Der entfesselte Mob

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Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton war fassungslos. Die Ermordung des Botschafters Chris Stevens in Libyen passte nicht in ihr Weltbild. Die Libyer hätten doch „dankbar“ sein müssen, dass Amerika sie vom Diktator Muammar Ghaddafi erlöst und die Stadt Benghasi vor Zerstörung bewahrt habe…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 18. September 2012

Die Unfähigkeit oder mangelnder Wille arabischer Länder, diplomatische Vertretungen vor der Wut eines entfesselten Mobs zu schützen, in Tunis, Kairo, im Jemen und anderswo, hat tiefere Ursachen als die miese filmische Rache eines amerikanisch-ägyptischen Kopten, im Juli bei Youtube hochgeladen.

Im Westen ist man plötzlich erstaunt, dass die „Hoffnung“ auf Demokratie, Freiheit und rechtstaatliche Verhältnisse infolge des „Arabischen Frühlings“ zerstört werden. Amerikaner und Europäer sind offenbar derart in sich und ihre Ideale verliebt, dass sie nicht sehen, wie sehr ihre Politik im arabischen Raum von Blindheit geschlagen ist.

In den sechziger Jahren halfen deutsche (ex-Nazi-) Wissenschaftler den Ägyptern beim Raketenbau, um die „Juden ins Meer zu treiben“, wie es Präsident Gamal Abdel Nasser formulierte. Zusammen mit einer Verehrung des Mufti von Jerusalem, der mit Hitler im Holocaust kooperierte, verstanden die Ägypter, dass den Europäern eine Vernichtung der Juden auch nach dem 2. Weltkrieg genehm wäre.

Ein klassisches Lehrstück lieferte die Bundesrepublik 1972 nach den olympischen Spielen in München. Die Gewalt der von Jassir Arafat geführten PLO-Kommandos zahlte sich aus. Der rechtsstaatliche Grundsatz, Mörder zur Rechenschaft zu ziehen, wurde im Falle von Flugzeugentführern und Terroristen/Freiheitskämpfern außer Kraft gesetzt. Die Täter wurden umgehend heimgeschickt und in der arabischen Welt von genau dem gleichen Mob gefeiert, der heute westliche Botschaften verbrennt:. Arafats Attacken auf „unschuldige Zivilisten“ wurden 1974 mit einer Anerkennung der PLO in der UNO belohnt.

Jahrzehntelang hat der Westen geflissentlich weggeschaut bei Unterdrückung, Folter in Gefängnissen, Massenmorden in Hama 1982 durch Hafes el Assad, Massenverhaftungen von Moslembrüdern in Ägypten. Diplomaten, Journalisten, die UNO, Amnesty International, Greenpeace und Pax Christi ignorierten die Vorgänge in der arabischen Welt. Sie konzentrierten sich lieber auf echte oder vermeintliche Menschenrechtsverletzungen durch Israel. Und weil sie weggeschaut hatten, wurde der Westen derart überrascht von der „Volkswut“ in Tunis, Kairo, Jemen und Syrien. Genauso blind und naiv kam auch die „Hoffnung“ auf, dass die seit Jahrhunderten unterdrückten arabischen Massen insgeheim nach Demokratie und Freiheit streben.

Einen Bruch sogar islamischer Theologie bedeutete die „Erfindung“ der Selbstmordattentäter. Während sie im Westen verständnisvoll als verzweifelte Freiheitskämpfer schöngemalt wurden, solange sie Israelis umbrachten, werden sie in der arabischen Welt angehimmelt und höchstoffiziell geehrt. Niemand achtete auf die Entstehung „suizidaler Gesellschaften“, wie es ein israelischer Forscher formulierte. Vielleicht wäre das ein sinnvoller Ansatz, die Entwicklungen zum Beispiel in Syrien, Irak oder Iran zu analysieren.

Im Islam, wo Gleichberechtigung der Frau ein Fremdwort ist und Todesstrafe bei Ehrverletzung eine fromme Pflicht ist, wird Moral anders ausgelegt als in Hollywood-Filmen aus dem „dekadenten“ Westen. Die arabischen Massen können deshalb kaum anders, als ihren seit Jahrzehnten entstudierten Hass auf Israel, Amerika und den Westen auszutoben, obgleich sie eigentlich wissen müssten, dass die Kriegstreiberei gegen Israel ein durchsichtiges Mittel der von ihnen gestürzten Diktatoren war, sie brutal zu unterdrücken. Ebenso erweist sich, dass diese spontane Volkswut teilweise von den jeweiligen Regierung geduldet oder gefördert wird, aus welchen Gründen auch immer.

Vergessen ist, dass Europa erst seit knapp 67 Jahren mit den nach 1945 erfundenen Menschenrechten hehre Werte gepachtet hat. Dennoch waren auch die Europäer nach 1945 zu schlimmsten Verbrechen fähig, unter Stalin in der Sowjetunion oder im ehemaligen Jugoslawien.

Es ist ein Irrglaube, von „den Arabern“ oder gar „den Moslems“ zu erwarten, sich besser, moralischer oder anständiger zu verhalten, als wir „aufgeklärten“ Westler, heute oder einst.

Das entschuldigt nichts. Es erklärt aber vielleicht, weshalb in Syrien beide Seiten derart brutal morden und blindlings Moscheen bombardieren, oder weshalb es Zehntausende Tote in Libyen gab, weshalb in Ägypten Kirchen brennen.

Weder „Hoffnung“ noch „Enttäuschung“ des Westens sind angemessen. Vielmehr sollte die arabische Welt nüchtern und ohne moralische Vorbehalte analysiert werden, zumal sie ein völlig anderes und den Europäern sehr fremdes Wertesystem hat.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

76 Kommentare

  1. “Die VERANTWORTUNG??? für die Situation im Großen und Ganzen hat Israel – und wie es aussieht, will es diese Politik auch die Blockade gegen die pal. Zivilbevölkerung bis in alle Ewigkeit weiter betreiben – was soll sich schon in ‘Palästina’ tun – so lange Israel so weiter macht.“

    Nun – da fallen mir wahrhaft wirklich viele, VIELE andere VERANTWORTLICHE für ein – zuvorderst die sogenannte “Befreiungsorganisation sog. Palästinas“ inklusive deren stets zündelnden korrupten StammesOberenFührer“Eliten“ – des weiteren mehrere MachtInhaber sämtlicher “friedlicher“ arabischer Nachbarn und deren “Befreiungskampf“ sog. “islamischen Bodens“ und nicht zuletzt diejenigen, welche ENTGEGEN dem EINDEUTIGEN VölkerVotum interessengeleitet GÄNZLICH anderes in middle east in die TAT umsetzten – solch Situation überhaupt erst schafften!!! Es ist bezeichnend für Jane …nahezu befremdlich für JEDEN halbwegs intelligenten Menschen mit einem Mindestmass an historischen Kenntnissen, Israel “Die VERANTWORTUNG??? für die Situation im Großen und Ganzen“ sozusagen “aus arischer Perspektive“ mit befreiender Wirkung meinen zusprechen zu müssen??? …vielmehr wohl eher plumpe Propaganda, NIX wirklich Bedeutsames!

    Speziell und ganz KONKRET zu sogenanntem “Westjordanland“ und Jerushalayim:

    “Sechstagekrieg und die Folgen

    Im Sechstagekrieg 1967 war die Strategie der israelischen Armee ursprünglich rein defensiv. Israel wollte Jordanien aus dem Krieg heraushalten, AUCH NOCH nachdem das jordanische Militär am Morgen des 5. Juni mit dem Artilleriebeschuss Westjerusalems begonnen hatte. Erst nachdem Jordanien das neutrale Hauptquartier der Vereinten Nationen eroberte, entschloss man sich zu handeln. In den nächsten drei Tagen wurde erst das UN-Hauptquartier, dann der jordanische Militärstützpunkt auf dem Giv’at HaTahmoschet („Munitionshügel“) und schließlich die Altstadt erobert. Dabei verzichteten die israelischen Streitkräfte zur SCHONUNG von Moscheen und Kirchen auf den Einsatz schwerer Waffen und nahmen dafür ERHEBLICHE Verluste in Kauf: Von insgesamt rund 800 israelischen Kriegstoten fielen 183 in Jerusalem.“ Wikipedia

    KEINER hat his majesty zu IRGENDWAS gezwungen – “sie“ hätten es durchaus auch NICHT tun können, zumal und gerade WEIL “denen“ bereits 1922 beginnend und 1946 vollendend D R E I V I E R T E L von sog. “Palästina“ bei der ERSTEN T E I L U N G des ehemaligen Mandatsgebietes quasi als Ersatz für einst verlorengegangenes Königreich abgetrennt wurd! “Wir“ könnens beklagen, Jane kanns lamentierend propagandistisch agitieren – ES IST NUN SO! Es gab eine historische Entwicklung, welche als ERGEBNIS GENAU das heutig existierende gebracht hat – ÜBERLEBENs- und SicherheitsInteressen stets VORNAN.

  2. @Jane

    Sie lassen sich groß und breit über die USA und Israel aus, was ja die Lieblingsbeschäftigung deutscher „Friedensfreunde“ ist, seit dem die USA, Russland und die Alliierten Nazideutschland besiegt haben. Matthias Küntzel beschreibt in seinem neuesten Buch die Einsätze von Kindern und Jugendlichen im ersten Golfkrieg zwischen dem Iran und dem Irak. Matthias Küntzel schreibt, wie ein Irakischer Offizier darüber klagt:

    Zitat:

    „Sie kommen in riesigen Horden….und stürmen Fäuste schwingend auf unsere Stellungen zu. Man kann die erste Welle erschießen, auch die zweite, aber irgendwann türmen sich vor dir die Leichen, dass du nur noch heulen und dein Gewehr wegwerfen willst, das sind doch alles Menschen.“

    Zitat Ende

    „Das hat grundsätzlich zu tun mit Gewalt“, wie Sie dozieren.

