Brauchtum mit antisemitischem Einschlag: „Judasfeuer“ in der Kritik

Kurz vor Ostern werden auch heute noch in Teilen Bayerns sogenannte „Judasfeuer“ entzündet, die in einer antisemitischen Tradition stehen. Der Brauch, bei dem teilweise Puppen in Menschengestalt verbrannt werden, dient der symbolisch-rituellen „Bestrafung“ der biblischen Figur Judas Iskariot für seinen Verrat an Jesus Christus. Judas Iskariot wird in antijudaistischer Tradition christlicher Prägung mit „den Juden“ identifiziert. Dies geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) hervor…

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Der „Historische Verein“ –  Landsberg am Lech in der NS-Zeit

Der 1856 gegründete Verein – sechs Jahre nach Veröffentlichung des skrupellosen Landsberger Protestes gegen die Juden – wähnte sich streckenweise im Besitz einer wurzelechten Wahrheit von Vergangenheit und Gegenwart. Zu den Strippen-Ziehern nach dem Ersten Weltkrieg gehörten vorzugsweise Lehrer, ein Redakteur, ein Pfarrer und Beamte. Der provinzielle „Geistes-Adel“ vermittelte den Eindruck, sich blut- und bodenständiger ins Stadtleben eingeschlichen zu haben als jeder andere Verein…

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Mao in der bayerischen Provinz

Viele Menschen wurden in den siebziger Jahren in maoistischen K- Gruppen politisch sozialisiert. Nach der Forschung durchliefen rund 100.000 Personen in der BRD solche Gruppen. Besonders stark waren außerhalb der Großstädte in Bayern solche Organisationen in den tiefschwarzen Landkreisen Altötting und Mühldorf. Diese Geschichte, in der ich persönlich stark involviert war, arbeite ich in meinem neuen Buch auf…

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Abschiebungen nach Afghanistan

In großer Sorge haben sich zwölf Nachfahren NS-Verfolgter erneut in einem Offenen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten gegen Abschiebungen nach Afghanistan gewandt. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Theresienstadt-Überlebende und Zeitzeuge Ernst Grube, Präsident der Lagergemeinschaft Dachau, die Schriftstellerin Amelie Fried und Jan Mühlstein von der Liberalen Jüdische Gemeinden Beth Shalom in München…

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Antisemitische Schmierereien im Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und in der Großen Synagoge

Ende Mai 2019 haben Mitarbeiter*innen des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben in der Dauerausstellung rechtsextremistische Schmierereien entdeckt. Auf ein Plakat in der Mitmach-Station in der aktuellen Installation zum Pessach-Fest wurde ein Hakenkreuz gezeichnet, zudem finden sich dort die Worte „Arbeit macht Frei“…

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RIAS Bayern zieht erste Bilanz

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) hat in den ersten zwei Monaten ihres Bestehens 39 antisemitische Vorfälle registriert. Ausgewählte Fälle veröffentlicht die Einrichtung mit Sitz in München auf ihrer neuen Facebookpräsenz. RIAS Bayern geht davon aus, dass mit steigender Bekanntheit auch die Fallzahlen zunehmen werden…

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