen und wenden – der Lügner, der Heuchler – das sind Sie.

  26. @Jane

    “ dass es auch alternative Meinungen und alternatives Engagement auch von jüdischer Seite

    das liegt in der Natur des Judentum und der Jüdischen Tradion und der Jüdischen Religion sich für Frieden einzusetzen.

    Die Bereitschaft für Frieden fehlt auf der Arabischer Seite und wie ich Ihnen gestern an Hand eines Videos aus Tehran gezeigt habe auch auf Iranischen Steite, das es keinen Frieden gibt.

    Und dann sollten Sie in Ihrer grossen Weisheit die Hezbollah, Syrien die Hamas und den Iran vom Frieden mit Israel überzeugen.

    Denn solange die kein Frieden wollen sondern nur Krieg und Vernichtung des Jüdischen Staates ist alles nur Theorie und bla bla .

    Also gehen Sie zuerst zu den Arabern und wenn Sie da erfolgreich sind können Sie bei den Juden noch mal vorsprechen.

  27. Da von den meisten Zeloten hier nicht zu erwarten ist, dass Sie eingestehen, dass es auch alternative Meinungen und alternatives Engagement auch von jüdischer Seite für eine ZweiStaatenlösung existiert, welches sich mit meiner Kritik in Einklang befindet
    hier eine kleine Linksammlung:

    http://www.jnews.org.uk/

    http://jstreet.org/blog/majority-of-jewish-americans-support-j-street-not-eci/

    “The American Jewish community has a choice politically in 2012 and in the years ahead.

    There’s a part of our community – represented by the Emergency Committee for Israel – whose supporters led the charge to war in Iraq, who ally with the Christian Zionist movement, and who affiliate with the Tea Party. This part of the community sees nothing wrong with unlimited settlement expansion and no need to actively pursue a two-state resolution to the Israeli-Palestinian conflict. They seem perfectly content to affiliate with those who engage in hate-filled harangues and to demonize Palestinians – and Arabs and Muslims generally – without reservation and to engage in campaigns of smears against their opponents.

    There’s another part of our community – for which J Street speaks – that believes that Israel’s security and survival depends on ending the Israeli-Palestinian conflict in a two-state solution and that is deeply committed to American leadership in helping that to happen. We think settlement expansion is wrong, demonization and slander of Palestinians, Arabs and Muslims should be condemned, and that core Jewish values argue for reaching a just and peaceful two-state resolution to the Israeli-Palestinian conflict. We don’t equate love of Israel with support for the policies of its government – particularly when those policies are damaging to Israeli and American interests and counter to basic Jewish and democratic values.
    This is a fundamental political choice for Jewish Americans – and we believe the solid majority of Jewish Americans support J Street’s views not ECI’s.”


    Also mit letzterer Gruppe befinde ich mich in völligem Einklang und wäre ich jüdisch, dann würde ich mich eben bei oder für J-Street engagieren.

    D.h. nichts mit pro-oder antijüdisch zu tun, sondern mit Friedfertigkeit, humanistischen Werten und dem Wunsch nach einer gerechten Welt und dem Begreifen, dass Frieden auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat. Diese Sehnsucht gibt es eben bei Menschen jeglicher Herkunft und genauso gibt es Menschen jeglicher Herkunft, die sich allzu gerne was vor machen, um die Skrupellosigkeit ihrer politischen Ausrichtung hinter Nebelschwaden ihrer PR zu verdecken suchen.

    Meine persönliche Heldin der Gegenwart ist übrigens eine Jüdin – Naomi Klein.

    Ich finde sie großartig – einfach brilliant die Frau.

  28. “Ihre Lügen wurden Ihnen so oft schon Nachgewiesen nicht nur von mir lesen Sie selber nach.“
     
    Nein – wirklich nicht – ich warte immer noch darauf. Können Sie mir mal ein Beispiel zeigen?

  29. @Carmela

    trotz der vielen alltäglichen Probleme in Eretz Israel und der ständigen Militärischen Bedrohnung und der ständigen Ankündigung der Vernichtung,
    ist es schön in Eretz Israel zu Leben.

    Und wenn Juden sich für die Diaspora entscheiden dann ist das ihre persönliche Entscheidung. Was aber nicht heisst das man eine Person nicht Kritisieren darf die schreibt wie Sie (dass in Israel nicht schön zu leben ist) weil es nicht der Realität entspricht.

