65 Jahre nach dem 14. Mai 1948: „Rund um uns wütet der Sturm…“

24
30

„RUND UM uns wütet der Sturm / Aber unser Haupt wird sich nicht beugen…“ sangen wir, als wir jung waren, bevor der Staat Israel geboren wurde…

Uri Avnery

Zu Israels 65.Geburtstag könnten wir dieses erhebende Lied wieder singen. Und nicht nur aus nostalgischen Gründen.

Rund um uns toben viele Stürme. In Syrien reißt ein schrecklicher Bürgerkrieg das Land auseinander. In Ägypten ist das Land nach dem Sieg des Arabischen Frühlings noch immer im Aufruhr. Der libanesische Staat ist immer noch unfähig, seine Autorität bei bewaffneten Gruppierungen durchzusetzen, und dasselbe gilt für den Irak. Der Iran ist eifrig damit beschäftigt, seine Atombombe zu bauen, während er finstere Drohungen ausstößt.

Israel sieht sich selbst als Insel im stürmischen Meer, von allen Seiten bedroht, jede Minute bereit, einem Tsunami ausgesetzt zu sein.

ÜBER ALL diesem liegt etwas Ironisches.
Das zionistische Abenteuer begann mit dem Versprechen, für die Juden nach Jahrhunderten der Hilflosigkeit eine sichere Zufluchtsstätte zu schaffen.

Tatsächlich war dies – von aller ideologischen Dekoration befreit – das zentrale Thema des Zionismus. Überall waren Juden wehrlos und von der Gnade anderer abhängig. Hier im eigenen Staat wären wir in der Lage – mit erhobenem Haupt – uns selbst zu verteidigen.

Mit andern Worten: eine Ewigkeit lang waren wir das Objekt der Geschichte; jetzt haben wir unser Schicksal in die eigenen Hände genommen, ein Schauspieler auf der Bühne der Geschichte, eine Nation unter anderen Nationen.
Davor waren wir Juden eine Art ethnisch-religiöse Entität. Mit dem Zionismus stellten sich die Juden – oder ein Teil von ihnen – als eine moderne Nation dar, die sich gegen jeden Feind selbst verteidigen kann.
In diesem Sinn war der Zionismus tatsächlich ein voller Erfolg. Seine Schöpfung, der Staat Israel, ist jetzt stark und sicher.

ODER?
WENN man vielen unserer Führer zuhört, scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Vor Jahren behauptete Professor Jeshajahu Leibowitz, der bissige Kritiker des zionistischen Establishments, Israel sei der einzige Ort in der Welt, wo das Leben der Juden in tödlicher Gefahr sei. Wie sich herausstellte, hatte er nicht ganz recht.
Vor ein paar Tagen – am Holocausttag – erklärte unser Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, wir würden von einem zweiten Holocaust bedroht, der von einem nuklear bewaffneten Iran ausgeführt werden könnte.
Am nächsten Tag erklärte eine Gruppe internationaler Hacker, von pro-palästinensischen Gefühlen angeregt, einen Cyber-Krieg gegen Israel. Sie versprachen, die Hauptinstitutionen des Landes, die militärischen und die zivilen, die privaten und die der Regierung, lahm zu legen. Wie sich herausstellte, ist der Angriff elendiglich fehlgeschlagen. Es wurde kein bedeutsamer Schaden angerichtet. Aber bevor dieses klar wurde, antwortete der frühere Außenminister Avigdor Lieberman und verglich die Kampagne mit dem Nazi-Holocaust.

Was ist das? Verfolgungswahn? Manipulationen? Ein politischer Trick? All dies oder mehr?

IM ZEITRAUM von neun Tagen erlebt Israel drei nationale Ereignisse. Jedes Mal heulen die Sirenen, offizielle Feierlichkeiten und endlose Reden werden gehalten. Alle Fernseh-Kanäle, das Radio und die gedruckten Medien widmen sich vollkommen dem Thema des Tages.

Der letzte Montag war Holocausttag. Das ganze Land gedachte des entsetzlichsten Kapitels der Geschichte. Um 10 Uhr, beim Heulen der Sirenen, kam das ganze Land zum Stillstand. Die Autos hielten mitten auf der Straße, Männer, Frauen und Kinder stiegen aus und standen in Hab-acht-Stellung. Noch lebende Überlebende – meistens über 80 – erzählten ihre schrecklichen Geschichten, Zuhörer weinten.

In Yad Vashem hielt Netanjahu seine Standardrede – Nie wieder … Wir werden nicht … die iranische Bombe … zweiter Holocaust …

Danach der Gedenktag für die gefallenen Soldaten. Das Land gedenkt der vielen Tausende, die in Israels zahlreichen Kriegen gefallen sind. Trauernde Eltern werden Blumen auf die Gräber ihrer Lieben legen. Politiker werden Reden halten über das Leben, das in heldenhafterweise für die Nation gegeben wurde, damit ein zweiter Holocaust verhindert würde.