    Ich wüsste nicht, dass sich irgendjemand von der deutschen Friedensbewegung um diese Menschen geschert hat.
    Aber Sie werden uns erklären, dass auch daran die USA und Israel schuld sind.

    Und den Überlebenskampf der Juden schlagen Sie zurück als „Versuch Freund – und Feindschemen zu zementieren“.

    Das ist lupenreiner Revanchismus. Nur nicht so plump vorgetragen wie von den Wehrmachtsvätern, die, wie es Götz Aly so treffend vorgetragen hat, „ „beim Zeitungslesen gerne gemault haben: „Wir sind nichts weiter als eine amerikanische Kolonie!““

    Wann wachen Sie auf?

    *Götz Aly Unser Kampf 1968 Seite 147

    • „Wann wachen Sie auf?“
      Wohin denn „aufwachen“? Wer träumt denn hier? Mann Sebastian, mag ja alles sein, jeder hat seine subjektive Meinung und entsprechende Gründe dafür.

      Wachen Sie mal auf, und sehen Sie bitte ein, dass es auf beiden Seiten radikale Kräfte gibt, die aus schwer nachvollziehbaren Gründen, den Konflikt wollen und schüren, mit allen Mitteln. Wenn man den Konflikt halbwegs neutral betrachten will, dann kann man nicht sagen böse Israelis oder böse Palestinenser. Es bleibt nur festzustellen, es gibt auf beiden Seiten solche und solche. Die Radikalen beider Seiten sind sich einig, dass man sich nicht einigen kann. Worüber denn eigentlich einigen? Ãœber Krieg oder Frieden…wenn es so einfach wäre, was?

      Israel nutzt den Terror für seine Propaganda und um seine Militäraktionen zu legitimieren, damit machen die Araber wiederum Propaganda und legitimieren ihren Terror. Subjektiv und der Propaganda folgend, haben beide Recht. Es sind Lügner und Terroristen, alle beide, wenn man ihnen glaubt. Glaubt man ihnen nicht, ist es auch so. Einfache Logik eines Außenstehenden.

      Leidtragende sind wie immer die Bevölkerungen beider Seiten, letztlich die Opfer der Radikalen beider Seiten.

      Also, ganz klare Frage: Wie soll das enden?

  3. Ich hoffe ja auch auf Konsequenzen gegen die v̦lkerrechtswidrige, israelische Siedlungspolitik Рwie sagt man, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ãœbrigens – natürlich ist es lächerlich anzunehmen, dass die Hamas das jetzt liest und denkt, oh dann sollten wir vielleicht doch etwas vorsichtiger vorgehen – Nein – natürlich ist das nicht so – aber die Hamas ist angewiesen auf internationale Unterstützung und da kann man natürlich Druck machen.

    Die Verantwortung für die Situation im Großen und Ganzen hat Israel – und wie es aussieht, will es diese Politik auch die Blockade gegen die pal. Zivilbevölkerung bis in alle Ewigkeit weiter betreiben – was soll sich schon in ‚Palästina‘ tun – so lange Israel so weiter macht.

    • Jane geben Sie uns doch ein Beispiel. Wann hat je eine propalästinensische Organisation Druck auf Hamas ausgeübt?

  4. Jane, Sie hoffen auf Konsequenzen von Hamas? Sind sie naiv oder tun Sie nur so?
    Menschenrechtsverletzungen sind leider nicht die Ausnahme bei Hamas sondern die Regel. Und ich kenne keinen Fall, wo eine Publikation zu einer Änderung geführt hat. Die Tatsache, dass Hamas über fünf Jahre einen israelischen Soldaten gefangen gehalten hat, ohne ihm zu ermöglichen vom Delegierten des internationalen Roten Kreuz besucht zu werden hat meines Wissens nach keine kritische Stellungnahme von Jane zur Folge gehabt.
    Sie behaupten nichts gegen Kritik an Hamas zu haben. Nur konzentrieren Sie Ihre Energien auf Israelbashing. 99% Ihrer Beiträge besteht aus Israelbashing und Sie haben dann die Chuzpe mir zementieren von Freund-und Feindschemen vorzuwerfen.

  5. Herr Pfeifer – ich bin in jeder Hinsicht für die Arbeit von Humans Right Watch, ob Sie nun die Hamas, Israel oder sonst wen kritisiert.

    Das ist alles wichtig und ich bin absolut für die Veröffentlichung und hoffe auf Konsequenzen.

    Und Greta Berlin ist Greta Berlin – was habe ich damit zu tun? Wie Sie sehen, haben sich auch andere pro-palästinensische Aktivisten von Greta Berlins Statments distanziert.

    Ihr Versuch Freund-und Feindschemen zu zementieren tragen nichts dazu bei, die Menschheit insgesamt auf einen friedlicheren Weg zu führen.

  6. Jane ist halt eine Terrorversteherin. Dass ihre Freunde in Gaza schwere Menschenrechtsverletzungen begehen interessiert sie nicht. Sie denkt nur ans Israelbashing.
    Die DW hat einen interessanten Bericht dazu gebracht „Hamas heißt Willkür und Folter“
    http://www.dw.de/dw/article/0,,16281021,00.html

    Ãœbrigens eine andere Hamas Propagandistin, Greta Berlin hat auf ihrem Facebook gestellt: „Zionists operated the concentration camps and helped murder millions of innocent Jews… The word Nazi is a combination between the National Socialist Party and the Zionist Party. Na Zi. The same people are running Israel now and trying to start a war with Iran.“ Das war sogar für den antizionistischen palästinensischen Aktivisten Ali Abunimah zu viel. Er verlangte: „In order to dispel any doubts, many people, including me, asked Berlin to publish screenshots of the discussion from Facebook to show the context in which the video was posted. Berlin, who controls the @freegazaorg Twitter account, refused.“

  7. Schließt Euch alle an!
    RAUS MIT DER ISRAELGEGNERIN!
    RAUS MIT JANE!
    RAUS!
    RAUS!
    RAUS!

    HAU AB! HAU AB!
    DAS FORDERN DIE LESER HIER!

    • @ Lothar,
      auf einem Reichsparteitag hättest du eine „gute“ Figur abgegeben.
      Geht’s noch peinlicher?

  8. „aber tatsächlich nutzen westliche Länder ihren aktuellen Entwicklungsvorsprung, bzw. ums lapidar auf den Punkt zu bringen ihre Macht (aktuell – weil das früher auch mal anders war – und in Zukunft sich auch wieder ändern kann) – um sich auf Kosten der muslimischen Völker Vorteile zu sichern – und um dieser Vorteile willen schrecken sowohl Israel, als auch die USA und Großbritannien vor Krieg nicht zurück“

    Um mich noch mal selbst zu zitieren – möchte ich doch noch anfügen:

    Es ist sehr schade, dass das, was wir an modernen Errungenschaften, wie Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie – nicht glaubwürdig exportieren.

    Natürlich würde ich auch lieber in den USA, als im Iran leben. Darum geht es gar nicht.

    Diese ‚unsere Errungenschaften‘ (ein wenig fragwürdig, weil die die sie erstritten nicht unbedingt ‚wir‘ sind) verspielen wir vermutlich auf Grund der eigenen Doppelmoral, die all diese Werte den Gulli runter spült, sobald wirtschaftliche Vorteile locken.

    Ich denke der Backslash hat schon eingesetzt. Anstatt diese Errungenschaften zu stärken, indem man glaubwürdig dafür in der Welt eintritt und es natürlich den eigenen Wirtschaftsunternehmen nicht gestattet dieser Werte mit Füßen zu treten, kommt die eigene nach wie vor ja vorhandene Korruptheit auch unserer westlichen Länder, durch die Hintertür zu uns zurück.

    Da hatten wir ein Zeitfenster – und habe es missbraucht.

    Wenn wir so weitermachen gehören wir morgen sowieso alle China – einschließlich der USA.

    Daran haben ‚wir‘ dann freilich auch unseren eigenen Teil der Verantwortung – ich finde das sehr traurig – denn natürlich sind die Errungenschaften eines humanistischen Menschenbildes, der darauf basierenden Menschenrechte, die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit für mich auch das Beste was Menschen verwaltungstechnisch in großem Maßstab in den letzten tausenden Jahren auf die Beine gestellt haben und eigentlich ein hervorragender Motor zur Befriedung der Welt – es reicht aber nicht wenn wir das nur für uns haben wollen – und wir die Missstände in anderen Ländern klammheimlich begrüßen, eröffnen sie uns doch wirtschaftliche Goldquellen ohne Ende, ohne lästige Auflagen, wie Tarifverträge, soziale Absicherung und ökologische Rücksichtnahme, ohne wirtschaftliche Wertschöpfung der Völker an ihren eigenen Ressourcen etc. etc. – ja warum sollte man so blöd sein und denen genau die gleichen Errungenschaften zukommen lassen wir uns – aber seien wir ehrlich – statt dessen haben wir es geschafft, dass jetzt unsere Errungenschaften in Frage gestellt und sehr unter Druck stehen – schließlich ist nur noch legitim, was Profit verspricht – und da ist unser westliches Modell einfach ‚zu teuer‘ – sprich die Gewinne werden verteilt, was reichen Aktionären nicht passt – statt in den Händen weniger zu landen – und ich kann nur hoffen und beten, dass wir nicht bald alles wieder verloren haben werden – worauf wir heute noch so stolz sind, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die soziale Marktwirschaft (nicht mehr allzu sozial mittlerweile).