    • Ach dass ist eben das Deutschen bashing. Warum auch nicht?
      Die haben eben immer noch eine latente Deutschen Angst, heute nicht militärisch sonder eben wirtschaftlich.
      Ist ja auch merkwürdig irgendwie, trotz WW1 & WW2, dann „Wiedervereinigung“ rappelt sich Deutschland immer wieder, heute das Land mit den größten Handelsbilanzüberschuß, ist mit >1 Billion US$ dieses Jahr Vizeexportweltmeister, während es in China bereits klemmt, legt Deutschland bei Exporten 2011 8% zu,  und sieht optimistisch in 2012 rein, da rechnen sie auch mit mindestens 5% Zuwachs.
      Die deutsche Wirtschaft ist wie ein Panzer der stoisch Kurs hält und dabei immer mehr an Fahrt gewinnt.
      Das ist schon unheimlich, während es fast überall in EU und woanders kracht.
      Ich kann mir vorstellen das viele die Schnauze voll haben von Deutschland.

      Auch einen (imaginären) Feind kann man „klein machen“ indem man sich über ihn lustig macht.
      Insoweit stört das doch keinen mit den Deutschen bashing.

      In Berlin kann man bereits Auswirkungen der EU Krise sehen, viele Länder in EU haben nicht dieses ausgeweitete Armutshilfesystem, also Obdachlosenheime, kostenlose medizinische Versorgung, relativ gut funktionierede kostenfreie Essen- und Lebensmittelversorgung usw., es sind bereits viele Arme und Obdachlose, also gesellschaftliche Verlierer aus anderen Ländern in Berlin.
      Ich tippe wenn die Krise sich zuspitzt werden sie die Grenze undurchlässiger machen müssen in Deutschland.
      Das mit Dänemark war nur ein Vorgeschmack von dem was noch kommt.

  30. @ udosefrioth
    @ Karl Pfeifer

    Ihr habt euch aufgeregt, weil ich gesagt habe, dass in Israel nicht schön zu leben ist.

    Ich brauche nicht in einem Land zu leben, wenn ich weiß dass auf dieses Land gezielt wird, dass nicht einmal ein Käseloch übrig bleibt. Und wenn Stacheldraht gezogen wird. Natürlich ist das Arafats Schuld. Aber der ist schon lange tot, die Situation ist nicht um einen Deut besser. Hisbollah schießt dort ab, Hamas schießt dort ab.

    Wo soll das schön sein? Ob Israel Schuld ist oder nicht, habe ich nicht gesagt.  
    Und eine Schuldzuweisung nach so vielen Jahren Konflikt, ist auch keine Lösung. Wenn ihr so schlau seid, warum löst ihr nicht das Problem und geht hin und macht was ihr hier schreibt.  Und dann ist das Land schön und ihr könnt berechtigt meckern, wenn jemand sagt, was nicht stimmt. Was macht ihr denn in der Diaspora, wenn ihr nach Hause gehört?

     

    • Was ich nicht verstehe ist, Israel ist relativ klein mit einer überschaubaren Bevölkerung, wieso klappt dass nicht mit der sozialen Versorgung?
      In so kleinen Einheiten müsste doch direkte Demokratie funktionieren!
      Ich meine was soll das? Die lassen die Israelis für 10 Euro/H arbeiten, dabei ist alles sauteuer?
      Die sollen da mal was machen.
      Richtige Sozialproteste, auch mit Renten klappt das nicht. 1000 Schekel oder was als Mindestrente, das ist unverschämt, das ist unmöglich.
      Das wird so kommen dass sich viele Israelis wirtschaftlich aus Israel wegbewegen müssen, EU oder was, und nur ab und zu nach Tel Aviv oder was fahren.

