Briefe an meinen palästinensischen Nachbarn

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In dem Versuch, den quälenden Stillstand zwischen Israelis und Palästinensern zu überwinden, wendet sich 2018 der israelische Kommentator und preisgekrönte Autor Yossi Klein Halevi mit diesem Buch direkt an seine palästinensischen Nachbarn. Er zeigt Verständnis für das Leiden der Palästinenser, während er zugleich darlegt, wie sich der Konflikt aus israelischer Sicht darstellt.

In „Briefe an meinen palästinensischen Nachbarn“ entwirrt Halevi den ideologischen und emotionalen Knoten, der den Konflikt zwischen Juden und Palästinensern seit fast einem Jahrhundert prägt. In lyrischer, bildreicher Sprache legt er die komplexen Stränge aus Glauben, Stolz, Wut und Angst frei, wobei er sich auf die Geschichte und seine persönlichen Erfahrungen als in Israel lebender Jude stützt.

Halevis Briefe richten sich nicht nur an seine palästinensischen Nachbarn, sondern an alle Nachbarn im Nahen Osten. Er lädt sie dazu ein, mit eigenen Briefen zu antworten, um es so Palästinensern und Israelis, Arabern und Juden zu ermöglichen, die Geschichten der anderen zu hören. Dieser deutschen Erstübersetzung seines Buches hat Halevi einen Brief an die deutschsprachigen Leser vorangestellt, in dem er auch auf den Hamas-Terror vom 7. Oktober 2023 und seine Folgen eingeht.

Mit einem Brief an die deutschen Leser von Yossi Klein Halevi
Mit einem ausführlichen Nachwort zu den palästinensischen Reaktionen

Yossi Klein Halevi, Briefe an meinen palästinensischen Nachbarn, Hentrich und Hentrich Verlag Berlin 2026, 296 S., Euro 24,90, Bestellen?

Leseprobe

Texte von Yossi Klein Halevi bei haGalil:

Worum es in diesem Krieg geht
Am 7. Oktober wurde Israel das gefährlichste Land der Welt für Jüdinnen und Juden. Die Verbrechen der Hamas waren buchstäblich unerträglich.

Das einsame Volk der Geschichte
Wenn selbst Israels Verbündete die moralische Klarheit über die Gerechtigkeit dieses Kriegs verlieren, werden wir Juden unsere Wahrheit allein verkünden.

Warum wird Israel für das Massaker der Hamas verantwortlich gemacht?
Die Auslöschung der Legitimität des israelischen Narrativs reaktiviert einen böswilligen antisemitischen Topos: dass Jüdinnen und Juden ihr Schicksal verdient hätten.

Die Hamas zerschlagen oder die Geiseln befreien? Ich wähle die Geiseln
Wenn man die in Gaza von der Hamas festgehaltenen Geiseln im Stich lässt, werden allzu viele Israelis glauben, dass sie aus politischen Gründen gestorben sind – mit schlimmen Folgen für das Land.

Die langen Schatten des 7. Oktober
Während ein Jahr gewalttätiger Auseinandersetzungen zu Ende geht, droht das beginnende neue Jahr ebenso unfriedlich zu werden. Doch jenseits des aktuellen Konflikts im Nahen Osten geht der Kampf um die Definition der jüdischen Geschichte weiter.

Der Krieg gegen die jüdische Geschichte
Die Leichtigkeit, mit der es Antizionisten gelungen ist, den jüdischen Staat als völkermörderisch darzustellen, markiert ein historisches Versagen der Holocaust-Erziehung