„An meinen Augen sind etwa 600.000 Juden vorbeigezogen“

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Häftlinge des Sonderkommandos in Auschwitz beim Verbrennen von Leichen. Heimlich aufgenommenes Foto des Widerstandes - wahrscheinlich von "Alex", einem jüdisch-griechischen Häftling des Sonderkommandos.

Der jüdische griechische Widerständler Marcel Nadjari (1.1.1917, Thessaloniki – 31.7.1971, New York) gehörte dem jüdischen Sonderkommando von Auschwitz an. Er hinterließ einen zwölf Seiten umfassenden Zeitzeugenbericht von Auschwitz, den er 1944 im Boden von Auschwitz in einer Flasche vergrub. Wie durch ein Wunder überlebte Marcel Nadjari und ging nach Griechenland zurück.

Von Roland Kaufhold

1947 verfasste Nadjari noch einen zweiten Bericht über Auschwitz, in dem er seinen drei Jahre zuvor verfassten Auschwitz-Beitrag nicht erwähnte. Er war überzeugt davon, dass dieser für immer verschwunden bleiben würde. Seine zweiten Aufzeichnungen über Auschwitz schloss er vor genau 77 Jahren, vermutlich am 15.4.1947, ab.

Danach begann die Zeit des Vergessen-Müssens: Er heiratete, bekam zwei Kinder, ging mit seiner Familie in die USA. Auschwitz war vorbei, wie ausgelöscht. Marcel Nadjari, dieser scheinbar so optimistische Mensch, blieb aber, wie vermutlich nahezu alle Überlebenden, ein Gezeichneter. Nachts hatte er fürchterliche Albträume. Er verstarb am 31.7.1971 in New York, mit 54 Jahren.

Kindheit und Widerstand in Thessaloniki

Marcel Nadjari wurde am 1.1.1917 in Thessaloniki geboren. Thessaloniki war die Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde Griechenlands. Bei seiner Geburt lebten ca. 60.000 Juden dort. Über seine Kindheit ist nahezu nichts bekannt. Im Oktober 1940 kämpfte er als griechischer Patriot in Albanien, am 15.5.1941, nach der Niederlage Griechenlands gegen die Deutschen, kehrte er nach Thessaloniki zurück.

Das jüdische Leben Thessalonikis wurde, was weitgehend auch für ganz Griechenland gilt, nahezu ausgelöscht. Bezogen etwa auf die Insel Korfu liegt auf deutsch eine umfassende Studie (Siebert 2016) vor (vgl. Kaufhold 2017: „Von Korfu nach Auschwitz“)

Festnahme, Widerstand, Auschwitz

Nadjari erlernte wohl den Beruf eines Kaufmanns; gelegentlich wird bei ihm auch eine Ausbildung als Elektriker genannt. Im Juli 1942 wurde er mit 1500 weiteren jüdischen Häftlingen interniert, kam aber noch einmal frei. Er half Juden bei der Flucht nach Palästina und schloss sich einer kommunistischen Untergrundgruppe an. Im Februar 1943, nach zwei Jahren systematischer Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung durch die italienischen Besatzer, erfolgte deren gewaltsame Umsiedlung in ein Ghetto. Der an den Bahnhof angrenzende Teil Thessalonikis wurde zum Durchgangslager für die Deportationen. Nadjaris Eltern und seine Schwester gehörten zu den Ersten, die deportiert wurden.

Marcel Nadjari gelang noch die Flucht. Er lebte zuerst bei seinem Cousin Ilias Koen in Athen, dann floh er nach Larisa, was seinerzeit noch von den Italienern besetzt und kontrolliert wurde. Dort arbeitete er mit drei Freunden in einer kleinen Seifensiederei. Am 8.9.1943 kapitulierte Italien, das Deutsche Reich übernahm nun die Kontrolle Griechenlands. Marcel Nadjari floh weiter, erkrankte.

Am 30.12.1943 wurde Marcel Nadjari von der SS festgenommen und schwer misshandelt. Im April 1944 kam er nach Auschwitz, er bekam die Häftlingsnummer 182.669. 320 Häftlinge wurden ausselektiert, darunter Nadjari und sein Freund Herman Strasfogel (Strasfogel 2019), welcher gleichfalls Zeitzeugenberichte im Boden von Auschwitz vergrub, die entdeckt wurden. Nadjari musste als Mitglied des jüdischen Sonderkommandos in mehreren Krematorien von Auschwitz arbeiten. Er gab sich als Zahnarzt aus, um seine Überlebenschancen zu erhöhen, und musste den Vergasten ihre Goldzähne ziehen, meist mehrere pro Minute.