    • Carmela. Bis jetzt haben Sie Ihre Ignoranz mit Unverschämheit kompensiert.
      Vielleicht machen Sie mal Pause und lesen auch ein paar Bücher, die nicht gerade ihre vorgefasste Meinung bestätigen und setzen sich mit der Materie, über die Sie schreiben auseinander.
      Die israelische Gesellschaft ist im Gegensatz zu den Gesellschaften der arabischen Nachbarn eine offene, in der über alle Probleme diskutiert wird und in der es selbstverständlich sehr verschiedene Meinungen gibt, die auch in den Medien ausgetragen werden.
      Millionen Juden/Jüdinnen leben in Israel nicht weil sie dazu gezwungen sind, sondern weil sie dort leben wollen. Weil es eine hebräische Kultur gibt, eine entwickelte Ökonomie und Wissenschaft.
      Arafat glaubte mit dem Terror der Intifada, die Israelis zur Flucht zu zwingen. Das ist nicht geschehen.
      Hier kann man bei der Diskussion merken, wie Sie und Jane hier Israelbashing betreiben, nichts Gutes in Israel finden, ein Land das Sie offenbar lediglich aus israelfeindlichen Pamphleten kennen. Gerade damit machen Sie sich hier unglaubwürdig.
      Einige Poster, zu denen ich mich auch zähle, behaupten keineswegs, dass Israel ein Paradies, ein perfekter Staat ist. Ich versuche hier zu erklären, dass es in der Umgebung und unter der Bedrohung kein perfekter Staat sein kann.
       
       

  31. Nach den schier endlosen Monologen von jane fällt mir dieser Witz ein (soll von Richard Perle stammen):

    Ein Amerikaner und ein Deutscher werden in Afrika von Wilden gefangenen genommen und zum Tode verurteilt. Vor ihrem Ende erlaubt man ihnen, noch ein paar letzte Worte zu sprechen. Der Deutsche bittet, kurz Europas Sorge über den Unilateralismus Amerikas ausdrücken zu dürfen. Der Amerikaner hingegen bittet, hingerichtet zu werden, bevor der Deutsche sprechen darf. (Richard Perle, USA)

  32. @ Uri Degenia

    Genau. Wenn etwas antisemitisch ist, dann soll man es hier nicht weiterführen. Bin ich auch dafür. Ich tu mir halt schwer gleich jemanden zum Nazi zu stempeln. Ich bin da eher vorsichtig. Es gibt viele Leute, die einseitig informiert sind oder beeinflusst ist.

    Wenn jemand Nazi ist, warum meldet ihr das nicht der Redaktion? 

  33. @ Baruch Zion

    Danke für den Tipp! Schöner Artikel, der den Schmerz so gut beschreibt.

    Ich verstehe auch nicht, warum die NPD nicht verboten ist und nach dieser Geschichte noch weniger. Es ärgern sich viele darüber. 

    Wenn das noch ärger wird, dann gebe ich meinen Pass ab und das war es.  Ich überlege da nicht lange. Aber solange die Regierung die braune Weste verfolgt, wird es noch gehen. Ich kann kaum glauben, dass ein Land diesen Fehler noch einmal machen sollte, so dumm kann doch niemand sein. Obwohl uns schon Anzeichen bekannt sind. Die Wirtschaftskrise wird vieles beschleunigen. 

    Habt ihr schon daran gedacht, dass diese Überwachungssysteme dazu da sind jeden zu finden, der flieht? Wenn diese Systeme die Hand wechseln, dann wird es nicht mehr so sein wie vor 70 Jahren.

    Sie suchen Bin Laden überall und dann ist man auf Twitter, und was steht dort auf der rechten Leiste? Folgen Sie: Bin Laden. Der hat dort sein Account und kann in aktueller Zeit seelenruhig Tweets schreiben.  Für wie blöd halten die einen?

     

  34. Aber hier mal was lustiges für unsere deutschen Leser  mazhik meod

    „South Park“ huldigt den hässlichen Deutschen

    „Angela Merkel kidnappt in „South Park“ eine US-Schule. Der Auftritt der „Germans“ folgt einer Tradition angelsächsischer Faszination mit dem genialisch Bösen.“

    „Angela Merkel und ihr deutsche Entourage überfallen die „South Park-Elementary“. Sie wollen die Kinder zwingen, die Deutschen witzig zu finden.“

    http://www.welt.de/fernsehen/article13769556/South-Park-huldigt-den-haesslichen-Deutschen.html

     

  35. @Jane

    Jane und Fan Club das Video aus Tehran ist speziell für Sie weil Sie ja immer fest Behaupten und Lügen das nur die Juden schuld sind das die Palästinernser keinen eigenen Staat haben.

    Das Video sollten sie sich immer anschauen bevor Sie wieder Lügen verbreiten wollen.

    Iran ist gegen die „zwei-Staaten“ Lösung
    flv-13637293__flv-13637294__flv-13637295__flv-13637296__flv-13637297__flv-13637298
    http://www.youtube.com 
    Aber noch ist nicht alles verloren die Palästinenser können auf die deutsche Freundschaft hoffen ?