Der nächste Tag wird ein Tag der Freude sein. Ohne Unterbrechung werden die Sirenen das Ende des Gedenktages ankündigen und den Beginn des Unabhängigkeitstages. Reden über die Opfer der Gefallenen werden abgelöst von Reden über den Ruhm und die Errungenschaften des Staates, der sich wie ein Wunder aus der Asche des Holocaust erhob. Im Mittelpunkt der Festlichkeiten steht die israelische Armee, eine der stärksten und leistungsfähigsten in der Welt.

Die Nähe dieser drei Daten ist nicht zufällig. Es ist ein bewusster Versuch, Generationen von Israelis mit der Idee zu durchdringen, dass Israel unter ständiger Bedrohung ist, wie die jüdischen Gemeinden in Europa während Jahrhunderten und dass unsere Armee der einzige Garant für unsere nationale und selbst die individuelle Sicherheit ist.

Viele Leute sehen dies als Manipulation an – die es tatsächlich ist. Unter Netanjahu erreicht dies neue Höhen bzw. Tiefen. Die jüdische Opferrolle wird wie eine Flagge geschwenkt, die unsere ganze Politik rechtfertigt: die Besatzung, die Siedlungen, die Unterdrückung der Palästinenser, die Zurückweisung eines Friedens, der sich praktisch auf die Zwei-Staatenlösung gründet.

Es ist auch ein politischer Trick. Die ständige Erinnerung an die existentiellen Gefahren – im Iran, in Syrien, in Ägypten und sonst wo – sind dafür bestimmt, die Bevölkerung um die Führung zu scharen. Bei der letzten Wahlkampagne präsentierte sich Netanjahu selbst als ein „starker Führer für einen starken Staat“. Macht nichts, dass er tatsächlich ein Schwächling ist, dafür bekannt, sich unter ausländischem und internem Druck zu unterwerfen. Panikmache ist seine wirksamste Waffe.

DOCH WÄRE es ein großer Fehler, israelische Ängste als unecht abzutun, als wären sie künstlich erzeugt. Sie sind ganz real.

Ausländer sind oft verwundert, wie Israelis im selben Satz – buchstäblich im selben Atemzug -behaupten, „Israel ist eine regionale Macht“, und wir werden nicht „wie Lämmer zur Schlachtbank gehen“, wie Juden (von Israelis behauptet)im Holocaust gegangen seien. Beides ist real. Beides lebt nebeneiander im Geist der meisten Israelis.

Keiner, der während des Holocausttages in Israel gewesen ist, kann den leichtesten Zweifel über den riesigen Einfluss haben, den der Holocaust weiterhin auf uns ausübt. Die meisten von uns (mich eingeschlossen) haben Verwandte, die in der Shoa umgekommen sind. Das tiefe Gefühl für die Opferrolle, die Ängste und Befürchtungen liegen tief in uns. Es ist fast unmöglich, sie in wenigen Jahren zu überwinden.

DOCH MÜSSEN wir sie überwinden, weil sie keine Beziehung zur jetzigen Realität haben und uns daran hindern, uns rational zu verhalten.
Tatsache ist, dass Israel ein starker Staat ist und dies so noch lange Zeit bleiben wird.

Wir haben ein sehr starkes und effizientes Militär, mehr als ausreichend, um jeder voraussehbaren Bedrohung entgegenzutreten. Der arabische Frühling hat wenigstens vorübergehend mehrere militärische Bedrohungen beiseitegeschoben. Das stimmt auch für die reale oder eingebildete nukleare Bedrohung aus dem Iran. Kein iranischer Führer wird je die totale Zerstörung seines Landes mit seiner Jahrtausende alten Zivilisation riskieren, um uns Ärmste zu zerstören.
Aber ein starkes Militär ist nur eine Komponente von Sicherheit. Es gibt noch viele andere.

In 65 Jahren haben wir eine solide und starke Wirtschaft aufgebaut, die viel stabiler ist als viele größere und stärkere ökonomische Mächte in aller Welt. Auf verschiedenen Gebieten wie der High-Tech, den Naturwissenschaften, in der Medizin, der Landwirtschaft und den Künsten gehören wir zu der ersten Weltliga. Israels intime Beziehungen mit der Nummer-Eins-Weltmacht scheinen für lange Zeit sicher zu sein und uns auf vielen Gebieten riesige Vorteile zu bringen, selbst bei langsamem Rückgang der US-Macht.

Die wiederbelebte hebräische Sprache ist dynamisch und fest etabliert. Die israelische Demokratie, wenn auch unter ständiger Bedrohung, scheint in der Lage zu sein, dem Angriff widerstehen zu können. Wir können sicher stolz sein auf das, was unsere Gesellschaft erreicht hat – praktisch aus dem Nichts.

Die einzigen wirklichen Gefahren, denen Israel gegenübersteht, kommen von innen. Wahnsinnige Politik, die fortgesetzte Besatzung, der ständige Krieg, das Vordringen der fundamentalistischen Religion – dies sind die realen Ursachen, über die man sich Sorgen machen muss.

ICH MACHE darauf aufmerksam, nicht um Triumphgefühle zu schüren, sondern im Gegenteil.

In Israel ist es die Rechte, die bei Ängsten und ständigen Erfindungen neuer Bedrohungen prächtig gedeiht, um sich dem Frieden zu verweigern und das Gefühl „die ganze Welt ist gegen uns“ hochkommen zu lassen. Sie stellen unsern Staat wie ein noch belagertes Ghetto dar, das einer ewigen Gefahr der Vernichtung entgegensieht.

