Ein Guiness-Rekord

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ICH WEIß nicht, ob das Guinessbuch der Weltrekorde einen besonderen Teil für die Chutzpa enthält. Wenn nicht, sollte es einen geben. Es ist ein Wettbewerb, bei dem wir einige Goldmedaillen mit nach Hause nehmen könnten. Die erste ginge sicherlich an Binyamin Netanyahu…

Von Uri Avnery

DIESE WOCHE, am Vorabend der ersten Runde der offiziellen Verhandlungen zwischen der israelischen Regierung und der palästinensischen Autorität, tat Netanyahu zwei interessante Dinge: Er gab Pläne für einige große neue Siedlungsprojekte bekannt und beschuldigte die Palästinenser der Hetzpropaganda gegen Israel.

Nehmen wir zuerst die Siedlungen. Wie von den israelischen Diplomaten gegenüber ihren amerikanischen Kollegen erklärt und von allen israelischen Medien wiederholt wurde, hatte der arme Netanyahu keine andere Wahl. John Kerry zwang ihn, 104 palästinensische Gefangene als eine „vertrauensbildende“ Maßnahme zu entlassen. Nach solch einem folgenschweren Zugeständnis musste er seine extremistischen Kollegen im Likud und im Kabinett beschwichtigen. 1000 neue Wohneinheiten in den Besetzten Gebieten (einschließlich Ostjerusalem) waren da das Mindeste.

Die Vereinbarung, Gefangene zu entlassen, löste einen wahrhaften Hexensabbat aus. Sämtliche Zeitungen und TV-Nachrichten wurden mit Blut überflutet – dem Blut an den Händen der palästinensischen Mörder. „Mörder“ war ihre unabdingbare Bezeichnung. Nicht „Kämpfer“, nicht Militante“, noch nicht einmal „Terroristen“. Einfach nur „Mörder“.

Alle Gefangenen, die entlassen werden, wurden bereits schon verurteilt, bevor das Oslo-Abkommen unterzeichnet worden war, was bedeutet, dass sie mindestens 20 Jahre im Gefängnis verbracht haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie an zukünftigen blutigen Aktivitäten teilnehmen werden, dürfte demzufolge äußerst gering sein.

Einige Familien der Opfer von Terroranschlägen, für die diese Männer verurteilt worden waren, veranstalteten stürmische Proteste mit blutverschmierten Händen und Fahnen. Die Medien wetteiferten miteinander im Veröffentlichen von Bildern mit weinenden Müttern (Das Fernsehen liebt weinende Frauen), die Fotos ihrer getöteten Söhne schwenkten und grausame Beschreibungen der Angriffe abgaben, bei denen sie getötet worden waren. (Einige davon waren tatsächlich sehr grausam.)

Trotzdem war Netanyahu vor nicht allzu langer Zeit eine Vereinbarung eingegangen, bei der über 1000 Gefangene im Austausch gegen einen gefangenen israelischen Soldaten entlassen wurden. Das bedeutet, dass ein einziger Soldat zehnmal wertvoller ist als die Chancen auf Frieden.

Die aktuelle Entlassung grenzte ans Groteske. Um in der Morgenpresse Fotos des stürmischen Empfangs der Gefangenen durch ihre Familien zu vermeiden, fand die aktuelle Entlassung erst nach Mitternacht statt. Das erinnert einen an die Bibelstelle, wo David um Saul trauert, der in der Schlacht gegen die Philister erschlagen worden war: „Sagt nichts in Gath, verbreitet es nicht in den Straßen von Askelon (beides Philisterstädte), so dass die Töchter der Philister nicht frohlocken, so dass die Töchter der Unbeschnittenen nicht triumphieren.“ (II Samuel 1)

Zeugt all dieses von einer friedlichen Atmosphäre am Vorabend der Friedensstiftung? Nun ja, da muss noch mehr folgen.

AN DEM TAG, an dem die neuen Siedlungsprojekte bekannt gegeben wurden, sandte Netanyahu John Kerry ein wütendes Protestschreiben wegen der andauernden palästinensischen „Hetzpropaganda“ gegen Israel. Dieses Sendschreiben könnte die Jury des Guinessrekordes für Chutzpa interessieren.

Der Hauptbeweis für Mahmoud Abbas Perfidie in Netanyahus Schreiben ist ein Text, in dem ein niedrigerer palästinensischer Beamte für einen palästinensischen Staat „von Rosh Hanikra bis Eilat“ plädiert. Rosh Hanikra (Ras Naqura auf Arabisch) liegt an der Grenze des Libanon, so dass dieser palästinensische Staat das gesamte Israel einschließen würde. Des Weiteren waren bei einer Fußballveranstaltung in Ramallah anti-israelische Parolen zu hören.

Furchtbar, einfach furchtbar! Kerry sollte vor Wut von seinem Sitz aufspringen. Wäre da nicht die Tatsache, dass fast alle führenden Likudmitglieder kundtun, dass das gesamte historische Palästina zu Israel gehört und Naftali Bennet, ein Pfeiler der Regierungskoalition Netanyahus gerade verkündet hat, dass die Palästinenser einen palästinensischen Staat „vergessen“ könnten.

Ganz zu schweigen von einem gewissen Daniel Seaman, dem ehemaligen Direktor des Ministeriums für Erklärung (Das ist der richtige Name. Ich habe ihn nicht erfunden. Israelis machen keine Propaganda, Gott bewahre!) Seaman wurde gerade für Netanyahus eigenes Ministerium berufen, um „Erklärung“ im Internet zu betreiben. Diese Woche hat er eine Mitteilung im Internet gepostet, die an Sa’eb Erakat, den Chef der palästinensischen Delegation für die Friedensgespräche gerichtet war, in der er ihn aufgefordert hat, „zu gehen und sich selbst zu f..k..“. Zusätzlich postete er zur theologischen Erklärung der Kirche von Schottland, dass die Juden keinen Sonderanspruch auf Palästina haben, die Antwort: „Wir geben keinen (Obszönität) auf das, was Sie sagen.“

Dieses Genie für Öffentlichkeitsarbeit will jetzt eine Gruppe israelischer Studenten dafür gewinnen und schulen, im Internet, v. a. in den sogenannten sozialen Medien, im Sinne der Regierunspolitik, „erklärend“ einzuwirken. Was die Fußballfans angeht, im Fußballstadium von Betar, der Jugendorganisation des Likud, füllen die Parolen: „Tod den Arabern!“ bei jedem Spiel die Luft.

Also, wofür läuten die Glocken? Nicht für Frieden, wie es scheint.

EINS DER Probleme dabei ist, dass absolut niemand weiß, was Netanyahu tatsächlich will; vielleicht noch nicht einmal er selbst. Der Premierminister ist nun der einsamste Mensch in Israel. Er hat keine Freunde. Er traut niemandem und niemand um ihn herum traut ihm.

Seine Kollegen der Führungsriege des Likud verschmähen ihn ziemlich offen, weil sie ihn für einen Mann ohne Prinzipien halten, der kein Rückrat besitzt und der bei jedem Druck nachgibt. Anscheinend war das auch die Meinung seines verstorbenen Vaters, der einst erklärt hatte, dass Binyamin zwar ein guter Außenminister sein könnte, aber sicherlich kein Premierminister.

In der Regierung steht er ziemlich alleine da. Die vorherigen Premierminister hatten jeweils eine Gruppe von Ministern, die ihnen nahestanden und die sie beraten haben. Golda Meir hatte ein „Küchen-Kabinett“. Netanyahu hat keinen. Er berät sich mit niemandem. Er verkündet seine Entscheidungen und das ist es dann. Bei seinen vorherigen Amtszeiten hatte er in seinem Amtssitz wenigstens eine Gruppe von Vertrauten. Diese Beamten wurden von seiner Frau Sarah herausgeworfen, einer nach dem anderen.

Daher ist dieser einsame Mann, wie ein Kommentator uns diese Woche in Erinnerung brachte, ohne jegliche Unterstützung irgendeiner Gruppe von zuverlässigen Beratern, Experten und Vertrauten, völlig auf sich selbst gestellt, dazu aufgefordert, das Schicksal Israels für die kommenden Generationen zu entscheiden.

DIES WÄRE nicht so gefährlich, wenn Netanyahu ein Charles de Gaulle wäre. Bedauerlicherweise ist er es nicht.

De Gaulle war einer der überragenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Kalt, distanziert, überheblich, von den anderen Weltführern verabscheut, fasste dieser extrem rechte General den historischen Entschluss, das Land Algerien – viermal größer als ganz Frankreich, aufzugeben.

Zur Erinnerung, Algerien war offiziell keine Kolonie, kein besetztes Land, sondern ein Departement des eigentlichen Frankreichs. Über ein Jahrhundert lang hatte es unter französischer Herrschaft gestanden. Über eine Million Siedler sahen es als ihre Heimat an. Trotzdem fasste de Gaulle die einsame Entscheidung, es aufzugeben, wodurch er sein eigenes Leben in ernste Gefahr gebracht hat.

Seitdem sehnen sich die israelischen Linken nach einem „israelischen de Gaulle“, der die Arbeit für sie erledigt, gemäß dem alten hebräischen Sprichwort, dass „die Arbeit des Rechtschaffenden von anderen getan werden wird“ – unter anderen versteht man scheinbar Menschen, die nicht ganz so rechtschaffen sind.

Selbstverständlich gibt es dabei einen Unterschied. De Gaulle wurde von seinen konservativen Verbündeten, den Kapitänen der französischen Wirtschaft, unterstützt. Diese besonnenen Kapitalisten sahen, wie die Deutschen im Begriff waren, die Wirtschaft von Europa, das sich gerade im Einigungsprozess befand, zu übernehmen, wohingegen Frankreich dabei war, seine Ressourcen durch einen teuren, völlig nutzlosen Kolonialkrieg in Nordafrika zu verschleudern. Sie wollten ihn so schnell wie möglich loswerden und de Gaulle war ihr Mann.

Netanyahu ist mit den israelischen Wirtschaftskapitänen so eng verbunden, wie de Gaulle es mit den seinigen war, aber unsere Kapitäne geben keinen Pfifferling um Frieden. Diese Haltung könnte sich ändern, wenn die Delegitimierung Israels zu einer wirtschaftlichen Bürde wird.

In diesem Zusammenhang: Der Boykott, der von der Europäischen Union gegen Produkte aus den Siedlungen verhängt wurde, könnte ein Omen der Zukunft sein.

Übrigens findet die Anhörung der Petition, die von Gush Shalom und von mir persönlich beim Obersten Gerichtshof gegen das neue Gesetz, das jeden Befürworter des Boykotts gegen die Siedlungen unter Strafe stellt, erst im kommenden Februar statt. Der Gerichtshof schreckt offensichtlich davor zurück, dieses heiße Eisen anzufassen. Aber er erwies uns ein einzigartiges Kompliment: „Avnery versus Knesset“ wird von neun obersten Richtern angehört, von fast der gesamten Richterschaft des Gerichtshofes.

ALSO, ist dieser „Friedensprozess“ nun ernst zu nehmen? Was will Netanyahu?

Will er in die Geschichtsbücher eingehen als der „israelische de Gaulle“, der weise Zionistenführer, der dem 120 Jahre alten Konflikt ein Ende setzt?

Oder ist er nur ein anderer cleverer Mann, der einen taktischen Zug macht, um eine Auseinandersetzung mit den USA zu verhindern und den Delegitimierungsprozess zumindest vorläufig aufzuhalten.

So wie es jetzt aussieht, kann de Gaulle in seinem Himmel entspannen. Kein Konkurrent in Sicht.

Es gibt nicht das leiseste Anzeichen einer Friedensorientierung. Genau das Gegenteil. Unsere Regierung braucht den neuen „Friedensprozess“ als Nebelschleier, hinter dem der Siedlungsbulldozer pausenlos im Einsatz ist.

Die Regierung verurteilt den EU-Boykott, weil er „dem Friedensprozess schadet“. Sie weist alle Forderungen im Hinblick auf das Einfrieren der Siedlungen zurück, weil diese „den Friedensprozess behindern“. Es scheint so, als ob die Investition von hundert Millionen in die Siedlungen, die unter jedem denkbaren Friedensabkommen geräumt werden müssen, den Frieden begünstigen.

Also, gibt es Hoffnung? Es ist Zeit, nochmals das jiddische Sprichwort zu zitieren: „Wenn es Gottes Wille ist, kann sogar ein Besenstiel schießen!“

(Übersetzt v. Inga Gelsdorf)

127 Kommentare

  1. cui bono`? ? ? weitere „Staat“lichkeiten?

    Abu Mazen?

    Ismail Haniyya?

    Mahmud az-Zahar? („Wir Palästinenser waren niemals in der Geschichte ein unabhängiger Staat. Wir waren Teil eines arabischen und eines islamischen Staates“)

    Usama al-Mazini? („die Einwohner von Gaza darauf warten, den zionistischen Feind in Fleischstücke zu zerreißen.“)

    Chalid Maschal?

    🙁

  2. “ + + + 19 % der Israelis halten es für fair, wenn der Palästinenserstaat in Jordanien errichtet würde, nur 11 % meinen, der Palästinenserstaat würde im Rahmen der Zweistaaten-Lösung in Judäa & Samaria seinen Platz haben. Der große Rest aber meint: Es bleibt alles so wie bisher, weil die Verhandlungen ohne Friedenserfolg sein werden. + + + “ NAI 26.08.2013

      • Na Jane Sie sind eine sehr gute schlechte Verliererin und im uebrigen wir in Israel haben Frieden und wir stecken nicht den Kopf in den Sand weil Israel ein schoene Zukunft hat.

        Ich kann Ihnen gerne Videos senden wie gut es uns in Israel geht 🙂

      • „Tja da kann man daraus schließen, dass ein Gropteil der Israelis den Kopf in den Sand steckt und das Denken lieber sein lässt. (oder Frieden gut entbehren kann)“

        ja genau, das wird es mit sicherheit sein

        J

  3. Wir sind ein „Licht für die Völker“.
    „Nur eine innere Revolution kann die Kraft haben, unser Volk von seiner
    mörderischen Krankheit grundlosen Hasses zu heilen. Sie wird zwangsläufig
    unseren vollständigen Untergang hervorrufen. Dann erst werden die Alten wie
    die Jungen in unserem Land erkennen, wie groß ihre Verantwortung für das
    Elend der arabischen Flüchtlinge ist, in deren Städten wir Juden angesiedelt
    haben, die von weit her gebracht wurden; deren Häuser wir geerbt haben, auf
    deren Feldern wir jetzt sähen und ernten; deren Früchte aus Gärten und von
    Weinbergen wir einsammeln; und in deren Städten, die wir geraubt haben, wir
    Häuser der Erziehung, wohltätiger Einrichtungen und des Gebets errichten,
    während wir herumreden und davon faseln, dass wir „das Volk des Buches“ und
    „das Licht der Völker“ seien.“

    Martin Buber, 1952

  4. Hui, nun wird´s richtig gefährlich:
    „…einen Satz gefunden, den in seiner ganzen Tiefe zu begreifen ich jetzt endlich in der Lage bin.“
    Querfront in Reinformat: Rechtsradikale völkische Esoterik verknüpft mit Pallywood und „linksradikalem“ Vernichtungswunsch. Wir erinnern uns an die Selektion zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Passagieren durch deutsche „linksradikale“ Terroristen, Wolfgang Kraushaar 2005, 2013). Darüber hinaus wird´s noch zugelassen, dass auf den bei der Bundeszentrale für politische Bildung wirkenden legendären Ludwig Watzal verlinkt wird:
    Wir erinnern uns, der antizionistische „Wissenschaftler“, der auf erlesenen Magazinen wie „Antiimperialista“ publiziert und über den M. Küntzel am 10.1.2006 formulierte:
    „Auch Ihnen dürfte der Name des Dr. Ludwig Watzal geläufig sein: Watzal ist der einzige Mitarbeiter der Bundeszentrale für Politische Bildung, der seine ambivalente Position zum islamistischen Terrorismus offen demonstriert. So ist er auf der homepage >www.antiimperialista.com<, die den Schulterschluss mit der Hamas, der Hizbollah und dem iranischen Staatspräsidenten Ahmedinejad betreibt, nicht nur einmal, sondern fünfmal mit namentlich gezeichneten Artikeln präsent." http://ingoway.wordpress.com/2006/page/6/

    http://test.hagalil.com/2006/03/watzal-shamir.htm

    http://lizaswelt.net/2008/04/02/watzals-groupies/

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/auch_ludwig_watzal

    http://www.welt.de/politik/article1885758/Mitarbeiter-schreibt-israelfeindliche-Texte.html

    http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.361.html

    http://derstandard.at/2145033

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/watzal_hat_fertig

    • Was erwarten Sie denn A.mor. Sie führen doch einen Krieg, weil Sie meinen dass das Land, in welchem ‚Ihre‘ Vorfahren vor 2 Tausend Jahre möglicherweise gelebt hätten – ihnen zu gehören habe.

      Wenn das nicht ‚Blut- und Boden‘ ist – dann weiß ich auch nicht.

      • „…Sie führen doch einen Krieg, weil Sie meinen dass das Land, in welchem ‘Ihre’ Vorfahren vor 2 Tausend Jahre möglicherweise gelebt hätten – ihnen zu gehören habe“.
        ______________________________________________________________

        Genau hier liegt das Problem … auch für meine Person gibt
        es hier kein möglicherweise, da gibt es nur ein tatsächlicher-
        weise und ich leb noch nicht mal religiös!

      • Und weil das so ist, wird Israel immer populärer unter Europas Rechtspopulisten:

        „Israel hat neue Freunde. In der vergangenen Woche bereiste ein Stoßtrupp von Rechtspopulisten das Land und erklärte ihre “uneingeschränkte Solidarität”….

        …Der Bus aus Europa, der das kleine Land durchfuhr, hatte Figuren an Bord wie den FPÖ-Chef Heinz Strache, den Berliner Ex-CDU-Mann und Rechts-Irrwisch René Stadtkewitz und Philip Dewinter vom rechtsextremen Flams Belang aus Belgien. Sie trafen sich mit Knesset-Abgeordneten, besuchten pflichtgemäß die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, nahmen an einer Konferenz am akademischen College Ashkelon teil. Alles, wie es sich gehört auf so einer Reise. Aber eine Absicht war noch nicht erkennbar.

        ..Der Wiener Rechtsausleger Strache sagte, er teile viel mit dem “Burschenschaftler Theodor Herzl”, einem der Väter des Zionismus. Dann setzte er sich für das Existenzrecht Israels ein und kam zur Sache: Auch Israel sehe sich einer “islamischen Terrorbedrohung ausgesetzt, die mitten ins Herz unserer Gesellschaft zielt”.

        …Da kommt die ideologische Absicht zum Vorschein. Als Grund auf der Reiseabrechnung ist hier einzutragen: Bildung und Stärkung einer internationalen anti-islamischen Front. Israel gilt den rechtsextremen Politikern heute als Vorposten des Abendlandes..

        ..Auch die europäischen Rechten haben in Israel ihre Fans: unter Siedlern, religiösen Extremisten, Rechtsparteien – kurz: unter den Ideologen der Ausgrenzung und Vertreibung…“

        http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2010/12/18/israels-falsche-freunde_5254

  5. It’s why growing thousands of Jews globally oppose an ideology based on power, conquest, dispossession, and violation of the most fundamental Jewish ethical and moral teachings, ones Zionists disdain.

    Not In My Name

    It calls itself a “predominantly Jewish organization deeply committed to a peaceful and just resolution of the Israeli/Palestinian conflict, a resolution that will provide safety, security and freedom for Jews, Palestinians, and all others living in this region.” It opposes:

    the illegal West Bank and Gaza occupations;
    the West Bank and East Jerusalem settlements;
    Israel’s Separation Wall;
    the collective punishment of millions of Occupied Palestinians and Israeli Arabs; and
    Israeli human rights abuses, home demolitions, land seizures, arbitrary arrests, torture, travel and movement restrictions, and closure and encirclements of villages and communities.