  9. Herr Pfeifer – das Thema ‚Der entfesselte Mob‘ hat grundstäzlich zu tun mit Gewalt.

    Nun kann man Gewalt nicht verstehen, wenn man nicht den Kontext sehen will in dem sie entsteht. Wenn man den Kontext betrachtet, heißt dies nicht Gewalt zu legitimieren – aber man sollte fair bleiben und hierzu ist es notwendig die Gewalt, welche Muslime durch Israel und die USA erfahren zu betrachten.

    In diesem Fall muss man konstatieren, dass die sogenannte westliche Welt der arabischen Welt schon lange Gewalt antut, Gewalt, die das ihre dazu beiträgt, die Regionen unterentwickelt zu halten.

    Israel ist dafür ein relativ krasses Beispiel, wenn auch weiß Gott nicht das einzige.

    Die Kriege, die Israel und die USA vom Zaun gebrochen haben und die Art der Kriegsführung fordert Millionen von Opfern – die Menschen hier lesen diese Nachrichten und realisieren wohl in vielen Fällen ’nichts‘. Aber wenn eine amerikanische Flagge in Falmmen aufgeht ist das Geschrei groß – nun gut in diesem Fall starben Menschen – das ist ein schweres Verbrechen und es gehört geahndet. So geschieht es wohl auch.

    Wie würden wir uns fühlen, wenn sagen wir mal Saudi-Arabien oder Iran Drohnen über unseren Köpfen kreisen lassen würden, um islamophobe Agitatoren zu treffen, und dabei dann auch noch zahlreiche ‚Kollateralschäden‘ in Kauf nehmen würden.

    Ich glaube die Wut und die Aufregung und natürlich auch die Militanz, die das nach sich ziehen würden, kann man gar nicht hoch genug bemessen –

    So sieht es aber gegenwärtig z.Bsp. in Pakistan, Afghanistan, Jemen und Somalia aus:

    „In den USA gehören sie schon seit längerem zu den bevorzugten Waffen im „Kampf gegen den Terrorismus“. Von Bodenstationen aus wie beispielsweise vom Luftwaffenstützpunkt Creech in Nevada werden bewaffnete Drohnen in Afghanistan, Pakistan, im Jemen und in Somalia gesteuert..

    Bei der Jagd auf vermeintliche Terroristen sterben immer wieder auch unbeteiligte Zivilisten. Bis August dieses Jahres kamen laut Angaben des Londoner „Bureau of Investigative Journalism“ in Pakistan bei über 340 Angriffen bis zu 3.320 Menschen ums Leben – 880 von ihnen waren Zivilisten, darunter über 170 Kinder. Im Jemen starben bei über 50 Einsätzen etwa 1.000 Menschen, mehr als 30 von ihnen waren Kinder und in Somalia forderten die bisher rund 10 Drohnenattacken etwa 170 Opfer, darunter 3 Kinder. …“

    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Drohnen/koetter.html

    Ob nun Jagd auf wen auch immer, aus welchen Gründen auch immer – würden wir so etwas dulden können, natürlich nicht – und Muslimen geht es eben nicht anders. Vor diesem Hintergrund ist die Wut auf den Westen sehr verständlich und dass sich auch radikale Gruppierungen bilden, die dem Westen den Kampf ansagen ist nicht weiter verwunderlich.

    Natürlich sind nicht nur der Westen und Israel für die Missstände in den arabischen Ländern verantwortlich – aber tatsächlich nutzen westliche Länder ihren aktuellen Entwicklungsvorsprung, bzw. ums lapidar auf den Punkt zu bringen ihre Macht (aktuell – weil das früher auch mal anders war – und in Zukunft sich auch wieder ändern kann) – um sich auf Kosten der muslimischen Völker Vorteile zu sichern – und um dieser Vorteile willen schrecken sowohl Israel, als auch die USA und Großbritannien vor Krieg nicht zurück.

    Es ist im Zusammenhang mit einer Beurteilung des Sachverhalts, um welchen es Herrn Sahm in seinem Artikel geht, von Bedeutung zum einen darauf hinzuweisen, dass

    a) die Protestierenden nicht gleichzusetzen sind mit ‚den Muslimen‘

    b) die Protestierenden nicht zwangsläufig gleichzusetzen sind, mit radikalen Kräften, die die Proteste nutzen, um eine Eskalation voranzutreiben, denn es gibt gute Gründe gegen diesen Film zu protestieren und der Protest heißt noch lange nicht, dass Protestierende die Gewalt grundstäzlich gut heißen würden – Protest ist erlaubt – und legitim

    c) Die Gewalt in den muslimischen Ländern nicht fair beurteilt werden kann, wenn man die Gewalt ausblendet, welche Muslime durch den Westen erfahren

    Dass der Dollar die Leitwährung der Welt ist und das Zahlungsmittel welches für die Abrechnung des Lebenselixiers der Wirtschaft der Welt, des Öls, genutzt wird – ist nun wirklich nicht Bestandteil einer Verschwörungstheorie, sondern Allgemeinwissen.

    Es ist auch unzweifelhaft, dass dies für die Amerikaner ein Privileg darstellt, welches ihnen gesamtwirtschaftlich enorme Vorteile sichert.

    Ein Ende dieses Privilegs würde die USA hart treffen.

    Nun ist es so, dass Hussein tatsächlich lange Zeit ein enger Verbündeter der USA war und diese Hussein jahrelang mit Waffen belieferten, auch als er die Giftgasangriffe auf Kurden befehligte etc. – DAS war nicht das Ende der freundschaftlichen Beziehungen. Es ist auch eine Tatsache, dass Hussein für die Invasion in Kuwait Gründe anführte, die zumindest diskussionswürdig sind und es ist eine Tatsache, dass er zuvor die amerikanische Botschaft im Irak konsultierte, die signalisierte, man würde sich da nicht einmischen.

    Kaum griff der Irak an – drehte sich das Verhältnis – aber was war der Grund?

    Nun darüber kann man mutmaßen –

    Tatsache ist, dass der Irak seit Ende 2000 sein Öl nicht mehr gegen Dollar, sondern gegen Euro verrechnete.

    Tatsache ist – der Krieg gegen den Irak durch die USA hätte niemals die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und wahrscheinlich auch nicht der amerikanischen Bevölkerung gehabt, hätte die Bush-Administration nicht einen ganzen Sack voller Lügen verbreitet – so war absurderweise fast jeder 2. Amerikaner überzeugt, Hussein hätte an der Planung von 9/11 einen Anteil gehabt – DAS IST EINE VERSCHWÖRUNGSTHEORIE – weiterhin – Hussein würde über ominöse fahrende Chemiewaffenlabors verfügen – und diese Behauptungen wurden dreist aufgestellt, während die Waffeninspektoren freien Zugang überall im Land hatten und zudem auch Drohnen in der Luft das Land ständig überwachten.

    HALTEN WIR FEST – ALLES WAS ICH SOWEIT SCHRIEB SIND TATSACHEN.

    Also Massenvernichtungswaffen waren erfunden worden, genauso die angebliche Komplizenschaft hinsichtlich 9/11.

    Ich habe keine Sympathie für Saddam Hussein. Ich habe aber auch keine Sympathie für Kriegstreiber, die die Öffentlichkeit belügen und mit ihrem Wirken tödliche Tragödien für wahnsinnig viele Menschen bewirken.

    Ja warum tun sie das –

    ‚Nach Dokumenten der von Vizepräsident Cheney geleiteten Energy Task Force, die jetzt aufgrund eines Gerichtsentscheids bekannt wurden, interessierte man sich schon Anfang 2001 für die „supergiant“ Ölfelder im Irak..

    Deutlicher wurde in einer Studie formuliert, die Vizepräsident Dick Cheney beim Baker Institute for Public Policy in Auftrag gab (Blut für Öl). In dem bereits im April 2001 veröffentlichten Bericht „Strategic Energy Policy Challenges For The 21st Century“ hieß es, man dürfe keine Zeit verlieren, um die für die USA benötigte Energie sicher zu stellen:

    Die Vereinigten Staaten bleiben ein Gefangener ihrer Energiekrise… Der Irak bleibt ein destabilisierender Faktor, der den Ölfluss aus dem Mittleren Osten auf die internationalen Märkte behindert… Saddam Hussein hat bereits seinen Willen demonstriert, die Waffe Öl als Drohung einzusetzen und sein eigenes Exportprogramm zu benutzen, um die internationalen Märkte zu manipulieren. Deshalb sollten die Vereinigten Staaten gegenüber dem Irak sofort eine Politik einschlagen, die militärische, energiepolitische, ökonomische und olitische/diplomatische Maßnahmen beinhaltet.‘

    http://www.heise.de/tp/artikel/15/15253/1.html

    Meine Güte – die entsprechenden Akteure geben doch hier im Vorfeld schon selbst die Antwort.

    Wozu braucht es da irgend welcher ‚Verschwörungstheorien‘?

