Kollektive Unschuld

Es sei eine der größten Lebenslügen der Bundesrepublik, die Annahme einer intensiven Aufarbeitung des Massenmordes an den Juden im Zweiten Weltkrieg. Diese Auffassung vertritt der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn in seinem neuen Buch, das den bezeichnenden Titel „Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern“ trägt…

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Das Märchen von der wundersamen Wandlung Deutschlands

Es ist eine menschliche Eigenschaft, dass die Erinnerung an Vergangenes mit der Zeit allmählich nachlässt; der kollektiven Erinnerung ergeht es genauso. Um an wichtige Ereignisse und Personen in der Geschichte einer Nation zu erinnern, werden Denkmäler und andere Monumente errichtet. Staaten bzw. Regierungen selektieren das, was aus ihrer Sicht erinnerungswürdig ist; die unrühmlichen Ereignisse und Personen der eigenen Geschichte werden verdrängt, vergessen oder geleugnet…

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Marsch des Lebens

Anlässlich des jüdischen Holocaustgedenktags Jom haSchoa finden ab Sonntag den 23.4.2017 in Basel, Belfast, Berlin, Bogota, Dresden, Leipzig, Tübingen, Warschau und zahlreichen anderen Städten weltweit Gedenkmärsche mit der Botschaft „Gemeinsam erinnern, gemeinsame Zukunft – Nein zu Rassismus, Antisemitismus und Israelhass!“ statt…

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Ich lasse das Vergessen nicht zu

Erinnern heißt zurückgehen in die Familiengeschichte und in die politische Zeitgeschichte. Beate Niemann benennt eine beidseitige Verkettung im erinnerungskulturellen kollektiven Kontext. Sie hat das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren…

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