    It champions Palestinian self-determination, the right of return, and “full equality, civil rights and economic justice for all.” It’s for a shared Jerusalem and nuclear-free Middle East. It wants an end to violence and injustice and the equitable sharing of vital resources, including water, oil, gas, electric power, and all other essentials to life and well-being. It wants all US aid stopped until Israel ends its occupation and acts like a civilized state.

    It deplores Zionism and what it represents. It’s activists have chapters around the world. They organize protests and demonstrations, hold vigils and religious ceremonies, communicate with the media, foster dialogue between Jews and Palestinians, sponsor teach-ins, educational forums and study groups.

    They believe that moral human beings are obligated “to speak out and take action.” They refuse to remain silent or accept Israeli crimes passively. They’re one among other like-minded organizations that say “Not In My Name.” Not now or ever.

    Jewish Voice for Peace (JVP)

    JVP is “a diverse and democratic community of activists inspired by Jewish tradition to work together for peace, social justice, and human rights.” They support the aspirations of Israelis and Palestinians for security and self-determination. Their agenda mirrors Not In My Name and states that “We are among the many American Jews who say to the US and Israeli governments: “Not in our names!”

    http://dissidentvoice.org/2009/12/jews-against-zionism/

  6. False Prophets of Peace. Liberal Zionism and the Struggle for Palestine

    Tikva Honig-Parnass. Ihre Abrechnung mit diesen vom Westen verhätschelten „liberalen“ Zionisten ist formidabel.

    Die Autorin wurde in Palästina geboren. Sie kämpfte im ersten israelisch-arabischen Krieg 1948 und arbeitete für die damals noch radikale links-zionistische Partei Mapam (Vereinigte Arbeiterpartei) in der Knesset. Im Jahr 1960 brach sie mit dem Zionismus und schloss sich der israelischen Sozialistischen Organisation „Matzpen=Kompass“ an. Seitdem spielt sie eine führende Rolle in der Bewegung gegen die Besatzung von 1967 sowie im Kampf um die nationalen Rechte der Palästinenser, vor allem für die Rechte der palästinensischen Israelis, die seit 1948 als Bürger zweiter Klasse in Israel leben.

    Nach Ansicht der Autorin sei die zionistische Ideologie nicht in der Lage, Empathie für das Leiden der Opfer von Besatzung und Unterdrückung zu empfinden. Folglich werde die Entmenschlichung des palästinensischen Feindes weitergehen, und dies fördere ebenso die Verrohung und Entmenschlichung der Unterdrücker. ..“

    http://between-the-lines-ludwig-watzal.blogspot.de/2013/08/false-prophets-of-peace-liberal-zionism.html

    • Antwort :

      “Bitteres Fazit der israelischen Experten: “In der Palästinensischen Autonomiebehörde gibt es keinen Unterrichtsplan, der darauf ausgerichtet wäre, palästinensische Kinder auf Frieden und Koexistenz vorzubereiten. Ganz im Gegenteil bilden die Kinder eine der wichtigsten Zielgruppen für die von der PA geförderte Anstiftung zu Hass und Gewalt.”

      • Sie wollen doch gar keine Koexistenz. Israel will keine Koexistenz. Es will das Land ohne Muslime.

        Sie Heuchler!

        Und was soll einen besser zum Hass auf die Besatzungsmacht erziehen, als diese Bulldozer, die palästinensische Häuser einreißen.

        Ungefähr 30 000 seit 67?

        Und da schmeißt ein Kind einen Stein auf einen Panzer, der ein palästinensisches Haus einreißt – und vor Gericht und ins Gefängnis kommt das Kind und nicht der Baggerfahrer.

        Klar – Sie haben halt den kollektiven Knick in der Optik.

      • 2 Millionen Araber leben als Israeli in Israel.
        Mit vollen Bürgerrechten…

        SIE sind der Heuchler.
        Und daß SIE auf die Argumentation von Heron (bzw die Untersuchungsergebnisse) nicht eingehen, sondern es einfach nicht beachten zeigt nur den Grad IHRES Fanatismus.
        SIE haben kein Interesse an Sachlichkeit, SIE verfolgen nur einen stumpfen Plan. Einen bösen Plan.

        À propos „Steine werfen“.
        Es kamen schon mehrere Israeli (auch Säuglionge, Frauen) ums Leben durch solche „Steinwürfe“ -Heuchler!- aber ich verzichte auf die Darstellung von solchem und verweise auf „innerislamische“ Angelegenheiten…
        https://www.youtube.com/watch?v=Lfw-1F1C6IA
        (Dies ist ein Video mit Altersbeschränkung.)

        Das finden SIE gut, tun aber so, als würden Juden das tun.
        SIE haben kein Recht Heron als „Heuchler“ zu bezeichnen!

      • Ja verboten schon – aber deutsche und israelische Kinder presst man nicht unter Folter flasche Geständisse ab um sie mit unverhältnismäßigen Strafen zusammen mit Erwachsenen monatelang dafür zu inhaftieren. Es ist klar, dass diese Erlebnisse die Kinder massiv traumatisieren.

        Allerdings – israelische Kinder dürfen anscheinend schon Steine werfen, jedenfalls gibts genug Videos im Netz von Siedlerkindern, die Palästinenser mit Steinen beschmeißen und Soldaten stehen daneben und schauen zu.

        „Fanatic Israeli Settlers teach children to hate; urge youth to commit crimes against Palestinian neighbors!

        „We have a serious problem here. They have understood where our weak point lies, and that is the use of children under the age of criminal responsibility, under the age of 12. They do that on purpose. The children throw stones, break walls.
        The children are the tactical arm, and even the strategic arm, of the adults. [The strategic goal of the settlers is] to expand the area in which they live.“

        Eli Zamir, Commander of the Hebron Police

        The following links are to videos of attacks against Palestinians, and Internationals committed by Colonial Settler Youth. In many of the videos you can easily see the manipulation of settler adults urging their children to commit these attacks. Please take notice of the age range of these children. Anyone who is instilled with these levels of fear and hatred at a young age 0will certainly be warped for life. The hatred these Colonial Israeli Settlers instill in their children is both horrifying and a warning for the future.“

        Unter diesem Link eine umfassende Dokumentation der Steine schmeißenden Siedlerkinder, geduldet durch Soldaten, Polizei und Eltern – wenn nicht sogar angestiftet:

        http://www.telrumeidaproject.info/settlerschildren.html

      • Ja 2 Millionen Araber leben in Israel und werden systematisch diskriminiert. Oft genug hört man Politiker, die offen und wie selbstverständlich darüber nachdenken, diese als Manövriermasse im Friedensprozess auszubürgern – aber als Feigenblatt für einen ethnozentrischen Staat sind sie noch ganz nützlich.

        Laut einer Umfrage meint die Mehrheit israelisch-jüdischer Schüler, dass Araber nicht die gleichen Rechte haben sollten, sind also für Apartheid.

  7. Wie generiert man Hass effizient:

    „Der vierzehnjährige palästinensische Junge wurde am 3. März um zwei Uhr nachts im Haus seiner Familie von sechs maskierten israelischen Soldaten aus dem Schlaf gerissen. Sie legten ihm Handschellen an und verbanden ihm die Augen. Der verzweifelten Mutter gaben sie keine Auskunft. Der Junge wurde ins Gefängnis von Megiddo gebracht. Am 22. April stand er bleich und zitternd vor dem Militärgericht von Salem. Anklage: Steinwurf gegen einen israelischen Panzer.
    Tatsächlich hatte der Junge mit drei Schulkameraden israelische Panzer mit Steinen beworfen. Die Panzer beschützten Bulldozer, die palästinensische Bauernhäuser niederrissen, um einer neuen israelischen Siedlung Platz zu machen.

    NEUN JAHRE GEFÄNGNIS. Das Urteil steht noch aus. Die gängige Praxis der Kolonialjustiz ist jedoch bekannt: Steinewerfende Kinder können mit bis zu neun Jahren Gefängnis bestraft werden.

    …Ãœber 700 000 Kinder haben seit Beginn der Besatzung vor 46 Jahren diese Misshandlung erlebt. Und natürlich geht es der Regierung in Tel Aviv nicht darum, Panzer vor Steinen zu schützen, sondern darum, in den besetzten Gebieten Druck auf die palästinensischen Familien auszuüben.
    Montag, der 10. Juni, 10 Uhr morgens im sonnendurchfl uteten Plenarsaal des Genfer Völkerbundspalasts. Professor Richard Falk, weltbekannter Völkerrechtler der University of California, hochangesehene Persönlichkeit der liberalen jüdischen Gemeinschaft der USA und aktueller Sondergesandter des Uno-Menschenrechtsrates, präsentiert seinen Bericht. Die Liste ist eindrücklich: aussergerichtliche Hinrichtungen von palästinensischen Oppositionellen, Hunderte palästinensische Kinder in Militärgefängnissen, Folter politischer Gefangener, Wirtschaftsblockade der Enklave Gaza. Und so weiter….“

    http://www.workzeitung.ch/tiki-view_articles.php?articleId=1922&topic=2

    • Antwort:

      “Bitteres Fazit der israelischen Experten: “In der Palästinensischen Autonomiebehörde gibt es keinen Unterrichtsplan, der darauf ausgerichtet wäre, palästinensische Kinder auf Frieden und Koexistenz vorzubereiten. Ganz im Gegenteil bilden die Kinder eine der wichtigsten Zielgruppen für die von der PA geförderte Anstiftung zu Hass und Gewalt.”

      • Ja, Jane: „Der Jude ist der Böse“.
        Das hätten SIE gerne, ist die Welt so böse, dann kann man nur böse sein, um sich darin zu behaupten. Genauso argumentieren Verbrecher, Wahrheit!

      • Grausam – allerdings!

        Sie behandeln und bestrafen 12-jährige wie Erwachsene was gegen die UN-Kinderrechtskonvention geht. Zudem verhängen sie Strafen, für die das Wort unverhältnismäßig noch viel zu niedlich ist und zudem oft auf erpressten Geständnissen basieren.

        Kinder werden in israelischem Gewahrsam auch gefoltert.
        Sie benutzen palästinensische Kinder als menschliche Schutzschilde.

        „The UN Committee on the Rights of the Child has reported that Israeli forces are mistreating Palestinian children, including torturing those in custody and using others as human shields.“

        In voller Länge und einem Videopressebeitrag:

        https://occupiedpalestine.wordpress.com/2013/06/21/video-israeli-torture-of-palestinians-including-children-by-presstv/

        „Letztes Jahr als er auf dem Weg zur Schule war, geriet Younes (15) zufällig in einen Kampf zwischen jugendlichen palästinensischen «Steinwerfern» und israelischen Soldaten. Eine Soldatin rief ihm von weitem zu. Als er sich ihr näherte, beschimpfte und ohrfeigte sie ihn und schlug ihm mit dem Gewehrkolben in den Magen. Sie befahl ihm, stehen zu bleiben, und liess ihn drei Stunden am Rande der Hauptstrasse nach Hebron warten, bis ihr Chef endlich erschien. Dieser fesselte die Hände des Jungen auf dem Rücken, verband ihm die Augen und warf ihn, an der Kehle gepackt, in den Jeep. Während der Fahrt, die nach seiner Schätzung zwei Stunden gedauert haben musste, traten ihn Soldaten, die er nicht sehen konnte, mit den Füssen und schlugen ihn mit Gewehren. Wie viele Soldaten waren es? Younes meinte, sie seien etwa zu siebt gewesen; und es sei noch ein anderer gefesselter Schicksalsgenosse im Jeep gewesen.

        Nachsinnend ergänzte er, er habe sich angesichts der langen Fahrt gewundert, dass man ihn nur bis zum Haftzentrum von Kyriat Arba in einer jüdischen Siedlung von Hebron gebracht habe, da dieses nicht weiter als fünf Kilometer vom Ort seiner Festnahme entfernt sei.

        Im Gefängnis angekommen, stösst man Younes in einen Raum, setzt ihn auf einen Stuhl, die Hände immer noch hinter dem Rücken gefesselt, und drei Soldaten stellen ihm aggressiv, ohne Unterbruch Fragen, ihn damit vom einen zum andern jagend. Weil er bestreitet, Steine geworfen zu haben, schlagen sie ihn, drohen ihm, seine Familie zu quälen, wenn er nicht zugebe, Steine geworfen zu haben, werden sie ihn während sechs Jahren ins Gefängnis sperren. Vierundzwanzig Stunden nach seiner Festnahme lässt man ihn immer noch nicht schlafen. Um ihn einzuschüchtern und zu einem Geständnis zu zwingen, treten vier große und breitschultrige Soldaten in die Zelle, die ihn an Schwarzenegger erinnern.

        Am Ende seiner Kräfte und seiner Hoffnung gesteht Younes schließlich, einen Stein geworfen zu haben. So hofft er, nach Hause gehen zu können, wie es ihm seine Peiniger versprochen haben. Dafür lässt man ihn ein Dokument unterzeichnen, welches er weder entziffern noch verstehen kann, weil es hebräisch geschrieben ist. Er denkt, er sei am Ende seiner Leiden angelangt.

        Nur wenige Minuten vor dem Prozess sieht er zum ersten Mal den von seiner Familie beauftragten Anwalt. Dieser erklärt ihm , dass er aufgrund seines Geständnisses angeklagt werde, mehr als vierzigmal Steine auf Soldaten geworfen zu haben und im Besitze eines Messers gewesen zu sein, um Soldaten zu verletzen. Das Urteil: drei Monate Gefängnis, eine Geldstrafe von eintausend Shekel und fünf Jahre Gefängnis auf Bewährung.

        Wie waren die Haftumstände?

        «Ein Alptraum. In einer Zelle, die so groß war?», und er zeigt auf die sechs Quadratmeter kleine Terrasse, auf der sie sitzen: «Darin waren siebzehn Personen gefangen, der größte Teil Erwachsene»….

        Wir konnten aus Platzgründen nicht liegend schlafen. Und es gab nur eine Decke für zwei Personen. Um zwei Uhr morgens wurden sie jeweils geweckt. Die Gefangenen, die nicht sofort aufstanden, wurden mit mehreren Tagen Einzelhaft bestraft. Sie durften nur zweimal pro Tag auf die Toilette….“

        Vollständig unter:

        http://www.hanspeter.stalder.ch/dossiers/palastina-israel/sandra-wouilloud-younes-s.-ein-palastinensischer

  8. Zitat Jane:

    „Das ist grundsätzlich wenig hilfreich. Eine REALE Bestandsaufnahme ALLER Aspekte und Parteien ist allerdings natürlich GRUNDSÄTZLICH vonnöten. Sich dabei EINSEITIG auf den ein oder anderen Aspekt zu fokussieren unter AUSBLENDUNG ALLER anderer ist dabei ein probates Mittel VERZERRTe Wahrheiten zu propagieren. Natürlich ist Geschichte so komplex, dass sich jeder rauspickt, was er so braucht. …

    …(Frieden bedeutet GRUNDSÄTZLICH die Berücksichtung ALLER KONFLIKTparteien und NICHT etwa deren AUSSCHLUSS).“

    😉

  9. “ “WARUM stellt ‘Welt‘ ‘Mensch‘ nicht einmal GENAUSO die “LEGITIMITÄT“ OstJordans in Frage??? WARUM eigentlich nicht??”

    Das würde ihnen so passen – n

    nein es gibt dazu Gott sei Dank keinen Grund “

    liebe Jane,

    1. …befremdlich neu?, dass gerade Sie sich eben dafür – siehe Vorgenanntes – gerade bei ‚höheren Mächten GLAUBEN‘ bedanken wollen zu müssen 🙁

    2. als einzig wahre, gutmenschlich-freiheitliche Humanistin stehen Sie doch ganz sicher für „Gleichbehandlung“ ALLER MENSCHEN – nicht etwa für „SONDERbehandlungen“ jeweiliger machtinteressengeleiteter Motivationen 🙁

    3. …da der eindeutig KLAREN Definition nach – siehe Wikipedia – einst ‚palestine‘ – konkreter Mandatspalestina – denn GENAU darüber fabullieren Sie ja als quasi Expertin (nix hadrianische Zeiten!) OstJordan einen 78 %igen Flächenanteil dieses so bezeichneten Gebietes BETRUG, sollte doch nicht allein der QUANTITATIVen Betrachtung zu Folge diese von mir oben gestellte Frage explizit erlaubt sein – NEIN – vielmehr noch aus Gründen der vollständigen ‚verstehenden‘ Korrektheit wegen, um überhaupt erst einmal SACHLICHE Ansätze für ‚Forschungen‘ zu evtl. Konfliktlösungen anstellen zu können!

    …ich wiederhole mich:

    WARUM ? ? ? …NUR immer und IMMER wieder und WIEDER Israel ? ? ?

    WARUM nicht A U C H die „Legitimität“ OSTJORDAN’s GLEICHermassen betrachtend in Frage stellen???

    vllt. schon der GERECHTIGKEIT wegen???

    Genau deshalb – weil ‚dies NICHT erlaubt sein kann‘ …DARF – ungebrochen UNKORREKT EINSETIGE Verweigerungshaltung dazu – gehören Argumentationen Ihrer Colleur’s geschichtlich betrachtet ausschliesslich auf den „PROPAGANDISTISCHEN MÃœLLHAUFEN“ …sind dummes, noch dümmeres NIEDERES Geschwätzel – sorry – und ebenfalls GENAU deshalb sollte sich Israel von KEINEM darüber belehrend drangsalieren lassen – NEIN – um G’ttes Wille NICHT!

    Wenn „jemand“ meint, Rechnungen aufzumachen – und das TUT ‚Welt‘ ‚Mensch‘ – Sie ganz besonders – STÄNDIG, dann bitte sachlich VOLLSTÄNDIG (keine ‚Unbekannten‘ in der Gleichung!!!) – blosses empfindsam retuschiertes Gejaule erzeugt ausser Hass und Gewalt NIE eine Lösung!

    Denken Sie – ausnahmsweise einmal – intensiver darüber nach – posten weniger verschwörerische VerdächtigungsPHANTASTEREIEN – konzentrieren sich dann auch WIRKLICH auf „knallharte“ FAKTEN und TATSACHEN.

  10. MIT HITLER-BILDERN
    Palästinenser hetzen Kinder gegen Israel auf

    â–º Im Gedicht „Der Märtyrer“ eines palästinensischen Schulbuches heißt es: „Das Säbelrasseln in meinen Ohren ist ein seichter Ton, das fließende Blut erfüllt meine Seele mit Freude.“

    â–º Im palästinensischen TV widmet ein Mädchen einem Kommandeur des „Islamischen Dschihad“ ein Lied. Textauszug: „Wenn wir als Märtyrer sterben, kommen unsere Seelen ins Paradies.“

    „Bitteres Fazit der israelischen Experten: „In der Palästinensischen Autonomiebehörde gibt es keinen Unterrichtsplan, der darauf ausgerichtet wäre, palästinensische Kinder auf Frieden und Koexistenz vorzubereiten. Ganz im Gegenteil bilden die Kinder eine der wichtigsten Zielgruppen für die von der PA geförderte Anstiftung zu Hass und Gewalt.“

    orginal Artikel mit Bildern dazu

    http://wap.bild.de/politik/ausland/palaestinenser/hetzen-schulkinder-gegen-isreal-auf-31906046.bild.html

  11. Palästinenser hetzen Kinder gegen Israel auf

    Von STEPHANIE BILGES

    „Es gibt wieder Hoffnung auf Frieden: Nach drei Jahren Pause haben Israelis und Palästinenser jetzt erneut Verhandlungen aufgenommen.“

    „Doch während die Verhandlungsführer sich kompromissbereit geben, schürt die Palästinenser-Regierung im Hintergrund Hass! BILD.de liegt ein Dokument vor, für das die israelische Regierung Hunderte Zeitungsartikel, Berichte palästinensischer Medien, Unterrichtsmaterialien und Facebook-Seiten von Schulen analysieren ließ.“

    SO HETZEN DIE PALÄSTINENSER SCHULKINDER GEGEN ISRAEL AUF!