Das israelische Friedenslager muss entschlossen gegen dieses Weltbild aufstehen. Israel ist stark und, weil es stark ist, kann es auch Risiken auf sich nehmen und Frieden mit dem palästinensischen Volk und der ganzen arabischen und muslimischen Welt schließen.

Vor 65 Jahren, als wir eine Bevölkerung von kaum 650.000 waren, hatte meine Generation dieses Selbstvertrauen.
Unsere Häupter waren erhoben.
Wir müssen dieses Selbstvertrauen jetzt wieder entdecken.

(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

Israel ist stark und Am Israel chai!

24 Kommentare

  1. “Denn Drittes Reich und Holocaust (…) haben weitreichende Wirkungen in unsere Gegenwart hinein: die Gründung des Staates Israel, die Besetzung der palästinensischen Gebiete, Flucht, Vertreibung in Europa und im Nahen Osten. Selbst die finanziellen Ungleichheiten in der EU sind vielfach noch immer Folgen des Zweiten Weltkriegs, so wie es Deutschlands Wohlstand ist.” So die offizielle Verlautbarung.”

    „die Gründung des Staates Israel“ – die ‚weltlich politisch völkerrechtmässig‘ von ‚Mensch‘ 1/4 Jh. lang bewusst gewaltssam verhinderte Erfüllung des UN-Auftrages, welcher FOLGE des I. habsburgisch-arischen WeltKRIEGes gewesen ist

    „die Besetzung der palästinensischen Gebiete“ – nach arabischer AbTEILUNG von 3/4 des sog. ‚palästinensischen‘ Mandatsgebietes + arabischer Besetzung von sog. ‚Westjordanland‘, Gaza u. Jerusalem bis 1967 – samt und sonders FOLGEN mehrerer ARABISCHER ANGRIFFsKRIEGE

    „Flucht, Vertreibung in Europa und im Nahen Osten“

    ein WESENsmerkmale ALLER KRIEGE – humanistisch freiheitlich demokratische „Kriegsdurchführungsverordnungen“??? Fehlanzeige

    „finanziellen Ungleichheiten in der EU“ – ‚politisch‘ ökonomische Mathematik???

    „…die offizielle Verlautbarung …“ – seeeehr MANGELHAFT???

    ‚ahja‘ – Israel??? oh, gleich kommen ‚kleffend kommentierend‘ Gitte-Jane-fairness 🙁

    ’nix Neues unter der Sonne‘

  2. Israelkritik als Porno für Intellektuelle

    „Nicht begabt, sondern borniert: Die israelische Künstlerin Yael Bartana will in einer Kunst-Aktion alle Kölner zum Innehalten aufrufen. Nichts dagegen – wenn nur ihre dumme Erklärung nicht wäre.“

    „Wer als israelischer Künstler nach einem Businessplan sucht, bei dem es nicht auf die Begabung ankommt, sollte das Israel-Bashing in Betracht ziehen. Zwar ist das Angebot an jüdischen Kulturschaffenden, die am jüdischen Staat leiden unübersehbar; die weltweite Nachfrage jedoch kann immer noch nicht befriedigt werden. Israelkritik ist die geistige Pornografie des Intellektuellen.“

    „Die geben – diesmal in Gestalt der „Akademie der Künste der Welt“ – der Künstlerin Yael Bartana Geld dafür, am 28. Juni in Köln den Jom ha’Scho’a, den Holocaust-Gedenktag, kritisch nachzustellen. Bartana ist bisher schon mit der „kritischen Befragung“ israelischer Symbole und Rituale in Erscheinung getreten. Einmal hat sie die vor Jaffa wehende israelische Fahne eingeholt und durch einen Olivenbaum ersetzt. Make peace not Israel.“

    „Am 28. Juni werden einige von Bartana angeheuerte Aktivisten auf dem Kölner Roncalli-Platz für zwei Minuten innehalten, wie es alle Bürger Israels (mit Ausnahme einiger Ultra-Orthodoxer) am Holocaust-Gedenktag tun; der fällt allerdings nach unserem Kalender in den April oder den Mai. Die Akademie hat jedoch diese Performance für die „Impulse Theater Biennale 2013″ bestellt, die nun einmal vom 27. Juni bis zum 6. Juli läuft.“

    Folgen des Zweiten Weltkriegs

    „Immerhin wird so nicht der kalendarische Jom haSho’a entweiht. Denn das tut die Künstlerin, wenn sie alle Kölnerinnen und Kölner dazu aufruft, ihren Alltag am 28. Juni um elf Uhr für zwei Minuten unter dem Motto „Halt an und denke“ zu unterbrechen. Woran sollen sie nämlich beim Innehalten denken? An die sechs Millionen ermordeten Juden? An die Schuld der Großeltern und die Verantwortung der Lebenden? I wo.“

    „Denn Drittes Reich und Holocaust (…) haben weitreichende Wirkungen in unsere Gegenwart hinein: die Gründung des Staates Israel, die Besetzung der palästinensischen Gebiete, Flucht, Vertreibung in Europa und im Nahen Osten. Selbst die finanziellen Ungleichheiten in der EU sind vielfach noch immer Folgen des Zweiten Weltkriegs, so wie es Deutschlands Wohlstand ist.“ So die offizielle Verlautbarung.“

    „Holocaust – Israel – „Besetzung der palästinensischen Gebiete“: die dumme Assoziationskette funktioniert immer. Und die Besetzung Westjordans und des Gazastreifens ist nicht etwa Ergebnis der Tatsache, dass die arabischen Staaten einen Vernichtungskrieg gegen Israel verloren haben. Sie ist „eine Wirkung des Holocausts“.