    Das Problem ist eher, dass viele nicht sehen wollen, was außerhalb ihres Vorstellungsvermögens und auch ihrer eigenen moralischen Grundsätze liegt. Da sich offensichtlich viele Menschen mit der eigenen Nation, Religion den eigenen Volksvertretern identifizieren – ziehen sie es in einem solchen Fall vor die Augen zu verschließen – und wenn sie jemand allzu deutlich auf die eigentlich recht offensichtlichen Zusammenhänge stößt – nennen sie ihn oder sie ‚einen Verschwörungstheoretiker‘ –

    So hätte auch der Vatikan einst Galileo Galilei nennen können – das ist nichts als Selbstschutz.

    Um eine solche These zu überprüfen gilt es doch alle zur Vefügung stehenden Fakten zu prüfen und sie nicht danach zu beurteilen, ob sie nun MainStream ist oder nicht.

    Die Seite ‚The Intelligence‘ beinhaltet übrigens wie ich finde viele interessante Artikel, die übrigens auch Sie interessiren könnten. Eine einseitige kritische Tendenz, bzw. Ideologie konnte ich darin nicht entdecken – und der Hintergrund der dort veröffentlichten Artikel ist mitunter recht unterschiedlich.

    Also eine Plattform für allerlei Leute unterschiedlicher politischer Couleur in durchaus fundierter Weise den Mainstream zu hinterfragen.

    In einer Welt in der auch die Presse in westlichen Ländern zunehmend ihre Unabhängigkeit verliert und auch die Ausbildung von Journalisten oft interessen-gesteuert wird, ein durchaus wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung – wobei dies eine auch kritische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen dort vertretenen Thesen natürlich in Fragte stellt.

    ‚Braun‘ ist die Seite jedenfalls nichts – es sei denn Sie haben es zum Tabu erklärt, dass sich Menschen kritisch mit unserem Währungs- und Geldsystem auseinandersetzen UND dass Menschen Israels Politik krtisieren -wenn Sie natürlich beides für sakrosant erklären und dann auch noch in beidem einen ‚eindeutigen Hinweis‘ für eine antisemtische Gesinnung sehen wollen – dann sind Sie Herr Pfeifer – der Verschwörungstheoretiker.

    Diese Haltung wäre nur begründet, wenn die eine These und die andere verknüpft wären – also wenn man sagen würde ‚die Juden‘ stecken hinter unserem Geldsystem. Das wäre natürlich antisemitisch und klassisch braunes Gedankengut.

    Das kann ich freilich auf der Website ‚The Intellience’nicht entdecken.

    • „Wie würden wir uns fühlen, wenn sagen wir mal Saudi-Arabien oder Iran Drohnen über unseren Köpfen kreisen lassen würden, um islamophobe Agitatoren zu treffen, und dabei dann auch noch zahlreiche ‘Kollateralschäden’ in Kauf nehmen würden“.
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      Ist der Vergleich sinnig? Eigentlich nicht aber am Ende
      doch.
      Die Drohznen sind die Antwort auf dem Terror, aber Sie
      treffen auch Unschuldige. Islamophobe Agitatoren, ja die
      gibt es und die werden auch kritiziert, was aber sind
      denn die Reaktionen auf die Juden und Christenfeindliche
      Agitatoren in der islamischen Welt.

      Jane es bleibt diese nicht zu akzeptierende Affinität zur
      Gewalt in den muslimischen Gesellschaften und unsere Hilf-
      losigkeit darauf. Sind Drohnen eine Antwort? Falls nein,
      wie soll und kann man auf den Terror reagieren?

      Ich glaube leider nicht das dieses Problem gelöst werden
      kann, jedenfalls würde dies eine Veränderung zum akzep-
      tierten Pluralismus in den muslimischen Staaten erfordern.
      Ehrlich Jane… die sehe ich nicht!

      Was ich aber zur Zeit sehe, ist die Abkehr des Prinzipes
      SÄKULARER Staat. Zeiten ändern sich halt immer…

    • udosefiroth, machen WIR nicht den Fehler, wenn WIR nicht akzeptieren wollen? Das ist doch die Arroganz des Westens, die für mich schon lange nicht mehr tragbar ist.

      Europa, die USA oder Israel, sind einfach nicht in der Situation, an die muslimischen Länder irgendwelche Forderungen zu stellen. Da stehen noch die Reparationen an den Irak aus, Afghanistan dürfte auch einiges kosten und von Syrien und Libyen möchte ich hier gar nicht erst anfangen. Das ist eine ganz ekelhafte Kriegspolitik die da gefahren wird und man will einfach nicht einsehen, dass man damit gescheitert ist und ein großes Unheil angerichtet hat.

      So geht das doch nicht. Man kann nicht einfach ein bisschen Greulpropaganda machen, die Muslime als „Wilde“ hinstellen und dann drauf losschlagen. Fortschritt haben wir in den letzten 80 Jahren auch keinen gemacht, wir treten auf der Stelle und wenn sich was tut, wie bei den 68ern, dann kommen die alten Spießer aus ihren Löchern und vertreiben diese „Wilden“. Und dann kam die RAF!

      Meine Generation, die Wendekinder, die werden auch mit dem Daumen runtergedrückt, von irgendwelchen alten, prüden, verbohrten Säcken, die die Welt nicht verstehen die sie uns in diesem erbärmlichen Zustand hinterlassen haben. Zugemüllt und abgeholzt, aber ganz stolz drauf, wie ein Kleinkind auf seinen ersten Haufen. Die bauten eine völlig absurde Welt und wollen dann noch große Klappe haben, was soll das?

      Wir sind keinen Deut besser, als die Muslime und keine hundert Jahre weiter, China hat so einen Rückstand in wenigen Jahrzehnten aufgeholt und setzt grade zum Überholen an. Wenn wir eine freie Entwicklung zulassen würden, dann wären muslimische Länder auch schon weiter. So bald ein muslimisches Land auf die Füße kommt, dann kommen unsere Bomber und machen es kaputt.

      Mit steigendem Wohlstand sinkt die allgemeine Gewaltbereitschaft, das hat mit Säkularisierung weniger zu tun. Mit steigender Ungerechtigkeit, steigt auch die Gewaltbereitschaft. Was allgemein mit Säkularisierung gemeint ist, ist eine totale Öffnung der Märkte und Finanzmärkte des Landes, damit die globalen Kapitalmonster das Land und die Menschen zerfressen können. Man sieht ja was Monsanto in Indien anrichtet oder Goldman-Sachs in Europa und USA, man kann die anderen nur eindringlich vor UNS WARNEN!

      LASST UNS NICHT REIN, WIR WOLLEN NUR EUR BESTES, EUR LAND, EURE BODENSCHÄTZE, EURE ARBEIT, EURE KINDER, wenn ihr dann noch in der Lage seid zu lieben, dann fangt bloß nicht an zu jammern oder wir bringen euch um. Euer Leben interessiert uns nicht, euer Unglück ist unser Reichtum, eure Ahnungslosigkeit unser Kapital. (hier, nimm einen Schluck, dann sieht die Welt schon anders aus)

      Wir befreien die Menschen nicht, wir „befreien“ nur die Märkte. Dafür schicken wir unsere Kinder in den Krieg und lassen uns zum Dank noch die Renten und Gehälter kürzen.

      Sich dann hinzustellen und so zu tun als hätten ausgerechnet wir Westler die Moral erfunden und gepachtet ist angesichts der Geschichte einfach nur Augenwischerei und eine nette Einbildung, eine Schuldabwehr. Ich würde das auch gerne glauben, aber das kann ich eben nicht. Sämtliche große Verbrechen an der Menschheit, sind von Europa ausgegangen und das wissen auch alle. Persönlich kann ich nichts für die Vergangenheit, sehr wohl aber für die Zukunft.

      „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!“ – Die Ärzte, die Künstler sind die wahren Friedensengel.

      Es ist das Handeln (und besonders DER Handel) des Westens, welches nicht akzeptierbar ist. Das hat doch gar nichts mit Religion oder Moral oder Menschenrechten zu tun! Deswegen sind wir nur eine elendige Heuchlerbande, mehr nicht.

      Hochmut kommt vor dem Fall, Demut kann den Fall stoppen.

  10. Ich finde es drollig, dass Sie von einem Verschwörungstheoretiker zitieren. Es überrascht mich überhaupt nicht. Wer so verbissen Israelbashing betreibt, dem ist jede Quelle recht, wenn nur die eigenen Phantastereien und Ressentiments bestätigt werden.

    All das was Sie da vorbringen über Wirtschaft, Petrodollars, Dollars, hat absolut nichts zu tun mit dem Thema des Artikels von Herrn Sahm.

    Ihre Unterstellung, ich würde wie Sie aus irgendeinem obskuren Handbuch abschreiben weise ich von mir.
    Wenn Sie zu irgendeiner meiner Behauptungen eine konkrete Frage nach der Quelle haben, werde ich diese gerne angeben.

  11. Na schön, dass Sie mich darauf hinweisen Herr Pfeifer, eine häufig von mir zitierte Quelle ist das freilich wirklich nicht, bislang wusste ich noch nicht wer Herr Hausner ist. Der Inhalt des Artikels den ich von ihm verlinkte wird aber ebenso gestützt durch andere Artikel aus ganz anderen Quellen zum Thema und ihr Abschnitt zu Konrad Hausner beinhaltet ausdrücklich seine Aussage, dass er sich selbst zur Sache kein Urteil anmaßen will, er stellt nur den Augomatismus der Strafverfolgung in Frage, nach welchem Irving strafrechtlich verfolgt wurde – das ist nicht das gleiche. Er stellt den Augomatismus der Strafverfolgung ohne Prüfung der Thesen in Frage, die er selbst freilich weder befürwortet noch in Frage stellt.