Vermutlich im November 1942 verfasste Nadjari einen zwölfseitigen Bericht über die systematischen Vergasungen in Auschwitz, deren Zeuge er als Mitglied der Sonderkommandos sein musste. Diesen Bericht ließ er in einer Thermoskanne in der Nähe des Krematoriums vergraben. Er war überzeugt, dass er Auschwitz nicht überleben würde. Und er hatte wohl auch wenig Hoffnung, dass seine Aufzeichnungen jemals von den „Nachgeborenen“ (Brecht) entdeckt werden würden.

In der chaotischen Situation der Auflösung von Auschwitz gelang es Marcel Nadjari, sich in eine Häftlingskolonne zu schmuggeln. Er vermochte seine Identität als Geheimnisträger zu verbergen. Am 17.1.1945, zehn Tage nach der Befreiung des Lagers, kam er nach Mauthausen, dann ins Nebenlager Gusen II, wo er sich als Elektriker ausgab.

Nadjaris unzerstörbarer Optimismus

Nadjaris Optimismus, so stellt es Pavel M. Polian in seinem Begleitbeitrag (Polian 2019a, S. 518-533) zu Nadjaris in Polians Band publiziertem Auschwitz-Beitrag – betitelt mit Text aus dem Jahr 1944 (Polian 2019a) – dar, rettete ihm sein Leben. Sein Überlebenswille und seine Fähigkeit zur – lebensnotwendigen – Abspaltung des Terrors und der täglichen Lebensbedrohung, war imposant. Von Polian wird er als ein unverbesserlicher Optimist beschrieben: Die „Lieblingsbeschäftigung“ von Marcel Nadjari und einigen seiner Freunde in Auschwitz sei es gewesen, „einander von den schmackhaften Speisen ihrer Heimat zu erzählen, wobei sie sich über die besten Zutaten und Zubereitungsmethoden mitunter heftig stritten.“ (Polian 2019a, S. 525) Diese Fähigkeit, selbst in der größten Todesgefahr in Auschwitz diese unentrinnbar furchtbare Realität zu verleugnen – über die auch der Buchenwald-Überlebende Ernst Federn verfügte, der sieben Jahre Dachau und Buchenwald weitgehend unbeschädigt überlebte (vgl. Kaufhold 2007, 2014) – , um sich ein winziges Stückchen „Normalität“ und Lebensfreude zu erhalten, war für ihn offenkundig eine Voraussetzung zum Überleben. Dass sie „dennoch“ sterben mussten, dass die Deutschen sie alle als Juden ermorden würde, das war ihm und ihnen bewusst.

Marcel Nadjari überlebte den Todesmarsch und weitere Todesbedrohungen. Im Mai 1945 wurde er von den Amerikanern befreit.

Im Netz findet sich eine kurze, musikalisch untermalte Filmsequenz, in der man Marcel Nadjari im Jahr 1936 in Thessaloniki sieht. 

1947: Neuanfang, Zeitzeugenmitteilungen und die USA

1947 heiratete er seine Frau Rosa Saltiel. Im gleichen Jahr verfasste er einen Bericht über seine Zeit im Sonderkommando, mit dem er vermutlich Ende 1946 oder Anfang 1947 begonnen hatte. Er erwähnte hierin aber nicht seine in Auschwitz vergrabenen Aufzeichnungen. Er war überzeugt, dass diese für immer verloren seien. 1951 ging die Familie, sie hatten inzwischen einen ein Jahr zuvor geborenen Sohn, nach New York. Der Überlebende Marcel Nadjari wollte leben und sprach nie wieder über Auschwitz. Er interessierte sich für Kunst, arbeitete als Modemacher und Maßschneider und eröffnete einen Modeladen. Er benötigte all seine seelische Kraft um zu leben und sein Leben im Exil neu zu beginnen. Jeden Gedanke an den unermesslichen, tödlichen Schrecken in Auschwitz, den er als Mitglied des Sonderkommandos hatte durchleben müssen, musste er verdrängen.

Ein lebenslang Gezeichneter

1957 bekamen die Nadjaris noch eine Tochter, die er nach seiner ermordeten Schwester Nelli benannte.

Trotz aller seelischen Bemühungen gelang ihm das Verdrängen nicht. Der Überlebende Nadjari blieb ein Gekennzeichneter. In New York hatte er regelmäßig furchtbarste Albträume. Er versuchte, wie die meisten Überlebenden, seine Tochter von dem unermesslichen Schrecken, den er hatte durchleben müssen, zu schonen. Er versprach ihr jedoch, ihr den Grund für seine furchtbaren Albträume zu erzählen, wenn sie 18 sei. Am 31.7.1971 verstarb Marcel Nadjari mit nur 53 Jahren in New York; seine Tochter war erst 14 Jahre alt.

