Freiheit ist keine Metapher

„Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind“, so heißt es gleich zu Beginn, „Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen“ (S. 9). Dies steht so in der Einführung eines Sammelbandes, der von dem studierten Historiker Vojin Sasa Vukadinovic mit dem Titel „Freiheit ist keine Metapher. Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik“ herausgegeben wurde…

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Der Baum des Lebens

Im August 2017 erschien im Selbstverlag ein Roman von Sandra Losch, in welchem die 1978 in Nürnberg geborene Autorin – von Beruf Dolmetscherin und Vorstandsmitglied der Liberalen Jüdischen Gemeinde „Mishkan Ha-Tfilah in Bamberg – in sehr anschaulicher Weise die Arisierung und Enteignung jüdischen Besitzes im Dritten Reich in Ihrer Gegend aufgreift…

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Tel Aviv – Die Kultrezepte

Tel Aviv – das ist Nachtleben, Bauhaus, Startup, Tel Aviv – das ist die Stadt, die niemals ruht, Strand, Party, Gay-Metropole und säkulare Insel auch in Israel. Alle diese Klischees sind im Übrigen ganz richtig, denn Tel Aviv ist alles das und vieles mehr. In den letzten Jahren hat sich die Stadt auch immer mehr als Gourmet-Hotspot einen Namen gemacht. Ein wunderschönes Buch zollt dem Tribut…

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Jacob Jacobson – Retter der jüdischen Familienforschung

Wer sich mit der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt, kommt kaum an Namen wie Leo Baeck oder Selma Stern vorbei. Ihre Leistungen in der Wissenschaft und deren Auswirkungen sind bis heute spürbar und nicht mehr wegzudenken. Ein jahrelanger Weggefährte und Freund dieser beiden berühmten Persönlichkeiten war Jacob Jacobson. Er war, obwohl beinahe in Vergessenheit geraten, der größte jüdische Genealoge des vergangenen Jahrhunderts…

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Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR

In der Bundesrepublik hatte es mehr als zwei Jahrzehnte gedauert, bis erstmals Fragen zur Kontinuität des Nationalsozialismus gestellt wurden. Die Gegenwart zeigt, dass von „Aufarbeitung“ weiterhin kaum gesprochen werden kann. In der DDR, dem Staat des selbsternannten „Antifaschismus“, welcher sich vor allem als ein überzeugter „Antizionismus“ erwies, war dieses Fragen 40 Jahre lang nicht möglich. Der verbale „Antifaschismus“ war zuvörderst eine „Staatsräson“ (Christoph Classen in einem Buchbeitrag), ein selbststabilisierender Mythos, der mehrere Jahrzehnte lang eine offene gesellschaftliche Aneignung des verbrecherischen Erbes verunmöglichte – auch und gerade in der DDR…

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