    Sie übertreiben also – wahrscheinlich froh, mal irgend was gefunden zu haben, woran Sie sich aufhängen können, wenn Sie schon inhaltlich nichts entgegenzusetzen haben.

    Zum PetroDollar aus einem ganz anderen Lager:

    „Barry Eichengreen, einer der weltweit führenden Wirtschaftshistoriker, analysiert wie der Dollar zur Leitwährung wurde und warum dieses Privileg auf tönernen Füßen steht.

    Barry Eichengreen ist Professor für Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Universität Kalifornien in Berkley. Leicht verständlich und doch äußerst spannend zeichnet er die Entstehung des Dollars im 17. Jahrhundert nach und zeigt, wie die Welt- und Wirtschaftsmacht USA jahrzehntelang nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit teils moralisch fragwürdigen Methoden die Leitstellung des Dollars aufrecht erhielt….

    http://www.industriemagazin.net/home/artikel/Buchtipp/Barry_Eichengreen_Das_Ende_des_Dollar_Privilegs_%E2%80%93_Aufstieg_und_Fall_des_Dollars_und_die_Zukunft_der_Weltwirtschaft/aid/11359?af=Stories.Ressort

    Was sind denn so Ihre Quellen Herr Pfeifer?

    Vielleicht das Handbuch der Hasbara?

    http://zionism-israel.com/issues/Adocating_Zionism_Israel_Wujs.html

  12. Jane zitierte zum Beispiel Konrad Hausner, der folgendes behauptete:

    „Ähnlich wie es in Deutschland und Österreich Gesetze gibt, die das Leugnen des Holocausts, die gezielte Ermordung von Minderheiten insbesondere jüdischen Glaubens unter der Nazi-Herrschaft, unter Strafe stellt,“

    Das Gesetz erwähnt in Österreich im Gegensatz zu dem was Konrad Hausner behauptet mit keinem Wort den Holocaust. Das Leugnen der nationalsozialistischen Verbrechen wird bestraft.

    In Österreich bestimmt § 3g des Verbotsgesetz:

    mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren, bei besonderer Gefährlichkeit des Täters oder der Betätigung bis zu 20 Jahren, wird bestraft, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht.

    Weiter nimmt Konrad Hausner den Holocaustleugner David Irving in Schutz: „Ein markantes Beispiel, das auf einen möglichen Konflikt zwischen Geschichtsforschung und Gesetzgebung verweist, ereignete sich im Jahr 2006 in Österreich, als der britische Historiker David Irving in Wien zu drei Jahren Haft wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verurteilt wurde. Ohne mir selbst ein Urteil über die Qualität von Irvings Recherchen anzumaßen, handelt es sich bei ihm doch um den Autor von rund zwei Dutzend Büchern über das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg. Obwohl die rechtsextreme Szene gerne auf die Arbeiten von David Irving verweist, zeigte sich Irving stets bemüht, sich von dieser zu distanzieren.“

    http://www.theintelligence.de/index.php/politik/international-int/4085-frankreich-voelkermordgesetz-durch-stichhaltiges-argument-aufgehoben.html

    So schaut ein Kronzeuge von Jane aus.

  13. Jane spielt die Naive. Ihre Quellen u.a. die nationalbolschewistische Junge Welt und die aus dem rot-braunen Sumpf kommende http://www.theintelligence.de
    Und diese ganze Quasselei über die USA und dem Irak ist nicht das Thema.
    Aber Sie und ihresgleichen rechtfertigen jeden Mord, jede Diskriminierung, wenn die Täter zu den „Guten“ gehören, also Muslime oder Araber sind.

  14. …. ich hätte sagen sollen ‚alle Protestierenden‘ – es gibt 1,5 Milliarden Muslime und die meisten protestieren ja nicht, das ist ein homöopatischer Anteil aller muslimischer Menschen auf der Welt und dann können Sie davon ausgehen, dass nicht alle die protestieren, deshalb damit einverstanden wären, dass dabei Menschen zu schaden kommen, genauso wenig, wie Zuschauer bei einem Fußballspiel unbedingt mit den Prügeleien einverstanden sind, die von manchen Fans ausgehen.

    Denn eins muss man sagen, der Film ist tatsächlich ein widerliches, rassistisches Machwerk – dass dies in Ländern, die durch die Bevormundung und Kriegspolitik des Westens seit zig Jahren leiden, deren Bevölkerung arm ist und denen dadurch die Möglichkeit einer friedlicheren, eigenständigen Entwicklung massiv erschwert wird, als Anlass genommen wird, dem Unmut Luft zu machen, ist nicht wirklich so verwunderlich.

    Es ist schlimm, wenn dabei Menschen sterben und natürlich aufs schärfste zu verurteilen und zu ahnden – aber was hatten wir denn schon hier in Fußballstadien, da sind auch schon Menschen gestorben.

    Man kann doch nicht wegen einiger Extremisten und Raudis eine ganze Kultur disqualifizieren und herabsetzen, worum Sie sich hier mal wieder süffisant bemühen.

    „…Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, Demonstrationsverbote und Aufrufe zur Mäßigung durch muslimische Vorbeter verhinderten offenbar eine weitere Eskalation des Konflikts.

    ….In der ägyptischen Hauptstadt Kairo blieb es nach dem Freitagsgebet ruhig. Der Großmufti des Landes, Ali Gomaa, hatte die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen kritisiert, Gläubige aber dazu aufgerufen, sich ein Beispiel am Propheten Mohammed zu nehmen. Dieser habe „alle persönlichen Beleidigungen und Angriffe ohne Vergeltung ertragen“. So sollten Muslime auch auf die jüngsten Vorkommnisse reagieren. …

    …Die wichtigsten islamistischen Gruppierungen des Landes, die Muslimbruderschaft sowie die salafistische Nur-Partei, hatten von Protestaufrufen abgesehen.

    …Ghannouchi (Tunesien) äußerte sich kritisch über die Salafisten seines Landes, die „eine Gefahr nicht nur für Ennahda, sondern für die öffentlichen Freiheiten im Land und für seine Sicherheit“ darstellten. Daher gehe seine Partei nach geltendem Recht entschieden gegen die Extremisten vor.“

    http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/nach-freitagsgebeten-tote-bei-antiwestlichen-protesten-in-pakistan-11898090.html

    Ich verstehe auch eines nicht – die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut – das sehe ich auch so – aber es gibt auch in Deutschland aus gutem Grund einen Paragraphen gegen Volksverhetzung – warum kommt der nicht zur Anwendung wenn gegen Muslime gehetzt wird.

    Natürlich ist die Abgrenzung schwer – wo fängt Verhetzung an und wo hört die Meinungsfreiheit auf – bei diesem Film allerdings dürfte die Sache doch wohl klar sein.

    Grundsätzlich allerdings gilt, die konflikthafte Stimmung ist die Ernte von zig Jahren postkolonialer, gewaltsamer Einmischung und räuberischer Kriegspolitik durch den Westen. Allein der Krieg gegen den Terror hat 1,7 Millionen Menschen das Leben gekostet – und wieviele davon waren tatsächlich Terroristen? Die allermeisten nicht. Das sind ja keine Volksarmeen und normalerweise ist das Mittel der Wahl gegen Terrorismus der Geheimdienst und nicht ein Krieg, gegen Länder und deren Bevölkerung.

    Wenn wir hier erleben würden, was die Menschen dort erlitten, dann möchte ich nicht wissen, was dann hier los wäre.

    Die Menschen in den muslimischen Ländern wünschen sich zu einem Großteil auch die Demokratie, sie wünschen sich all die Gewalt genauso wenig, wie wir hier – Sie werden aber zu Opfern der Ränkespieler ihrer Politiker und westlicher Interessen – und das geht schon viel zu lange so – und natürlich ist da ein hohes Maß an Enttäuschung im Spiel, an enttäuschten Hoffnungen und dem Eindruck, dass das Gerede von Menschenrechten und Demokratie durch Politiker des Westens, wie z.Bsp. George Bush, nichts als Hohn ist.

    Die Folterkammern des CIA, die abscheulichen Demütigungen in den amerikansichen Gefängnissen wie Abu Ghraib und Guantanomo, die zudem vollkommen willkürlich Menschen verschleppten und folterten (was groteskerweise niemals ein Geheimnis war), existieren, weil z.Bsp. Bush und Rumsfeld das so wollten. Für mich gehören die nicht weniger vor ein Gericht, wie die Typen die amerikanische Botschafter wegen eines widerlichen Films auf dem Gewissen haben.

    Da soll doch niemand behaupten, sie hätten den Irakern die Menschenrechte bringen wollen.

    Lächerlich!

  15. Herr Pfeifer – rot/braune Quellen – Taz und Junge Welt – na ja – was Sie so lesen, gefällt mir wahrscheinlich auch nicht – die Absicht hinter dem aufgeplusterten und albernen ‚Die westliche Welt staunt‘ ist doch allzu klar – mal wieder die Protestierenden und die islamische Welt zu dämonisieren, um all die Verbrechen, die der Westen und Israel in der islamischen Welt verübt zu übertünchen.

    Ich bin ganz klar gegen jede Gewalt und habe kein Interesse Islamismus zu verharmlosen – aber sein Erstarken ist angesichts der Politik Großbritanniens, der USA, Israels und aller, westlichen Staaten, die sich da nicht klar distanzieren wollen nicht allzu verwunderlich.

