Fellow am Bucerius Institut der Haifa Universität

Ende 2003 wurde eine Umfrage der Europäischen Union mit 7500 Bürgerinnen und Bürgern der damals 15 Mitgliedstaaten veröffentlicht. Die große Mehrheit der EU-Bürger/innen (59%) und sogar 65% der deutschen Bundesbürger/innen glauben, dass Israel – vor Iran, Nordkorea oder ähnlichen Staaten – die größte Bedrohung für den Weltfrieden darstelle…

Mehr …

Haifa und Bahai

Ab 1996 bin ich regelmäßig Gast in Miriams Haus am Moriya Boulevard in Haifa. Ich genieße den herrlichen Blick aufs Meer. Fast jeden Morgen sitzt auf dem Baum gegenüber vom Balkon eine Eule. Ich betrachte das schöne Tier als Glücksbringer. Und Glück hat sie mir wahrlich gebracht. Meine Aufenthalte in Israel gehören zu meinen schönsten Erlebnissen…

Mehr …

In den Norden

Manchmal möchte ich wie einst Nina Ruge am Ende ihrer Fernsehsendung „Leute heute“ ausrufen: „Alles wird gut“. Nach meiner ersten Wanderung im Sinai im Jahre 1995 fahre ich mit dem Bus von Eilat nach Haifa. Es ist der 24. September, der Tag, an dem im ägyptischen Taba am Golf von Akaba der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin und der Vorsitzende der PLO, Jassir Arafat, das Israelisch-Palästinensisches Interimsabkommen, später als „Oslo 2“ bekannt, unterzeichnen. Es geht um noch mehr Autonomie für die Palästinenser und um mehr Sicherheit für die Israelis…

Mehr …

Jaffa – die ältere Schwester

Der Prophet Jona, jener, der vor G’tt zu fliehen versuchte, bestieg das Schiff, das ihn nach Tarsis bringen sollte, in Joppe. Jonas Schiff geriet bekanntlich in einen gewaltigen Sturm, woraufhin die Seeleute ihn, Jona, auf seine Bitten hin ins Meer warfen, um dieses wieder ruhig zu stimmen. Ein großer Fisch verschluckte Jona und der überlebte drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches, der ihn schließlich auf Befehl G’ttes wieder ausspie…

Mehr …

Mit Miriam Rieck zu einem Hauptquartier von Etzel

Die Geschichte Israels als Land und als Volk ist auch eine Geschichte von Kriegen und Terror. Darüber habe ich oft und lang mit Miriam Rieck diskutiert. Meist ging es in den Kriegen um die Selbstverteidigung des israelischen Volkes und um die Abwendung von Terror, der von jenen ausgeübt wurden, die die Juden ins Meer treiben und vernichten wollten. Aber auch manches Unrecht ist in diesen Kriegen geschehen. Unter manchen militärischen Entscheidungen, die auf der Seite der Israelis getroffen wurden, hat die Zivilbevölkerung auf der eigenen wie auf der Seite der Gegner gelitten und viele unschuldige Opfer zu beklagen gehabt, in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart…

Mehr …

Tel Aviv – die weiße Stadt am Meer

„Tausende weißer Villen tauchten auf, leuchteten aus dem Grün üppiger Gärten heraus. Von Akko bis an den Karmel schien da ein großer Garten angelegt zu sein, und der Berg selbst war auch gekrönt mit schimmernden Bauten. […] Eine herrliche Stadt war an das tiefblaue Meer gelagert. Großartige Steindämme ruhten im Wasser und ließen den weiten Hafen […] sogleich als das erscheinen, was er wirklich war: der bequemste und sicherste Hafen des mittelländischen Meeres“…

Mehr …

Wieder in die Altstadt

Im Juli 1994 komme ich mit meinem Kollegen Sven wieder nach Israel. Wir sind zu zwei Konferenzen eingeladen, zu einem Treffen der Deutsch-Israelischen Forschungsgemeinschaft und anschließend zum Second Congress on Prejudice, Discrimination and Conflict. Beide, das Meeting und der Kongress finden in Jerusalem statt. Ich wusste es doch: „Next Year in Yerushalayim“ (übrigens ein traditioneller Wunsch am jüdischen Sederabend, dem ersten Abend des Pessachfestes)…

Mehr …

Gespräche über Fremde, Freunde und Frieden

Die Hauptgebäude der Universität liegen als israelische Exklave auf dem Skopusberg im heutigen Ostjerusalem. Auf dem Foto aus dem Jahre 2012 sind Teile der israelischen Sperranlagen zu erkennen, deren Bau im Jahre 2002 begonnen wurde und die auf einer Gesamtlänge von mittlerweile 750 Kilometer das Westjordanland von Israel abtrennen. Eröffnet wurde die Universität aber schon im Jahre 1925…

Mehr …

Jerusalem – Yerushalayim: Eine Spiegelstadt

Manchmal bedarf es der Umwege, um den rechten Weg zu finden. Mein Umweg nach Israel führt über Ashland, Virginia. Dort nehme ich im August 1993 an einem Symposium zur Friedenspsychologie teil. Vier Jahre nach dem Fall der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland war die Welt nicht friedlicher geworden…

Mehr …

Aus meinem israelischen Tagebuch – Geschichten, Impressionen und Bilder

Im Juni 1967 saß ich als 15-Jähriger vor dem Fernseher, um gebannt den Westnachrichten über den Krieg im Nahen Osten zu folgen – der Krieg, der später der Sechstagekrieg genannt wurde. Nachdem die ägyptische Regierung die Meerenge von Tiran für israelische Schiffe gesperrt hatte, 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an der Grenze stationierte, reagierte Israel mit einem Präventivschlag. In sechs Tagen besetzten die israelischen Truppen den Gazastreifen, die Halbinsel Sinai, das Westjordanland, die Golanhöhen und Ostjerusalem…

Mehr …