    „So wie die wirtschaftlichen Probleme etwa Spaniens, Portugals oder Irlands nicht die Folge falscher Wirtschaftspolitik, gieriger Banken und überforderter Staatskassen sind, sondern „Folgen des Zweiten Weltkriegs“. Wie auch der Wohlstand Deutschlands, vermutlich dank Bombardierung, Besatzung, Demontage, Reparationen, Abtrennung der Ostgebiete und Teilung.“

    Holocaustgedenken heißt also: Gegen Israel und für Eurobonds zu sein. So in etwa. Die Dummheit höret nimmer auf.“

    http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article115893945/Israelkritik-als-Porno-fuer-Intellektuelle.html

  3. Ergänzend zu:
    “Kein iranischer Führer wird je die totale Zerstörung seines Landes mit seiner Jahrtausende alten Zivilisation riskieren, um uns Ärmste zu zerstören.”
    Die Einschätzung von RadikalLinks halte ich für zutreffend. Hitler wollte die gesamte eigene Bevölkerung mit in den Tod reißen, selbst als „schon alles verloren“ war. Kein Mensch vermag mit Sicherheit zu sagen, ob das iranische Regime nicht doch seine eigene Zerstörung bewusst mit in Kauf nimmt, nur um den demokratischen Staat Israel zu schaden. Das iranische Regime spielt seit vielen Jahren ein gefährliches, skrupelloses Spiel, um sich selbst „innerhalb des arabischen Lagers“ als größter Feind Israels zu positionieren. Dem Regime ist es offenkundig mehr als gleichgültig, dass „ihre palästinensischen Freunde“ hierdurch massiven Schaden erleiden.
    Es ist die selbstverständliche Aufgabe der israelischen Regierung, ihre Bevölkerung vor diesem Totalitarismus, vor dieser realen Bedrohung zu schützen.

  4. Avnery schreibt:

    „Kein iranischer Führer wird je die totale Zerstörung seines Landes mit seiner Jahrtausende alten Zivilisation riskieren, um uns Ärmste zu zerstören.“

    Woher nimmt er diese Gewissheit?
    Als Hitler die „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ ankündigte, haben das auch fast alle als hohles Gerede abgetan. Wenige Jahre später wusste man es besser. Warum sollte man heute in Israel noch einmal so naiv sein?

    Im Iran ist derzeit ein Bande religiöser Fanatiker an der Macht. Wenn diese Leute wirklich an das glauben, was sie behaupten, dann gibt es für sie keinen Grund sich vor der totalen Zerstörung des Iran zu fürchten. Sie selbst und alle gläubigen Muslime, die bei einem Atomschlag sterben, würden sofort als Märtyrer ins Paradies einziehen. Was spricht also aus ihrer Sicht dagegen?
    Die iranische Führung ist kein rationaler Akteur wie im Kalten Krieg die Sowjets und die USA. Das Gleichgewicht des Schreckens funktioniert hier also vielleicht nicht. Und dieses „vielleicht“ ist vom Standpunkt Israels und (hoffentlich) auch dem der US-Regierung Grund genug, den Mullahs niemals die Atombombe zu gewähren.

  5. “ Die universalen Lektionen aus dem Holocaust sind vor allem, “

    denke ich mir dass ihnen die „universalen“ lehren aus dem
    holocaust am meisten interessieren.

    ist ja letztendlich auch egal wer wen wann und wo und auf
    welche weise umgebracht oder nicht umgebracht hat.

    das sind alles nur stoerende details die sie daran hindern
    sich als grosse lehrmeisterin aufzufuehren.

    apropos lehrmesiterin und hausherrin.. haben sie jetzt lange
    dafuer ueben muessen oder wurde es ihnen in die wiege gelegt?

    es wirkt so natuerlich bei ihnen, deshalb frage ich.

    J

  6. Mir steht es nicht Uri Avnerys Auffassungen zu beurteilen. Ich weiß nur, dass Uri Avnery von vielen deutschen Israelhassern instrumentalisiert wird. Ob Uri Avnery das bewusst ist, wenn er seine Beiträge ins Deutsche übersetzen lässt?

    Daniel Goldhagen schreibt zum rassistischen Antisemitismus der Nazis: „Die neue Zeit erfordert moderne Rechtfertigungen, wenn die Feindseligkeit gegenüber den Juden weiterhin zentral bleiben sollte, das kognitive Modell muss „aufpoliert“ werden, damit es nicht in Widerspruch zu anderen Grundauffassungen der Gesellschaft generiert.“

    Zitat Ende

    Seit dem Mittelalter wurden fas alle sozialen, politischen und wirtschaftlichen Missstände in Deutschland den Juden angelastet.