    Es sind nun mal linke, kleine, alternative Blätter (das ‚braun‘ verbitte ich mir), die einen hinreichend kritischen Blick kultivieren.

    Und doch – es geht um Dollar – in letzter Konsequenz geht es wahrscheinlich um nichts anderes.

  16. Jane Sie beziehen Ihre Mantra aus rot-braunen Quellen.
    Das Thema ist hier ist nicht der Dollar und das Mineralöl, sondern die Frage, weshalb ein entfesselter Mob andersdenkende Menschen mordet und diskriminiert.
    Nehmen wir zum Beispiel die ethnische Säuberung von Kopten auf der Sinai Halbinsel. Weshalb sagen alle diejenigen, die ohne einen Beweis Israel „ethnische Säuberung“ vorwerfen nichts dagegen?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/festnahme-von-albert-saber-geruecht-genuegt-11911036.html

  17. Beziehen Sie sich doch mal zur Abwechslung auf Inhalte Herr Pfeifer.

    „Dollar nicht mehr Leitwährung beim Öl?

    Beim Öl war bisher der Dollar die einzige Leitwährung. Doch der hohe Preis für das schwarze Gold ließ die Händler kreativ werden.

    Sie suchen nach Möglichkeiten, ihre Spannen so gut wie möglich auszuschöpfen. Und der Umstand, dass Öl in Dollar abgerechnet wird, schlägt sich bei vielen Händlern durch die Währungsumrechnung samt Gebühren wie eine indirekte Steuer auf jedes Fass Öl nieder.

    Die geplante Iranische Ölbörse (IOB) mit einer Abrechnung in Euro könnte für viele Käufer die versteckten Nebenkosten beseitigen. Auch Russland dachte im vergangenen Jahr schon laut über Abrechnungsmodalitäten in Euro nach…“

    http://newsv1.orf.at/060306-97170/97171txt_story.html

    „Barry Eichengreen ist Professor für Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Universität Kalifornien in Berkley. Leicht verständlich und doch äußerst spannend zeichnet er die Entstehung des Dollars im 17. Jahrhundert nach und zeigt, wie die Welt- und Wirtschaftsmacht USA jahrzehntelang nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit teils moralisch fragwürdigen Methoden die Leitstellung des Dollars aufrecht erhielt….“

    http://www.industriemagazin.net/home/artikel/Buchtipp/Barry_Eichengreen_Das_Ende_des_Dollar_Privilegs_%E2%80%93_Aufstieg_und_Fall_des_Dollars_und_die_Zukunft_der_Weltwirtschaft/aid/11359?af=Stories.Ressort

    „Weil US-Dollar-Staatsanleihen überall rasch und in großen Mengen handelbar sind, ist es für alle Länder und Notenbanken sinnvoll, diese Anleihen zu erwerben. Sie tun damit nicht mehr und nicht weniger, als den USA permanent ihr Staats- und Privatdefizit zu finanzieren, und das zu vergleichsweise niedrigen Zinsen. Diese kann die US-Notenbank Fed wiederum durchsetzen, weil der Dollar globale Leitwährung ist. Eichengreen bringt das „exorbitante Privileg“ auf diesen Punkt: „Arme Haushalte in den Entwicklungsländern subventionieren reiche Haushalte in den USA.“

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2011%2F07%2F08%2Fa0180&cHash=19554a1420

  18. Jane kann es nicht lassen, sie kopiert aus einemm rotbraunen Sumpf letztklassige Verschwörungstheoretiker, die noch dazu PR für die iranische Ayatolladiktatur machen.
    Es ist Wahnsinn, hat aber Methode.

  19. “ Again there’s a big debate over why Muslims are burning the American flag.

    But what are we really seeing? Groups of angry young men who obviously have a lot of spare time burning the American flag. And groups of angry young men with a lot of spare time committing mayhem is not a Muslim phenomenon, this is a human phenomenon.

    Get enough angry young men together and there will always be something that will set them off. …

    In Jakarta, Indonesia, with a huge Muslim population, the most violent demonstrators were from the ultra-conservative Islamic Defenders Front, which usually specializes in attacking transsexuals and nightclubs.

    But British reporter Aubrey Belford in Jakarta said most Muslim clerics sat this one out.

    „The response from most Muslim clerics here is just to ignore it, even from some conservative and otherwise quite intolerant clerics, the idea is even if you’re going to go protest, don’t do it violently.“

    Indonesian young men have jobs to go to. …“

    http://mynorthwest.com/?sid=738446&nid=651

    „Why do they hate us?“

    Body Count – Opferzahlen nach 10 Jahren Krieg gegen den Terror

    IPPNW gibt realitätsnahe Schätzung der Opfer asymmetrischer Kriege heraus

    Der „Krieg gegen den Terror“ hat allein im Irak, Afghanistan und Pakistan zu 1,7 Millionen Todes-Opfern geführt. Das ist das Ergebnis des IPPNW-Reports „Body Count – Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror“.

    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Terrorismus/tote.html

    „Was ist ein „Schurkenstaat“? Könnte es sein, dass diese Bezeichnung vorwiegend dann Verwendung findet, wenn die Regierung eines Landes beschließt, Öl gegen Euro, statt gegen Dollar zu verkaufen?

    …Bei Erdöl handelt es sich zweifellos um den weltweit bedeutendsten Rohstoff. 1960 schlossen sich die wichtigsten erdölexportierenden Länder zu einer Organisation, die als OPEC bekannt ist, zusammen. 1975, also vier Jahre nach Aufhebung der Golddeckung, erklärten sich alle OPEC-Staaten bereit, ihr Öl ausschließlich gegen US-Dollar zu verkaufen. Und damit war der Petrodollar geboren. Die ständige Nachfrage nach der US-Währung war gesichert.

    …Im Februar des Jahres 1991, zu der Zeit, als die Amerikaner zum ersten Mal den Irak bombardierten, verfasste der anerkannte Systemkritiker Noam Chomsky eine Analyse der Situation. Natürlich ging es in diesem Krieg nicht um die Befreiung Kuwaits und schon gar nicht um den Schutz der irakischen Zivilbevölkerung vor dem „bösen Diktator“. Es ging um die Kontrolle des Öls. Und diese Kontrolle besteht solange, solange es in US-amerikanischer Währung gehandelt wird.

    Trotz aller Sanktionen, trotz aller Drohungen, schien Saddam Hussein aber nicht locker zu lassen. Am 13. November 2000 erschien im Time-Magazine ein Artikel, der mit folgendem Satz begann: „Europas Traum, den Euro zur Konkurrenz des US-Dollars werden zu lassen, könnte von Saddam Hussein begünstigt werden.“

    …Ja, genau so war es. Der „böse Diktator“, der sein „eigenes Volk ermordete“, wie es immer wieder auch in europäischen Zeitungen zu lesen war, verkaufte irakisches Öl gegen die neue europäische Währung – und kaufte in dieser Währung, den Sanktionen entsprechend, wiederum Lebensmittel ein.

    Es gibt somit durchaus Grund zur Annahme, dass jene Politiker, die sich Ende der 1990er-Jahre so intensiv für die Einführung des Euros einsetzten, die Ablösung des US-Dollars als internationale Leitwährung vor Augen hatten. Und warum wurde das den Bürgern nicht erklärt?

    Die wegen einer als antisemitisch bezeichneten kritischen Äußerung über Israel in Ungnade gefallene White-House-Korrespondentin Helen Thomas hatte Präsident George W. Bush mehrmals gefragt: „Mr. President, warum sind sie wirklich gegen den Irak in den Krieg gezogen?“ Denn wie jeder weiß, Massenvernichtungswaffen gab es keine. Alle offiziellen Erklärungen basierten auf nachweislichen Lügen. Doch anstatt eine Antwort zu erhalten, wurde sie in die letzte Reihe verbannt.

    Warum wird weder von der Politik noch von den Massenmedien jemals diese Frage aufgeworfen? Glaubhaften Hochrechnungen zufolge kamen mehr als eine Million irakische Zivilisten ums Leben. Ein einst stabiles Land, das angeblich unter einem Diktator litt, schlitterte in ein grauenhaftes Chaos. Warum scheinen all diese Probleme, die noch lange kein Ende gefunden haben, in Vergessenheit geraten zu sein?

    Wie schon erwähnt, in welcher Währung internationale Geschäfte abgeschlossen werden, entzieht sich fast immer jedem Einblick. Am 6. Oktober 2009 berichtete The Independent von durchgesickerten geheimen Vereinbarungen, die besagen, dass einige der OPEC-Staaten aus dem Petrodollar auszusteigen planten….

    Und nun kommen wir zum nächsten „Schurkenstaat“, nämlich dem Iran. Project Censored, eine Organisation, die professionelle, erstklassig recherchierte und belegbare Artikel veröffentlicht, die von den bekannten Medien uniform zurückgewiesen werden, lässt einen Beitrag aus dem Jahr 2006 einsehen. Darin wird auf die geplante Gründung der Iranischen Ölbörse verwiesen, zu der es allerdings erst im Februar 2008 kam. In welcher Währung dort tatsächlich gehandelt werden soll, ist bis heute nicht ganz klar. Die jüngsten Tendenzen verweisen auf einen Währungskorb. Doch zweifellos ist dies ein Schritt, der vom Petrodollar wegführt….

