Die intellektuellen „Neuen Rechten“ und ihre unbehelligte Verwurzelung in der Wissenschaft

Das Buch „Die Evolution der Kohäsion“ des Politikwissenschaftlers und Werner-Patzelt-Schülers Christoph Meißelbach ist im Rahmen der von Gerald Hartung herausgegebenen Reihe von Studien zur Interdisziplinären Anthropologie erschienen. Darin versucht Meißelbach, die Gräben zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu überwinden, und zwar als naturwissenschaftliche, evolutionär-anthropologische Fundierung der soziologischen Sozialkapitaltheorie.

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Sehnsucht Demokratismus?

„Wer wird das lesen wollen! Gott weiß es nicht, ich auch nicht“[1] – ein Stoßseufzer, den Friedrich Nietzsche vermutlich ein weiteres Mal ausgestoßen hätte, wenn er unserem Rezensionsgegenstand begegnet wäre. Schließlich handelt es sich um die durchaus überraschende, ja riskante, irgendwie auch waghalsig erscheinende Unternehmung, Richard Wagner (1813-1883), Karl Marx (1818-1883) und eben Friedrich Nietzsche (1844-1900) auf 720 (siebenhundertzwanzig) Seiten für 34 (vierunddreißig) Euro ins Gespräch zu bringen; und zwar mit dem Ziel, der Welt von heute die Welt im Umbruch anschaulich nahe zu bringen, wie es sie im deutschen 19. Jahrhundert gegeben habe.

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