    â–º In einem offiziellen Lehrbuch des palästinensischen Erziehungsministeriums für das 11. Schuljahr heißt es: „Die Stunde der Auferstehung kommt erst, wenn die Muslime die Juden bekämpfen. Die Muslime werden sie töten.“

    â–º Auf der Facebook-Seite eines Mädchengymnasiums erschien eine Karikatur, auf der sich ein religiöser Jude hinter einem Baum versteckt. Vor dem Baum steht ein bewaffneter Palästinenser. Der Baum sagt: „Oh Muslim, oh Gottesdiener! Hinter mir versteckt sich ein Jude, komme und töte ihn.“

    â–º Auf der gleichen Seite wurde ein Foto von Adolf Hitler hochgeladen. 21 Facebook-User klickten „gefällt mir“.

    ► In offiziellen Lehrbüchern des 3. und 4. Schuljahres sind Nahost-Landkarten abgebildet, auf denen Israel komplett fehlt.

    â–º Auf der Facebook-Seite einer Grundschule für Jungen ist der Satz „Ich hasse Israel“ aufgelistet – in 18 verschiedenen Sprachen.

    orginal Artikel mit Bildern dazu
    http://wap.bild.de/politik/ausland/palaestinenser/hetzen-schulkinder-gegen-isreal-auf-31906046.bild.html

  12. Lieber A.mOr:

    „https://www.youtube.com/watch?v=Zrl6XVUT5qk
    Hiermit erteile ich Jane den Auftrag diesen Vortrag ins Deutsche zu übersetzen.“

    Das ist ne super Idee. Blöd nur: Erstens kann diese Hilfsschülerin nur rudimentär englisch; – und darüber hinaus, dies kommt erschwerend hinzu, versagt ihre „sprachliche“ „Fähigkeit“ ganz, wenn das Objekt ihrer Betrachtung nicht mit ihrem antisemitischen Vernichtungswunsch korrespondiert. 😉

    • Was Sie so alles zu wissen glauben.

      Wie auch immer – an dem Punkt als die Dame den Dauerkampf gegen die Palsätinenser als reine Selbstverteidigung titulierte, habe ich dann aufgehört mir den Vortrag weiter anzu hören.

      Ich bin jetzt für mich zu einer neuen Erkenngnisebene durchgedrungen, eine, die ich wohl lange gesucht habe und zu der hier alle, ob freiwillig oder unfreiwillig, ob Freund oder Feind auf ihre Weise beigetragen haben. Dafür möchte ich Euch allen danken!

      Ich bin an dem Punkt nagelangt, an dem ich die Zusammenhänge von nationalistischen Bewegungen durch die letzten 2 Jahrhunderte, die Geschichte des Holocaust und des Zionismus aus einer neuen Perspektive begreifen kann und einen Weg gefunden haben, den schmerzlichen Riss einzuordnen, der heute durch die Menschheit geht, zu dem der National-Sozialismus einen leider gewichtigen Beitrag leistete, so dann aber auch der Zionismus; Die Geschichte der Selbstzerfleischung und in Ressentiments und Dünkeln befangene Menschheit, die immer wieder zurückweicht den wahren Ursachen für die großen Fragen aus dem Weg zu gehen und stattdessen immer neue Windmühlen kämpfen, die nationalistischen Bestrebungen, die heute wieder allenthalben entstehen und heute oft genug gerade in Israel ihr Vorbild finden – für das alles hat ein jüdischer Anti-Zionist, Philipp Weiss – einen Satz gefunden, den in seiner ganzen Tiefe zu begreifen ich jetzt endlich in der Lage bin.

      „There is something self-destructive about Zionism. The myths of Masada and the Warsaw ghetto are romances of self-destruction. And now the Zionists are isolating Jews from any larger ideal, and embracing hatred, and there is no way this can end happily.“

      Philip Weiss on December 2, 2011

      http://mondoweiss.net/2011/12/a-warsaw-ghetto-with-guns-my-recent-trip-to-israelpalestine.html

      • Zitat Jane.
        „…an dem Punkt als die Dame den Dauerkampf gegen die Palsätinenser als reine Selbstverteidigung titulierte, habe ich dann aufgehört mir den Vortrag weiter anzu hören.“

        Tja, Uri, dann hast Du entweder auch recht damit, daß Jane nur „rudimentär Englisch“ beherrscht, oder aber, sie „wußte“ bereits vorher, was Frau Wisse zu erzählen habe.
        Zweitere Variante halte ich für wahrscheinlicher.
        Was aber nicht gegen die erste Variante spricht.
        Nur weiß ich’s nicht.

        Glatt vergessen darauf einzugehen, beinahe.

    • Lieber Uri,
      „[Jane…]…versagt (…) ganz, wenn das Objekt ihrer Betrachtung nicht mit ihrem antisemitischen Vernichtungswunsch korrespondiert.“

      Ganz offenbar.

      Jane,
      „…einen Satz gefunden, den in seiner ganzen Tiefe zu begreifen ich jetzt endlich in der Lage bin.“

      So tief gesunken?
      Die ideologisch festgeschweißte Brille die zum Wahn führt, der dann anderen zum Vorwurf gemacht wird. „Jude = Nazi“, das ist es, was dann bei einer Jane mehr oder weniger direkt herauskommt. Umschrieben mit der Formel „Zionismus“, die bei „Janes“ eben nur etwas abgrundtief Böses bedeutet: das Recht der Juden auf staatliche Unabhängigkeit und Souveränität!

      Der Schmutz auf die Alibi-Juden.
      Da fühlt sich Jane pudelwohl, mit solch gewichtigem Flankenschutz, die am Ende sogar ihr Leben dem Pistolenlauf einer Jane geben. Wie soll’s denn sonst sein, soll denn plötzlich alles anders sein?
      Nicht bei Jane.

      Das Gesetz der kaltherzigen Selbstgerechtigkeit.
      Gibt’s auch unter Juden, wenn vielleicht seltener, aber wo nicht?

      • Zitat Jane
        „Die Israelis haben Ihren Staat – Sie wollen nicht, dass „Palästinenser“ … sie vernichten, [meine Ergänzung.]

        Zitat Jane
        „In Ihrem Hirn stinkts.“

        Jane zitiert
        “..now the Zionists are isolating Jews from any larger ideal, and embracing hatred”
        Philipp Weiss

        → Die ‚Hellenen‘ haben schon einmal versucht das Judentum zu eliminieren.
        Seit unserer Abwehr feiern wir das Wunder von Chanukka.
        „Hatred“ war immer nur das Problem anderer, was sie an uns abreagieren!

        Wir wollen nicht viel, aber wir wollen leben, wir haben ein Recht und auch eine Pflicht zu leben. B“H.
        Und wir wollen gut leben.

        Und das hat nichts damit zu tun, daß Araber nicht genauso gedeihlich wie auch immer leben. Aber wenn ’sie‘ (die Judenhasser) nur auf Kosten unserer (und anderer) erschlagenen und geschundenen Leiber leben „können“, dann werden wir das verhindern!

        Und keine ‚fanatische Jane‘, die uns von ‚Humanismus‘ heuchelt, kann uns davon abhalten.
        Vollkommen gleich, welche Lügen oder Ansichten sie verbreitet. Wir erkennen dich und deinerart.
        Ihr seht nur das von uns, was ihr sehen wollt, aber ihr zielt auf unsere Leiber, ihr wollt unseren Tod.

        Und wir werden irgendwann ein weiteres Fest feiern,
        denn wir lieben das Leben!
        (Auch das Leben und das Recht dazu anderer!)

        https://www.youtube.com/watch?v=CxDKnTRtZYI
        Alle Juden und gute Menschen seid besiegelt!

        PS/…und die Araber lieben das Leben auch! Aber der Haß und die Bosheit allzuvieler in ihren Reihen verdirbt dasselbe.
        Araber, werft diese Verderber hinaus aus euren Leben!

    • @A.mor. Ich spreche nicht nur ganz gut englisch. Ich habe auch schon einige Jahre für eine namhafte englische Institution gearbeitet, was ohne gutes Englisch vollkommen unmöglich wäre, weshalb ich hier genauso englische wie deutsche und in seltenen Fällen auch mal französische Artikel verlinke.

      Es steht Ihnen natürlich frei sich zusammen zu fantasieren, wer oder was oder wie ich bin, und zumeist tun Sie das ja auch. So ist das halt in der anonymen Internetwelt.

      Aber vielleicht haben Sie ja ein paar neue Ideen, wie Sie mich irgendwie demontieren könnten.

      Der Phantasie sind da ja keine Gerenzen gesetzt.

      Also – nur zu!

  13. Die 13. SS-Division „Handshar“ in Bosnien-Hercegovina

    „In der ersten Aprilhälfte 1943 kam der Jerusalemer Groß-Mufti (Bild) nach Sarajevo, begleitet von einer deutschen, kroatischen und bosnischen Suite, wobei jeder Begleiter von ihm Unterstützung seiner spezifischen Wünsche erwartete.

    El Huseini war, was er immer gewesen war, ein rückhaltloser Gefolgsmann Hitlers. Als solcher erwies er sich auch in Bosnien: „Der Standpunkt der Muslime ist klar. Im Freiheitskampf stehen sie auf Seiten Deutschlands, Japans und deren Verbündeter. Der Kampf gegen Großbritannien wird bis zum endgültigen Zusammenbruch des Britischen Imperiums geführt, desgleichen der Kampf gegen Sowjetrußland, den jahrhundertelangen Erzfeind des Islam. Der Sieg der Achsenmächte wird auch der Sieg der islamischen Völker sein“.

    „Andere Imame waren noch radikaler: „Europa ist durch den Versailler Vertrag im Namen der Demokratie in die Hände von Juden und Freimaurern gefallen.

    Es wird nicht leicht sein, Europa von diesen Feinden zu befreien, aber der SS-Mann wird eine bessere Zukunft für Europa bauen. Bosniens beste Söhne dienen in der SS“.

    http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=519&Itemid=451

  14. ““Einrichtung einer ‘FAMILIÄREN‘ HEIMstätte für eine aus Mekka …Medina …über Damaskus und und und…Arabien verjagte Kalifen’dynastie‘ “auf ¾ der Fläche des einstigen Mandatsgebietes!”
    Ach Quark. 1920 bekam das UK den Auftrag vom Vorläufer der UNO, sich um das ihm zugestandene Mandatsgebiet zu kümmern, …“

    lieber efem – GENAU dies taten ‘sie‘ und das ERGEBNIS dessen brauchst Du doch nicht versuchen, WEGZURELATIVIEREN??? Du führst es doch explizit aus:

    “… Drei Jahre später TEILTEN die Briten ihr Stück (ganz konkret DEFINIERT: so bezeichnet ‘palestine‘), gaben ihm eine ART Autonomie: die ARABER jenseits des Jordan konnten sich damit sicher sein, nicht verdrängt zu werden von Leuten anderer Ethnien …“

    Inhalt des MandatsAUFTRAGes lautete:

    “ …war die Hilfe zur „Errichtung einer NATIONalen Heimstätte für DAS JÜDISCHE VOLK in Palästina“. …in den Artikeln 4, 6 und 7 konkrete Maßnahmen wie …Förderung einer geschlossenen JÜDISCHEN AnSIEDLUNG (siehe Jischuw) durch Zurverfügungstellung von STAATs- und Brachländereien sowie Erleichterungen bei der Einwanderung …“ WIKIPEDIA

    NIX Hashemitis!!! Ausdrücklich: KEIN einziges Wort …

    von der dann letztlich GEGEN das Mandat durchgezogenen – von Dir RICHTIG dargelegten – TATSACHE:

    “Als “ “+/- indigene VERWALTER der Gegend“ “ wurden Angehörige einer rel. alten ARABISCHen HERRSCHERFAMILIE zugelassen. Das wars.“

    Und genau dies habe ich hier schon zig Mal ZITIERTerweise bemerkt, wenn ‘ALL (gescheite) Welt‘ über sogenannt “Palästina“ JAULT – damit ABER stets lediglich Israel glauben benennen zu müssen! Das ist unvollständige, unkorrekte, minderwertige HEUCHELEI in der Auseinandersetzung mit den TATSACHEN zum Konflikt middle east!

    WARUM stellt ‘Welt‘ ‘Mensch‘ nicht einmal GENAUSO die “LEGITIMITÄT“ OstJordans in Frage??? WARUM eigentlich nicht???

    Bei WestJordan …Israel ist’s seit 1948 internationaler “VolksSport“!

    Wenn Mensch meint, über “Quark“KUCHEN philosophieren zu müssen, dann BITTE auch über den GANZEN …und net nur ‘n 22% STÃœCKLE 😉

    the beautyful palestinian Queen Ranja and her royal arab king husband loves twinkle publicness so …und werden’s aushalten können …denn es IST ja so!

    Auch Dir, lieber efem, traue ich durchaus zu, diese doch klaren FAKTEN zur Kenntnis zu nehmen 😉

    TATSACHE

    “Palästina liegt an der südöstlichen Küste des Mittelmeeres und bezeichnet Teile der Gebiete des heutigen Israel, Golan, Gazastreifen, Westjordanland UND Jordanien.“

    WIKIPEDIA

    Wieso? …Weshalb? …Warum? … Wann? …Wie? …Wodurch? …Wozu? …Weshalb? Recht? …Unrecht? ändern absolut NIX daran!

    Bon appétit!

    😉

    • „WARUM stellt ‘Welt‘ ‘Mensch‘ nicht einmal GENAUSO die “LEGITIMITÄT“ OstJordans in Frage??? WARUM eigentlich nicht??“

      Das würde ihnen so passen – n

      nein es gibt dazu Gott sei Dank keinen Grund

      Das einzige Problem, dass wirklich virulent ist, ist das Existenzrecht des palästinensichen Volks, das Recht auf Menschenrechte und Bürgerrechte für Palästinenser in den besetzten Gebieten – und den Umstand, dass Israel, dieselben seit zig Jahren negiert und eine Änderung des Status Quo seit zig Jahren sabotiert, zum Zwecke der Selbstbereicherung.

  15. Jane, Sie sagen „die Rolle des Großmufti wird total überschätzt“. Was für ein Unfug!!

    Haben Sie denn das hier nicht gelesen? Zitat:

    1943 verhinderte al-Husseini die Freilassung von 5000 jüdischen Kindern, die auf Initiative des Roten Kreuzes gegen 20.000 gefangene Deutsche ausgetauscht werden sollten. Durch seine persönliche Intervention bei Heinrich Himmler erreichte er, dass die Kinder stattdessen in deutsche Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden. Der Mufti drängte immer wieder auf den strikten Vollzug des Völkermordes an den Juden, unter anderem, indem er Ribbentrop gegenüber die Wichtigkeit der „Lösung des Weltjudenproblems“ beschwor.

    Zitiert nach: Mallmann, Cüppers: Halbmond und Hakenkreuz. S. 118.

    Der Nachfolger von Amin al Husseini, Jassir Arafatund hat ihn „unseren großen Führer“ genannt. Aber Sie wissen es mal wieder besser, als die Akteure selbst.

    Sie ignorieren die Wahrheit. Lesen Sie das Buch von Klaus Gensicke –Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten-.
    Lesen Sie doch nur die auf Amazon gegebene Rezension : http://www.amazon.de/product-reviews/3534208080/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt/276-0614272-6615955?ie=UTF8&showViewpoints=1

    Lesen Sie doch nur Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini

    Lesen sie hier Matthias Küntzel: http://www.matthiaskuentzel.de/contents/die-nazis-und-der-islamismus-in-palaestina

    Zitat

    „…………….Niemand aber hatte die muslimisch-jüdische Konfrontation erfolgreicher geschürt, als der Mufti, der die höchste religiöse und politische Autorität des palästinensischen Nationalismus gewesen war. Unter seiner Ägide wurde der antizionistische Kampf islamisiert und zur religiösen Pflicht verklärt: Wer sich den antijüdischen Vorgaben des Mufti nicht beugte, wurde in den Freitagsgebeten der Moscheen namentlich denunziert und bedroht. Stolz schilderte el-Husseini darüber hinaus in einem Brief an Adolf Hitler, wie er in unermüdlicher Anstrengung dafür gesorgt habe, dass „die Palästina-Frage alle arabischen Länder in gemeinsamen Hass gegen die Engländer und Juden vereinigt.“
    Seit 1937 honorierte Deutschland diese Aktivitäten mit Waffenlieferungen und Geld……………….“

    Zitat Ende

    Informieren Sie sich.

    • „Amin al-Husseini, in den Zwanziger- und Dreißigerjahren die Galionsfigur des palästinensischen Nationalismus, war 1937 von der britischen Mandatsmacht abgesetzt und aus Palästina ausgewiesen worden, hatte danach eine Weile im Irak gelebt und ließ sich 1941 in Deutschland nieder. Von Berlin und Rom aus beteiligte er sich aktiv an der Propaganda der faschistischen Regime sowie am Aufbau bosnisch-islamischer SS-Einheiten.

      In der arabischen Welt – mit Ausnahme Palästinas – war al-Husseini allerdings schon vor seinem Exil weitgehend in Verruf geraten und fand wenig Echo. Trotz seiner zahlreichen Aufrufe an seine Landsleute, sich den Truppen der Achsenmächte anzuschließen, schlossen sich nur 6 300 Soldaten aus arabischen Ländern „verschiedenen deutschen Militärorganisationen“ an, wie ein amerikanischer Militärhistoriker ausrechnete.(5) Von diesen stammten 1 300 aus Palästina, Syrien und dem Irak, der Rest aus Nordafrika. Zum Vergleich: 9 000 arabische Soldaten allein aus Palästina hatten sich zu den britischen Streitkräften gemeldet, und in der französischen Befreiungsarmee kämpften 250 000 Maghrebiner, die auch die Mehrzahl der Gefallenen und Verwundeten ausmachten“

      … Al-Husseini wurde in einer solchen Vielzahl von Artikeln, Broschüren und Büchern öffentlich angeklagt, dass man tatsächlich annehmen könnte, der Mufti habe zu den Hauptkriegsverbrechern des Naziregimes gehört. Jedenfalls eignete sich seine Person sehr gut, um den Palästinensern eine Mitschuld am NS-Völkermord zuzuschieben und die Umwandlung ihrer Heimat in einen „jüdischen Staat“ zu rechtfertigen.

      Diese Argumentation wurde zum festen Bestandteil im Diskurs des neu gegründeten Staates Israel. Sie erklärt auch, weshalb Jad Vaschem, die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, dem Mufti so viel Bedeutung beimisst: Die ihm gewidmete Tafel, schreibt der israelische Historiker Tom Segev, versuche den Eindruck zu vermitteln, es bestehe eine Ãœbereinstimmung zwischen dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden und der arabischen Feindseligkeit gegenüber Israel.7 Der US-Historiker Peter Novick hob hervor, dass der Eintrag über den Mufti in der „Encyclopedia of the Holocaust“, die in Zusammenarbeit mit Jad Vaschem herausgegeben wurde, wesentlich länger sei als die Artikel über Himmler, Heydrich, Goebbels und Eichmann und in seiner Ausführlichkeit nur – geringfügig – hinter dem Artikel über Hitler zurückbleibe.

      …In der Masse der Publikationen fallen zwei Werke auf, die durch ihren seriösen Anstrich herausstechen, denn sie beruhen auf der Auswertung von NS-Quellenmaterial: Das eine stammt von Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers,(9) das andere von Jeffrey Herf.(10) Allerdings sind alle drei Autoren mit der arabischen Welt sehr wenig vertraut und beherrschen die Sprache nicht. Unter dem Titel „Témoigner entre histoire et mémoire“(11) gab die Fondation Auschwitz ein ausgezeichnetes kritisches Dossier über das Buch von Mallmann und Cüppers heraus. Darin schreibt Dominique Trimbur, das Werk folge offenbar „einem Trend der Geschichtsschreibung, der von einem bestimmten, nämlich dem zu Beginn des Jahrtausends herrschenden Zeitgeist geprägt ist […]. Die Beweisführung ist insgesamt wenig differenziert, vor allem wo es um ,die‘ Araber und ,die‘ islamische Welt geht: eine Gleichsetzung, die sich insbesondere in der Ãœbernahme, ja stillschweigenden Aneignung des Begriffs ,Kampf der Kulturen‘ zeigt.“

      http://www.trend.infopartisan.net/trd0610/t090610.html

      • Haben Sie denn das hier immer noch nicht gelesen? Zitat:

        1943 verhinderte al-Husseini die Freilassung von 5000 jüdischen Kindern, die auf Initiative des Roten Kreuzes gegen 20.000 gefangene Deutsche ausgetauscht werden sollten. Durch seine persönliche Intervention bei Heinrich Himmler erreichte er, dass die Kinder stattdessen in deutsche Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden. Der Mufti drängte immer wieder auf den strikten Vollzug des Völkermordes an den Juden, unter anderem, indem er Ribbentrop gegenüber die Wichtigkeit der „Lösung des Weltjudenproblems“ beschwor.