    …Und um derartigen Analysen, die unumstritten auf eine Verschwörung verweisen, ihrer Glaubwürdigkeit zu berauben, wurde der Begriff der „Verschwörungstheorie“ in seiner Bedeutung ausgedehnt, wurde zum regelmäßig genutzten Schlagwort, durch welches nachprüfbare Analysen mit haarsträubendem Unsinn in denselben Topf geworfen werden. Jeder, der an der Berichterstattung durch die Massenmedien zweifelt, jeder, der nach Hintergrundinformation fragt, wird als „Verschwörungstheoretiker“ belächelt.

    Leider haben sich sehr viele Menschen von dieser vorgegebenen Denkweise mitreißen lassen. Leider sind es zu Wenige, die sich selbst die Mühe machen, die Zusammenhänge von Wirtschaft und Politik zu analysieren – oder zumindest den Wahrheitsgehalt jener Analysen zu überprüfen, die zur Verfügung stehen. Scheinbar lebt es sich leichter, solange die traurige Wahrheit verdrängt wird. Zumindest solange, bis es eines Tages wirklich zu spät ist. Doch dann können wir ja immer noch sagen, dass wir von all dem ja nie etwas gehört hätten.“

    http://www.theintelligence.de/index.php/politik/international-int/4817-petrodollar-ein-kernelement-der-geld-und-kriegspolitik.html

  20. Für Jane ist das nationalbolschewistische Kampfblatt, das noch für von Islamisten vollbrachten Verbrechen eine Rechtfertigung hat, maßgebend.
    Über den Unsinn, den dieses Blatt verbreitet kann man nur den Kopf schütteln und sagen Chaval al hasman. Schade um die Zeit.
    Einen interessanten Artikel kann man über die bevorzugten „palästinensischen Flüchtlinge“ hier lesen:
    http://www.meforum.org/3344/unrwa-special

  21. Psssender Artikel:

    „In den USA steht derzeit allerorten die Frage im Vordergrund »warum hassen sie uns?«…

    …Viele Amerikaner glaubten immer noch, sie seien unschuldige Zuschauer und in der islamischen Welt höchstens mit altruistischen »Missionen« beteiligt, um die unwissenden Eingeborenen aus ihrem Elend zu befreien und selbstlos die schwere Last der Polizeiarbeit in einer widerspenstigen Welt zu schultern.

    …Offensichtlich habe die US-Gesellschaft immer noch nichts verstanden, konstatierte der Kenner der arabischen und islamischen Welt. Wenn sich alle nun auf das Mohammed-Schmähvideo als Erklärung für die antiamerikanischen Unruhen stürzen, dann sei das nicht zu kurz sondern total daneben gegriffen. Die Muslime würden weder die Christen, noch amerikanisches Fast Food, noch die US-Konsumgesellschaft oder Demokratie hassen. Was sie tatsächlich aufbringe, seien »die Bestrebungen des amerikanischen Imperiums, seine eigenen strategischen, wirtschaftlichen und politischen Vorteile voranzubringen und vom Globus so viel wie möglich unter seine Herrschaft zu bringen«, so Margolis.

    …Washington unterstützt eifrig einige der weltweit reaktionärsten und am meisten verhaßten Regime, insbesondere die mittelalterlichen Monarchien in Arabien und das finstere Militärregime in Algerien. Amerikas Streitkräfte und die CIA führen jetzt militärische Operationen und Mordaufträge in sechs muslimischen Nationen durch: Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia, Mali, und zuletzt, Libyen. US-Truppen in Ost- und Nordafrika. Der Irak ist als Gesellschaft und funktionierender Staat zerstört worden. Es gibt neun Millionen palästinensische Flüchtlinge, zwei Millionen afghanische und zwei Millionen irakische Flüchtlinge, und nun wird Syrien von Aufständischen, die von den USA und den Saudis unterstützt werden, auseinandergerissen.«..

    …Ein zu diesem Thema am Mittwoch in der New York Times erschienener Kommentar von Pankaj Mishra, Autor des Buches »From the Ruins of Empire« (Aus den Ruinen des Imperiums) kommt zum gleichen Schluß. »Die lange Geschichte seiner Komplizenschaft mit Diktatoren, vom Schah von Iran, Saddam Hussein und Hosni Mubarak, haben Amerikas Fähigkeit, in der Region die Ereignisse zu diktieren, tiefgreifend beschädigt«, heißt es bei Mishra…..“

    http://www.jungewelt.de/2012/09-28/012.php

  22. Jens erhebt Forderungen an die Juden. Wie wäre es, wenn Jens zuerst fordern würde, Muslime sollten auf antisemitische Hetze in Moscheen und Mainstream Medien verzichten?
    Hat Jens das schon auf muslimischen Websites getan? wenn ja wo, wenn nein, weshalb nicht?

    • Die Muslime haben mich doch erst her geschickt! Die haben gesagt: sag das doch den Juden, die reißen dir gleich den Kopf ab, leider ist das nicht mehr online. Bei den Nazis war ich auch schon, das ist auch nicht mehr online.

      Da fällt mir ein, der Thyrr da, das bin ich auch:

      http://cc.hagalil.com/forumdisplay.php/6-Politik

      Herr Pfeifer, wem gegenüber schulde ich denn die Rechenschaft für meine Schreibtätigkeit?

  23. http://gad-immerwiederfreitag.blogspot.de/2012/09/bengasi-die-juden-sind-mal-wieder-schuld.html

    „Wenn wir Juden nach jeden antisemitischen Film Menschen lynchen würden, wäre Europa mittlerweile sehr leer. Von den arabischen Staaten mal ganz zu schweigen, wo antisemitische Filme und Serien im TV völlig normal sind.

    Und den findet man, versteckt zwischen den Zeilen, gleich auf Seite 1 der Süddeutschen: „Der Film mit dem Titel „Die Unschuld der Muslime“ wurde von einem kalifornischen Bauunternehmer gedreht und angeblich durch Spenden jüdischer Amerikaner finanziert“. Hätte die Süddeutsche Zeitung denn auch über die Religionszugehörigkeit der Spender geschrieben, wenn die Spender katholisch gewesen wären? Hat die Süddeutsche Zeitung überprüft, ob das überhaupt stimmt – nur weil es der durchgeknallter Regisseur behauptet hat?“

  24. Aber Jane, Sie meinen die muslimische Wut sei doch nur von den USA und Israel provoziert und wiederholen damit die Mantra der Islamisten. Das Video, das in den USA von dort lebenden Christen gemacht wurde, ist mutwilig einem Israeli unterschoben worden und es wurde behauptet 100 jüdische Finanziers haben diesen finanziert.
    Und der Hass gegen Juden und Israel bewegt dann Massen, wie in diesem Bild, das in SriLanka gemacht wurde zu sehen.
    http://4.bp.blogspot.com/-Ypl4SC2vc9A/UGF-8QM8VjI/AAAAAAAANv0/IgdAex5b3KI/s1600/sri1.png

    • Das blöde Video, was da auffällig ist, der Trailer wurde schon im Juli hochgeladen, aber der Skandal ging erst im September, dem 11., durch die Medien, weltweit, nachdem jemand das Video auf arabisch übersetzte.

      Genau genommen, war der Auslöser für die Unruhen die Übersetzung und der anschließende Medienhype. Pünktlich zum 11.9. Die Medien spielen mit den Massen und es ist nicht mehr zu übersehen was sie anrichten wollen: Krieg! Egal wie, egal wo, egal wann, Hauptsache Krieg! Am besten jeder gegen jeden.

      Die Medien machen den Eindruck, als ob sie sehr genau darauf achten, was sie berichten, es gibt Themen, da spricht man nicht drüber. Warum waren sie so „fahrlässig“ ein solch übles Machwerk, unisono alle am selben Tag, 2 Monate nach erscheinen, durch alle Nachrichten zu verbreiten? Hätte man nicht davon berichtet, dann wäre es nicht zu einer solch geballten Wut gekommen. Man wollte es so und hat es absichtlich ausgelöst, das ist nicht nur die Tat eines bekloppten Kopten, der sich nun über Polizeischutz freuen darf.

      Was bei dieser Geschichte auch ganz bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass Urheberrechtsverletzungen sehr schnell zur Löschung und manchmal auch zur Strafverfolgung führen, aber so ein den sozialen Frieden massiv gefährdendes, beleidigendes Video bleibt online. Hauptsache das geistige Eigentum ist geschützt. Man könnte den Muslimen empfehlen, Mohammed (c) als Markenzeichen registrieren zu lassen und dann kann man dagegen ganz einfach vorgehen.

      Die Juden könnten doch auch mal so reagieren, dass sie sich davon ganz klar distanzieren und ihren muslimischen Brüdern und Schwestern einfach mal zur Seite stehen. Wie würden denn die Juden reagieren, wenn man Moses, David oder Salomon als solche Perverslinge darstellen würde und was würden die Muslime dazu sagen?

  25. “…durch die aufgezwungene Ansiedlung von Juden in “Palästina“ SEIT den 20er Jahren, durch die gewaltsame SCHAFFUNG und “ethnische Säuberung” DES STAATES 1948 …Die Folgen und menschlichen Kosten der Schaffung des Staates waren kaum jemanden bewusst.“

    “in “Palästina“ – W A S IST …soll das eigentlich???