    Solche Lügen sind heute in Deutschland nicht mehr möglich, wenn man sich seine gesellschaftliche Reputation nicht verderben will. Vor dem Hintergrund antisemitischer christlicher Legenden aber auch aus rassistischen Gründen, wird deshalb heute die moderne Rechtfertigung für das antisemitische Ressentiment dadurch gewonnen, indem man die Schuld am Elend der Palästinenser den Juden in die Schuhe schiebt. In dem Land, das heute von deutschen Christen, auf abstoßende Weise verleumdet wird, wie jüngst auf dem evangelischen Kirchentag, haben 1,5 Millionen Palästinenser alle bürgerlichen Rechte, während in den arabischen Staaten Palästinenser, wesentlicher bürgerlichen Rechte beraubt, in Flüchtlingslagern eingepfercht werden. Das kümmert deutsche Christen nicht im Geringsten. Woraus ich erkenne, dass die deutschen Christen das Elend der Palästinenser nur Missbrauchen, um die von Goldhagen genannte „moderne Rechtfertigung“ für ihren Antisemitismus zu erlangen. Nichts hat sich geändert!

  7. „Die einzigen wirklichen Gefahren, denen Israel gegenübersteht, kommen von innen. Wahnsinnige Politik, die fortgesetzte Besatzung, der ständige Krieg, das Vordringen der fundamentalistischen Religion – dies sind die realen Ursachen, über die man sich Sorgen machen muss.“

    Habe gerade einen großartigen Text von Gideon Spiro entdeckt – bin selbst überrascht, dass ich bislang noch nichts von ihm gelesen habe. Er schildert er die Situation in all ihren Facetten so treffend:

    „Der Holocaust-Gedenktag bewegt mich und irritiert mich. Ich bin irritiert durch die Reden vom Ministerpräsident und dem Präsident des Staates, die dieses historische Ereignis in den Dienst ihrer schmutzigen politischen Ziele stellen. Und wieder beginnen sie mit dem Mantra der Zerstörung durch den Iran und fügen direkt an, dass es nicht so sei, wie während des Holocaust: jetzt haben wir eine Armee. Und noch einmal: Wir haben eine Armee und wieder: eine Armee und wir werden uns selbst verteidigen. Und sie weisen darauf hin, falls „Die Welt“ (natürlich sind die USA gemeint) nicht reagiert, werden wir uns wieder verteidigen, weil wir eine großartige Armee haben. Dann kommt die dunkle Warnung, dass „in jeder Generation erheben sie sich gegen uns, um uns zu zerstören“, aber diesmal haben wir — warte – eine Armee.

    …Was mir in der Reihe von Feierlichkeiten an diesem Tag fehlt, ist die universale Dimension. Ein Besucher eines anderen Planeten, der die Holocausttag-Feierlichkeiten in Israelmiterlebt, würde denken, dass die Nazis nur Juden gemordet haben – dass der Krieg gegen die Juden das Ein-und-Alles der Geschichte von Nazi-Deutschland wäre.
    …Es ist wichtig zu betonen, dass die Nazis vor allem Feinde der Menschlichkeit waren. Ihre rassistischen Doktrinen waren verbunden mit imperialen Zielen, die über das jüdische Problem hinausgingen. Das tausendjährige Reich sollte über Europa herrschen – ohne Juden und ohne Sinti und Roma, ohne Schwarze, Kommunisten, Sozialisten, Liberale, Homosexuelle und geistig Behinderte.

    ….Mit andern Worten: der jüdische Holocaust ist anders, aber nicht einzigartig unter den Verbrechen des Naziregimes. Deshalb ist es wichtig, den universalen Aspekt bei der Einhaltung des Holocaustgedenktages mit zu berücksichtigen. Aber genau dies versuchen die Wächter des Gedenktages in Israel zu verhindern. Die universalen Lektionen aus dem Holocaust sind vor allem, dass wir die Menschenrechte, die Demokratie und die Rechte der Minderheiten schützen, dass wir Flüchtlingen helfen und gegen Rassismus kämpfen. Aber im heutigen kolonialen Israel, in dem Rassismus und Arroganz gegenüber Schwarzen und Araber triumphieren, sind alle jene Worte schmutzige Worte.

    …Vom Bildungsminister ermutigt, werden Jugendliche kurz vor ihren Prüfungen und bevor sie zum Militär eingezogen werden, nach Auschwitz geschickt, wo sie gehirngewaschen werden: die wichtigste Lektion ist die Bedeutung der jüdischen Armee. Sie kehren dann sehr motiviert zurück, um sich der Armee anzuschließen. Äußerst ironisch ist, dass das Auschwitz-Lager zu einem wirksamen Propagandainstrument geworden ist für das Prestige der Armee und für die Rechtfertigung von Israels Rassismus durch jene, die für die Bildung in Israel. zuständig sind. In diesem Jahr ist es der IDF-Chef Benny Ganz, der die führende Rolle bei der Auschwitzschau für die Armee hatte. Die Absurdität der Auschwitz-Prozession erreichte in diesem Jahr einen solchen Punkt, dass die Bank Leumi eine Gruppe Angestellte nach Auschwitz sandte, wo sie im Fernsehen gezeigt wurden – dekoriert mit dem Logo der Bank. So ist Auschwitz eine Plattform für Werbung für eine Bank geworben, die sich weigerte, das Geld von Holocaustüberlebenden an ihre Erben weiter zu geben.