        Zitiert nach: Mallmann, Cüppers: Halbmond und Hakenkreuz. S. 118.
        nochmal:

        Das, was Sie aus dem Internet kopiert haben ist so Substanzlos wie eine Seifenblase. Liefern Sie doch bitte mal eine SUBSTANTIIERTE Kritik über die genannten Autoren Mallmann, Cüppers, Klaus Gensicke, Matthias Küntzel oder anderer Autoren.

        Hier eine substantiierte Rezensiert von Colin Meade und • Von Matthias Küntzel über das Buch von Gilbert Achcar „Die Araber und er Holocaust“
        http://www.matthiaskuentzel.de/contents/die-araber-und-der-holocaust-von-gilbert-achcar

      • Der Ober Mufti von Jerusalem der 1945 in einem Franzoesischen Gefaengniss sass sollte auf Anforderung der Briten nach Nuernberg zum Kriegsverbrecher Prozess ueberstellt werden.

        Warum ? Weil Haj Amin ein Nazi Kriegsverbrecher war

    • Der Widerstand der Araber gegen die jüdische Einwanderung, auch den jüdischen Terrorismus und die Briten hat eine natürliche Ursache – den drohenden Verlust ihrer Heimat, der sich zunehmend abzeichnete.

      So löste den Aufstand 1936 den Fund der Briten einer großen illegalen Waffenlieferung an die Zionisten aus.

      Dem jüdischen Terror fielen in der Zeit von 36 bis 47 ca. 800 Menschen zum Opfer – zum größten Teil arabische Zivilisten.

      Tja – die Muslime sahen sich auch bedroht, zu Recht, wie die ethnische Säuberung im Jahr 47/48 zeigte.

      Zweckbündnisse einzelner mögen da verwerflich sein, aber selbst manche Zionisten wollte ja ein Bündnis mit Hitler eingehen um die Briten zu bekämpfen, da sieht man nach welchem Strohhalm in der Not man so greift. Der Großmufti war seinerzeit von den Briten eingesetzt und später wieder abgesetzt worden. Sein Einfluss im Berliner Exil war gering. Seinem Bestreben die Palästinenser zum Anschluss an die Achsenmächte zu bewegen, folgten ein paar hundert Palästinenser (den Briten schlossen sich 9000 an)

      Um Verständnis für die arabische Situation zu erlangen muss man sich jedenfalls mit den Ursachen des Konflikts beschäftigen – dass dieser auf allen SEiten unerfreuliche Blüten trieb kann nicht verwundern. Den arabischen Widerstand mit dem Rassenhass der National-Sozialisten gleichzusetzen ist falsch, diffamierend und geht wie zumeist wenn Zeloten und Islamophobe schreiben – an der Sache vorbei.

      • Im winter 1948 kamen 25000 Bosnische Muslime zur Unterstuetznung der Privat Armee des Mufti nach Palestina.

        Wer waren die 25000 Bosnischen Muslime ?

        Die Muslemische SS Handschar Division des Mufti von Jerusalem die schon im 2. Weltkrieg fuer den Mufti und fuer Hitler fuer die Judenendloesung gekaempft hatten.

    • Und Ben Gurion?

      In seinem Ehrgeiz Israel zu etablieren, fand er es auch akzeptabler wenn Juden sterben, als dass sie sich in ein anderes Land als Israel retten könnten.

      „Die treibende Kraft zur Staatsgründung war über lange Jahre David Ben Gurion, der spätere erste Ministerpräsident Israels.

      Im Februar 1937 erklärte er: “[…] der wahre Inhalt des Zionismus ist die Befreiung aller Juden, die durch ihre Ansiedlung in Palästina befreit werden können und befreit werden wollen. Ein Judenstaat, der die jüdische Einwanderung beschränken würde, wäre eine Verfälschung des Zionismus.”(1)

      In seiner Funktion als Vorsitzender der “Zionistischen Exekutive” bereiste Ben Gurion im Mai 1942 zum zweiten mal die USA – also zu der Zeit, zu der in Osteuropa die Deportationen in die Vernichtungslager anliefen -, um das amerikanische Judentum für die Errichtung des Staates Israel nach dem Krieg zu mobilisieren.(2)

      Als Ben Gurion in Palästina die Nachrichten vom Holocaust erreichten, riet er nach ersten Bemühungen von weiteren Rettungsversuchen europäischer Juden ab.

      Dafür würden die eigenen Kräfte und Mittel nicht reichen. Man müsse sich vielmehr auf die Gründung des eigenen Staates konzentrieren.

      Die Schrecken der Morde sei dafür ein umso größerer Antrieb: “Tragedy is a power – if directed in the right direction.“

      Aus einer Rede Alfred Grossers im Müncher Gasteig Kulturzentrum, organisiert von der jüdisch-palästinensichen Dialoggruppe. 26.05.2009

      Mit Yitzhak Schamir wurde später einer dieser Möchtegern-Alliierten Hitlers israelischer Ministerpräsident. In der Tradition des revisionistischen Zionismus stehen heute die Likud-Partei und die Kadima des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert. In den 30er Jahren wurden die Revisionisten von anderen Strömungen im Judentum aufgrund ihrer Mussolini-Bewunderung übrigens als jüdische Faschisten bezeichnet.

      David Ben Gurion: »Wenn ich wüßte, daß es durch Transporte nach England möglich wäre, alle (jüdischen) Kinder aus Deutschland zu retten, durch Transporte nach Palästina aber nur die Hälfte, würde ich mich für Letzteres entscheiden. Denn wir müssen nicht nur das Leben dieser Kinder abwägen, sondern auch die Geschichte des Volkes Israel.« Entsprechend schloß der ungarische Zionistenführer Kasztner 1944 mit den Nazis das Abkommen, einige Tausend vor allem junge, zionistische oder landwirtschaftlich ausgebildete Juden nach Palästina zu bringen, um im Gegenzug durch seinen Einfluß Widerstandshandlungen der 450000 ungarischen Juden gegen ihre Deportation zu unterbinden. “

      http://www.marxismus-online.eu/display/dyn/xe7d6cc76-59b3-4ce6-9696-dd4a5f4727e1/content.html

      Von Lenni Brenner aus ‚Zionismus und Faschismus‘

      Sie sehen – auch die Zionisten haben ihre Husseinis.

      Zur einer Lösung des Konflikts tragen solch ideologisch-demagogischen Propagandakriege freilich nicht viel bei und auch nicht zur Diffamierung ganzer Völker (egal ob Juden oder Muslime). Das ist grundsätzlich wenig hilfreich. Eine reale Bestandsaufnahme aller Aspekte und Parteien ist allerdings natürlich grundsätzlich vonnöten. Sich dabei einseitig auf den ein oder anderen Aspekt zu fokussieren unter Ausblendung aller anderer ist dabei ein probates Mittel verzerrte Wahrheiten zu propagieren. Natürlich ist Geschichte so komplex, dass sich jeder rauspickt, was er so braucht. Wenig beleuchtet ist die Diskriminierung von Arabern durch die revisionistischen Zionisten schon seit den frühen 20er Jahren – eine Geschichte die es wohl noch aufzuarbeiten gilt.

      Die Frage ist halt – wofür diskutiert man da und schmeißt sich ins Zeug – ich tues es für eine friedliche Lösung für beide Seiten (Frieden bedeutet grundsätzlich die Berücksichtung aller Konfliktparteien und nicht etwa deren Ausschluss).

      Mir gefällt der Groß-mufti weiß Gott auch nicht, Ben Gurion und Begin freilich auch nicht. Die Vorstellung vom Recht das auf der einen Seite steht ist allemal selten richtig. In diesem Fall jedenfalls sind die Palästinenser allzulange allzusehr entrechtet worden – und das muss endlich aufhören – auch um eine andere friedlichere Entwicklung erst zu ermöglichen – leider sind wir davon wirklich schon sehr weit weg.

  16. „Warum erkennen die Palästinenser / die Arabischen Staaten Israel nicht an?

    Im Frühjahr und Sommer 1949 trafen sich Israel und die arabischen Staaten unter dem Schutz des Palestine Conciliation Commitee (PCC) in Lausanne in der Schweiz. Israel wollte keinerlei territoriale Konzessionen machen und auch nicht 100.000 der 700.000 Flüchtlinge wieder aufnehmen, wie von den Arabern gefordert. Der israelische Verhandlungsteilnehmer Elias Sasson berichtete, Ben Gurion habe in einer Kabinettssitzung bemerkt, die israelische Öffentlichkeit sei „betrunken vom Sieg und nicht in Stimmung für Konzessionen, maximale oder minimale“.

    1949 erklärte Syriens Staatsoberhaupt Husni Zaim offen seine Bereitschaft, der erst arabische Regierungschef zu sein, der einen Friedensvertrag mit Israel abschließt – ebenso sei er bereit, die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge in Syrien anzusiedeln. Er bot wiederholt an, sich mit Ben Gurion zu treffen, der aber standhaft ablehnte. Am Ende wurde nur ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichne.

    König Abdullah von Jordanien engagierte sich zwei Jahre lang für Verhandlungen mit Israle, war aber nie in der Lage, vor seiner Ermordung einen bedeutenden Durchbruch zu erreichen. Sein Angebot, sich mit Ben Gurion zu treffen, wurde ebenso abgelehnt. Außenminister Moshe Sharet kommentierte vielsagend: „Transjordanien sagte – wir sind sofort zum Frieden bereit. Wir sagen – wir möchten natürlich auch Frieden, aber wir können nicht rennen, wir müssen im Schritttempo laufen.“ Drei Wochen bevor er ermordet wurde, sagte König Abdullah: „Ich könnte einen Frieden rechtfertigen, indem ich Zugeständnisse der Juden vorweise. Aber ohne Zugeständnisse von ihrer Seite bin ich gescheitert, bevor ich anfange.“

    1952 – 1953 wurden extensive Verhandlungen mit der syrischen Regierung Adib Shishaklis geführt, einem proamerikanischen Regierungschef, der eine Einigung mit Israel anstrebte. Diese Gespräche scheiterten, weil Israel auf der alleinigen Kontrolle über den See Genezareth, den Huleh-See und den Jordan bestand

    Gamal Nassers wiederholtes Angebot, mit Ben Gurion Friedensgespräche zu beginnen, bald nach der Revolution von 1952, endete schließlich mit der Ablehnung durch Ben Gurions Nachfolger Moshe Sharet, den Prozess fortzusetzen, und mit einem verheerenden israelischen Angriff (unter der Leitung von Ariel Sharon) auf eine ägyptische Militärbasis in Gaza

    Generell ist Israels Nachkriegsinflexibiltät seinem Erfolg im Aushandeln von Waffenstillstandsabkommen zuzuschreiben, der es in einer politisch, territorial und militärisch überlegenen Position ließ. „Die erneute Kriegsbedrohung war erfolgreich abgewiesen worden“, schreibt der israelischen Historiker Benni Morris in seinem Buch „Righteous Victims“. „Warum also sich anstrengen für einen Frieden, der mit bedeutenden territorialen Konzessionen einhergeht?“ In einem Telgramm an Moshe Sharet umriss Ben Gurion in einfachen Worten die israelische Politik für die weitere Zukunft, wie sie im Wesentlichen bis heute gilt: „Israel wird keine Gespräche führen über einen Frieden, der mit irgendwelchen territorialen Konzessionen verbunden ist. Die Nachbarstaaten verdienen nicht eine Handbreit israelischen Boden… Wir sind bereit für Frieden gegen Frieden.“ Im Juli 1949 sagte er einem amerikanischen Journalisten: „Ich habe es nicht eilig, ich kann zehn Jahre warten. Wir stehen überhaupt nicht unter Druck.“ Nichtsdestoweniger tauchte in dieser Periode das Bild der arabischen Führer als störrische Feinde auf, das von Israel so bedacht gezeichnet wurde und einen solch wirkungsvollen Teil im israelischen Gedankengebüude darstellt. Benni Morris (1999, S.268) fasst dies kurz und bündig zusammen:

    Jahrzehntelang belog Ben Gurion – und ebenso nachfolgende Regierungen – die israelischen Öffentlichkeit über die Friedensbemühungen nach 1948 und über das arabische Interesse an einem Übereinkommen. Die arabischen Führungspersönlichkeiten (möglicherweise mit der Ausnahme von Abdullah) wurden insgesamt als einen Ansammlung von störrischen Kriegstreibern dargestellt, die auf Teufel komm raus Israels Zerstörung im Sinn haben. Die Öffnung der israelischen Archive in der jüngsten Zeit bietet ein sehr viel komplexeres Bild der Lage

    Ende 1965 lud der Vizepräsident und Zweite Kommandeur der ägyptischen Armee, Abdel Hakom Amer, den Leiter des Mossad, Meir Amir, nach Kairo ein. Nachdem Isser Har’el, Levi Eshkols Geheimdienstberater, entschieden Einspruch dagegen einlegte, wurde der Besuch abgesagt. Hätte der Krieg 1967 vermieden werden können? Wir werden es nie wissen.

    Unmittelbar nach dem Krieg 1967 streckte Israel seine Fühler aus für eine Annäherung sowohl mit den Palästinensern in der Westbank als auch mit Jordanien. Die Palästinenser waren bereit, Friedensgespräche aufzunehmen, aber nur, wenn sie Aussicht auf einen unabhängigen palästinensischen Staat hätten, eine Möglichkeit, die Israel nie auch nur in Erwägung zog. Die Jordanier waren ebenso bereit, aber nur, wenn sie die volle Kontrolle über die4 Westbank und besonders über Ostjerusalem und die heiligen Stätten erhielten. König Hussein traf sich sogar mit israelischen Regierungsbeamten, doch Israels Ablehnung, eine vollständige Rückgabe der (besetzten) Gebiete zu erwägen, brach den Prozess ab. Die Annektierung des Gebiets für ein „größeres“ Jerusalem und das unmittelbar begonnene Programm der Errichtung von Siedlungen schloss von vornherein jede Chance für einen umfassenden Frieden aus

    1971 sandte Anwar as-Sadat einen Brief an die Jarrings- Kommission der Vereinten Nationen, in dem er Ägyptens Bereitschaft ausdrückte, ein Friedensabkommen mit Israel abzuschließen. Israels Zustimmung hätte den Krieg 1973 verhindern können. Nach dem Krieg lehnte Golda Meir Sadats erneute Angebote zu Friedensgesprächen in Bausch und Bogen ab.

    Israel ignorierte Anfang der 70er-Jahre zahlreiche ausgestreckte Fühler Jasir Arafats und anderer palästinensischer Führungspersönlichkeiten, die mehrfach die Bereitschaft zeigten, mit Israel über Frieden zu sprechen.

    Anwar as-Sadats V ersuche 1978, die Palästinenserfrage als Teil des israelisch-ägyptischen Friedensprozesses zu lösen, wurden von Menachem Begin abgewiesen, der sich weigerte, alles, was weiter ginge als eine palästinensische „Autonomie“. In Betracht zu ziehen.

    1988, in Algier, erkannte die PLO in der palöstinensischen Unabhängigkeitserklärung Israel innerhalb der „Grünen Linie“ an und erklärte ihre Bereitschaft, Gespräche aufzunehmen.

    1993, zu Beginn des Oslo-Prozesses, bestätigten Arafat und die PLO schriftlich ihre Anerkennung Israels innerhalb der Grenzen von 1967 (nochmals: Dies sind 78 Prozent des historischen Palästina). Obwohl sie Israel als „legitimen“ Staat im Nahen Osten anerkannten, erwiderte Israel nicht entsprechend. Die Regierung Rabin erkannte nicht das nationale Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung an, sie war lediglich bereit, die Palästinenser als Verhandlungspartner anzuerkennen. Weder ins Oslo noch in der Folgezeit war Israel je bereit, zugunsten eines palästinensischen Staates auf die 1967 besetzten Gebiete zu verzichten, obwohl dies die Position der UNO (Resolution 242), der internationalen Gemeinschaft (inklusive USA, vor George W. Bush) und, seit 1988 der Palästinenser ist.

    Die vielleicht größte aller vergeudeten Gelegenheiten war die Verunmöglichung eines lebensfähigen palästinensischen Staates durch die Reihe der Likud- und Labour-Regierungen, die während der sieben Jahre des Oslo-“Friedens-Prozesses“ (1993 – 2000) die Bevölkerung in den Siedlungen verdoppelte und damit wirkungsvoll eine Zwei-Staaten-Lösung eliminierten

    Ende 1995 präsentierte Jossi Beilin, eines der führenden Mitglieder des Verhandlungsteams in Oslo, Itzhak Rabin das „Stockholm-Dokument“ (das mit Abu Mazens Team ausgehandelt worden war), um den Konflikt zu lösen. Die darin aufgezeichneten Übereinkünfte waren so vielversprechend, dass Abu Mazen Tränen in den Augen hatte, als er das Schriftstück unterzeichnete. Rabin wurde ein paar Tage später (von einem Israeli) erschossen und sein Nachfolger Shimon Peres lehnte das Dokument umgehend ab.

    Die syrische Bereitschaft zu Friedensverhandlungen unter der Bedingung von Konzessionen bei den besetzten Golanhöhen wurde bis zum heutigen Tag von Israel vielfach zurückgewiesen.

    Sharons komplette Missachtung des Angebots einer Anerkennung Israels durch die Arabische Liga 2002, inklusive des Angebots von Frieden und regionaler Integration im Austausch für ein Beenden der Besatzung.

    Sharons Disqualifizierung Arafats, des bei weitem kooperativsten Verhandlungspartners, den Israel je hatte, und der letzten palästinensischen Führungspersönlichkeit, die noch „liefern“ konnte „wie bestellt“, und der darauf folgende Boykott Abu Mazens.

    Olmert erklärte das „Gefangenen-Dokument“, in dem alle palästinensischen Fraktionen einschließlich Hamas ein politisches Programm mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung beschlossen haben, als „irrelevant“. In der Folgezeit versuchte er mit Gewalt, die demokratisch gewählte Regierung der Hamas zu zerstören; dies geschieht bis heute.

    Im September und Oktober 2006 machte der syrische Präsident Bashar Assad wiederholt Friedensangebote an Israel. Er erklärte Öffentlich: „Ich bin sofort bereit, mait Israel Frieden zu schließen, mit dem wir in Frieden leben wollen.“ Am Tag der ersten Erklärung Assads in dieser Richtung verkündete Premierminister Olmert: „Wir werden die Golanhöhen niemals verlassen“; er beschuldigte Syrien, „Terroristen zu beherbergen“, und erklärte gemeinsam mit seiner Außenministerin Zipi Livni: „Die Zeit ist nicht reif für einen Frieden mit Syrien.“

    Hinzuzufügen wären hier all die unnötigen Kriege, kleineren Konflikte und blutigen Angriffe, die hauptsächlich dazu dienten, Israels Ausgangsposition für sein Vorhaben, die Kontrolle über das gesamte Gebiet westlich des Jordans auszuweiten, direkt oder indirekt bequemer zu machen: sas systematische Töten von 3.000 bis 5.000 „Infiltrierten“ in den Jahren 1948 – 1956, palästinensischer Flüchtlinge, zum Großteil unbewaffnet, die nur versucht haben, nach Hause zurückzukehren, ihre Felder zu bestellen oder verlorene Besitztümer einzusammeln….“

    Aus einem Vortrag des jüdischen Professors für Anthropologie, Jeff Halper, vom Komittee gegen Häuserzerstörung.

    http://www.palaestina-heute.de/uber_uns/Was_wir_gefragt_werden/Warum_keine_Anerkennung_Israel/warum_keine_anerkennung_israel.html

    • Jane, Sie und Ihre Quellen wissen es freilich besser als die Akteure selbst. Selbst wenn sich Yassir Arafat eindeutig äußert, interessieren Sie und Ihre Stichwortgeber sich nicht dafür. Auf Seite 200 seines Buches „Der ewige Sündenbock“ weist Tilman Tarach auf eine Rede Arafat´s in einer Moschee in Johannesburg vom 10. Mai 1994 hin. Dort erklärt Arafat was er von den Oslo-Verträgen hält. Im Internet kann man das hier, im 11. Absatz nachlesen: http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/2567#.UWsQBEpNUWs

      • Zum einen Sebastian – es gab nicht wenige Versuche Arafat alles mögliche unterzujubeln von Seit der Hasbara – letzendlich verbindlich sind Verträge, Anerkennung, konkrete Angebote – die Gerüchteküche hat da kein Gewicht.