Neun Jahre nach seinem Tode, 1980, wurde die Flasche mit seinem ersten, in Auschwitz verfassten Manuskript bei Umgrabungsarbeiten in Auschwitz entdeckt. Da er Griechenland im Text erwähnte gelang es Forschern, seinen Namen dem Manuskript zuzuordnen. In jahrelanger Arbeit gelang es, das 36 Jahre im Boden von Auschwitz gelegene Manuskript zu rekonstruieren und weitgehend zu verschriftlichen. Seine in Griechenland lebenden Verwandten erhielten Kopien des Manuskriptes, 1991 erschien eine griechische Version unter dem Titel „Chronik 1941-1945“. 1996 erschien eine erste deutsche Version.

2017 wurde das Manuskript in einer Synagoge in Thessaloniki in Anwesenheit seiner Kinder, Enkel und Urenkel vorgetragen. Eine anwesende Urgroßmutter bezeichnete diese Zeremonie als „Rache an Hitler“.

Juden in Griechenland

Griechenland hatte die älteste jüdische Gemeinde Europas. Im April 1941 wurde Griechenland von den Deutschen überfallen, im Herbst 1941 beschlossen führende Nationalsozialisten, darunter Hitler und Himmler, die jüdische Bevölkerung von Thessaloniki zu deportieren. Von den 77.000 Juden in Griechenland überlebten gemäß den Angaben von Poliav (2019) nur 14 Prozent. Von März bis August 1943 wurde in 19 Zugtransporten 95 Prozent der jüdischen Bevölkerung Thessalonikis vor allem nach Auschwitz-Birkenau deportiert.

Auszüge aus Marcel Nadjaris Auschwitz-Aufzeichnungen:

„Wir müssen von der Erde verschwinden, weil wir so vieles wissen über die unvorstellbaren Methoden ihrer Misshandlungen und Vergeltungsaktionen.“

Marcel Nadjari ist sehr religiös. Den Glauben verliert er selbst als Mitglied des Sonderkommandos nicht: „Fast immer, wenn sie töten, frage ich mich, ob Gott existiert. Dennoch habe ich immer an IHN geglaubt.“ (alle Zitate aus Polian 2019 bzw. Nadjari 2019)

Nadjari beschreibt die letzte Station in Auschwitz unmittelbar vor der Ermordung der Juden durch Gas durch die Deutschen: „Unsere Arbeit bestand darin, sie im (Entkleidungsraum) in Empfang zu nehmen. Die meisten kannten den Grund nicht und wenn sie (schrien) oder weinten, dann sagten wir ihnen, dass es sich um ein Bad handelt. Und sie gingen nichtsahnend in den Tod.“

Das systematische Morden war sorgfältig und bis ins barbarischste Detail organisiert: „Mit Gewalt, mit Peitschen in der Hand zwangen die Deutschen die Menschen in die Kammer. Die Gasbüchsen kamen immer mit dem Auto des Deutschen Roten Kreuzes mit zwei SS-Leuten.“

Nadjari, der überzeugt davon ist, selbst sehr bald zu den Ermordeten zu gehören, dokumentiert als Mitglied der Sonderkommandos die Ermordung von 600.000 Juden: „Die Dramen, die meine Augen gesehen haben, sind unbeschreiblich. An meinen Augen sind etwa 600.000 Juden vorbeigezogen.“

Nadjari ist sich sicher, dass er zu den letzten noch lebenden Juden gehört, „jetzt da allerdings kein einziger Jude in Europa übrig geblieben ist.“ Er weiß, dass er als Teil der Sonderkommandos bald selbst vernichtet wird: „Doch für uns liegt die Sache sowieso anders. Wir müssen von der Erde verschwinden, weil wir so vieles wissen über die unvorstellbaren Methoden ihrer Misshandlungen und Vergeltungsaktionen. Unser Kommando nennt sich Sonderkommando, es bestand allerdings aus rund 1000 Menschen, davon 200 Griechen.“

Am 3.11.1944 notiert Natjari: „Seit nunmehr etwa vier Jahren töten sie Juden. Sie töten Polen, Tschechen, Franzosen, Ungarn, Slowaken, Holländer, Belgier, Russen und ganz Thessaloniki. Insgesamt ungefähr 1.400.000.“

Nadjari versucht, den Findern seines Zeitzeugenberichts – „Meine Lieben“ – zu erklären, „welche Arbeit ich erledigt“ musste: „Wie konnte ich, der Manolis oder irgend jemand anders diese Arbeit machen und die Glaubensgenossen verbrennen?“ Er habe sich dies anfangs auch gefragt: „Viele Male“ habe er daran gedacht, „zusammen mit ihnen reinzugehen“, um selbst „Schluss zu machen.“

Für sein Weiterleben als Zeuge der Vernichtung der Juden gebe es nur einen Grund: „Davon abgehalten hat mich immer wieder die Rache(lust). Ich wollte und will leben, um den Tod von Papa und Mama zu rächen, und meiner geliebten Schwester kleinen Schwester Nelli. Ich fürchte den Tod nicht, wie könnte ich ihn auch fürchten, nach all dem, was meine Augen gesehen haben?“

Nicht sein baldiger Tod schreckt ihn, da doch alle seine jüdischen Freunde und Weggefährten getötet wurden, sondern nur das Wissen, dass er sich in Auschwitz nicht an seinen Mördern, an den Mördern des jüdischen Volkes zu rächen vermag: „Ich bin nicht traurig, dass ich sterben werde, wohl aber, dass ich mich nicht werde rächen können, wie ich es will“, notierte er.

