Wie die arabische Welt ihre Juden verlor

1945 lebten um die 900.000 Juden in der arabischen Welt. Heute sind es noch um die 4.500. Wie kam es dazu? Antwort auf diese Frage will Nathan Weinstock geben. Der belgische Jurist legte dazu die umfangreiche Studie „Der zerrissene Faden. Wie die arabische Welt ihre Juden verlor 1947 – 1967“ vor. Seine Darstellung reicht indessen nicht nur bis 1947, sondern berechtigterweise gelegentlich bis ins Mittelalter oder noch davor zurück. Und der etwas literarisch klingende Haupttitel will auch nichts romantisieren, sondern ganz im Gegenteil auf einen Umbruch aufmerksam machen…

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Unerklärte Kriege gegen Israel

Es gab erklärte, aber auch unerklärte Kriege gegen Israel. Die DDR führte einen solchen im letztgenannten Sinne. Das veranschaulicht der US-amerikanische Historiker Jeffrey Herf, der als Professor an der University of Maryland lehrt. Sein Buch zum Thema trägt denn auch den Titel „Unerklärte Kriege gegen Israel. Die DDR und die westdeutsche radikale Linke“…

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Judenhass im Internet

Es war einer der häufigsten Sätze der letzten Tage, um den Terroranschlag in Halle zu beschreiben: Wenn auf Worte Taten folgen. Die Macht der Worte ist Gegenstand einer Studie, die vor Kurzem erschienen ist und als einer der wichtigsten Beiträge zur Antisemitismusforschung der vergangenen Jahre zu sehen ist. Denn vom „Judenhass im Internet“ bis nach Halle war es nicht weit…

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Antisemitismus seit 9/11

Jeder, der den Tag bewusst wahrnehmen konnte, erinnert sich daran, was er am 11. September 2001 wo getan hat. Die terroristischen Anschläge mit fast dreitausend Toten haben sich tief ins Bewusstsein vieler Menschen eingebrannt. Deren vielfältige weltpolitische Folgen muss man nicht referieren, sie finden sich in den täglichen Nachrichten. Es gab und gibt aber auch Auswirkungen dieser Ereignisse, die wohlmöglich nicht so bewusst sind. Dazu gehört der Antisemitismus, welcher dadurch einen weiteren Schub erhielt…

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Die Allgegenwart der Furcht

Léon Poliakovs dritter Band der „Geschichte des Antisemitismus“ trägt den Untertitel „Religiöse und soziale Toleranz unter dem Islam“. Doch kann man davon tatsächlich als historisch-soziales Phänomen sprechen? Zwar erging es den Juden in der christlichen geprägten Welt des Mittelalters noch schlechter als in der seinerzeitigen islamisch geprägten Welt. Gestattet diese Einsicht aber die Rede von einer jüdisch-muslimischen Toleranz?…

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