Der Weg zur Zerstörung des Tempels: National-Religiöse Überheblichkeit und messianischer Wahn

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Ein von national-religiösen Eiferern angeführter Aufstand gegen die römische Besatzung führte im Jahr 70 allg.Z. zu einer der grössten Katastrophen der gesamten jüdischen Geschichte. Der Zweite Tempel, der unter den Römern sogar noch deutlich ausgebaut und ausgeschmückt worden war, wurde völlig zerstört, der Tempeldienst, der bis dahin fast unbehelligt fortgeführt werden konnte, wurde für immer eingestellt. Die Hauptstadt Jerusalem wurde bis auf die Grundmauern geschliffen und der jüdische Staat, bis dahin ein Königreich im Rahmen des Römischen Reichs, wurde aufgelöst…

Kanaim = Eiferer, Zeloten

Die Provinz Judaea existierte nicht mehr und die Juden wurden vertrieben. Die Zeit des Exils, der Zerstreuung unter alle Völker der Erde, begann. Natürlich fragten auch damals die Leute nach dem Sinn, nach der Bedeutung der Ereignisse: „Was will uns G’tt sagen?“, war damals eine geläufige Frage.

Im Exil sah man einerseits eine Strafe für Fehlverhalten, so wie es die Propheten vorhergesagt hatten, andererseits erkannte man aber auch eine Chance, den g’ttlichen Auftrag doch noch zu erfüllen und G’tteserkenntnis, Freude und Gerechtigkeit auf der Erde zu mehren: Ein Licht für die Völker zu sein, Or laGojim.

Der Aufstand gegen das Imperium Romanum selbst war nicht unumstritten. Er war nicht aus dem Volk heraus entstanden, sondern wurde angeführt und aufgestachelt durch national-religiöse Eiferer. Diese konnten es nicht ertragen, dass auch nur ein Fussbreit des Landes unter fremder Herrschaft sei, egal wie entgegenkommend die Besatzungsmacht sich auch geben würde. Heute würde man die Eiferer (auf hebräisch Kanaim) vielleicht Fanatiker oder Hardliner nennen. Sie vertraten eine Ideologie, die immer wieder zum bestimmenden (und destruktiven) Element wurde, auch wenn Propheten und Schriftgelehrte sich bemühten deren Einfluss einzudämmen. Sie warnten vor nationalistischem Wahn und versuchten statt dessen den Gegenpol zu stärken und universalistische Offenheit, Entgegenkommen, Freundlichkeit, Gerechtigkeits- und Friedensliebe als höchste Werte zu betonen.

Gleichzeitig versuchten Sie die Tendenz zur starren rituellen Pflichterfüllung zu schwächen und stattdessen Herzlichkeit und menschliche Anteilnahme zu betonen.

Doch auch nach der Katastrophe standen sich ein der Welt zugewandter Universalismus, gepaart mit Dialog- und Kompromissbereitschaft und ein der Welt abgewandter Isolationalismus, gepaart mit Verschlossenheit und Rechthaberei, unversöhnlich gegenüber.

Der Erste Tempel

Dabei hatten schon Jahrhunderte früher, in der Zeit vor und nach der Zerstörung des Ersten Tempels (586 v.allg.Z.), Propheten vor Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit gewarnt, da sie zu Hochmut und Fall führen.

