Boaz Kaizman – Dringlicher Appell

Vor kurzem habe ich an Hortensia Völckers – Vorstand / Künstlerische Direktion der Kulturstiftung des Bundes – einen offenen Brief geschrieben. Bei diesem Anschreiben an Frau Völckers geht es um die documenta-fifteen. Bis heute habe ich mich zum Thema Antisemitismus nie politisch geäußert. Ich bin aber als Künstler sehr traurig, dass so wenige Kolleg*innen sich positioniert haben und fordere mit meinem Appell dazu auf, dieses Schweigen zu beenden.

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„Agenten des Zionismus“

Vor 70 Jahren begann in Prag der letzte und größte der stalinistischen Schauprozesse. Angeklagt waren neben Rudolf Slánský, ehemals Generalsekretär der Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei, dreizehn weitere, mehrheitlich jüdische Repräsentanten der Staats- und Parteiführung des Landes. Bemerkenswert ist dabei die gegen Juden in Stellung gebrachte Rhetorik.

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„Anders zu sein, ist ein Geschenk“

Am 6. Dezember 1992 sagten über 400.000 Münchner:innen NEIN zu Rassismus. Am 6. Dezember 2022 startet die Lichterkette e.V. anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens und unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Claudia Roth die bundesweite Social Awareness Kampagne Mensch.Deutschland. 30 Jahre Lichterkette e.V. In zahlreichen Videoclips kommen Menschen zu Wort, die in ihrem Alltag regelmäßig Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung machen. Die Botschaft dieser digitalen Lichterkette ist deutlich: NEIN zu Diskriminierung und JA zu Vielfalt.

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Antisemitische Vorfälle in Berlin

Antisemitismus ist im Alltag Berliner Juden_Jüdinnen weiterhin allgegenwärtig. Im ersten Halbjahr 2022 ereigneten sich in allen Berliner Bezirken antisemitische Vorfälle. Vorfälle richteten sich in der großen Mehrheit unmittelbar gegen jüdische, israelische oder als solche
wahrgenommenen Personen oder Institutionen.

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Ablehnung von Antisemitismus und Rassismus im Konflikt

Der von Meron Mendel, Sabaa-Nur Cheema und Sina Arnold herausgegebene Sammelband „Frenemies. Antisemitismus, Rassismus und ihre Kritiker*innen“ enthält über 40 inhaltlich ganz unterschiedliche Texte, welche sich mit den aktuellen Differenzen der Gegner von Antisemitismus und Rassismus beschäftigen. Meist handelt es sich um kurze Beiträge, wodurch ein einführendes Lesebuch zum Thema entstanden ist. Gleichwohl wirken manche Abhandlungen durch diese Kürze auch ein etwas oberflächlich und pauschal.

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„Probleme des Antirassismus“ – ein kritischer Sammelband

In dem voluminösen Sammelband „Probleme des Antirassismus“ stehen „Postkoloniale Studien, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik“, so der Untertitel. Die darin enthaltenen 19 Beiträge bewegen sich auf hohem Niveau und üben häufig detaillierte Ideologiekritik an derartigen Konzepten. Auch ist dabei immer wieder eine antisemitische Dimension inhaltlicher Gegenstand. Es handelt sich um einen beachtenswerten Band, wenn auch nicht um leichte Kost.

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