    …Ich bin auch von der Militäreinheit irritiert, die auf der Bühne der Hauptfeier des Yad-Vashem-Platzes standen; also von ihren Pflichten der Besatzung und Unterdrückung geholt, um nach der Feier zu ihren brutalen Pflichten zurückzukehren. Die Teilnahme der Fallschirmspringer bei der Feier ist eine Erinnerung daran, dass die Lektionen aus dem Holocaust nicht gelernt worden sind.

    …ich bin auch irritiert von all den Reden im Namen von 6 Millionen – keiner von ihnen kann darauf antworten. In dem Gebet, das speziell zum Gedenken derer, die im Holocaust verdarben, gesprochen wurde, ist ein bewegender Text: sie gingen von dieser Welt zur Heiligung Gottes … Auf diese Weise übernimmt Religion das Leben in Israel. Die säkularen Juden sind nicht zur Heiligung Gottes ermordet worden und die Millionen jüdischer Kinder wurden nicht zur Heiligung Gottes ermordet ???

    Abgesehen davon, wenn diese 6 Millionen in Israel gelebt hätten , dann wäre ein großer Prozentsatz von ihnen gar nicht als Juden anerkannt worden, weil sie entweder mit Nichtjuden verheiratet waren oder weil nur die Väter jüdisch waren und nicht die Mütter. Sie würden auf anderen Friedhöfen beerdigt werden, so wie es heute noch üblich ist bei Soldaten, deren Jüdischkeit vom Rabbinat bezweifelt wird…

    ….Die Familie meiner Partnerin und auch meiner Familie haben im Holocaust Verwandte verloren. Auch wenn die Mehrheit der israelischen Juden nicht daran denkt, so denke ich noch an ein anderes Opfer des Holocaust: an das palästinensische Volk, das indirekte Opfer des Holocaust.

    ….Zu Ehren unserer Soldaten vom Nahshon-Bataillon bitten wir die Kinder. Das jedes ein Päckchen für einen Soldaten vorbereitet. Das Päckchen könnte Dinge enthalten wie eine Zahnbürste, Zahnpasta, Socken, Deodorant , etwas zum Naschen … Zusätzlich legt ins Päckchen einen Brief oder eine Zeichnung von eurem Kind. Man kann auch eine Telefon-Nummer dazulegen, weil sich manchmal die Soldaten persönlich bedanken wollen.

    So werden unsere Kinder schon im Alter von 5 Jahren mit allem, was zur Armee gehört, gehirngewaschen. So wird der Samen eines katastrophalen Kontinuum gesät, an dessen Ende die Feiglins (1) und „The KingsTorah“ (2) steht. Unsere Pflicht als Friedenssucher, als Verteidiger der Menschenrechte und als Gegner der Besatzung ist es, keine Mühe zu sparen, dieses Band der Kontinuität zu zerreißen, damit ein Militärdienstverweigerer anstelle eines Besatzungssoldaten erscheint – ein Dienstverweigerer wie der 19Jährige Nathan Blanc, der jetzt seit mehr als 100 Tagen im Militärgefängnis sitzt, weil er nicht bereit ist, an den Verbrechen der Besatzung teilzunehmen. Wer ist der wirkliche Held? Derjenige, der sich weigert, ein Kriegsverbrecher zu werden. Man stelle sich vor, wie anders die Geschichte gelaufen wäre, wenn es in Deutschland eine Million Wehrdienst-Verweigerer gegeben hätte und Zehntausende in Israel, die ihren Regierungen gesagt hätten: „Wir wollen nicht (an diesem Krieg) teilnehmen oder unsern Namen für diese (Kriege) hergeben.“ Das Problem ist hier wie dort, dass die entschiedene Mehrheit der Jugend blind und bereitwillig in die Armee strömt, wo sie solange geknetet wird, bis sie die gefühllosen und grausamen Gehorsamen von Befehlen werden. Meine Botschaft an die Eltern der Kinder im Kindergarten ist diese: „Schickt sie nicht mit Geschenken für die Soldaten; denn diese lernen zu töten; wir wollen, dass unsere Kinder leben.“

    http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/spiro_gideon_todeskult_holocaust.htm

  8. Ich sehe Uri Avnery als einen Mann mit einem unendlichen Schatz an Erfahrungen die eng verknüpft sind mit der Geschichte Israels, als einen erstklassigen Analytiker versehen mit einer tiefen Menschlichkeit – alles was er schreibt ist treffend und der Vision eines friedlichen Miteinanders gezollt. Ich habe großen Respekt vor ihm.

    • „Ich sehe Uri Avnery als einen Mann mit einem unendlichen Schatz an Erfahrungen die eng verknüpft sind mit der Geschichte Israels“

      davon gibt es in israel mehrere aber die interessieren
      sie nicht halb so viel, selbst dann nicht wenn es um
      ueberlebende geht.

