„Ich bin noch nie einem Juden begegnet …“

Diesen Satz haben die meisten der rund 200.000 Jüdinnen und Juden, die heute in Deutschland leben, schon einmal gehört. Höchste Zeit also, mehr über den Reichtum und die Vielfalt jüdischen Lebens hierzulande zu erfahren. Gerhard Haase-Hindenberg erzählt die Geschichten der Kinder und Enkel von Shoah-Überlebenden, von Juden, die aus Russland, Israel und Amerika nach Deutschland gezogen sind, von der jiddischen Mamme und queeren Jüdinnen und Juden ebenso wie von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zum Judentum konvertierten.

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Wie deutsch ist Jiddisch?

“Loschen Aschkenas” (= Sprache Deutschlands) oder “Teitsch” (= Deutsch) war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts als Bezeichnung für die herkömmliche Muttersprache‚ das ‘Mameloschn’, der aschkenasischen Jüdinnen und Juden üblich. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich die Bezeichnung  ‚Yiddish’ durch.

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Meine jüdischen Autobiographien

Dieses Buch stellt die Autobiographien von 364 jüdischen Autoren und Autorinnen vor. Sie sind zwischen 1833 und 1963 geboren. Sie beschreiben im Kontext ihres Lebens die großen jüdischen Hoffnungen und Enttäuschungen im Zeitalter der Emanzipation und im 20. Jahrhundert die beiden größten historischen Ereignisse der jüdischen Geschichte, die Shoah und die Gründung des Staates Israel.

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Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch in Israel

Am Samstag (09.10.) flog Bundeskanzlerin Angela Merkel zum letzten Mal in ihrer Amtszeit auf Einladung von Premierminister Naftali Bennett nach Israel. Neben einem Treffen mit dem Premierminister nahm die Bundeskanzlerin an einer Sondersitzung des Kabinetts teil, wurde von Staatspräsident Isaac Herzog und seiner Frau Michal in der Residenz des Präsidenten in Jerusalem empfangen und besuchte das World Holocaust Remembrance Centre in Yad Vashem.

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Zwischen Flucht und Neubeginn: Kontinuität, Brüche und Vielfalt jüdischer Musik    

Die Werke geflüchteter jüdischer Komponist*innen einem breiten Publikum vorzustellen, steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. In fünf Programmen präsentiert die Konzertreihe LIVING MUSIC 2021 Werke jüdischer Komponist*innen – mit Uraufführungen, Neuentdeckungen, persönlichen Geschichten und erstmals mit Orchester.

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Die Altweiberschlucht in Kiew – Eine Albtraumreise in das Jahr 1941

Am 80. Jahrestag wurde am 6. Oktober 2021 in Kiew an die Erschießungen in Babi Jar erinnert. Das Deutsche Symphonieorchester war aus Berlin angereist und spielte zum Gedenken die berühmt gewordene Symphonie Nr. 13, b-moll, op.113 von Dimitri Schostakowitsch. Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, hatte eingeladen, Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland und Jitzchak Herzog der gerade neu gewählte Präsident des Staates Israel und andere Gäste waren gekommen…

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Einwände gegen die Shoah-Relativierung im Post-Kolonialismus  – ein neues Jahrbuch

In der ersten Ausgabe der „Hallischen Jahrbücher“ sind „Die Untiefen des Postkolonialismus“ das Schwerpunktthema, wobei insbesondere die Gleichsetzung von Kolonialverbrechen und Shoah kritisch untersucht wird. Man findet darüber hinaus aber auch noch zahlreiche andere reflexionswürdige Beiträge, die auch, aber nicht nur um die identitätspolitische Debatte kreisen und hier für kritische Stimmen von links stehen.

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Adam, wo bist du?

„Stellen Sie sich vor, Jesus hätte 1938 während der NS-Zeit gelebt. Was wäre mit ihm geschehen?“ Mit dieser fiktiven Frage lädt die Künstlerin Ilana Lewitan uns zu einer Reise durch ihre raumgreifende Installation ein. Was bedeutet selbstgewählte Identität? Und welche Identität wird jemandem von außen zugewiesen? Mit diesen Fragestellungen weist die Künstlerin auf Gemeinsamkeiten und Bruchstellen zwischen Vertrautem und Fremdem, zwischen In- und Ausländer*innen, zwischen Migrant*innen und Einheimischen, zwischen Privilegierten und Benachteiligten hin.

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