So hatte der Prophet Jirmijahu (Jeremias) den König Zidkijahu (Zedekia) schon vor der Ersten Tempelzerstörung gewarnt und zum Einlenken aufgerufen. Doch Zidkijahu war von Israels Rechtschaffenheit so überzeugt, dass er meinte nichts könne seinem Königreich etwas anhaben, es sei alles perfekt. Auf die Völker ringsum müsse man nicht achten, für Israels Geschicke, die nur von G’tt bestimmt würden, seien sie unwichtig – und G’tt stehe auf Israels Seite, da Israel perfekt sei. Ein geschlossenes Denksystem, das nicht einmal der grosse Prophet erschüttern konnte. Die Folge war, dass der König den Babyloniern kein Entgegenkommen zeigen wollte und eine Passage verwehrte. Die Babylonier rächten sich grausam. Sie ermordeten den König und seine Familie, zerstörten den Tempel und verschleppten einen großen Teil des Volkes ins Exil nach Babylon. Immerhin beliessen sie den im Lande Verbliebenen, meist einfacheren Leuten, eine Reststaatlichkeit. Dem jüdischen Gemeinwesen von Babylons Gnaden stand Gedaljah Ben Ahikam vor, dem es durch Verhandlungen und Kompromisse gelungen war eine jüdische Präsenz im Lande Israel aufrechtzuerhalten. Doch seine Kompromissbereitschaft machte ihn in den Augen nationalistischer Hardliner zum Verräter. Sein Hauptfeind ein gewisser Ben Netanjah ermordete ihn schließlich. Damit war auch der Reststaat zerstört.

Der Zweite Tempel

Der Aufstand der Jahre 66 – 70 allg. Z. war von Anfang an umstritten. Einer der bekanntesten Opponenten der Kanaim war Rabbi Johanan Ben Sakaj. Vielleicht war er in seiner Opposition zu zurückhaltend, zu vorsichtig und moderat. Ihm fehlte die über alle Zweifel erhabene Entschlossenheit, die die meisten Fanatiker auszeichnet. Jedenfalls konnte er nicht verhindern, dass die Befürworter des Aufstands Jerusalem unter ihre Kontrolle brachten und ihre Herrschaft in der mittlerweile belagerten Stadt immer skrupelloser durchsetzten. Jeder der zu Kompromissen und Friedensverhandlungen mit dem Feind bereit war, wurde als Verräter diffamiert und mit der Todesstrafe bedroht.

Der babylonische Talmud bezeichnet die Eiferer als ‚die Räuber‘ und berichtet in Gitin 56: Es gab unter ihnen gewisse Räuber, zu denen sprachen die Weisen: „Wir wollen hinausgehen und Frieden suchen mit dem Belagerer“. Die Eiferer entgegneten: „Wir wollen lieber hinausziehen zum Krieg gegen sie!“

Darauf entgegneten unsere Weisen: „Dies wird nicht gelingen“. Da gingen die Räuber und verbrannten die Vorräte der Stadt Irushalajim, den Weizen und die Gerste, so dass der Hunger über die Stadt kam“. Die Kanaim beabsichtigten die Bevölkerung durch Hungersnot in noch größere Verzweiflung zu stürzen und damit zum Kampf aufzustacheln.

Nach Ansicht unserer Weisen lag die Ursache für das Scheitern des Aufstands weniger in der militärischen Übermacht der Römer, sondern vielmehr im grundlosen Hass ‚Sinath Hinam‘ (Joma 9b) der Juden untereinander, im Mangel an ‚Ahawath Jisrael‘, der annehmender Liebe aller in Israel, wie es heisst: Beurteile jeden zur guten Seite.

Auch Johanan Ben-Sakaj wurde beschimpft und bedroht. Schliesslich blieb ihm nur die Flucht aus der Stadt. Dieser gelungenen Flucht und dem Verhandlungsgeschick Ben-Sakajs ist das Überleben des Judentums zu verdanken. Es gelang ihm nämlich dem römischen Feldherrn Vespasian das Versprechen abzuringen in der Stadt Jawneh eine Akademie zu errichten um das Judentum neu zu ordnen. So hob er beispielsweise das Gebet, den Dialog mit G’tt, auf die Stufe des Tempeldienstes, der ja nicht mehr möglich war.

Während des Aufstands fanden über 1.000.000 Juden den Tod, viele durch grausame Hinrichtungen, wie die Kreuzigung. Es war die grösste Katastrophe der jüdischen Geschichte vor der Schoah. Sie führte zur völligen Vernichtung der damaligen jüdischen Staatlichkeit und beinahe zur physischen und geistigen Vernichtung des jüdischen Volkes.