      „Ich habe großen Respekt vor ihm.“

      sie sind in erster linie mit ihrer eigenen
      „meinung“ verliebt, und respektieren wenn ueberhaupt
      das averni eine aehnliche vertritt.

      J

  9. Lieber Efem,
    zu „Anerkennung von Realitäten“. Psychologisch gesehen ist Deine Darstellung nicht ganz zutreffend. Es fällt vielen menschen schwer, „die Realität“ anzuerkennen – die äußere und die innere Realität. Insbesondere, wenn diese der eigenen Moralität, dem eigenen Selbstbild widerspricht.
    „Anerkennung von Realitäten“ bedeutete früher, aber teils auch heute: Zu akzeptieren, dass ein Großteil „der Deutschen“ die systematischen Morde an Juden, Sinti, Roma und Widerstandskämpfern begrüsst, unterstützt, von ihnen partizipiert hat. Nein, diese Realität anzuerkennen, dies war viele Jahrzehnte lang nicht möglich, in Österreich und Deutschland. Dies ist Dir bekannt.
    Die ausgeprägteste Form eines Bruchs mit der Realität stellt die Psychose dar. Aber auch der Antisemitismus – dem wir hier in der Leserbriefspalte fortgesetzt begegnen, in verschiedensten Erscheinungsformen – lebt vor allem von der Verleugnung der mörderischen Realität, der Umkehrung der Realität.
    Uri Avnery hat in seinen frühen Büchern, 1947 und 1948, maßgeblich dazu beigetragen, die „Kehrseite der Medaille“ im jungen jüdischen Staat zu artikulieren, gegen immense Widerstände. test.hagalil.com/2008/09/avnery.htm‎
    Dies war verdienstvoll.
    Ob Avnery heute bereit ist, die mörderische Realität, die Existenz mörderischer Feinde Israels schlicht und einfach anzuerkennen (in Nahost, aber auch in den deutschsprachigen Ländern) – dies erscheint als zweifelhaft.
    Dieser Aspekt wurde in dem ersten Posting erwähnt. ich stimme ihm zu.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-hamas-bildet-schulkinder-an-kalaschnikow-aus-a-897174.html

  10. Tja Uri besonders gut warst du noch nie Informiert

    Bericht in Sunday Times, sagt US-Vermittlung ist ein Abkommen zwischen Israel, Saudis, Jordanien, Türkei und Vereinigte Arabische Emirate.

    IDF-Sprecher sagt Israel erwaegt eine Partnerschaft mit mehreren sunnitisch-muslimischen arabischen Staaten in einer US-vermittelten Verteidigungsbuendnis, die auf die Eindaemmung eines nuklearen Iran gerichtet werden wuerde, berichtete die Sunday Times unter Berufung auf eine ungenannte israelische Beamte.

    Die Allianz : Israel in Kooperation mit Saudi-Arabien, Jordanien der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Nahen Osten „moderate Halbmond“

    Laut dem Bericht, ein solches Buendnis wuerde Israel den Zugang zu Radarstationen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Austausch fuer seine eigene Fruehwarnradar Informationen und anti-ballistischen Raketenabwehrsysteme, sagte die Quelle, der Sunday Times.

    Im Bericht wird vorgeschlagen, dass Jordan durch Israels Pfeil Langstrecken-Anti-Raketen-Batterien geschuetzt wuerden.

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/167735

  11. „Immer wieder erstaunlich wie sich LS hier als Blockwartsfrau generiert, um entsprechende Platzverweise auszustellen.“

    und sie fuehlen sich hier als herrin im haus? steht ihnen
    ganz gut die rolle. mussten sie lange dafuer ueben oder wurde
    ihnen das in die wiege gelegt?

    J

  12. Warum wird diesem Judenhasser hier nach wie vor so viel Platz eingeräumt seine kruden Ideen verbreiten zu dürfen??Viele Leser zeigen dafür keinerlei Verständnis!!!

    Lisa Setz

    • @Lisa
      Interessant ist ja nicht nur die Frage nach dem Autor sondern auch die Tatsache, dass als „autorisierte“ Ãœbersetzerin einer Frau, die sich auf Schmutzseiten wie Arendt-Art profiliert, eine öffentliche Plattform geboten wird!

      Claudio Casula hat es auf den Punkt gebracht:
      „Darf man eine Dame Anfang 80 verbal attackieren? Man darf, jedenfalls wenn es sich um eine handelt, die sich als Kämpferin gegen den Antisemitismus versteht, aber derart herzhaft gegen Juden hetzt, dass einem Julius Streicher das Herz aufgegangen wäre.