  36. @ Carmela: Sie tun mir leid. Aber Sie können ja nichts dafür.
    „Den Standpunkt, dass sich alles vor der Türe abspielt, was wichtig ist und was hinter der Türe ist, wird sie sowieso denen überlassen müssen, die sich dort befinden, das wird sie auch erkennen müssen. Vor der Tür spielt die Musik, ich nehme auch keine Hintertüren, außer ich werde eingeladen.“
    Boh, welch geistiger Reichtum, welch historisches Wissen, welch beachtliches Einfühlungsvermögen, welch Einblick in die eigene biografische Bedingtheit – verknüpft mit dem leidenschaftlichen Bemühen, eben dies zu verändern.
    Mitleid mit frigiden, judenhassenden Nazi-Mädels – wie abgrundtief ekelhaft.
    haGalil sollte es sich wirklich nicht antun, fortgesetzt solch antisemitischen Dreck zu publizieren. Irgendwo sollte es eine Grenze geben. Wie ich und andere schon vor einem und vor zwei Jahren vorgeschlagen haben: Errichtet doch eine Dauerrubrik für die NPD, für die „Arbeiterfotografie“, für den Rentner, für PI, für „Pro Köln“, für die arme „Stille Hilfe“ – aber, bitte, bitte – hört auf, dies mit inhaltlichen Beiträgen zu vermischen. Es wird mir immer unerträglicher, diesen permanenten denunziatorisch-antisemitischen Dreck hier zu lesen. Ich meine es so wie ich´s schreibe: Ihr beschmutzt auf diese Weise das Andenken der von den Deutschen ermordeten Menschen.

  37. Carmela lassen sie mich Raten Sie kommen aus einem Ort in deutschland wo auf dem Autokennzeichen vor dem Strich drei Buchstaben sind und hinterm Strich auch nochmal drei Buchstaben ?

  38. @ Uri Degenia

    Und wo haben Sie ihre Schublade her für Nazi-Mädels? 

    Ist ihnen eigentlich klar, dass in Deutschland es schon lange keine Nazis an der Regierung sind? Nennen Sie jeden jetzt Nazi, der anders denkt als Sie? 

  39. @ Jim: „Uri, ich sags Dir jetzt ganz ehrlich – mir reichts! Da steht haGalil gegen Rechts, gegen jede Art von Extremismus und insbesondere, und jetzt kommts – gegen Antisemitismus und was passiert – eine ausgesprochen widerliche Art von Judenhass kann sich ungeniert und ungehemmt und ohne jede Chance dagegen was zu unternehmen, hier, auf den Kommentarseiten eben jener Seite – haGalil – ganz nach Belieben ausleben, ja austoben in jeder nur denkbaren Richtung, und das nun schon seit Jahren!
    Ich sag Dir was, Uri, mir reichts, und zwar endgültig!“
    Mein lieber Jim, Du weißt es: Ich stimme Dir natürlich, wie (nahezu) immer, von der Sache her vollständig zu.
    Verehrter Herr Pfeifer, wer oder was ich bin – Sie wissen´s nicht genau, können es auch nicht wissen, ich aber weiß es. Und das ist auch gut so 🙂
    Dennoch bleibt´s dabei, und das ist doch tröstlich: Frigidität kann durch Ausagieren nun mal nicht behandelt werden. Im Gegenteil 🙂 🙂 🙂  Die Frigidität wird immer ärger! Wir sehen es (und ich les es nie 😉 ) beim BdM-Mädel, bei der bekennenden Antisemitin nahezu täglich. Die Frigidität stinkt schon so richtig. 
    Früher fand ich den Broder super, ein Teil seiner Aufsätze bleibt vorzüglich, andere Teile seines heutigen Schreibens und Agierens berühren mich zum Teil sehr unangenehm, individuell, kulturell und politisch. Aber: Wo er Recht hat hat er Recht! Ich bin mir sicher: Wir haben das frigide Nazi-Mädel schon mal in seiner Deutschland-Safari gesehen, der selbstgerechte Nazi-Dreck war unverkennbar.  
    Echt traurig für Nazi-Mädels: Da vermögen sie ihren Nazi-Dreck wegen ihrer Frigidität nicht an die nächste Generation weiter zu geben! 🙂 :;) . Schon arg blöd. Aber: Wir wissen es alle: Auch daran ist der Jude schuld…
    Übrigens, ganz nebenbei: Dass Antisemiten alles auf sich beziehen müssen…
    Eklig bleibt´s dennoch. Warum es hier veröffentlicht wird ist und bleibt mir nicht nachvollziehbar.
     