        Die Ausrufung des Staates Palästina jenseits der Grünen Linie ist verbindlich für die Palästinenser und für die Araber.

        Wenn Israel irgend einen Grund für einen Angriff gibt, dann die völkerrechtswidrige Entrechtung von Millionen Palästinesern.

        Das führt natürlich nicht zu Sicherheit, sondern zu Unsicherheit.

        Die arabischen STaaten können dem offensichtlich nichts entegensetzen, weil Israel militärisch total überlegen ist.

        Um wieviel froher wären Sie, wenn endlich eine gerechte Lösung gefunden würde, und man den Konflikt endlich mal abhaken könnte.

        Feindselige Rethorik findet sich auf allen Seiten – das ist halt so – aber eine Arbeitsgrundlage für die Politik ist es nicht – höchstens für ihr islamophobes Dehumanisierungsprojekt.

      • Lesen Sie mal Moshe Sharetts Tagebücher, einem der Gründungsväter Israels – ja ich denke auch, dass der es doch wissen musste – und der schämte sich für die fortwährende Friedensverhinderung durch zahlreiche israelische Politiker.

        Die Quelle für alles was man in Israel lieber nicht wissen will, die vielen Entgegenkommen und Verhandlungsversuche der arabischen Nachbarn und auch der PLO – sind oft nicht schwer zu recherchieren.

        Ich persönlich beobachte den Konflikt einigermaßen bewusst seit etwa 20 Jahren; fraglos durch eine andere Brille als sie.

        Verbunden fühlte ich mich Israel mehr – aber konfrontiert wurde ich auch mit der palästinensischen Sicht und dem palästinensischen Leid.

        Auch aus meiner eigenen Beobachtung kann ich auf israelischer Seite eine Akzeptanz auf Grundlage der völkerrechtlichen Gegebenheiten nicht ausmachen – anders bei den Palästinensern.

        Die könnten darauf pochen, dass sie alle ein Rückkehrrecht haben (haben sie – Israel selbst hat sich dazu verpflichtet) – tun sie aber nicht. Sie könnten darauf pochen, dass sich Israel zurückzieht auf das Gebiet dass der Teilungsplan ihnen zuwies (auf dessen Grundlage man schon 1949 Grenzabkommen mit seinen Nachbarn hätte schließen können), tun sie aber nicht.

        Sie sind halbwegs realistisch, denn sie wissen Israel ist innerhalb der Grünen Linie von den meisten Staaten der Welt anerkannt. Also wollten sie ihren Staat auf dem Rest dem WJL und Gaza errichten.

        Ich finde das großmütig und vernünftig. Das ist die überwiegende Haltung der palästiensischen Bevölkerung und das fand auch zig Jahre lang Ausdruck im politischen Bestreben ihrer politischer Vertreter, bis hin zur offiziellen Anerkennung Israels (innerhalb der Grünen Linie, so wie alle westlichen Länder auch) – allein die Israelis bauen halt einfach unbeirrt weiter und sabotieren eine friedliche Lösung – die seit zig Jahren schon an den Israelsi, nicht an den Palästinensern scheitert.

        Darüberhinaus sind die Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser unter Besatzung so massiv und so umfassend, dass natürlich auch auf palästinensischer Seite der Radikalismus und die antiisraelische Agitation präsent sind.

        Das ist nicht verwunderlich (und umgekehrt kaum besser) – kann aber keine Ausrede sein, die Ursache dafür auf immer und ewig weiter zu kultivieren.

  17. hier allerdings wäre jetzt – um auf die eigentlichen Wurzeln der gegenwärtigen Eskalation, auch im sogenannten Atomstreit hinweisen zu können – ein Exkurs in die islamische Welt, den Nahen Osten des frühen neunzehnten, mit der Schilderung der Ereignisse und Massaker von Damaskus oder Aleppo, und des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts notwendig:

    Eine Darstellung der Ereignisse von Hebron und deren Gründe in Hinblick auf die herrschende konfessionelle Hierarchie, sowie den Import des europäischen Antisemitismus bis hin zu den Ausschreitungen gegen Juden in Jaffa 1921.

    Eine Analyse des Hasses insbesondere auf die Juden, der schon lange vor der Staatsgründung Israels bestand, eines Hasses, der seinen Ursprung in der zunehmenden Emanzipationsbemühungen der Juden innerhalb der islamischen Welt genommen, eines Hasses, der letztlich auch zum konzertierten Angriff der arabischen Armeen auf das eben wieder gegründete Israel am 15. Mai 1948, mit dem Vorsatz eines vollkommenen Auslöschungskrieges geführt hat, eines Hasses, der bis heute ungebremst propagandistisch gesteigert ungebrochen anhält.

    Eine Analyse des Hasses also, der letzten Endes zum absolut unmenschlichen Missbrauch der hoffnungslos indoktrinierten Palästinenser als Rammbock gegen Israel, über die Gründung einer ganzen Reihe gegen Israel gerichteter Terrororganisationen bis hin zum gegenwärtig eskalierenden Konflikt incl. Auslöschungsvorsatz der derzeitigen Iranischen Führung gegenüber Israel, damit zum Atomstreit mit dem Iran, sowie allerdings auch zu dieser ausgeuferten „Karikaturenaffaire“ geführt hat:

    Die Existenz eines selbstständigen und autonomen Israel als Staat für die Juden kann und wird nicht akzeptiert werden, und dies aber so lange, als sich an den grundsätzlichen Überzeugungen innerhalb der islamischen Welt nichts ändert, insofern, als endlich Juden als vollkommen gleichwertig und deshalb auch gleichberechtigt angesehen werden und damit auch die Existenz Israels als autonomer Staat vollkommen vorbehaltlos anerkannt werden wird können.

    Bevor dieser Status der vollkommenen, vorbehalts- und bedingungslosen Anerkennung Israels als autonomer, gleichwertiger und gleichberechtigter Partner seiner Nachbarn nicht erreicht werden kann, wird sich Israel, selbstverständlich gezwungener Maßen, als in permanenter Notwehrsituation und Verteidigungsposition mit allen nur denkbaren Konsequenzen der unbedingten Existenzsicherung einer prinzipiell feindlichen islamischen Welt gegenüber befindlich definieren müssen.

    Es gibt Menschen, die aus Jahrhunderte lang sich ständig wiederholender, insbesondere der auch hier in Europa, im Deutschland Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gemachten Erfahrung in der Gewissheit leben, dass tatsächlich eintreten wird, was sie befürchten, unausweichlich!

    Und deshalb muss dieses vor der Zeit, unbedingt, abgewendet werden!

    Dies vor allem gilt es zu verstehen und zu respektieren und danach haben gerade wir uns, selbstverständlich, auf solidarische Weise zu richten.

    Wir haben alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um Israel dabei – sich erfolgreich zu wehren – bei zustehen …

    • Ach ja.

      Es ist ganz einfach: Die Würde des stolzen Arabers an sich ist seit Jahrhunderten verletzt durch ständige Provokation und Demütigung. Kaum ist der immerhin wenigstens noch durch Araber muselmanisch gemachte Türke weg, kommt der Christ wieder, dazu sickert noch ein anderes „Volk des Buches“, der Jude, ein und errichtet auch noch ein eigenes Reich. Der Christ geht zwar wieder, weil es ihm zu ungemütlich wird, aber der Jude, den man seit den Zeiten des Propheten, gelobt sei er, nur als Mensch zweiter Klasse ansah, bleibt.

      Es wäre geschickt, ließe es der jüdisch bestimmte Staat zu, die alte Wunde mit etwas Zugeständnissen hier und da, gepaart mit Anerkennung auf der ganzen Linie zu schließen. Aber man ist ja mindestens genauso stolz. Patt.

      Was war das bloß, was laut Volksmund noch mit Stolz auf einem Holz wächst?

      • Patt – so ganz stimmt das nicht.

        Spontan fällt mir ein die, nicht auf Regierungsebene, Hilfe von Eli Lasch für Krankenhäuser in Gaza, die vielen Bemühungen um gemeinschaftliche jüdisch-arabische Begegnungen, auch gerade für Jugendliche, wobei die Musik eine nicht zu kleine Rolle spielt, dann ganz offiziell, schöner Einzelaspekt, die Einrichtung von Gebetsräumen für Muslime, also stolze Araber, in Krankenhäusern, nicht zu vergessen die Rücksichtnahme auf den Ramadan beim Militär, an Checkpoints etc. und auch an die guten Wünsche von höchster Stelle zum Ende dieses Fastenmonats.

        Das alles und noch mehr, auch die, wie Merkel anmerkte, „neue“ Internetwelt – der Gutwilligen – trägt gewiss noch Früchte und besänftigt den gekränkten Stolz, denn all das bedeutet gleichzeitig immer ein Sich-Zurücknehmen der jüdischen Seite zugunsten der arabischen. Trägt Früchte wenigstens bei Nachdenklichen und für die Zukunft.

      • Christen sind nach wie vor präsent im heiligen Land. Sie beschweren sich allerdings auch in Israel über zunehmende Diskriminierung durch Juden und die palästinensischen Christen leiden eh unter der israelische Besatzung genauso, wie es die muslmischen tun.

        Die Versuche der Hasbara, die Abwanderung palästinensischer Christen den Muslimen in die Schuhe zu schieben, werden von christlicher Seite immer wieder deutlich dementiert.

        Es gibt eine große Abwanderung aus den C-Gebieten von Palästinensern – von Christen und Muslimen. Heute leben nur noch knapp ein Drittel der Anzahl von Palästinensern in den C-Gebieten, wie vor 20 Jahren, dafür 3-4 mal so viele jüdische Siedler – das ist von Israel auch so gewollt und wird mit administrativer Schikane, Willkür von Justiz und Polizei und der klammheimlich gedeuldeten Siedlergewalt, so intendiert.

        ‚Leider, leider‘ ist ethnische Säuberung ja nicht mehr erlaubt – da findet man halt andere Wege und Mittel.

    • Wie wär’s wenn Sie mal aufhören würden Araber als minderwertige Menschen zu definieren und sie so zu behandeln, wie Israel sie in den besetzten Gebieten behandelt.

      Aber auf die Idee kommen Sie nicht.

    • Jane welche Christen meinen Sie genau, die Griechisch Orthodoxen oder die Aramaeisch Orthodoxen oder die Russisch Orthodoxen oder Christen aus Canada oder den USA

      oder meinen Sie etwas Pax Christi die hier in Israel immer wieder gerne gegen den Staat Israel Demonstieren?

      • Welche hätten Sie denn gerne?

        „Der Ökumenische Rat der Kirchen hat Israel eine „Diskriminierungspolitik gegen Christen und Muslime gleichermaßen“ vorgeworfen. Jerusalem sei eine „besetzte Stadt“, erklärte die Organisation im Nachgang zu einer Konferenz in Beirut am Mittwoch, berichtet die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA. Im Mittelpunkt des Nahostkonflikts stehe die seit 65 Jahren ungelöste Palästinenserfrage.

        Ausdrücklich wandte sich der Weltkirchenrat gegen sogenannte christliche Zionisten, die einen jüdischen Staat aus religiösen Motiven unterstützen. Damit ließen sie sich als „politische Waffe gegen das palästinensische Volk“ benutzen. Sie verzerrten die historische Verbindung zwischen Palästinensern und dem Heiligen Land und ermöglichten eine „Manipulation der öffentlichen Meinung durch zionistische Lobbies“.

        Der Weltkirchenrat, ein Zusammenschluss von derzeit 349 christlichen Kirchen weltweit, hatte vergangene Woche im Kloster Notre-Dame du Mont nahe Beirut über eine Stärkung der Christen im Nahen Osten beraten. An der Tagung in Kooperation mit dem „Middle East Council of Churches“ nahmen Delegaten der regionalen Kirchen sowie Repräsentanten aus 34 weiteren Ländern teil. “

        http://www.freunde-palaestinas.de/palaestina-heute/439-weltkirchenrat-wirft-israel-diskriminierungspolitik-vor.html

        „Für Pater Pierbattista Pizzaballa, den Kustos der franziskanischen Kustodie des Heiligen Landes wurde eine „rote Linie“ überschritten. Mit einem Schreiben an den israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres protestierte er gegen die beleidigenden und brutalen jüdischen Schmierschriften gegen christliche Kirchen und christliche Gemeinschaften in Israel. An den Mauern des Abendmahlssaals in Jerusalem, einer baptistischen Kirche, eines griechisch-orthodoxen Klosters und eines christlichen Friedhofs am Zionsberg wurden jüdische Schmierschriften angebracht, die zur Gewalt gegen Christen aufrufen. Die Parolen lauten unter anderem: „Tod den Christen“, „Wir werden euch kreuzigen“, „Christus ist tot“, Tötet die Christen“ und „Maria war eine Prostituierte.“….“

        http://www.katholisches.info/2012/02/28/judische-hasparolen-gegen-christen-in-israel-protestschreiben-an-staatsprasident-schimon-peres/

      • Die „Vereinigung der Freunde Palästinas in Sachsen-Anhalt e.V. “

        Das ist die Hompage wo einem gleich als erstes der Spruch “ Stopt die Judaisierung von Jerusalem “ anspringt.

        Da weiss man doch gleich mit wem man es zu tun hat und welches Gedankengut die Freunde Palestinas aus Sachsen Anhalt so haben.

        Bin immer wieder entzueckt ueber soviel Freundschaft aus Deutschland zu den Palestinensern erinnert mich immer irgendwie an die grosse Freundschaft zwischen Adolf Hitler und dem Palestinensichen Gros Mufti von Jerusalem.

  18. OTon Jane: Es gibt Israel es ist weitgehend anerkannt und hätte es sich mit seinen Grenzen arrangiert wäre es von der ganzen Welt anerkannt, auch von den arabischen Staaten und auch von Palästina.

    Dies ist aber nur auf der Grundlage des Völkerrechts zu machen, mit dem sich zu arrangieren auch den Palästinensern große Opfer einforderte. Das ist nuneinmal das Limit für das israelische Unternehmen. Ein kleines Land, gegründet auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft, für ein kleines Volk.

    Seither sind die Israelis im Zugzwang. Es ist egal wieviel dehumanisierendes Zeugs hier die Zeloten über die Araber und Palästinenser posten, um dieses untragbare Unternehmen zu ‘legitimieren’. Es gibt keine Legitimation.

    Hier wird nicht nur gelogen und auch das Recht Israels auf Selbstverteidigung in Abrede gestellt, sondern dessen Existenzrecht per se.

    Nebenbei erwähnt – Nicht die Besatzung ist der Grund für den Terror, sondern der Terror ist der Grund für die Besatzung.

    Augenblicklich finden Friedensgespräche statt:

    Erster Schritt:

    Anerkennung Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes
    Garantie der Sicherheit Israels und seiner Bürger
    Verzicht auf ein Rückkehrrecht
    Festlegung der Grenzen inkl. Gebietstausch usw.!

    Nächster Schritt:

    Auflösung der verbleibenden Siedlungen.
    Rückzug Israels auf die damit definierten Grenzen.

    Friede!

    • „sondern dessen Existenzrecht per se.“

      Bitte was? Ach Sie wollen halt gerne glauben Israels Expansionspolitik wäre alternativlos.

      Wehrdörfer zur Existenzsicherung – israelische Siedler als menschliche Schutzschilde für den jüdischen Staat – oder wie soll ich das verstehen.

      Das ist doch lächerlich.

      Zu bestreiten, dass politisch und religiös einflussreiche Kreise einfach ein größeres Israel anstrebten und anstreben ist bei näherer Betrachtung schlichtweg nicht zu bestreiten.

      Sie wollen das Land und die Menschen darauf wollen Sie nicht. Natürlich kann sowas nicht friedlich ablaufen. Also führen Sie einen langsamen zermürbenden Krieg und nennen das dann ‚Selbstverteidigung‘ lächerlich – in Wirklichkeit nimmt Israel für dieses Unternehmen unendlich viel Leid auf palästinensischer aber auch Leid auf israelischer Seite in Kauf –

      und Sie sind zu feige oder zu unehrlich das zuzugeben.

    • „Anerkennung Israels als Nationalstaat des jüdischen Volkes
      Garantie der Sicherheit Israels und seiner Bürger
      Verzicht auf ein Rückkehrrecht
      Festlegung der Grenzen inkl. Gebietstausch usw.!“

      Hat die Arabische Liga, Arafat und die PA alles schon seit vielen Jahren angeboten, bis auf den Umstand, dass das Rückkehrrecht nicht negiert werden darf, aber eine Lösung im Einklang mit Israels demographischen Interessen auch für die arabische Seite und auch seinerzeit für Arafat als Verhandlungsgrundlage angeboten wird (sprich Rückkehr eines kleinen Kontigents – ansonsten Entschädigungszahlungen).

      Anerkennung Israels gabs auch schon – Folge – explosionsartiger Ausbreitung jüdischer Siedlungen auf palästinensischem Land – wie glaubwürdig ist das denn?

      • „Garantie der Sicherheit Israels und seiner Bürger“

        Wer ausser die IDF kann das Garantieren doch nicht etwa die Arabische Liga oder die UNO oder die EU ?

        Ein Blick nach Syrien oder in den Libanon oder in den Irak zeigt die Fahigkeit Frieden und Sicherheit zu Garantieren.

        .
        Nur die Juedische Armee ist der einzige Garant fuer die Sicherheit und den Frieden fuer die Juden.

      • Die IDF sind der Garant für dauernden Konflikt und Blutvergießen und zunehmende Spannungen zwischen der muslimischen und westlichen Welt.

        Ich habe auch nichts dagegen, dass Israel stark ist und sich wehren kann. Allein – was Israel macht hat mit ’sich Wehren‘ schlichtweg nichts zu tun.

        Wäre ich Israelin, ich hätte natürlich die gleichen Ansichten, aber ich wäre nicht für umgehende Abrüstung. Auch ich fände das naiv – ich wäre nur für eine bessere, konstruktive und ehrlichere Politik – das eine schließt das andere ja nicht aus.

  19. Für die Existenz des untragbaren Unternehmens “Israel” gibt es keine Legitimation.

    Ich denke, deutlicher geht es wohl nicht.

    Frei nach Nashon: Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Schoah ist klar, dass der Staat Israel die einzige Garantie für die Existenz des jüdischen Volkes ist. Wer versucht, Israels Legitimität zu verneinen, trifft in Wirklichkeit das Existenzrecht des jüdischen Volks.

    • Mythos. In Israel lebt gerade mal etwaa mehr als ein Drittel aller Jüdinnen und Juden, noch dazu ist dort jeder Fünfte nicht jüdisch.

      Als Staatsbürger anderer Länder besteht ihre Existenzgarantie da genauso wie bei allen anderen jeweiligen Bürger, zudem sind sie dort vor extrem feindlichen Nachbarn, Raketen und ähnlichem bis auf ganz gelegentliche Ausnahmen viel sicherer als in Israel, oder wo sind seit 1945 soviele Jüdinnen und Juden, viele Tausende, gewaltsam umgekommen wie in oder unmittelbar bei Israel? Nirgendwo, dem Himmel sei Dank.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Juden#Geografische_Verteilung

      Deine Behauptung ist genauso lustig als wenn jemand sagen würde, etwa: „Großbritannien ist die einzige Garantie für die Existenz der Englischsprachigen“. Oder der Vatikan für die Existenz des christlichen Volkes. Oder Lhasa für die des buddhistischen. Sagt aber niemand und stimmt auch nicht.

      • entschuldige, aber dazu fällt mir jetzt wirklich nichts mehr ein.

