Mamsi und ich

Wie wurde die Nachkriegsgeneration durch die Erfahrungen ihrer Eltern geprägt? Diese Frage stellt sich C. Bernd Sucher in seinem neuen, sehr persönlichen Buch und erzählt von seiner Mutter, einer stolzen und starken Frau, die als Jüdin im Dritten Reich verfolgt wurde, das KZ überlebte und nach dem Krieg einen Protestanten aus konservativem Elternhaus heiratete. Sie hatte eingewilligt, den Sohn christlich zu erziehen, was sie ein Leben lang quälte, seinen jüdischen Glauben sah sie dennoch kritisch und trieb ihn unerbittlich an, im Leben das zu erreichen, was ihr durch die NS-Verfolgung verwehrt blieb. Suchers Spurensuche zeichnet die schwierige, prägende Beziehung von Mutter und Sohn nach, sehr offen, reflektiert und wunderbar erzählt.

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„Wir sind alle tätowiert“

Anne-Lise Stern, 1921 in Berlin geboren und in Mannheim aufgewachsen, war 1933 als Jüdin mit ihren sozialistisch engagierten Eltern Heinrich und Käthe nach Frankreich geflohen. Im Exil studierte sie ab 1939 Psychologie, wurde 1944 verschleppt und überlebte ein Jahr Konzentrationslagerhaft in Auschwitz, Bergen-Belsen und Theresienstadt. Nach ihrer Befreiung blieb sie in Frankreich…

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Gerettet und gestrandet – Jüdische „Displaced Persons“

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstehen vor allem in der amerikanischen Besatzungszone so genannte „Displaced Persons Camps“, meist selbstverwaltete Lager mit Schulen, Theatern, Krankenhäusern und militärischen Trainingsorten. Denn die meisten jüdischen DPs, Überlebende des Holocaust oder Flüchtende vor neuen Pogromen in Osteuropa, haben ein Ziel: Israel, den in Gründung befindlichen Staat…

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