Ich sterbe glücklich“, schreibt Marcel Nadjari abschließend, „weil ich weiß, dass in diesem Augenblick unser Griechenland frei ist. Mein letztes Wort wird sein: Es lebe Griechenland! Marcel Nadjari.“

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veröffentlicht auf ihrer Instagram-Seite eine lesenswerte Serie über Held*innen des Jüdischen Widerstandes, auch dieses Portrait ist dort in gekürzter Form erschienen.

Literatur

Gradowski, S. (2019): Die Zertrennung. Aufzeichnungen eines Mitglieds des Sonderkommandos. Herausgegeben von Aurélia Kalisky unter Mitarbeit von Andreas Kilian. Berlin: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag.

Greif, G. (1995): „Wir weinten tränenlos“. Augenzeugenberichte der jüdischen „Sonderkommandos“ in Auschwitz, Köln. https://www.hagalil.com/2009/11/tagebuecher/

Kaufhold, R. (2007): Ernst Federn (26.08.1914 – 24.06.2007). Erinnerungen an einen Pionier der psychoanalytischen Pädagogik und Sozialarbeiter, in: psychosozial Nr. 110 (2008), S. 127-129.

Kaufhold, R. (Hg.) (1999/2014): Ernst Federn: Versuche zur Psychologie des nationalsozialistischen Terrors. Mit einem Vorwort von Ernst Federn. Gießen: Psychosozial-Verlag (3. erweiterte Auflage).

Kaufhold, R. (2017): Von Korfu nach Auschwitz, Jüdische Allgemeine, 19.4.2017: https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/von-korfu-nach-auschwitz/; weiterhin:

Kaufhold 2016: Die Shoah auf Korfu, haGalil: https://www.hagalil.com/2016/10/korfu/ sowie

Kaufhold 2017, haGalil: https://www.hagalil.com/2017/05/korfu-2/

Kaufhold, R. (2023): „Chasak veEmatz – Seid stark und mutig“. Die polnisch-kanadische Widerständlerin Anna Heilman (Wajcblum), haGalil 12/2023, https://www.hagalil.com/2023/12/anna-heilman/

Kaufhold, R. (2024): „Der am Rand des Grabes steht, bin ich…“. Aufzeichnungen von jüdischen Mitgliedern der Sonderkommandos von Auschwitz, haGalil, 26.1.2024: https://www.hagalil.com/2024/01/sonderkommando-3/

Nadjari, M. (2019): „Ich werde mich nicht rächen können, wie ich es will.“ In: Polian (2019), Briefe aus der Hölle, S. 518-539.

Nadjari, M. (2017): https://www.cartacapital.com.br/mundo/nao-estou-triste-por-morrer-mas-por-nao-poder-me-vingar/

Nadjari, M. (2019): Text aus dem Jahr 1944. In: Polian (2019), Briefe aus der Hölle, S. 533 – 539.

Nadjari, M. (2023): Récit. Marcel Nadjari: Sonderkommando Birkenau 1944 – Thessalonique 1947, Edition Signes et Balises, Paris. Internet: https://www.courrierdesbalkans.fr/Recit-o-Marcel-Nadjari-Sonderkommando-Birkenau-1944-Thessalonique-1947

Polian, M. (2019): Briefe aus der Hölle. Die Aufzeichnungen des jüdischen Sonderkommandos. Darmstadt: Wbg Theiss.

Siebert, D. (2016): Aller Herren Außenposten – Korfu von 1797 bis 1944, ISBN 978-3-00-052502-5. www.Korfubuch.de/das-buch

Strasfogel, H. (2019): „An meine liebste Frau und Tochter“. In: Polian (2019), Briefe aus der Hölle, S. 507-517.

Filme:

Auschwitz Sonderkommando Marcel Nadjary part 3: https://www.youtube.com/watch?v=r-_I2RSjayI

Sopravvissuto ad Auschwitz, trovate le lettere di Marcel Nadjari – Notizie.it: https://www.dailymotion.com/video/x6r0z30

Dario Gabbai on Marcel Nadjari: https://www.facebook.com/watch/?v=10155970068360850

Auschwitz II Birkenau Sonderkommando Testimony Clips | USC Shoah Foundation: https://www.youtube.com/watch?v=5SoTJ9cv028