        Hier das Originalzitat: „Es gibt eine intellektuelle Unaufrichtigkeit bei dem Versuch, gleichzeitig pro-jüdischund anti-israelisch zu sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Schoah ist klar, dass der Staat Israel die einzige Garantie für die Existenz des jüdischen Volkes ist. Wer versucht, Israels jüdisches Wesen zu verneinen, trifft in Wirklichkeit das Existenzrecht des jüdischen Volks.“

    • Ergo Jim – wer jüdisch ist MUSS die israelische Politik unterstützten ohne wenn und aber – wer’s nicht tut ist kein richtiger Jude bzw. sogar ein Antisemit.

      Das ist wohl die mentale Einbahnstraße in der sich ein Gutteil der Juden und Israelis offensichtlich befinden.

      Für mich waren die ersten Erfahrung in diesem Forum insofern sehr kurios, weil ich mit so wahnsinnig vielen Ressentiments gegen Nicht-Juden und vor allem gegen jeden, der mit der israelischen Politik nicht einverstanden ist, konfrontiert wurde – zudem mit einem Glauben – Deutsche (Nicht-Juden) wären von Antisemitismus zerfressen und würden ihren jüdischen Mitbürgern mit ständigen Ressentiments begegnen, was völliger Blödsinn ist.

      Wie seltsam, dass ich in zig Jahren praktisch nichts davon mitbekommen habe. Nie ein negatives Wort über Juden – eher Sympathie für Israel – keine Stereotypen, kleine Klischees – einfach nichts. Man fuhr gerne nach Israel in Urlaub und schaute sich still weinend die Reihe Shoah an und im Religionsunterricht beschäftigte man sich mit dem Judentum und in Geschichte wurde der Holocaust und seine Schrecken wohl länger durchgekaut, als irgend ein anderes Thema, was nicht auf Abwehr, sondern auf betroffenes Interesse stieß – das war die Regel und ich persönlich habe so gut wie gar nichts anderes erlebt (bis auf ein einziges mal, was mich damals richtig shokiert hat, weil ich es einfach nur dumm fand). Konfrontiert wurde ich dann hier massiv und zu meinem Erstaunen, jedenfalls so in dieser Form.

      Meine Erfahrungen deckten sich auch mit den Erfahrungen nicht weniger Juden, die in den 60er, 70ern hier ihre Jugend erelbten und dementsprechend jetzt in gestandenem Alter sind – in Interviews hört man immer wieder ‚ich persönlich habe keine negativen Erfahrunge gemacht – kein Antisemitismus – nichts‘. Ich habe das schon oft gelesen und es wundert mich nicht. Es deckt sich völlig mit meinen Erfahrungen.

      Es scheint mir doch eher, dass diese Vorstellungen gehegt und gepäppelt werden in in sich eher in sich geschlossenen jüdischen Kreisen, die sich von der bundesrepublikanischen Wirklichkeit in dieser Hinsicht schlichtweg völlig falsche Vorstellungen machen -vermutlich orientieren sie sich unbewusst an ihren eigenen REssentiments und glauben, dazu müsste es doch ein entsprechendes Spiegelbild geben, was einfach so nicht der Fall ist.

      Ich will nun nicht ausschließen, dass es solch antisemitische Kreise gibt, sicher gibt es die, wenn ich mit solchen Leuten auch nie was zu tun hatte – aber dabei kann es sich nur um eine kleine eher unscheinbare Minderheit handeln.

      Ein anderer Punkt ist allerdings, dass mittlerweile vermutlich gerade jene Deutsche, die liberal und multikulturell eingestellt sind, also gerade eben jene, die nicht nationalistische, xenophobe Tendenzen haben und daher eher schon als die natürliche Antipode zu Nazis zu nennen ist, mittlerweile von der israelischen Politik ziemlich genervt sind und von dem Umstand, dass nicht wenige Juden, auch hier zum Dauerverteidiger und Botschafter dieser Politik werden, die alles und jeden aufs übelste diffamieren, der den ewigen israelischen Expansionskurs kritisiert – natürlich sorgt das nicht für gute Stimmung.

      Admin:
      HALLO! Geht's auch etwas kürzer?

      • Die Zeitungen sind seit Jahren voll mit Artiekln ueber Antisemitismus und Koerperlichen Angriffen bis zum Mord auf Juden nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa.

        Und wir koennen Ihnen gerne ausreichend Artikel dazu Posten

        Im Jahr 1972 Bombenanschlag auf das Juedische Altersheim mit Toten und Verletzten in Muenchen von Deutschen Linken durchgefuehrt

        Im Jahr 1972 Muenchen Olympia Attentat

        Im Jahr 1973 Deutsche Terroristen Entfuehren zusammen mit Palestinensischen Terroristen eine Franzoesische Maschine Entebbe

        Brauchen Sie Jane noch mehr Beispiele ? Wir haben genug die wir Posten koennen

      • „Die Zeitungen sind seit Jahren voll mit Artiekln ueber Antisemitismus und Koerperlichen Angriffen bis zum Mord auf Juden nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa.“

        Es gab die Morde in Südfrankreich. Es gab auch Morde an Muslimen (viel mehr) und es gab Morde an Deutschen, an Europäern, es geschehen auch Morde in Israel, von Juden an Juden (was ist dann das?). Ja – die Welt ist leider nicht nur friedlich.

        Sie übertreiben aber ganz schön – allerdings ist der Antisemitismus tatsächlich ein Dauerthema, aber hauptsächlich weil das von entsprechender Seite promoted wird und das gewichtigste Pfund zur Legitimation der israelischen Siedlungspolitik ist. Für den Zionismus im Verbund mit neoliberalen, antiislamischen ThinkTanks ist der Antisemitismus unerlässlich.

        Der argentinisch-jüdische Schriftsteller Alfredo Bauer schreibt dazu:

        „..der Zionismus käme ohne Antisemitismus in die größte Verlegenheit. Das ist heute schon der Fall, wo wirklich der Antisemitismus in der Welt zumindest keine unmittelbare Gefahr darstellt. Zionisten suchen verzweifelt nach Anzeichen von Antisemitismus, und vor allem suchen sie nach Hass auf Israel. Und wenn jemand an Israel etwas kritisiert, so sei das, weil man alles Jüdische sowieso hasst. Es besteht meines Erachtens ein grundsätzlicher Widerspruch zwischen der israelisch-nationalistischen und der traditionellen jüdischen Kultur und Ethik mit ihrer Friedensliebe. Ich halte die zionistische Ideologie für etwas grundsätzlich der jüdischen Kultur Entgegengesetztes.

        http://www.kominform.at/article.php/20061006050420383

      • Ach und nicht zu vergessen – vor allem gibt es viele Morde von Juden an Palästinensern – mit den letzten hat man sich mal wohl wieder bemüht die ‚Friedens’gespräche ein wenig zu sabotieren.

  20. @Efem – die Rolle des Großmufti wird total überschätzt – er fand in Deutschland Asyl – hatte aber kaum noch Einfluss.

    Was Du vergisst zu erwähnen – es wurde ja schon in den 20er Jahren deutlich, dass der britische Plan die jüdischen Siedler im Einklang mit der einheimischen Bevölkerung zu regieren nicht mehr zu halten war.

    Zum einen betrieben die Zionisten schon in den 20ern eine Politik die klar auf Verdrängung abzielte, zum anderen wird der jüdische Terror ja seltsamerweise nie erwähnt.

    Dieser richtete sich in erster Linie gegen die arabische Zivilbevölkerung, am Rande auch gegen die Briten.

    Diesem Terror fielen in 11 Jahren von 1936 – 1947 gut 800 Menschen zum Opfer – Menschen die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren – in Bussen, Märkten etc.

    Dass eine allzu massenhafte Einwanderung die Situation eskalieren lassen würde war klar und deshalb engagierten sich die Briten für die Auswanderung der Juden auch in andere Länder und wollten den Zustrom jüdischer Siedler nach Palästina beschränken.

    Nichtsdestotrotz wäre die massenhafte Einwanderung in den 20er und 30er Jahren von Juden ohne das britische Patronat so wohl kaum möglich gewesen.

    • @ Jane.

      Lies doch mal den Text des angegebenen Links – da steht:

      „Während der 1920er Jahre wanderten 100.000 jüdische und auch 6.000 nicht-jüdische Immigranten nach Palästina ein. Besonders die Einwanderung von 35.000 russischen Juden 1919 bis 1923 prägte das Land für lange Zeit. Von jüdischen Agenturen gekauftes Land wurde nur an Juden verpachtet, und das auch nur unter der Bedingung, dass es ausschließlich von jüdischen Arbeitern bestellt würde.“

      Die Juden saßen völlig legal auf eigenem, erworbenem, also jüdischem Land von nicht geringen Ausmaßen. Zum Nachrechnen:

      „Der jüdische Bodenbesitz in Palästina betrug bis Ende 1929“ (Ende der Aufzeichnung dazu in meiner Quelle, dem Jüdischen Lexikon von 1927) „1,2 Mio. Dunam“.

      1 metrisches Dunam = 1.000 m2
      1,2 D. = 1.200 m2; x 1 Mio. entspr. 1.000.000 = 1.200.000.000 m2
      1 km2 umfasst (1.000m x 1.000m) = 1.000.000 m2.

      Das jüdische, legal erworbene Eigentum betrug damals also 1.200 Km2 (zum Vergleich: der Gazastrip umfasst „nur“ 365 Km2, die Westbank 5.860 Km2, Israel 22.145 Km2, Letzteres etwas weniger wie Sizilien oder auch Sardinien, von denen man so gut wie nichts hört, na sowas, obwohl sie doch mal – Sardinien teilweise, Sizilien total für 1/4 Jahrtausend – muslimisch waren).

      Das entspricht einem Quadrat von ca. 34,64 Km Kantenlänge (beim Gazastrip wären es 19,11 km, Westbank 76,55 km, Israel 148,81 km), war also rel. enorm und natürlich kein Quadrat.

      Kein Wunder, dass, wie es schon den später verjagten Templern ging und die deshalb ihre Siedlungen auf ebenfalls legal erworbenem Land gut befestigten, sie immer wieder angegriffen wurden und es dabei Tote und Verletzte gab – auf beiden Seiten.

      Denn zwei nationale Bewegungen standen sich gegenüber, und daran hat sich bis heute im Prinzip nicht viel geändert.

      • @Efem – mir scheint, dass die genauen Umstände der jüdischen Immigration in dieser Zeit wenig thematisiert und aufgearbeitet sind.

        Was mich nachdenklich stimmt, ist der Umstand, dass es in dieser Zeit den wahrscheinlich ersten politischen Mord von Zionisten an einem Juden gab.

        Der holländische Dichter Jakob Isreal de Haan ging als Zionist und voller Idealismus nach Israel, wurde dann allerdings zum scharfen Kritiker der diskriminierenden Politik der Zionisten, zudem trat er offen für eine Verhandlungslösung mit den Palästinensern ein, worüber er auch in einer eher kleinen britischen Zeitung kleine Artikel veröffentlichte.

        Um ihn zum Schweigen zu bringen wurde er von Tehomi, damals Kommandeur der Hagana, ermordet.

        Tehomi bezeugte 60 Jahre später, das nichts damals ohne den Auftrag Yitzhak Ben Zwi geschah, der später der zweite Präsident Israels wurde.

        Hinsichtlich der Anstellung von Palästinensern – es ist eine Sache wer wen in seinem Unternehmen anstellt – das steht frei.

        Es ist aber eine andere, wenn gewerkschaftlich organisierten Juden verboten ist, Palästinenser anzustellen oder ihre Waren zu vermarkten. Auf den Märkten patroullierten damals jüdische Aufpasser, die Ware, welche offensichtlich von Arabern stammte, zerstörten.

        Wie würde es hier aufgenommen werden, wenn es Türken verboten wäre Deutsche anzustellen und sie von ihren türkischen Gemeinden drangsaliert werden würden, wenn sie sich nicht daran halten`?

        Was ist das für eine Politik?

        Teile der Zionisten gehörten dem revisionistischen Zionismus an, der sich offen an den faschistischen Diktaturen orientierte – Mussolini war ihre Galionsfigur. Aus dieser Tradition gehen bis heute führende isralaelische Politiker hervor. An einem friedlichen Miteinander mit der indigenen Bevölkerung war ihnen nie gelegen und schon in den frühen 20ern traten sie für die Vertreibung derselben ein.

        Welches Volk, dass binnen weniger Jahre von einer massenhaften Einwanderung fremdländischer Einwanderer betroffen ist, würde gegen so etwas nicht rebellieren – und es kam dann ja auch genauso – die Menschen wurden massenhaft und gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben. Die Anzeichen für diesen erzwungenen Exodus zeichneten sich bereits in den 20ern und erst recht in den 30ern ab.

        Der in Palästina geborene Jude Tony Cliff erlebte die frühen Jahre der Staatswerdung und hat sich so seinen eigenen Reim auf die Mentalität der revisionistischen Zionisten und auch auf die Ursprünge der zionistischen Bewegung gemacht.

        Herzl kritisierte Emile Zola und andere Franzosen, in erster Linie Sozialisten, die Dreyfus verteidigten. Er beschwerte sich, dass die Juden “Schutz bei den Sozialisten und den Zerstörern der bestehenden Ordnung suchen (…) Fürwahr, sie sind keine Juden mehr. Sie sind ganz bestimmt auch keine Franzosen mehr. Sie sind wahrscheinlich die zukünftigen Führer des europäischen Anarchismus.”

        …Die Zionisten wollten eine ausschließlich jüdische Bevölkerung. Angesichts des sehr niedrigen Lebensstandards der Araber verglichen mit den Europäern und einer weitverbreiteten offenen und versteckten Arbeitslosigkeit konnte dieses Ziel nur durchgesetzt werden, indem den Arabern der Zugang zum jüdischen Arbeitsmarkt versperrt wurde. Dazu griff man auf verschiedene Methoden zurück. Erstens hatte der Jüdische Nationalfonds als Eigentümer eines Großteils des Landes im jüdischen Besitz, darunter großer Flächen Tel Avivs, ein Statut, wonach ausschließlich Juden auf diesem Land beschäftigt werden durften.
        Zweitens mussten alle Mitglieder des zionistischen Gewerkschaftsverbandes Histadrut (Generalverband der Jüdischen Arbeiter) zwei Beiträge entrichten, einen für den Schutz der jüdischen Arbeitskraft und einen zweiten für den Schutz der jüdischen Arbeitsprodukte. Die Histadrut organisierte Streikposten gegen Obstgartenbesitzer, die arabische Arbeiter beschäftigten, und zwangen sie zu deren Entlassung. Es war auch ein alltägliches Bild, junge jüdische Männer auf dem jüdischen Markt unter den Gemüse- und Eierverkäuferinnen spazieren zu sehen; wenn sie auf eine stießen, die zufällig Araberin war, gossen sie Brennöl auf das Gemüse und zertrümmerten die Eier.
        Ich kann mich erinnern, wie ein Tel Aviver Café angegriffen und fast vollständig verwüstet wurde, nachdem das Gerücht aufgekommen war, dass ein Araber in der Küche als Tellerwäscher beschäftigt sei. Ich kann mich auch an wiederholte Demonstrationen gegen den Vizekanzler der Hebräischen Universität von Jerusalem, Dr. Magnus, während meiner Studentenzeit 1936 bis 1939 erinnern. Dr. Magnus war amerikanischer Jude und ein Liberaler, und sein einziges Verbrechen bestand darin, Pächter eines arabischen Grundbesitzers zu sein. ..“

        http://www.sozialismus-von-unten.de/archiv/text/israel_cliff.htm

        Zu der Landverteilung ist zu sagen, dass große Teile Israels kaum bebaubar sind – und der Anteil an fruchtbarem Boden, der schon bald in jüdischer Hand war und der konsequent den Muslimen zur Arbeit versperrt war, dürfte dementsprechend größer sein.

        Admin:
        HALLO! Geht's auch etwas kürzer?


        und beim genauen Lesen ist der Text schwachsinnig. Da gibt es in haGalil wesentlich bessere (und objektivere) Texte. Was heisst z.B. DIE Zionisten???
        Also, wenn schon so ausführlich, dann bitte etwas sinnvoller.

    • Admin:
      HALLO! Geht’s auch etwas kürzer?
      …
      und beim genauen Lesen ist der Text schwachsinnig. Da gibt es in haGalil wesentlich bessere (und objektivere) Texte. Was heisst z.B. DIE Zionisten???
      Also, wenn schon so ausführlich, dann bitte etwas sinnvoller.

      • Der Text und dabei auch der Terminus ‚die Zionisten‘ ist von Tony Cliff, einem israelisch-jüdischen Sozialisten, der selbst 1917 in Palästina in eine zionistische Familie geboren wurde.

        Ich habe einen Auszug daraus originalgetreu reingestellt, das ist alles. Ich selbst ziehe es vor von Teilen der zionistischen Bewegung in dieser Hinsicht zu sprechen.

        Inwieweit der Text ‚Schwachsinn‘ sein soll weiß ich nicht. Der Mann ist Jude, Palästinenser, Israeli und erzählt aus seinen Erinnerungen. Was daran sollte nicht legitim sein?

      • Das sind die Erinnerungen eines Juden und Sohn einer Familie von Zionisten, also Erinnerungen aus erster Hand.

        Insofern jemand das für ’schwachsinnig‘ hält, sollte er bitte mitteilen wieso oder was?

        Ich finde das eher erhellend und wie ich schon auf den Mord an de Haan anzeigte, muss man sich fragen, was so alles die Zeit und das einseitige Narrativ so unter den Teppich gekehrt hat.

      • Jedenfalls zeugt dieser Text von wenig Faktenkenntnis :

        Zu der Landverteilung ist zu sagen, dass große Teile Israels kaum bebaubar sind – und der Anteil an fruchtbarem Boden, der schon bald in jüdischer Hand war und der konsequent den Muslimen zur Arbeit versperrt war, dürfte dementsprechend größer sein.

        Lang lang ists her, und wer erinnert sich noch daran, was viele der jüdischen SiedlerInnen erwartete: Der Tod. Derselbe Tod, der seit Jahrhunderten dazu geführt hatte, dass das Land nur sehr dünn besiedelt war.

        Aufschluss gibt diese Präsentation:

        http://malariainpalestine.com/

        Auf Seite 31 darin wird gesagt – und ähnliche Zeugnisse gibt es mehrere, man muss nur danach suchen, nicht allein im Internet, sondern auch in Bibliotheken – dass die jüdischen SiedlerInnen der Malaria ausgesetzt waren aufgrund der Tatsache, dass ihnen für gewöhnlich nur Land verkauft wurde, das stark malariaverseucht war.

        Aber die ganze Präsentation ist ansehenswert und dürfte zu manchem Aha-Erlebnis führen in Bezug auf das „fruchtbare, blühende Land“, das die Einwandernden den Einheimischen „gestohlen“ haben sollen.

      • Efem – glauben Sie nicht, dass die Idee vom ‚malariaverseuchten Land‘, welches man angeblich in perfider Absicht den Juden verkaufte auch nicht besser ist, als die Legende vom Brunnenvergifter.

        Europäische Einwanderer hatten hat Ihre Mühen mit der fremden Umgebung.

        Auch wenn es in Israels Norden zahlreiche erfolgreiche Aufforstungsprojekte gab, nicht ohne die Wasserressourcen anderer Regionen zu diesem Zweck sehr zu strapazieren, hat Isreal auch heute noch 4 verschiedene Klimazonen und die Wüste ist auch heute noch weitgehend Wüste.

        Und wie kannst du von ‚wenig Faktenkenntnis‘ reden. Wenn die Gewerkschaft und der jüdische Nationalfond es verbot Araber anzustellen und arabische Waren zu vermarkten – dann muss man von einer organisierten Diskriminierungspolitik sprechen, die wie Tony Cliff ausführte, auch sehr rabiat durchgesetzt wurde.

        Ist es nicht unverschämt einem jüdischen Politiker, der 1917 in Palästina geboren wurde abzusprechen, er wüsste wovon er redet nur weil Dir das nicht ins Konzept passt?

