Die Juden im Landkreis Freising

Die biologische Uhr tickt unerbittlich; bald werden die letzten Shoa-Überlebenden des NS-Regimes kein Zeugnis mehr ablegen können. Glücklicherweise sind viele ihrer Erlebnisse und Erfahrungen rechtzeitig archiviert worden und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Freisinger Stadtrat und Politikwissenschaftler Guido Hoyer hat in jahrelanger mühsamer Kleinarbeit die jüdische Geschichte seiner Heimatregion erforscht ­– von 1871 bis in die 1950er-Jahre…

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„Die unbekannte Welt von nebenan“

Ende September erschien als Band 11 der Rimparer Geschichtsblätter des Freundeskreises Schloss Grumbach e.V. eine außerordentliche Arbeit von Hannelore Mintzel, in der sie ein in vielen Orten des Freistaates Bayern ganz brisantes Thema aufgreift: Die heute leider oft längst vergessenen jüdischen Familien, die einst dort gelebt haben…

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Don Quixote oder Prophet – ein Leben zwischen Literatur, Mystik und Revolution

„Es gilt jetzt, noch Opfer anderer Art zu bringen, nicht heroische, sondern stille, unscheinbare Opfer, um für das rechte Leben Beispiel zu geben.“ Dies stand auf Gustav Landauers von den Nationalsozialisten zerstörtem Gedenkstein auf dem Münchner Waldfriedhof – ein Zitat aus seinem „Aufruf zum Sozialismus“ von 1911. Worte, die in diesem Jahr 2020 mit seiner großen neuen Krise, seinen drängenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Themen gar nicht einmal so wilhelminisch veraltet wirken…

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Antisemitismus war 2019 in Bayern Alltag

Für das Jahr 2019 hat die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) 178 antisemitische Vorfälle im Freistaat erfasst. Damit kam es nahezu jeden zweiten Tag zu einem dokumentierten antisemitischen Vorfall. Besonders besorgniserregend ist eine antisemitisch motivierte schwere Körperverletzung, die sich unter den dokumentierten Vorfällen befindet. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, den RIAS Bayern heute in München veröffentlichte…

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