„Parallelwelt“ Oberbayern

Wer irgendwo neu ankommt, ist immer in einer besonderen Situation. Es mischen sich Vorkenntnisse, Einstellungen, alles was man mitbringt mit neuen Eindrücken und Realitäten. Bestimmend ist der Wunsch willkommen zu sein und Verhältnisse vorzufinden, unter denen grundlegende Lebensbedürfnisse erfüllt werden können. Dazu gehören u.a. tragfähige Kontakte, idealerweise in einer gemeinsamen Aktivität oder Zielsetzung. Ich kam 2019 nach Bayern, auf Umwegen, die hier unwichtig sind, mit einer gewissen Skepsis gegenüber den politischen Gegebenheiten und der Hoffnung, diese in meinem privaten Leben außen vor halten zu können. Das ist nicht gelungen.

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In Giebelstadt erinnert ein Rucksack

Seit letzter Woche gibt es im unterfränkischen Giebelstadt bei Würzburg ein weiteres Symbol für das unmenschliche Leid der früheren jüdischen Bürger: ein Rucksack aus zerbrechlichem Ton. Das neue Denkmal steht auf einem extra dafür bereitgestellten Platz. Angefertigt wurde der schlichte braune Rucksack mit der darüber festgeschnallten Decke von Frau Sieglinde Bösl in ihrer Eßfelder Keramikwerkstatt.

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Interkulturelle Bücherboxen wandern in Bad Saulgau

Eine großzügige Spende macht es möglich: Gleich fünf prall gefüllte interkulturelle Bücherboxen gehen an Mädchen und Buben nach Bad Saulgau. Die Bücherkisten sind als Wanderboxen konzipiert, so dass dort sämtliche 13 Kindertageseinrichtungen und die Grundschule in deren Genuss kommen sollen.

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Ein Koffer erinnert

Vor wenigen Tagen wurde auf dem Marktplatz der Ortsmitte von Bütthard ein Koffer mit einem Davidstern darauf enthüllt – es hat ihn dort niemand vergessen, aber er wurde gegen das Vergessen an die Menschen dort aufgestellt, die im Laufe der NS-Zeit in die Konzentrationslager verschleppt und dort ermordet wurden. Ganz besonders jedoch erinnert er auch an die ehemaligen jüdischen Mitbürger, die Bütthard verlassen mussten und ihr Leben verloren haben.

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