      • „Lang lang ists her, und wer erinnert sich noch daran, was viele der jüdischen SiedlerInnen erwartete: Der Tod. Derselbe Tod, der seit Jahrhunderten dazu geführt hatte, dass das Land nur sehr dünn besiedelt war.“

        Na ja – Wir leben in modernen Zeiten und das Land ist sehr viel stärker besiedelt als früher (wie fast überall auf der Welt) und hat Wasser aus anderen Regionen zu seinen Gusten umgeleitet. Das ändert aber nichts daran, dass auch heute noch ein Gutteil Israels Wüste ist:

        Die Wüste Negev, auch Negeb, (hebräisch: נגב Süden (Israels), Südland; arabisch ‏النقب‎ an-Naqb) nimmt mit etwa 12.000 km² rund 60 Prozent des Staates Israel ein. Es leben jedoch nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung in diesem Gebiet.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Negev

        Den Exportschlager ‚Jaffa-Orange‘ jedenfalls haben die jüdischen Einwanderer, nachdem sie die vorherigen Besitzer gewaltsam vertrieben haben, fix und fertig übernommen und das Jordantal wurde von Muslimen schon über 1000 Jahre erfolgreich und vielfältig kultiviert.

        „Die Geschichte der Hafenstadt Jaffa, deren Rumpf heute ein Stadtteil von Tel Aviv ist, reicht Jahrtausende zurück. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine der lebendigsten und kosmopolitischsten Städte des Nahen Ostens – kulturell, ökonomisch und politisch. In ihrem Umland wurden Jahrhunderte lang Orangen kultiviert und der Export der palästinensischen „Jaffa-Orange“ durch den Hafen gewährleistet. Anhand von einzigartigem Archivmaterial, Zeitzeugeninterviews und Expertengesprächen spürt Eyal Sivan der Orangen-Marke nach und schreibt eine Geschichte jenseits nationalistischer Historiografie.“

        http://www.boulevard-baden.de/lokales/kultur-lokal/2010/10/05/film-uber-die-bekannte-jaffa-orange-262855/

      • “ Nach Auskunft der Palästinensischen Behörde setzte eine Gruppe Siedler in der Nähe von Nablus mehr als 300 Olivenbäume in Brand. Ghassan Daghlas, der die Aktivitäten der Siedler beobachtete, sagte zu den Journalisten des Nachrichtenbüros Ma’an, dass Siedler vom illegalen Außenposten Havat Gilat Olivenbäume im Nabluser Dorf Imatin in Brand gesetzt hätten. Die Siedler warfen Steine auf die palästinensischen Dorfbewohner, die versuchten das Feuer zu löschen. Das israelische Militär hinderte die Feuerwehr daran an die Feuerstelle zu kommen. Gouverneur Jibrin al-Bakri von der PA, sagte, dass die Siedler im Raum Nablus seit Anfang Juni 2013 mehr als 2500 palästinensische Olivenbäume zerstört hätten. Lokale Organisationen und die NGO Oxfam schätzen den Verlust auf 500 000 Dollar. Seit 1967, Beginn der Besatzung, wurden 1,1 Mio. Olivenbäume zerstört. Das sind rund 55 Mio. Dollar Verlust für die palästinensische Ökonomie.“

        http://www.inamo.de/index.php/israel-palaestina-beitrag-lesen/items/siedler-stecken-olivenbaeume-in-brand.html

  21. “Die Briten versuchten beiden Völkern gerecht zu werden, wobei die jüdische oft bevorzugt BEHANDELT (oh ja) wurde, aber jede Rücksicht auf die Belange der Einheimischen …“

    Jane, Sie hab’n wirklich WAS an der T‘mariske!!!

    Das genaue Gegenteil von dem, was Sie zu behaupten versuchen, fand statt …hat zur heutigen Situation in middle east geführt!

    “Einrichtung einer ‘FAMILIÄREN‘ HEIMstätte für eine aus Mekka …Medina …über Damaskus und und und…Arabien verjagte Kalifen’dynastie‘ “auf ¾ der Fläche des einstigen Mandatsgebietes!

    …einfach ganz OHNE jegliche, unnötige Verkrampfungsmomente schlicht ein FAKT!

    Der VölkerAUFTRAG (Mandat) war ein gänzlich ANDERER! FAKT

    Israel muss überhaupt NIX …und schon gar nicht Ihren propagandistischen VerleugnungsTiraden folgend ins 1947 oder 1946 zurück – KEINESWEGS – richten Sie das bitte Ihrem Terrorbrother Abu Mazen aus, falls er sein ‚geschätztes‘ Gehör einer Nichtmuslima schenken sollte! CHAMAS spricht leider NUR mit Waffen!

    • “Einrichtung einer ‘FAMILIÄREN‘ HEIMstätte für eine aus Mekka …Medina …über Damaskus und und und…Arabien verjagte Kalifen’dynastie‘ “auf ¾ der Fläche des einstigen Mandatsgebietes!“

      Ach Quark. 1920 bekam das UK den Auftrag vom Vorläufer der UNO, sich um das ihm zugestandene Mandatsgebiet zu kümmern, während Frankreich ein in etwa gleich großes Stück vom nahöstlichen Kuchen erhielt. Drei Jahre später teilten die Briten ihr Stück, gaben ihm eine Art Autonomie: die Araber jenseits des Jordan konnten sich damit sicher sein, nicht verdrängt zu werden von Leuten anderer Ethnien: die Briten hätten da neben Juden ja ohne Weiteres auch Menschen aus ihrem kolonialen Weltreich ansiedeln können: Inder, Chinesen, Schwarzafrikaner, Buren, sonstwen. Als +/- indigene Verwalter der Gegend wurden Angehörige einer rel. alten arabischen Herrscherfamilie zugelassen. Das wars.

    • Wer ruft sich denn hier dauernd auf die BalfourDeklaration.

      Die Briten hatten in den 20ern bis Mitte der 40er in Palästina das Sagen und ohne ihr Einverständnis, wäre die jüdische Masseneinwanderung nicht möglich gewesen.

      Die Briten waren damals die Ordnungsmacht und Sie erinnern sich schon noch an die Erklärung Lord Balfours, auf die sich sonst doch so gerne berufen (freilich lassen Sie immer den Teil des Satzes weg, der sich auf die einheimische, arabische Bevölkerung bezieht).

    • „Im Bewusstsein, dass sie auf den Widerstand der Palästinenser stoßen würden, waren sich die Zionisten immer im Klaren, dass sie auf die Hilfe jener imperialistischen Macht angewiesen waren, die in dem Augenblick den größten Einfluss in Palästina besaß. Am 19. Oktober 1898 reiste Herzl nach Konstantinopel zu einer Audienz mit Kaiser Wilhelm. Damals war Palästina noch Teil des osmanischen Reichs, das seinerseits Juniorpartner Deutschlands war. ..
      Gegen Ende des Ersten Weltkriegs, als klar war, dass Palästina Großbritannien zufallen würde, trat der damalige Führer der Zionisten, Chaim Weizmann, mit dem britischen Außenminister Arthur Balfour in Verbindung und erhielt von diesem am 2. November 1917 eine Erklärung, die den Juden ein Heimatland in Palästina zusicherte. Sir Ronald Storrs, der erste britische Militärgouverneur von Jerusalem, erklärte, das zionistische “Unterfangen sei für ihn als Gebenden genauso ein Segen wie für den Nehmenden, denn es schuf für England ‘ein kleines, loyales jüdisches Ulster’ inmitten eines Meeres des potentiell feindlichen Arabismus.” Die Zionisten würden zu Palästinas Oraniern [Statthalter Großbritanniens in Nordirland].
      Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde klar, dass Großbritannien seine führende Rolle im Nahen Osten an die Vereinigten Staaten verlieren würde. Ben Gurion, der damalige zionistische Führer, eilte deshalb nach Washington, um eine Reihe von Abkommen mit den USA zu zementieren. Israel ist jetzt der zuverlässigste Satellit der Vereinigten Staaten. Es hat seinen Grund, wenn die USA mehr Wirtschaftshilfe an das winzige Israel als an irgendein anderes Land der Welt zahlen. Israel ist auch der größte Empfänger amerikanischer Militärhilfe. “

      http://www.sozialismus-von-unten.de/archiv/text/israel_cliff.htm

  22. Leider steht kein Name wer den Artikel verfasst hatte aber wenn Inga Gelsdorf den Artikel uebersetzt hat, dann war es unter Garantie eine aus dem englischen ins deutsche Uebersetzung und ein Artikel aus der Ha’aretz.

    Der Artikel beweist wieder das Israel Pluralismus und Meinugsfreiheit hat und eine Demokratie ist.

    alles was es in den Moslemisch Arabische Staaten und teileweise in Europaeischen Staaten noch nicht einmal gibt.

  23. „Es gibt nicht das leiseste Anzeichen einer Friedensorientierung. Genau das Gegenteil. Unsere Regierung braucht den neuen „Friedensprozess“ als Nebelschleier, hinter dem der Siedlungsbulldozer pausenlos im Einsatz ist“

    Avnery versteht es immer wieder die Lage glasklar auf den Punkt zu bringen.

    @Riciano

    1. Es gibt Israel – und dessen Existenz steht nicht in Frage.
    Selbst die arabischen Staaten haben sich längst mit dieser Tatsache und der völkerrechtlichen Situation arrangiert.

    2. Dieser Staat wurde gegründet auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft. Das kann man nicht leugnen und dafür gibt es an und für sich kein ‚Recht‘ – es ist ein ‚Unrecht‘.

    3. Niemand kann sich mit dieser Besatzung arrangieren. Die westliche Welt nicht und natürlich die arabischen Nationen und Völker schon gar nicht. Es ist ganz egal welche Führer, Parteien, Religiöse, Fundamentalisten, Gemäßigte, Säkulare oder sonstwas am Ruder sind. Man kann sich mit dieser weiteren Entrechtung von Millionen von Menschen nicht abfinden.

    Es gibt Israel es ist weitgehend anerkannt und hätte es sich mit seinen Grenzen arrangiert wäre es von der ganzen Welt anerkannt, auch von den arabischen Staaten und auch von Palästina.

    Dies ist aber nur auf der Grundlage des Völkerrechts zu machen, mit dem sich zu arrangieren auch den Palästinensern große Opfer einforderte. Das ist nuneinmal das Limit für das israelische Unternehmen. Ein kleines Land, gegründet auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft, für ein kleines Volk.

    Seither sind die Israelis im Zugzwang. Es ist egal wieviel dehumanisierendes Zeugs hier die Zeloten über die Araber und Palästinenser posten, um dieses untragbare Unternehmen zu ‚legitimieren‘. Es gibt keine Legitimation.

    Wenn Sie Frieden wollen – dann dürfen Sie auch dem besiegten Feind nicht auch noch das allerletzte Hemd ausziehen, nicht seine Lebensgrundlage zerstören und nicht seine Identität brechen.

    So macht niemand Frieden.

    • Israel hat keine Grenzen zum Westjordanland. Es gibt nur Waffenstillstandslinien. Waffenstillstände darf jede Seite brechen, dann gelten diese Linien nicht mehr und der zuvor kalte Krieg wird wieder zu einem heißen, was der Himmel verhüten möge. Israel würde sofort gewinnen gegen die +/- unbwaffneten Nachbarn, zudem es da sowieso schon Truppen hat. Wer wollte es hindern, wenn nicht es selbst sich? Wäre es wirklich so expansionistisch/imperialistisch wie immer erzählt, hätte es die Bevölkerung schon längst verjagt Richtung Osten: good bye, have a nice day.

      Umgekehrt aber wird ihm dauernd mit finsterer Miene verkündet, was man mit ihm machen würde, könnte man nur, wie man wollte, Inshallah!. Kann man aber nicht. What a pity. Aber morgen, na warte nur, dann kommt mein kleiner Bruder und spuckt!!

      • Die Waffenstillstandslinie als Grenze wird dadurch definiert, dass Israel bis zu dieser Grenze anerkannt ist und keinen Quadratzentimeter darüber hinaus.

        Sonst kann man auch zurück zum Teilungsplan oder zum Staatsgebiet bei Ausrufung 1948 inklusive Rückkehrrecht für alle Palästinenser – dazu hat sich Israel bei der Aufnahme in die UNO verpflichtet. Streng genommen hat also Isreal bis heute die Auflagen, welche Voraussetzung für die Aufnahme waren, nicht erfüllt. Man könnte daher die weitgehende Anerkennung durch zahlreiche STaaten dieser WElt nicht ohne Grund in Frage stellen.

        Hinsichtlich dieser Grenze und der weitgehenden Anerkennung hat Isreal Glück gehabt, denn der Staat war bei der Ausrufung 1948 etwas kleiner und der Teilungsplan der schon 1949 am Widerstand der Israelis, nicht dem der Araber scheiterte, sah ohnehin ein Drittel weniger Land für Isreal vor.

        Das ist aber obsolet, insofern die meisten Staaten der Welt Israel innerhalb der Grünen Linie anerkannt haben.

        Selbst die Arabische Liga wäre dazu bereit, insofern Israel dazu bereit wäre; die PA und Arafat haben Israel ebenfalls innerhalb dieser internaitonal anerkannten Grenze anerkannt und alle Bestandteile ihrer Charta, die zur Zerstörung Israels ausrufen, für ungültig erklärt.

        Da Landgewinn durch Krieg verboten ist, hat Isreal kein Recht Land jenseits der Grünen Linie zu annektieren. Dieses Recht wurde im modernen Völkerrecht als Reaktion auf Hitlers Eroberungsfeldzüge implementiert. Landgewinn durch Krieg, das gab es früher mal -heute nicht mehr. Selbst die erste juristische Expertise, die die israelische Regierung 1967 bei ihren eigenen Juristen in Auftrag gab, kam zu dem Schluss, dass eine Besiedelung durch israelische Staatsbürger illegal ist.

        Ein entsprechendes Urteil des IGH zum Bau der Mauer bezeichnete diese ebenfalls als illegal, sofern sie sich jenseits der Grünen Linie befindet, eben aus diesem Grund. Das ist das höchste juristische Gremium dieser Welt. Das Urteil

        Auch die dicken Freunde Israels die Amerikaner, machten Israel schon Ende der 60er Jahre darauf aufmerksam, dass jede Besiedelung jenseits der Grünen Linie durch israelische Staatsbürger -ILLEGAL ist.

        Das Urteil der 15 internationalen Richter in Den-Haag fiel sehr deutlich aus – bis auf den amerikansichen Vertreter – stimmten alle 14 für dasselbe.

        Aus dem gleichen Grund hat kein Land der Erde die Annexion Ost-Jerusalems anerkannt – Ost-Jerusalem ist nach wie vor besetzt.

        Selbst die USA hat die Annexion nicht anerkannt. Es wird keine Anereknnung irgend welcher unilateralen Schritte Israels geben.

        So ist das – seit 46 Jahren.

      • „Wäre es wirklich so expansionistisch/imperialistisch wie immer erzählt, hätte es die Bevölkerung schon längst verjagt Richtung Osten: good bye, have a nice day.“

        Das wäre ein veritables Kriegsverbrechen und das weiß man auch in Israel. Damit ist Israel einmal durchgtekommen in den Nachkriegswirren im Jahr 1948 zu einer Zeit, als die Welt von den Nürnberger Prozessen in Atem gehalten war.

        Weil das so ist, hat sich Israel darauf verlegt, die Palästinenser langsam durch adiminstrative und militärische Schikane aus dem Land zu verjagen – und das zeigt auch Wirkung.

        Die ständige Sabotage der Infrastruktur der Palästinenser, die Verunmöglichung der Nutzung ihrer Wasserressourcen, selbst des Regenwassers, das konsequente Vorenthalten von Baugenehmigungen, die Sabotage des Ausbaus der Infrastruktur, die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zuzüglich zahlreicher vollkommen willkürlicher Elemente, machen ein Leben für Palästinenser in den C und B Gebieten unerträglich und deshalb ziehen immer mehr weg – das ist die stille ethnische Säuberung – und sie wirkt.

        In den C-Gebieten leben heute nur noch ein Bruchteil der Anzahl an Palästinensern im Vergleich zu der Zeit vor 20 Jahren.

        Offensichtlich wird auch die israelische Strategie Gaza als eine Art Abschiebelager für Palästinenser zu nutzen.

        So werden unter bestimmten Umständen Palästinenser gezwungen nach Gaza umzusiedeln.

      • Zitate israelischer Politiker die ihren Willen zur Expansion demonstrieren:

        Mai 1948, an den Generalstab. Aus Ben-Gurion, A Biography, von Michael Ben-Zohar, Delacorte, New York 1978.

        Ø „Wir müssen uns darauf vorbereiten, in die Offensive überzugehen.
        Unser Ziel ist, Libanon, Trans-Jordanien und Syrien zu zerschlagen. Der schwache Punkt ist Libanon, denn das Moslem-Regime ist künstlich und für uns leicht zu unterminieren. Wir werden dort einen christlichen Staat etablieren, dann werden wir die Arabische Legion zerschlagen, Transjordanien eliminieren, Syrien wird an uns fallen. Darauf werden wir bombardieren und weiter gehen und Port Said, Alexandria und Sinai einnehmen “

        (erster israelischer Premierminister) zitiert von Nahum Goldmann in Le Paradoxe Juif (The Jewish Paradox), S.121.

        Ø „Wenn ich ein arabischer Führer wäre, würde ich nie einen Vertrag mit Israel unterschreiben. Es ist normal; wir haben ihr Land genommen. Es ist wahr, dass es uns von Gott versprochen wurde, aber wie sollte sie das interessieren? Unser Gott ist nicht ihr Gott. Es gab Anti-Semiten, die Nazis, Hitler, Auschwitz, aber war es ihre Schuld? Sie sehen nur eine Sache: Wir kamen und haben ihr Land gestohlen. Warum sollten sie das akzeptieren?“

        Moshe Dayan
        (Verteidigungs- und Aussenminister Israels), am 12.Februar 1952. Radio “Kol Israel.“

        Ø “Auf den Schultern des Volkes lastet es, den Krieg vorzubereiten, aber es ist Aufgabe der Armee, diesen Kampf zu führen, mit dem letzten Ziel, ein israelisches Imperium zu errichten .”

      • Weitere Zitate:

        Rafael Eitan
        israelischer Generalstabschef-Gad Becker, Yediot Aahronot 13 April 1983,New York Times 14 April 1983.

        Ø Wir erklären öffentlich, dass die Araber kein Recht haben sich auch nur auf einem Zentimeter von Gross-Israel niederzulassen … Stärke ist, und wird die einzige Sprache sein, die sie verstehen. Wir sollten äusserste Stärke anwenden, bis die Palästinenser auf allen Vieren zu uns gekrochen gekommen sind.

        Präsident des Komitees zur Wiederwahl von General Shlomo Lahat, des Tel Aviv Bürgermeisters, Oktober 1983.

        Ø „Wir müssen alle Palästinenser töten bis sie sich damit abfinden hier als Sklaven zu leben.“

        (Gründer der “Zionistischen Weltorganisation”)
        über die Araber Palästinas, in “Complete Diaries”, Eintrag vom 12. Juni 1895.

        Ø „Zaubert die mausearme Bevölkerung aus dem Land hinweg, indem Ihr dieser die Beschäftigung verweigert… beides, der Prozess der Expropriation und die Vertreibung der Armen muss diskret und mit Umsicht erfolgen“

        (Tatsächlich verbot die jüdische Gewerkschaft schon 1920 Juden, Araber zu beschäftigen )was zuvor gang und Gäbe war)

        The Koenig Memorandum“

        Ø „Wir müssen Terror, Attentate, Einschüchterungen, Landnahme so wie den Stop aller Sozialen Leistungen benützen, damit Galiläa seine Arabische Bevölkerung los wird.“

        Yoram Bar Porath , in Yediot Aahronot, 14. Juli 1972.

        Ø „Es ist die Pflicht der Israelischen Führer, mutig der Öffentlichkeit zu erklären, dass eine bestimmte Anzahl von Tatsachen mit der Zeit der Vergessenheit anheim gefallen ist. Die erste derselben ist die, dass ein Zionismus oder jüdischer Staat nicht existieren kann ohne Vertreibung der Araber und die Expropriation von deren Landes “

        So es gibt natürlich noch viel mehr Material – das war mal eine kleine Auswahl.

