Fluchtpunkte der Erinnerung

Der israelische Soziologe Natan Sznaider legt in „Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus“ seine Reflexionen über den aktuellen Streit zum Thema vor. Im Buch selbst argumentiert er eher essayistisch und feuilletonistisch und kommt erst spät zum inhaltlichen Kern, wobei seine differenzierte Erörterung von nachvollziehbaren Positionen besonders hervorsticht.

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Ein Verbrechen ohne Namen

Im post-kolonialen Diskurs dient die besondere Erinnerung an die Shoah dazu, um von den Kolonialverbrechen abzulenken, handele es sich doch um gleichrangige Massenmorde. Gegen derartige Auffassungen haben sich in Feuilletons kritische Historiker positioniert. Einige dieser Beiträge finden sich jetzt in dem kleinen Sammelband „Ein Verbrechen ohne Namen. Anmerkungen zum neuen Streit über den Holocaust“.

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Ein empfehlenswertes Lehrbuch über Fakten & Entwicklungen zur Shoah

Der österreichische Lehrer Bandi Koeck stellt in seiner 2015 im deutschen Kohl-Verlag veröffentlichten Broschüre für die Sekundarstufe die wichtigen Fragen, woher dieser Hass „gegen die Juden“ kommt? „Was trieb die Menschen damals an, ihre Freunde und Nachbarn zu verraten und sie über Nacht in Lebensgefahr zu bringen? Wie hätte ich in dieser Situation gehandelt?“…

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Zum Tod des Münchner Holocaust-Zeitzeugen Hugo Höllenreiner

Mit tiefer Trauer und Betroffenheit hat Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Kommissarin für Holocaust-Memory beim World Jewish Congress, die Nachricht vom Tod Hugo Höllenreiners aufgenommen. „Er war ein großartiger Mensch, der als Zeitzeuge sein Leben dem aktiven Wachhalten der Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten gewidmet hat“…

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Alles in trockenen Tüchern: Der Staat blüht

In den späten siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts machten sich schon einmal zahlreiche Rumänen auf den Weg in eine bessere Zukunft. Das Ziel war damals nicht die EU, sondern Israel und nicht die Roma wanderten, sondern über die Hälfte der rumänischen Juden machten sich auf den Weg – ins versprochene Land „Erez Israel“. An die Realitäten im profanen Staat, des „Medinat Israel“, gewöhnten sie sich schnell, zumal sich bereits viele Rumänen im Land befanden…

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Radio Prag – Nicholas Winton erneut für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

Die allgemeine Verwunderung über den Träger des vorjährigen Friedensnobelpreises, die Europäische Union, ist kaum gewichen, da laufen die Initiativen zur Nominierung der diesjährigen Kandidaten schon auf Hochtouren. Sehr intensiv wird dabei in Tschechien eine Unterstützerkampagne für einen britischen Kandidaten geführt – für Sir Nicholas Winton, der kurz vor dem Zweiten Weltkrieg hunderte meist jüdische Kinder aus der Tschechoslowakei vor dem Tod bewahrt hat…

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Die Schweiz und Israel – Auf dem Weg zu einem differenzierteren historischen Bewusstsein

Historiker Jonathan Kreutner spricht mit Radio tachles über seine Dissertation, «Die Schweiz und Israel – Auf dem Weg zu einem differenzierteren historischen Bewusstsein» (Chronos Verlag). Darin formuliert er u.a. die These, dass Europa für den Nahostkonflikt mitverantwortlich sei…

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