Don Quixote oder Prophet – ein Leben zwischen Literatur, Mystik und Revolution

„Es gilt jetzt, noch Opfer anderer Art zu bringen, nicht heroische, sondern stille, unscheinbare Opfer, um für das rechte Leben Beispiel zu geben.“ Dies stand auf Gustav Landauers von den Nationalsozialisten zerstörtem Gedenkstein auf dem Münchner Waldfriedhof – ein Zitat aus seinem „Aufruf zum Sozialismus“ von 1911. Worte, die in diesem Jahr 2020 mit seiner großen neuen Krise, seinen drängenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Themen gar nicht einmal so wilhelminisch veraltet wirken…

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Das letzte Interview

Ein Schriftsteller, er heißt Eshkol Nevo, leidet unter einer Schreibblockade. Das einzige, das er zustande bringt, ist die Beantwortung von Leserfragen. Nach und nach entfaltet sich die Krise, die den Schriftsteller in seine Schreibblockade getrieben hat. Und nein, es ist kein weiterer selbstmitleidiger Roman über eine Midlifecrisis. Eshkol Nevos neuer autofiktionaler Roman ist ein faszinierendes Spiel mit Realität und Fiktion…

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„Hier war doch nichts!“ – Waldkirch im Nationalsozialismus

Die meisten Großstädte Deutschlands haben mittlerweile ihre nationalsozialistische Geschichte aufgearbeitet, nun sind die Kleinstädte an der Reihe. Eine Kleinstadt im Südwesten der Republik hat es gründlich und vorbildhaft gemeistert. Die Orgelbaumetropole Waldkirch im Schwarzwald hat sich dank der Recherchen des Historikers Wolfram Wette nach zähen Auseinandersetzungen zur Untat eines ihrer Bürger bekannt und sich durch die Errichtung eines Mahnmals – die Ermordung aller Juden Litauens – der Geschichte gestellt…

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