      Die Dame heißt Ellen Rohlfs und ist „autorisierte Ãœbersetzerin von Uri Avnery”. Letzterer wiederum ist, wie bekannt, ein Darling der deutschen Israelkritikerszene, irgendwann in grauer Vorzeit mal durchaus ernst zu nehmen, bevor er zum Arafat-Groupie degenerierte und Israelhassern jeglicher Coleur ein wasserdichtes Alibi verschaffte. Auf etwaige frühere Verdienste Avnerys kann hier leider keine Rücksicht genommen werden, denn wer sich nicht dagegen wehrt, seine Texte von Ellen Rohlfs übersetzen zu lassen, sich gar noch mit ihr fotografieren lässt, auf den fällt das zurück, was diese Frau von sich gibt. Statt ihren Enkeln schöne warme Pullover zu stricken, übersetzt die pensionierte Lehrerin nämlich nicht nur Uris Ergüsse, sie schreibt auch noch Bücher („Sag, Mutter, wie sieht Frieden aus?”), die es zum Glück nirgendwo zu kaufen gibt, sowie sogenannte Gedichte, in denen es nur um das Eine geht: So wie sich ein Sadomasochist vom Anblick einer Haselnusspeitsche oder einer Ledermaske angeturnt fühlen mag, geilt sich „Rohlfs the mad dog“ an israelischen Missetaten auf bzw. dem, was sie dafür hält.“
      http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/07/17/poetin-des-grauens/

    • Endlich mal Klartext. Oder: Das war das Wort zum Schabbat. Oder: Jede blamiert sich so gut wie sie kann. Oder: Dummheit lässt sich nicht verbieten (Rösler).

    • @ Lisa Setz: „diesem Judenhasser“ :

      Dafür die Dummheits-Blödheits-Plappermaul-Auszeichnung 1.Klasse am Bande.

      Man kann ja Uri Avnerys Thesen und Wirken nicht mögen, für falsch halten oder Ihn für einen idealistischen Träumer halten.

      Die Bezeichnung „Judenhasser“ für Veteranen des Unabhängigkeitskrieges und ehemalige Knessetmitglieder zeugt von so einer abgrundtiefen Idiotie, daß ich nur hoffen kann, Papa oder Mama verbieten für einen gewissen Zeitraum das Internet und führen mal ein klärendes Gespräch.

    • Um Missverständnisse auszuschließen: mein Text in diesem thread bezieht sich nicht auf die von „Chaijm“, die/der sich bestimmt auf „Spirit of Entebbe“ wohler fühlt als hier, in unnachahmlich „idiotischer Einstellung“ (ente, Danke für die Vorgabe) Geschmähte.

      Zwar meint der fleißige Achreiber von Spirit of Entebbe, unter
      dessen Texten oft steht „Kommentare deaktiviert“:

      „gibt es irgend etwas im Land zu kritisieren, sind die Israelis die Ersten, die es tun“ (http://spiritofentebbe.wordpress.com/page/2/),

      aber erlauben möchte er es längst nicht allen, wie diese seine höhnische Anweisung „So wird man Nahostkorrespondent
      Juni 25, 2012 von Claudio Casula“ beweist:

      „Lässt du mal einen Israeli zu Wort kommen, was möglichst selten der Fall sein sollte, dann nimm einen wie Avnery oder auch Moshe Zimmermann. Die sprechen praktischerweise auch beide deutsch.“, was nicht anders gedeutet werden kann, als dass „Avnery oder auch Moshe Zimmermann“, zu gut Deutsch, das Maul halten sollen.

      Abgehakt.

  13. U.A. erkennt einige wichtige Errungenschaften des Staates Israel an. Die Anerkennung von Realitäten war bislang nicht die Stärke seiner Bewegung.
    Doch in einer Hinsicht überzeugt er nicht. Auch wenn mancher Politiker die Bedrohungssituation instrumentalisiert, gibt es konkrete Bedrohungen, sei es der Terror von solchen Gruppen wie Hamas und HizbAllah, oder der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien und vor allem die Möglichkeit, dass der Iran Atombomben entwickelt.

    • „Die Anerkennung von Realitäten war bislang nicht die Stärke seiner Bewegung.“

      Vermutend, dass Worte überlegt gewählt sind, verwundert dies: „Anerkennung von Realitäten“. Seit wann müssen Tatsachen „anerkannt“ werden? Das ist gleichbedeutend mit ihrer Akzeptanz.

      Bei Vielem ist Erkennen angesagt, nicht Anerkennen, sonst wäre Kritik sinnlos.

      Damit fällt der geäußerte Vorwurf gegen Uri Avnery, dessen Gushalom sich, was alle „Falken“ zu wütenden Angriffen anregt, konstant auszeichnet durch Erkennung, aber nicht Anerkennung von zu kritisierenden Realitäten, in sich zusammen.

      haGalil sei gedankt für seine jetzt hier veröffentlichten Artikel, geschrieben wie immer in unnachahmlich typisch avnerischer, oft verhalten spöttischer Art. Geprägt von Aufrichtigkeit: Diplomat ist der nicht.

    • @ efem: sry, „Damit fällt der geäußerte Vorwurf gegen Uri Avnery, dessen Gushalom sich, was alle “Falken” zu wütenden Angriffen anregt, konstant auszeichnet durch Erkennung, aber nicht Anerkennung von zu kritisierenden Realitäten, in sich zusammen“ .

      Auch ich bin begeistert, daß Du irgendwas als richtig erkennst:

      Leider, leider bin ich nicht in der Lage „konstant durch Erkennung ausgezeichnete Gruppierungen“ zu lieben.

      Die gibt es, meiner persönlichen Meinung, nach nicht!

Kommentarfunktion ist geschlossen.