      • Rika – wollen Sie behaupten es handele sich um Fälschungen?

        Könne Sie das bitte belegen? Ich bin sicher nicht interessiert Fälschungen zu verbreiten, aber meines erachtens sind dies eben keine.

        Sie werfen freilich ein krasses Licht auf die Absichten und die Mentalität nicht weniger zionistischer Führungsgestalten.

        Aber wenn Sie die Seriösität ernsthaft anzweifeln wollen, dann wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie auch den entsprechenden Nachweis erbrigen.

        Allein weil diese Zitate der großen kollektiven Blackbox der national-israelischen Verdrängung angehören – sind sie deshalb weder Ausnahmen, noch falsch.

        Ansonsten – bitte um konkrete Richtigstellung.

    • @kleine Janes:
      Selten so einen Blödsinn gelesen:

      „1. Es gibt Israel – und dessen Existenz steht nicht in Frage.
      Selbst die arabischen Staaten haben sich längst mit dieser Tatsache und der völkerrechtlichen Situation arrangiert.“

      – arrangiert finde ich ungeheuer beruhigend.

      „2. Dieser Staat wurde gegründet auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft. Das kann man nicht leugnen und dafür gibt es an und für sich kein ‘Recht’ – es ist ein ‘Unrecht’.“

      – erklärt genau was man unter arrangiert zu verstehen hat

      „3. Niemand kann sich mit dieser Besatzung arrangieren.“

      Oups, ohne den überzeugten Friedenswillen bei gleichzeitiger Anerkennung des israelischen Staates bezweifeln zu wollen, sehe ich doch sehr stark die unterschwellige Nummer 4 der Aufzählung kommen.

      …“Ein kleines Land, gegründet auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft, für ein kleines Volk
      Seither sind die Israelis im Zugzwang. Es ist egal wieviel dehumanisierendes Zeugs hier die Zeloten über die Araber und Palästinenser posten, um dieses untragbare Unternehmen zu ‘legitimieren’. Es gibt keine Legitimation.“

      Ach, wird schon selbst erwähnt:

      Für die Existenz des untragbaren Unternehmens „Israel“ gibt es keine Legitimation.

      Könnten die großen Janes nicht mal wenigstens dafür sorgen, daß die kleinen Kriegshetzer ihre Klappe halten.

      Fände ich gut.

      • „Für die Existenz des untragbaren Unternehmens “Israel” gibt es keine Legitimation.

        Könnten die großen Janes nicht mal wenigstens dafür sorgen, daß die kleinen Kriegshetzer ihre Klappe halten.“

        Wie alle Zeloten ignorieren Sie penetrant die Unterscheidung zwischen dem international anerkannten Israel, innerhalb der Grünen Line – und den besetzten Gebieten mit mehr als einer halben Millionen israelischen (jüdischen oder leben dort auch muslimische Israelis??) Bürgern.

        Mit dieser Besatzung und massenhaften Ansiedelung auf dem Gebiet, welches nach der rechtlichen Lage die Grundlage für die Gründung des palästinensischen Staats sein sollte, viel kleiner als das ursprüngliche Siedlungsgebiet und viel weniger als der Teilungsplan vorschlug – kann man sich nicht abfinden.

        So lange das so ist, kann Israel in der Arabischen Welt keine Anerkennung erwarten. Auf der Grundlage der Akzeptanz der Grünen Linie könnte Israel schon spätestens seit Ende der 80er zu einer gegenseitigen Anerkennung kommen.

        ‚- arrangiert finde ich ungeheuer beruhigend.‘

        Was erwarten Sie denn Ente – dass Israel geliebt wird??

      • Ente Sie fälschen:

        Sie behaupten mich zu zitieren:

        „Für die Existenz des untragbaren Unternehmens “Israel” gibt es keine Legitimation.

        Könnten die großen Janes nicht mal wenigstens dafür sorgen, daß die kleinen Kriegshetzer ihre Klappe halten.“

        Dabei war es natürlich nicht das was ich sagte. Ich sagte:

        „Niemand kann sich mit dieser Besatzung arrangieren. …. Es gibt keine Legitimation“

        (nachdem ich lange über die Anerkennung und auch die von der arabischen Liga angebotene Anerkennung Israels innerhalb der Grünen Linie gesprochen hatte)

        Ihnen ist schon klar, dass ich nicht geschrieben hatte für Israel gäbe es keine Legitimation, sondern für die Besatzung, wobei ich mich lange und breit auf die Grüne Linie und die Gebiete jenseits davon bezog.

        Es ist bezeichnend, und eine von vielen beliebten unredlichen Argumentationsstrategien der Zeloten, dass Sie einem Dinge in den Mund legen, die man nicht gesagt hat.

        Was meinen Sie wohl, warum Sie sowas nötig haben?

        Es gibt für Sie nur schwarz und weiß. Freund und Feind. Alles dazwischen wird wegretuschiert – ignoriert – ausradiert.

        Sie interessieren sich nicht für die Wirklichkeit, nicht für Ihre Nachbarn – Sie wollen sich durchsetzen koste es was es wolle und egal mit welchen Mitteln.

        Was soll man dazu sagen und wie soll sowas gut gehen.

      • @ Janes:

        Och wie süß, ist ja wie früher, viel Plappern soll jetzt die eigentliche Aussage verstecken:

        „2. Dieser Staat wurde gegründet auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft. Das kann man nicht leugnen und dafür gibt es an und für sich kein ‘Recht’ – es ist ein ‘Unrecht’.

        3. Niemand kann sich mit dieser Besatzung arrangieren.“ Jane

        Ohne Pause, ohne Zwischenstopp, klarer kann man wohl nicht zeigen, was mit „dieser Besatzung“ gemeint ist.

        “ Ihnen ist schon klar, dass ich nicht geschrieben hatte für Israel gäbe es keine Legitimation, sondern für die Besatzung, wobei ich mich lange und breit auf die Grüne Linie und die Gebiete jenseits davon bezog. “ Jane

        Also in meinem Internet kommt das „Unrecht“ der Staatsgründung Israels direkt vor der Unfähigkeit sich mit dieser Besatzung zu arrangieren. Entschuldigung, da scheinen wichtige, alles erklärende, Teile nur für Premiumnutzer verfügbar zu seien.

      • @Ente – ich habe an mehrere Stellen auch in jenem Beitrag mehr als deutlich gemacht, dass ich die Besatzung kritisiere und beziehe mich dabei immer wieder auf die Grüne Linie.

        Es ist bezeichnend, dass Sie es nötig haben, mir was anderes unterzuschieben.

        Das eine ist das internationale Recht – dieses stellt Israel in keiner Weise in Frage und ich tue das auch nicht. Ich kann auch nur zu gut verstehen, dass sich nach dem Völkermord in Europa viele Juden nach einem jüdischen Staat sehnten. Die Geschichte des Konflikts hat aber nicht erst dann begonnen – und natürlich kann man die Verantwortung für die Shoah nicht den Palästinensern aufbürden.

        Dies internationale Recht bestreitet das Recht der Isrealis auf weitere Eroberungen – und lässt sich nicht dazu hinreißen, dass Existenzrecht der Palästinenser zu leugnen, wei Israel es gerne hätte.

        Dass davon unabhängig Israel auf den Trümmern der palästinensischen Gesellschaft gegründet wurde ist eben Fakt. Es ist keine Frage der Deutung – es ist eine historische Tatsache – egal was man daraus für Schlüsse zieht.

        Ich persönlich bin pragmatisch. Die Welt ist voller Unrecht und wenn wir bis zum igsten und 1000dsten zurückgehen, können wir niemals etwas besser machen. Auch die Araber haben sich immer wieder als sehr viel pragmatischer in dieser Hinsicht erwiesen, als ihnen von israelischer Seite zugestanden wird.

        Wenn ich das Faktum benennen, dass Israel auf den Trümmern der palsätinensischen Gesellschaft gegründet wurde, heißt dies nicht, dass ich sein Existenzrecht bestreiten würde, es heißt auch nicht, die den einzelnen Israeli oder Juden, deshalb als ’schuldig‘ betrachte – das ist Blödsinn.

        Aber die übergeordnete Geschichte jener Zeit ist nun einmal kein Geheimnis und ich denke, um eine andere hilfreichere Mentalität zu entwickeln, sollten sich Israelis dieser Tatsache stellen.

        Es wäre einer Aussöhnung mit den Palästinensern, die sich durch all die Jahre, fraglos auch aus pragamatischen Gründen, sehr viel konilianter und kompromissbereiter zeigten, als die Israelis es in ihrer sturen Unbeirrtheit wahrnehmen wollen, sehr zuträglich.

        Natürlich gibt es auch Israelis, die sich darüber voll und ganz bewusst sind, und entsprechend auch das palästinensische Erbe und das Bewusstsein für die Vergangenheit Palästinas hochhalten, so der Verein Zochorot.

        „Zochrot will act to promote Israeli Jewish society’s acknowledgement of and accountability for the ongoing injustices of the Nakba and the reconceptualization of Return as the imperative redress of the Nakba and a chance for a better life for all the country’s inhabitants, so that it renounces the colonial conception of its existence in the region and the colonial practices it entails.“

        http://www.zochrot.org/en

  24. Was erzählt der da?

    „Dieses Genie für Öffentlichkeitsarbeit will jetzt eine Gruppe israelischer Studenten dafür gewinnen und schulen, im Internet, v. a. in den sogenannten sozialen Medien, im Sinne der Regierunspolitik, „erklärend“ einzuwirken.“

    Kann doch garnicht sein. Verschwörungstheorie. Hier auf haGalil gibts sowas jedenfalls nicht. Oder doch? Naja, jeder Mensch kann sich mal irren. Bitte deshalb mal alle von denen melden, die das hier machen.

    Haalllooo! Niemand?? Na bitte. Sag ich ja.

    Moment mal. Jane? Du? Aja. Verstehe. Whistleblowing und Verwandtes zeugt Widerspruch, Widerspruch zeugt Solidarität. Sieht man ja bei Avnery. Raffinierte Taktik. Genial.

  25. Ein Vergleich der ‚Situationen‘ des heutigen Staates Israel mit der des damalig von de Gaulle administrierten Frankreichs ist vollkommen unsachlich – themenfremd – so Uri A. sich einmal die geschichtliche Entwicklung beider Staaten genauer anzuschauen versuchen mag 🙁

    Frankreich als Reich …Land …Staat existiert seit mehreren Jahrhunderten viel mehr als weniger UNumstritten – das wiederauf- + entstandene Israel hätte es um Haaresbreite fast nicht gegeben, so kämpfende Absichten von einstigen MandatsHerren und arabischem StammesClanKlientel Erfolg gehabt hätten! G’tt sei Dank dafür, dass Israel die Kraft besass, ALLEIN aufstand …einige wenige ‚Ãœberlebende‘ ÃœBERLEBEN gedurft haben 🙂

    …Algerien …Afrika??? Wie GROSSZÃœGIG???

    es schaudert einem 🙁

    • Und noch etwas – die Briten haben Israel und die jüdische Einwanderung erst ermöglicht. Ich finde dieses Gegeifere gegen die Briten und erst Recht die Terroranschläge auf sie, die sich im Kampf gegen Nazi-Deutschland befanden, extrem niederträchtig.

      Den Umstand, dass manche jüdische Terrortruppen sich selbst mit den Nazis, im Kampf gegen Groß-Britanien zusammentun wollten, um gegen die Briten und die einheimische Bevölkerung ihre Interessen durchzusetzen, wirft schon in der Vorzeit des israelischen Staats ein krasses Licht auf die ungehobelte Rücksichtslosigkeit dieses Unternehmens, natürlich nicht des einzelnen Juden, jener Juden die schon damals mit dieser Agenda gar nicht einverstanden waren und die gab es auch, aber jener zionistischen Flügel, der offenkundig unfähig zu einer konstruktiven Partnerschaft ist, sei es mit westlichen Verbündeten und schon gar nicht mit der indigenen Bevölkerung Palsätinas.

      Natürlich standen Juden in den 40ern auf Grund des Genocids in Europa stark unter Druck. Das kann aber nicht bedeuten, dass die einheimische Bevölkerung in Palätina einfach so ihrer Rechte beraubt werden dürfte. Weiterhin gibt es viele Hinweise, dass den Zionisten die Verwirklichung ihres Projekts in mancher Hinsicht wichtiger war, als die Rettung der Juden selbst.

      Ein Unrecht legitimiert nicht ein anderes.

      Die Briten versuchten beiden Völkern gerecht zu werden, wobei die jüdische oft bevorzugt behandelt wurde, aber jede Rücksicht auf die Belange der Einheimischen, war den militanten Zionisten offensichtlich zu viel. Auch den Grafen Bernadotte, der im 2. Weltkrieg viele Juden rettete, ermordeten die militanten Zionisten, die später auch weiter die Geschicke des Landes regelten, weil dieser nicht ihre Interessen allein im Blick hatte, sondern die Interessen aller vom Konflikt betroffenen – also die der Juden und die der Plalästinenser.

      So ist das leider bis heute.

      • „jüdische Einwanderung erst ermöglicht“ Eingewandert wurde schon immer. Vor dem endenden ersten Weltkrieg hatte das Empire dort garnichts zu wollen, und hätte es anschließend nicht die Schaukelpolitik – einerseits Zusagen an die arabische Seite, andererseits die jüdische – gegeben, sondern klare Aussagen gemacht, hätte es sich nicht den Zorn beider Fraktionen zugezogen, deren militante Abspaltungen sich zusätzlich gegenseitig bekriegten. Der jüdische Terror war hauptsächlich die Reaktion auf die gebremste Einwanderung (Quotenregel). Die traurige Geschichte der Exodus ging um die ganze Welt (das Vorgehen des britischen Militärs dabei zeigt übrigens verblüffende Parallelen zu den ebenfalls sehr traurigen Vorfällen auf der Mavi Marmara …) Zu einer Glorifizierung des UK besteht kein Anlass.

        Du argumentierst, sorry aber auch, biased. Bringt nix. Lies dir mal die ausgezeichnete Wikipedia-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Völkerbundsmandat_für_Palästina durch, die so neutral und objektiv als möglich informiert.

        Auch das arabischsprachige Wikipedia zum gleichen Stichwort schreibt (übersetzt): „In der Mitte der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts ändert man die Politik und Großbritannien versucht, den Zustrom von Juden nach Palästina zu stoppen und den Erwerb von Grundstücken durch Juden zu verhindern.“

        Es gelang den Briten nicht, dies zu verhindern (englischsprachigs Wikipedia): „in April 1936, the Arab national general strike broke out. The strike lasted until October 1936, instigated by the Arab Higher Committee, headed by Amin al-Husseini. During the summer of that year, thousands of Jewish-farmed acres and orchards were destroyed, Jewish civilians were attacked and killed, and some Jewish communities, such as those in Beisan and Acre, fled to safer areas.“

        Allein die Stern-Gruppe (nicht mehrere Gruppen!) liebäugelte mal mit einer Unterstützung durch deutsche Truppen – aber bekanntlich kam Rommel nicht bis nach Palästina. Vergebliches Unterfangen. Erfolgreich war jedoch der Großmufti, die Bilder vor seinen Soldaten wie auch die aus Berlin mit Hitler sind wohlbekannt, und als ihm der Boden zu heiß wurde, verdrückte er sich stickum nach Ägypten. Also immer langsam mit die jungen Pferde.

      • „Und noch etwas – die Briten haben Israel und die jüdische Einwanderung erst ermöglicht.“

        hier ein Beispiel von Antisemitischer Geschichtsverfaelschung nach dem Stil Arabischer Propaganada

      • Der Zündfunke der 1936 übrigens den arabischen Aufstand auslöste war der Fund einer größeren illegalen Waffenlieferung an die Zionisten.

        Die britische Mandatsmacht hatte schon zuvor die jüdischen Einwanderer stark begünstigt, so dass sich die einheimische Bevölkerung zusehends verdrängt und entrechtet sah – eine große Lieferung von Waffen ließ dann das Fass überlaufen.

        Wie Du sagtest, war der arabische Aufstand nach einigen Monaten beendet.

        Der jüdische Terror ging aber weiter und forderte in den darauffolgenden 10 Jahren ca 800 Opfer – zumeist arabische Zivilisten.

        Erzähl mal die ganze Geschichte umgekehrt – Illegale Waffenlieferung an die Araber etc. – und auf einmal hättest Du jedes Verständnis der WElt für die jüdische Selbstverteidigung – die Notwendigkeit der arabischen willst du nicht sehen.

        Es ist schon richtig, dass ich mich darauf focussiere die arabische Sicht der Dinge zu präsentieren – anzunehmen Deine Sicht wäre nicht ‚biased‘ hingegen – ist wahrscheinlich parteilicher als Du Dir so Recht klar machst.

      • Die Briten hatten vor 1936 jüdische Einwanderung begünstigt ?

        Das Gegenteil wäre ja auch ein klarer Verstoß gegen das Mandat des Völkerbundes gewesen.

        Und eine illegale Waffenlieferung rechtfertigt Pogrome ? Interessanter Standpunkt. Wäre auch was für’s Guiness Buch der Rekorde.

      • Es gab mehr Progrome seit Mitte der 30er von Juden an Muslimen als umgekehrt und aus ihrer Absicht die Muslime aus ihrer Heimat zu vertreiben haben revisionistische Zionisten, die auch schon in den 20ern nicht vor politischen Morden, an anderen Juden zurückschreckten, weil sie deren militanten, rassistischen Kurs nicht mittrugen (Israel de Haan) von Anfang an propagiert. Vor diesem Kurs ist eine große illegale Waffenlieferung natürlich ein Anzeichen für Gefahr für die arabische Bevölkerung, die sich schon damals im eigenen Land mit massiver Ausgrenzung konfrontiert sah – und so kam es dann ja auch.

        Sie würden umgekehrt alles an Repressalien und antimuslimischer Gewalt rechtfertigen, wäre die große illegale Waffenlieferung an Muslime gegangen – dass sich Araber in Palästina einer realen Gefahr ausgesetzt sahen hingegen, wollen Sie nicht sehen – und sprechen Ihnen jedes Recht auf Selbstverteidigung, dass Juden in Israel schon lange mehr als überstrapazieren – rundherum ab.

        Die gleichen Kreise, die schon in den 20ern Israel de Haan ermordeten, weil er für eine friedliche Verhandlungslösung mit den Palästinesnern plädierte und den eleminatorischen revisionistischen Zionismus in kleinen Artikeln in einer englischen Zeitung kritisierten, verübten in den jahre 36-47 zahlreiche Terroranschläge, bei denen viele Araber und einige Briten und Juden ums Leben kamen – insgesamt etwas mehr als 800.

        Dieselben lehnten übrigens selbst den Teilungsplan ebenfalls ab und begannen um den Jahreswechseln 47/48 mit zahlreichen Massakern an einer weitgehend unbewaffneten Zivilbevölkerung die Muslime zu vertreiben. Dabei vertrieben sie übrigens auch aus jenen Gebieten, die lt. Teilungsplan nicht zu Israel gehören sollten (denn vom Teilungsplan wollten sie genauso wenig wissen wie die Araber). Als König Abdullah damals mit den Krieg eröffnete, stellte er in Geheimverhandlungen die Akzeptanz des Teilungsplans dar und beschränkte seine Kriegshandlungen auf jenen Teil Palästinas, der eben nicht zu Israel gehören sollte.

        Aber die jüdischen Kampfeinheiten, wollten vom Teilungsplan eh nichts wissen, auf dessen Grundlage man bereits 1949 hätte Frieden schließen können.

        Das Mandat für Palästina hatten die Britten (auch das ist nach heutigem Rechtsverständnis ein Unrecht/Kolonialsmus wird heute als Verbrechen betrachtet – das erste Recht auf ein Land, hat die einheimische Bevölkerung) – und ohne den Goodwill der Briten und das Gutheißen Lord Balfours, hätte es die massenhafte Einwanderung von Juden in den 20er und Anfang der 30er so nicht gegeben.

        Es ist nicht der Völkerbund der das hätte bestimmen können oder wollen – es ist nur im Völkerbund dann vereinbart worden.

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