Poetische Annäherung an Rumänien und andere Welten

Aus dem Bergischen Land in die Welt ist kein Katzensprung. Die Welt hält sich in Grenzen, in den Osten Europas, Romania, das Land durch das die Römer zogen und den Namen fallen ließen, die Karpaten werden übersprungen und vor dem Schriftsteller und Lyriker Matthias Buth liegt diese Welt, liegen die Nester, der einst Eingewanderten aus dem Moselland, den Sachsen in Siebenbürgen. Zu ihnen gelangt der Lyriker mental und nun auch dichterisch. „Rumänien ist ein Herzstück Europas, ein Kulturland, das seine Grandezza aus zahlreichen Quellen entwickelt hat“.

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Identitäten einer jüdischen Anarchistin

Emma Goldman dürfte auch heute noch die bekannteste Anarchistin der Welt sein. Der Historiker Frank Jacob widmet ihr eine besondere Studie, wobei nicht die Entwicklungsetappen ihres Lebens, sondern ihre Identitäten im Wirken im Zentrum stehen. Dazu gehört auch „Die Jüdin“ ebenso wie „Die Anarchistin“, aber auch „Die Antibolschewistin“ und „Die Publizistin“.

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Fluchtpunkte der Erinnerung

Der israelische Soziologe Natan Sznaider legt in „Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus“ seine Reflexionen über den aktuellen Streit zum Thema vor. Im Buch selbst argumentiert er eher essayistisch und feuilletonistisch und kommt erst spät zum inhaltlichen Kern, wobei seine differenzierte Erörterung von nachvollziehbaren Positionen besonders hervorsticht.

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N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren

Am 20. Mai 1885 als Martha Baer geboren, als engagierte Volkspflegerin für die Rechte von Frauen bekannt geworden, als überzeugte Zionistin für eine feministische Agenda und die Vermittlung eines stolzen jüdischen Erbes an die Jugend auftretend. Mit 21 Jahren unterzog sich Baer einer Geschlechtsumwandlung, der erste dokumentierte Fall überhaupt und nannte sich fortan Karl M. Baer. Seine autobiografischen Erinnerungen „Aus eines Mannes Mädchenjahren“ liegen nun in einer Neuauflage von Hentrich & Hentrich vor.

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Jahrbuch für Antisemitismusforschung

Mittlerweile liegt die 30. Ausgabe des „Jahrbuchs für Antisemitismusforschung“ vor. Es enthält 20 Aufsätze zu den Komplexen „Antisemitismus in der Sprache“, „Antisemitismus und Nationalsozialismus“ sowie „Erinnerungen an die Rettung von Juden“. Erneut ist ein beachtenswerter Band entstanden mit auch für die Forschung wichtigen Botschaften, etwa zur manipulierten Domarus-Edition von Hitler-Reden oder zum geringen Erklärungswert freudianischer Deutungen des Antisemitismus.

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Ein Verbrechen ohne Namen

Im post-kolonialen Diskurs dient die besondere Erinnerung an die Shoah dazu, um von den Kolonialverbrechen abzulenken, handele es sich doch um gleichrangige Massenmorde. Gegen derartige Auffassungen haben sich in Feuilletons kritische Historiker positioniert. Einige dieser Beiträge finden sich jetzt in dem kleinen Sammelband „Ein Verbrechen ohne Namen. Anmerkungen zum neuen Streit über den Holocaust“.

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