 Hintergrund

Anm.: Im Zusammenhang mit der Ersten Tempelzerstörung fragte Prof. Krochmalnik im Radio Schalom, der Sendung des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern: „Warum ließ Gott seine Stadt fallen?“, wobei er betont, „Jerusalem fiel nicht wegen Glaubensschwäche. Die Nachfolger Davids glaubten vielmehr fest an jene Nathansprophezeiung ewigen Königtums und zögerten keinen Augenblick Verträge zu brechen, wenn es ihrer Ansicht nach dem nationalen Interesse des Gottesvolkes diente (Ez 17, 12ff). Dreimal hatte Jerusalem sein Wort gegenüber Babel gebrochen, ehe es dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Dem Sittenverfall in der Außenpolitik entsprach der Sittenverfall im Inneren. Längst war das Gottesvolk nicht mehr jene Gesellschaft aus Freien und Gleichen, die Gott aus der Sklaverei geführt hatte, sondern eine unverbesserliche Sklavenhaltergesellschaft (Jer 34). Sie verließ sich auf den Sündenablass im Tempel und machte ihn, mit dem Wort des Propheten, zu einer „Räuberhöhle“ (Mearat Parzim, Jer 7, 11). Diese Gesellschaft war der festen Überzeugung, dass Gott das auserwählte Volk und das verheißene Land Israel trotzdem nicht fallen lassen werde. So kann man mit dem großen deutsch-jüdischen Rabbiner und Märtyrer, Joseph Carlebach, sagen: „Das Israel des Untergangs war von sich überzeugt“, es ist nicht wegen seines Unglaubens, sondern wegen seines Glaubens untergegangen.

  • Trotz Messianismus ist G’tt nicht erpressbar: Der Grosse Aufstand der Eiferer
    Der Aufstand führte zu einer der größten Katastrophen der jüdischen Geschichte überhaupt. Von Anbeginn war er nicht unumstritten. Einer der bekanntesten Opponenten der national-religiösen Eiferer war Rabbi Johanan Ben Sakaj…
  • Johanan Ben-Sakaj hat den Fortbestand des Judentums gesichert: Besonnenheit kontra Hardlinertum
    Die von national-religiösen Eiferern heraufbeschworene Tragödie konnte er nicht verhindern, trotzdem hat er das Judentum gerettet. Rabban Jochanan ben Sakai zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der jüdischen Geschichte…

Kaum jemand schilderte diese Ereignisse um das Jahr 70genauer als Josefus Flavius („Der jüdische Krieg„), dessen Berichte zur Grundlage wurden von Lion Feuchtwangers Josefus-Trilogie. Beide Werke sind sehr zu empfehlen.

  • Einig sind sich die Eiferer nur in einer Sache: Gegen jede Vernunft!
    Josefus Flavius im Gespräch mit dem Glasbläser Alexas aus Jerusalem…
  • Bürgerkrieg war in Jerusalem: Die Eiferer bekämpfen einander
    Marcus Licinius Crassus Mucianus, Generalgouverneur von Syrien, drängt Vespasian zum Angriff auf Jerusalem…
  • Die Bitte um eine Schule: Jochanan Ben Sakkai im Hauptquartier des Vespasian
    Mit welker Stimme berichtete Jochanan von den Greueln, die Jerusalem erfüllten. Wie die nationalistischen Eiferer fast alle leitenden Männer der Gemäßigten niedergemetzelt haben…
  • Jochanan Ben Sakkai im Gespräch mit Josefus Flavius: Über den messianischen Komplex
    Es ist fraglich, ob der Messias jemals kommen wird. Aber glauben muss man es. Man darf nie damit rechnen, dass der Messias kommt, aber man muss immer glauben, dass er kommen wird…

Ansichten zum Tempelberg:

  • Über Heiligkeit, Souveränität und die Entweihung des Heiligtums: G’tt wohnt hier nicht mehr
    Die Positionierung des Tempelbergs und des in seinem Zentrum gelegenen symbolischen heiligen Felsens verwandelte den nationalen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern in eine religiöse Konfrontation…
  • Israel und der Tempelberg: Brüder im Lande Kanaan
    Weder verheißen noch heilig…
  • Im Eifer des Gefechts: Die Heiligkeit von Menschenleben vergessen
    Es ist schon sehr erschreckend, wenn man heutzutage hört, dass es unter den orthodoxen Juden in Israel Gruppierungen gibt, die mit großem Eifer den Wiederaufbau des Tempels propagieren und zu betreiben versuchen…
  • Bejn haMezarim: Die nicht zu greifende Tempelbergvision
    Solange wir in einer Gesellschaft leben, in der es Korruption gibt, in der Frauen verkauft und ausgebeutet werden, kann die Vision des Tempelbergs wie ein Leuchtturm sein, der uns den Weg weist, doch sie darf nicht in etwas Greifbares verwandelt werden…

10 Kommentare

  1. Nein Hebroni, die meisten Israelis wollen mit dieser Art des Judentums nichts zu tun haben, die sie hier postulieren. Die Mehrheit wünscht, dass Israel ein jüdischer und demokratischer Staat bleibt. Deswegen muss alles daran gesetzt werden, dass dieser die in der Unabhängigkeitserklärung enthaltenen Prinzipien respektiert.
    Wenn Hebroni den Tempeldienst erneuern will, dann erinnere ich daran, dass bereits in der Bibel (T’nach)humanistische Regeln und soziale Gesetze festgeschrieben wurden Hier nur ein paar Beispiele :
    Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen. Du sollst gedenken, dass Du Knecht in Ägypten gewesen bist und der Herr, dein Gott, dich von dort erlöst hat; darum gebiete ich Dir, dass du solches tust. 5 Moses, 24, 17-18
    Wenn Du deine Ernte einholst, sollst du nicht alles bis an die Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln. Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen noch die abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; denn ich bin der Herr euer Gott.“ 3 Moses, 19: 9-10
    Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägypten. Ich bin der Herr, euer Gott. 3 Moses, 19: 33-34
    Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollt nicht vorziehen den Geringen noch den Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. 3 Moses 19: 15
    Die Väter sollen nicht für die Kinder noch die Kinder für die Väter sterben, sonder ein jeglicher soll für seine Sünde sterben. 5 Moses 24: 16

  2. Solche unsinnige Betrachtung führt uns nicht weiter. Wir sollen stark und mutig Vorwärts schreiten, geschlossen und uns an die Wiedererrichtung des Tempels und des Opferdienstes machen. Alle Anstrengungen bündeln.
    Der DRITTE TEMPEL wird sich erheben!
    AM YISROEL CHAY!!!!!

  3. @Paul
    Ach was sind wir für ein armes Volk, oh wie böse sind alle zu uns, oh wann wird uns hashem erlösen blabla. Ich finde das immer sehr kindlich.“

    Sie haben gefälligst Respekt zu haben vor der jüdischen Religion und der Torah

    Dieser Artikel entspricht einer anderen Art mit den lehren umzugehen, sie ernst zu nehmen. Eben kein Opium für das Volk sondern Denkanstoß

    Verwechseln Sie Judentum nicht mit dem Christum

  4. Ich finde, der Artikel hebt sich positiv vom sonst üblichen Gesäusel ab. Ach was sind wir für ein armes Volk, oh wie böse sind alle zu uns, oh wann wird uns hashem erlösen blabla. Ich finde das immer sehr kindlich.
    Dieser Artikel entspricht einer anderen Art mit den lehren umzugehen, sie ernst zu nehmen. Eben kein Opium für das Volk sondern Denkanstoß. Für Heute, denn für Heute muss es ja auch gültig sein, wenn es ewig ist. Sonst wäre es bestenfalls Folklore.

    • Denkanstoß brauchen wir alle.

      Es sollte ein gemeinsames Palästinensisches-Israelisches Konzert unter dem Dirigenten Barenboim stattfinden, doch das wurde auf palästinensischem Wunsch abgesagt, denn wenn das stattfinden würde, dann könnte man daraus einen Akt der „Normalisation“ mit israelischen Juden folgern.

