„Hier war doch nichts!“ – Waldkirch im Nationalsozialismus

Die meisten Großstädte Deutschlands haben mittlerweile ihre nationalsozialistische Geschichte aufgearbeitet, nun sind die Kleinstädte an der Reihe. Eine Kleinstadt im Südwesten der Republik hat es gründlich und vorbildhaft gemeistert. Die Orgelbaumetropole Waldkirch im Schwarzwald hat sich dank der Recherchen des Historikers Wolfram Wette nach zähen Auseinandersetzungen zur Untat eines ihrer Bürger bekannt und sich durch die Errichtung eines Mahnmals – die Ermordung aller Juden Litauens – der Geschichte gestellt…

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Antisemitismus an Schulen in Deutschland

Die soziologisch-qualitative Untersuchung, deren Ergebnisse im vorliegenden Band vorgestellt werden, zeigt wie sich Antisemitismus an Schulen in Deutschland manifestiert, in welchen Erscheinungsformen er auftritt, aber auch, was das für Jüdinnen und Juden bedeutet. Julia Bernstein räumt diesem Aspekt großen Raum ein und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis…

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Übersetzbarkeit

Die seit 2017 unregelmäßig erscheinende Zeitschrift Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart widmet sich in ihrer 7. Ausgabe dem Thema der Übersetzbarkeit. Die Herausgeber_innen Micha Brumlik, Marina Chernivsky, Max Czollek, Hannah Peaceman, Anna Schapiro und Lea Wohl von Haselberg sowie zahlreiche Autor_innen stellen sich die Fragen: „Was braucht es, um zwischen den Sprachen zu übersetzten? Wann ist Übersetzung ein Akt der Ermächtigung, wann einer der Aneignung, der die Besonderheit der Differenz nivelliert und ihr eine Funktion zuweist? Welche Machtverhältnisse kommen zum Ausdruck, wenn etwas unübersetzbar bleibt oder seine Unübersetzbarkeit behauptet wird?“…

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Linker Antisemitismus?

„Linker Antisemitismus“, so der Schriftsteller Gerhard Zwerenz schon 1976, „ist unmöglich“. Richtig daran ist, dass Antisemitismus eigentlich inhaltlich nicht mit einem linken Selbstverständnis einhergehen kann. Beim Blick auf die politische Linke in der Realität, lässt sich indessen sehr wohl konstatieren, dass es dort in Geschichte und Gegenwart antisemitische Positionen gab und gibt. Gegenwärtig artikulieren sie sich häufig in einer israelfeindlichen Kommentierung des Nahost-Konflikts. Doch bei Einwänden in diesem Sinne kann man auch schnell hören, dass es sich hier um einen „Kampfbegriff“ zugunsten der israelischen Politik handele…

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