Zeugnisse von Überlebenden

Der Holocaust in der Ukraine hat jahrzehntelang nur wenig Aufmerksamkeit gefunden. Erst seit den 1990er-Jahren stoßen die deutschen Verbrechen zunehmend auf das Interesse von Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit – sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine selbst. Dennoch ist das Wissen um das Geschehen in der damaligen Sozialistischen Sowjetrepublik immer noch gering. Der Historiker Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos Schargorod, war einer der Ersten, die das Schicksal der Juden unter deutscher Besatzung in der Ukraine systematisch erforscht haben. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er Berichte Überlebender und interviewt einst Verfolgte…

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Werk C – Ein Zeitzeugenbericht aus den Fabriken des Todes

Kurz nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945 begann Mordechai Strigler seine Erfahrungen in den Lagern des besetzten Polens literarisch zu verarbeiten. Nun ist nach „Majdanek“ und „In den Fabriken des Todes“ der dritte Teil seiner Tetralogie „Verloschene Lichter“ erschienen…

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Würdiges Gedenken oder Polit-Show?

Das World Holocaust Forum in Jerusalem war überschattet durch den russisch-polnischen Streit über die Sicht auf die Geschichte. In Israel wurde auch kritisch gefragt, warum Millionen für eine Gedenkveranstaltung ausgegeben werden, während zehntausende Schoah-Überlebende weiterhin in Armut leben…

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Peggy Parnass: „Wir waren staatenlos geboren“

Das Gespräch mit Peggy Parnass fand aus Anlass der Premiere des Films »Überstunden am Leben« in Parnass’ Wohnung im Hamburger Stadtteil St. Georg statt. Das Filmporträt gibt einen Einblick in ihre Arbeit und ihr Leben als Gerichtsreporterin, Schauspielerin, Frauenbewegte und Friedensaktivistin. Ihre Eltern Simon Pudl und Hertha Parnass wurden von den Nazis in Treblinka ermordet. Wie fast alle ihrer Verwandten. 1939 wurden Peggy Parnass und ihr Bruder Gady mit einem Kindertransport nach Schweden geschickt und überlebten so die Shoah…

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