      EAST JERUSALEM CONCERT CANCELLED BY UN AFTER PALESTINIAN CLAIMS OF “NORMALIZATION”
      The UN Middle East envoy announced yesterday that a joint Israeli-Palestinian concert planned to take place in eastern Jerusalem next week would be canceled, after the Palestinian Authority claimed this would represent an act of “normalization” with Israeli Jews.
      The West-East Divan Orchestra, co-founded by late Palestinian academic and anti-Israel activist Edward Said and by Israeli maestro Daniel Barenboim, was to be held on July 31 concert on the Mount of Olives.
      The UN Middle East envoy Robert Serry announced yesterday that the planned concert, would no longer take place. Serry’s office issued a statement saying: “Noting the objections of some groups it was decided – with regret – not to proceed with present plans for the concert”.
      “Mr. Serry is disappointed that the concert will not go ahead at this stage and that Palestinians in east Jerusalem will not have the opportunity to enjoy such a unique cultural offering in their city,” the statement said.
      With the UN succumbing to such prejudicial Palestinian demands, what hope is there for peace?
      http://www.tomgrossmedia.com/mideastdispatches/archives/001294.html

  5. Ronda grundsätzlich ist es nicht gut Artikel die über Am Israel oder Jeruschalajim schreiben als Dreck zu bezeichnen.
    Und dann steht in der Torah, das man immer zuerst versuchen muss Schalom zu machen, und der Krieg immer nur die allerletzte Option sein kann.
    Die Zeit unter der Römischen Bestzung war eine sehr schwere Zeit für Am Israel bedondes mit dem König Herodes.

    Es gibt immer eine Zeit für den Kampf und eine Zeit für Schalom.
    Die Entscheidung für den Kampf damals war keine gute Entscheidung aus viele Gründen.

    eine ist hier :
    „Der Hochmütige zürnt wenn man sich ihm gegenüber nicht so verhält, wie er gerne möchte. Wäre er bescheiden, hätte er seine Fehler erkannt und hätte nicht gezürnt. Die Hochmut und der Zorn sind also dieselbe Eigenschaft!“

  6. Ich habe etliche andere Webseiten angeschaut, bei denen meist nur aufgezählt wird, Zerstörung erster und zweiter Tempel, als ob die Zerstörungen aus heiterem Himmel kamen und nicht auch die Konsequenz unklugen Verhaltens seitens des jüdischen Volkes waren. Außerdem hat mir bei dem Artikel gefallen, dass man sehr gut Verbindungen zur gegenwärtigen Situation des Staates Israel herstellen kann. Ich finde, dass diese Verbindungen wichtig sind, da wieder die Hardliner das Sagen haben. Auch der Prophet Jeremias, dessen Klagelieder ja in der Synagoge gelesen werden, warnt vergeblich, genauso wie Jochanan Ben Sakai.

    Dieser Hagalil Artikel konzentriert sich auf diesen Aspekt von Tisha Be´Aw. Es gibt natürlich viele andere Aspekte, Fasten, warum, wie, Meinung darüber von verschiedenen Gelehrten, Messias, usw. Es ist endlos, doch dazu gibt es auf Hagalil viele weiter Artikel. Man muss nur die Eingangsseite besuchen. Ein Angebot wie kaum irgendwo sonst.

    Aber natürlich hat man das Recht, den Artikel zu kritisieren, aber Dreck ist er bestimmt nicht und das ist eine Ausdrucksweise, die an keinem Tag passt und am Tisha Be´Aw schon gar nicht.

  7. Kommt immer drauf an, welche Helden gemeint sind. Johanan ben Sakai wird in bestem Licht gezeigt. Seine Früchte bestehen bis heute.

  8. Ich wurde auf den Artikel aufmerksam gemacht, weil er richtiger Dreck sei. Nach dem lesen kann ich das bestätigen. Hier werden die Helden Israels in einem Licht dargestellt, als wären sie Wirrköpfe. Schande!

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