    • Sag es Einfacher… Wir sind Dialogunfähig, da es gegen „Antisemitische“ Wort-
      klaubereien keinen Schutz aller „Karl Krauss“ gibt. Eine Frage muß man sich
      aber ehrlicherweise stellen…
      warum tut man sich das an?

  40. @ Karl Pfeifer

    Ich werde in Zukunft von Zionisten nicht mehr zu viel verlangen. Versprochen! Ihre realistische Einschätzung, dass man von einem Staat zu viel verlangen kann, gefällt mir. Das ist so. Wir können auch über das Minimum sprechen, auf dem wir uns bewegen können. Das ist ja auch nicht schlecht.
    Dass die Situation im Staat Israel heute so ist, dass man nicht ohne Angst leben kann, ist nun mal so. Aber damit leben können nicht alle. Und deshalb möchte man seine Gedanken einbringen.

    Wenn der Zionismus nun so ist, dass er sich die Aufgabe gemacht hat Juden im Nahen Osten ein Nest zu bauen, ist eine erfreuliche Sache. Wenn dann Stacheldraht drum herum steckt, dann ist man zunächst sauer. Und dann noch andere Sachen. Und dann fragt man sich wo die Nestwärme bleibt, wenn man dort nicht glücklich sein kann. Wenn ihr wirklich ein Nest baut, dann dürft ihr die Küken, die da wohnen sollen nicht seltsame Namen geben. Wenn ihr jetzt wütend seid, weil das Nest zu viel Schutz braucht, um nicht in Feuer aufzugehen, und man das nicht in Ordnung findet, dann tut das weh, wenn man beleidigt wird.
    Die Küken, die da einmal wohnen sollen, werden nicht kommen, wenn man sie Trottel, Judenfeind oder sonstwas nennt. Es werden auch Juden, die nicht der Meinung sind, dass es diesen Staat geben sollte, zusammengeschlagen. Ihr verliert doch mit solchen Sachen den Ruf für alle zu arbeiten.

    Das Nest zu bauen ist euch doch gelungen! Nur fertig ist es nicht. Wollt ihr alleine alles fertig machen, oder braucht ihr Verstärkung?
    Ihr kommt sowieso bald an eure Grenzen. Was soll man da gegeneinander sein?

    Ich denke Jane versucht die Hintertürchen zu beleuchten. Sie will sicher so versuchen das Problem zu lösen. Das ist ein ungut gewählte Position, weil die Beweise unglaubwürdig sind.

    Den Standpunkt, dass sich alles vor der Türe abspielt, was wichtig ist und was hinter der Türe ist, wird sie sowieso denen überlassen müssen, die sich dort befinden, das wird sie auch erkennen müssen. 

    Vor der Tür spielt die Musik, ich nehme auch keine Hintertüren, außer ich werde eingeladen.

    Entweder man hat eine Herzensgesinnung oder nicht. Und wer vom Herzen dabei ist, der wird auch den Tisch richtig decken.

    G´ttes Segen! 

    • „Dass die Situation im Staat Israel heute so ist, dass man nicht ohne Angst leben kann, ist nun mal so. Aber damit leben können nicht alle. Und deshalb möchte man seine Gedanken einbringen“.
      ____________________________________________________________________________

      Schön, leben SIe in Israel, kennen SIe die Nah-Ost Problematik? Nicht  aus den
      Medien, aus dem Leben?
      Ich nicht und deshalb halte ich mich hinsichtlich Ratschlägen zurück. Aber bei solchen
      …. mehr und mehr übernehme und verstehe ich Israels Handeln; und das als Über-
      zeugter Anhänger der Diaspora. Danke

    • Carmela, Sie versuchen hier Ihre krasse Ignoranz durch Unverschämtheit zu kompensieren.
      „Wenn dann Stacheldraht drum herum steckt, dann ist man zunächst sauer. Und dann noch andere Sachen.“
      Die Ignorantin Carmela hat vergessen, dass von Arafat angeführt, eine Terrorwelle (zweite Intifada) gegen (jüdische und arabische) israelische Zivilisten gerichtet war und Israel sich genötigt sah einen Sicherheitszaun zu errichten.
       

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