Jom haSchoa

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Am heutigen Abend beginnt in Israel Jom haSchoa we-laGwura, der „Tag der Schoa und des Heldentums“. Das ganze Land gedenkt den Ermordeten der Schoah und den jüdischen Widerstandskämpfern. Morgen Vormittag um 10 Uhr heulen im ganzen Land für zwei Minuten die Sirenen.

Der diesjährige Jom haSchoa steht unter dem Zeichen „Eine verlorene Welt – Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden“. Wie in jedem Jahr werden sechs Überlebende, die sechs Millionen Opfer symbolisierend, während der zentralen Gedenkfeier in Yad Vashem Fackeln entzünden. Sie stammen aus Polen, Rumänien, der Ukraine, Lybien, Ungarn und Jugoslawien. (Mehr dazu)

In diesem Jahr gedenken wir auch derer, die die Schoa überlebt haben und am 7. Oktober ermordet wurden. Denken an diejenigen, deren Familien ermordet und entführt wurden. Sehr oft wurde von den Überlebenden das Massaker der Hamas als „Schoa“ beschrieben. So wie von Ruth Haran:

Der Genozid an jüdischen Kindern – Sind die Nationalsozialisten zurück?
Es ist Krieg in Israel. Nach dem terroristischen, antisemitischen und rassistischen Angriffen von Hamas, Islamischem Dschihad und ihren Kollaborateuren auf unschuldige Zivilisten – Frauen, Männer, Kinder – sehen wir uns gezwungen die Taten beim Namen zu nennen.

Dieser Tag ist kein Tag, an dem wir Vorwürfe erheben wollen. Es ist nicht unsere Absicht, nichtjüdischen Menschen ein schlechtes Gewissen zu bereiten. Wir trauern, weil uns die Ermordeten fehlen. Es geht uns nicht darum, Gedenktage oder Denkmäler einzuklagen. Wir denken jeden Tag an jene, die uns fehlen und an das was ihnen geschehen ist.
Der Grund für unser Reden ist Hoffnung. Wir hoffen auf Verantwortung und Fürsorgen, auf das Wissen um die Verletzbarkeit des Menschen und auf die Angst vor der Vernichtung der Freiheit und der Welt.
Wir hoffen, daß Sorge und Schmerz die Wiederkehr des Schreckens und des Terrors nicht zulassen werden. Wir glauben, dass es unter Menschen immer mehr Gemeinsames als Trennendes geben wird – und wir glauben, dass G’tt seine Welt nie vergessen hat und sie niemals vergessen wird.
David Gall s“l

Gebet für die Opfer der Shoah
G’tt voller Erbarmen – El malej Rahamim

27.Nisan: Jom haShoah
Ein Tag als Mahnmal…

Leos letzter Brief aus Dresden
Die Stimme des Heiligen, gelobt sei Er

Gedenken und nicht vergessen!
Liskhor veLo lishkoah!

Die Erinnerung von Überlebenden
Wenn wir weg sind, ist alles nur noch Geschichte…

Yizkor
Ein Fotoessay von Polina Schneider

Begrifflichkeiten
Schoah – Holocaust oder Churban