    Es gab NACHWEISLICH zu KEINSTER Zeit je in der Menschheitsgeschichte so etwas wie “Palästina“! (melde und BELEGE DIES, wer sich dazu fähig meint!) …“S(D)IE“ – auch Jane – naheliegend wäre, “man“ meint eigentlich mit diesem Begriff “Palästina“ vermutlich das dieszeitlich ehemalige Klasse A-VölkerbundMandat für einen Teil des zerfallenen ehemaligen Osmanischen Reiches in den “18er Jahren“ des vorigen Jahrhunderts (GENAUER wurde mit “palestine“ – „British Mandate of Palestine“ – ganz konkret geographisch das HEUTIGE Territorium von jüdisch Israel UND hashem.arab.muslimisch Jordanien bezeichnet! (wie eingangs: Gegenteiliges? …melde und vor allem BELEGE DIES, wer …!! …das des vergangenheitlich untergegangenen einstigen Römischen Reiches scheint eher weniger “gemeint“ zu sein) …zusammengefasst: also ein ANTIisraelisches KAMPFCodeWort – nix mehr oder weniger! …vorwegnehmend …dies bedeudet ausdrücklich KEINE „…-Keule“ – es gibt zahlreich GENUG historisch eineindeutigwe FAKTEN!

    Wenn “man“ schon glaubt, vorwurfsvoll anklagend EINSEITIG über die Legitimität??? Rechtmässigkeit???? der Existenz des Jüdischen Staates Israel meinen SCHWADRONIEREN zu müssen, sollte “man“ zumindest VORHER ansatzweise Kenntnis über dabei eigens verwandte Begrifflichkeiten besitzen – will meinen – “man“ sollte wissen, WORÃœBER “man“ schimpfend labert, denn VOLLSTÄNDIGKEIT erlaubt eine klarere Sicht auf die Dinge – das vermeintlich “KonfliktStreitgut“! Weniger geeignet, dazu arm an faktuell sachlichen Argumenten und schon überhaupt nicht überzeugend diese propagandistischen “Pali“-OPFERshowInszenierungen! …fällt unter den Bereich: Stilfragen

    Dessen unbenommen stellt sich tatsächlich die Frage, WARUM??? Warum ausschliesslich NUR??? Warum (gegen) Israel???

    …und da meine ich, es kann sich “mit-und GUTmenschlich“ ausschliesslich NUR um Hass auf Israel …das Jüdische Volk handeln – Was denn sonst? …und Jane, auch tausendmaliges wiederholstes Wiederholen ändert KEINE FAKTEN, belegt NIX Gegenteiliges und “kämpft“ schon überhaupt KEINE „wohlgefälligeren“ geschichtlichen Zeitepochen zurück – G’tt sei Dank, das so etwas NICHT möglich ist, denn u.nter v.ielem a.nderem:

    “…durch die gewaltsame SCHAFFUNG und “ethnische Säuberung” DES dahemaligen sogenannt DRITTEN DEUTSCHEN TAUSENJÄHRIGEN REICHES 1933, die Folgen und MENSCHLICHEN Kosten der PERVERSEN Schaffung DESSEN sind wahrlich EINZIGARTIG; waren VORHER DAMALS WOHL kaum jemanden WIRKLICH bewusst.“ Liebe Jane, lieber “Von Daniel Cil Brecher – vollständig und sehr“, an dieser Stelle sei es bemerkt!
    …in diesem Sinne …“mitmenschlich“ bleiben …R.

  26. Ach herr Pfeifer – die Sache mit den ‚illealen Siedlungen‘ ist doch eigentlich nur ein PR-Gag,der suggerieren soll, es gäbe legale Siedlungen – nach dem Völkerrecht sind alle Siedlungen illegal.

    Während also mit großem Tam-Tam eine ‚illegale Siedlung‘ geräumt wird, werden weitere pal. Häuser zerstört und zahlreiche neue Baugenehmigungen an Siedler erteilt.

    Ich mache mir gar keine Illusionen um extremistische und rückständige Kräfte in islamischen Ländern, die meine Sympathie überhaupt nicht haben. Aber seien wir doch mal ehrlich, die ganze Welt ist voll von Gewalt. In Europa hatten wir jahrhundertelang Kriege und was wir an Rückständigkeit den Muslimen vorwerfen, war in Europa vor kurzem in ähnlicher Form auch beheimatet. Die Israelis haben in der kurzen Zeit ihrer NationalStaatlichkeit schon hinreichend bewiesen,dass sie auch nicht besser sind. Die Geschichte gibt bei näherer Betrachtung einfach keinen Anlass zu dem Glauben – es gäbe irgendwo ‚die Guten‘ und irgendwo ‚die Bösen‘. So bleibt nur die Richtschnur für Anstand und Gerechtigkeit, die keineswegs das verhindert, was im ursprünglichen und eigentlichen Sinne Selbstverteidigung bedeutet. Nur wird dieser Begriff für alle möglichen anderen Interessen massiv missbraucht. Das haben übrigens auch schon die Nazis so gemacht. Die haben auch ständig die Bedrohung von Außen und die Opferrolle der Deutschen proklamiert, um die eigenen Misstaten zu legitimieren – das ist immer das gleiche Schema.

    Die rücksichtslose und ebenfalls oft genug ebenfalls grausame und unaufrichtige, von eigenen Interessen gesteuerte Politik des Westens stärkt die islamistisch, extremistischen Kräfte (wenn sie sie nicht sogar selbst finanziert hat, wie z.Bsp.die Taliban und Saddam Hussein, oder der fundamentalistischste Islamimus aus Saudi-Arabien, dem engsten Verbündeten der USA) und eine Welt der Gegensätze in Beherrscher und Unterdrückte, in Arm und Reich. Die Machtverteilung soweit ist auch recht eindeutig und auch wer in wessen Ländern einfällt und interagiert.

    In dieser Hinsicht hat die islamische Welt alles Recht der Welt sich über die sogenannte westliche zu beschweren und nicht umgekehrt.

    Ich lehne natürlich extremistisch-islamistische Kräfte ab,aber der Rassismus der aus dem Westen und aus Israel kommt ist in meinen Augen weder weniger harmlos noch weniger brutal.

    Letztendlich kann man konstatieren – dass man Muslime genauso wenig über einen Kamm scheren kann, wie Juden,Deutsche – Westler oder wen auch immer. Allein, dass es solch extremistische Kräfte gibt (und die haben wir auch, genauso wie manch wütenden Mob, man denke nur an die Unruhen in Jerusalem wegen eines Parkhauses, dass am Samstag aufmachen sollte)rechtfertigt nicht die skrupellose Eskalation der Gewalt, die oft genug von der Achse USA-GroßBritannien und von Israel ausgeht – und natürlich verstärkt es auch die Wut auf muslimischer Seite.

    Wenn Sie also keinen Frieden wollen – dann machen Sie einfach so weiter und suchen Sie sich alles zusammen,was Sie anunerfreulichem aus der islamischen Welt so finden können – lablen ‚die Muslime‘ damit und schon haben sie die Rechtfertigung für allle Gewaltexzesse – Idioten in den arabischen Ländern machen es genauswo.

  27. Jane sieht die Welt lediglich in den Farben weiß und schwarz. Dabei übersieht sie muslimische Massaker an Nichtmuslimen und Muslimen. In Algerien allein über 100.000 Opfer, vielen von denen wurde der Hals durchgeschnitten, die Lieblingsmethode von Islamisten.
    Und jetzt bekommen wir in Syrien vorgeführt, wie die Umma ihre politischen Probleme löst. Schon mehr als 30.000 Opfer.
    Und was die Beschuldigung gegen Israel betrifft, wie wäre es, wenn wir auch erfahren dürften, was Israel dazu zu sagen hat? Aus der Meldung geht nämlich hervor, dass Israel eine illegale jüdische Siedlung geräumt hat. Um das zu vernebeln, wird etwas von Plänen geschwafelt.

  28. Und jetzt machen Sie mal ein Experiment und ersetzen in meiner vorherigen Aufzählung die Wörter ‚Briten, Amerikaner, Israelis‘ durch ‚Iraner, Saudis, Syrer‘ – und die Worte Palästinenser, Araber etc. durch ‚Juden, Deutsche, Amis etc.‘

    Wenn Sie sich das realistisch vorstellen und sich diese Nachrichten als reales Szenario in unserem Fernsehen, in UNSEREN Ländern vorstellen – dann werden Sie sicherlich sofort eine gehörige Portion Wut empfinden.

    Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich.

    Was unsere Regierungen mehr oder weniger aktiv in diesen Ländern anrichten ist ungeheuerlich.

    Und jetzt will ich Ihnen mal zwei kleine Berichte von Israelis ans Herz legen, die das begriffen haben:

    „Die Kameraden stellen alles auf den Kopf, man sucht Waffen. Stattdessen finden sie die Pornosammlung des Familienvaters. »Mir ist es unendlich peinlich. Ich schäme mich. Dann kommt der Befehl, ich soll die Frauen im Haus filzen.« Dana klopft die Frauen ab: »Beine auseinander, Hände an die Wand. Ich fasse sie überall an, auch an den Brüsten. Sie lassen es geschehen. Sie haben Angst. Dabei schaut der kleine Sohn zu mir herüber, und ich sehe den Hass in seinen Augen. In diesem Moment konnte ich ihn verstehen.«

    Sich plötzlich im Blick des anderen erkennen zu müssen kann Folgen haben. Michael Manekins Schlüsselerlebnis begann mit einem Scherz. Man hatte dem Kommandeur der Patrouille, einem großen, rundlichen Mann, statt regulärer Tarnfarbe giftgrüne Schminke gegeben. Weil die Farbe im Dunkeln aufgelegt wurde, hatte er es nicht bemerkt. Man hämmert an die Tür eines palästinensischen Hauses, die Tür wird geöffnet, der Kommandeur stürmt voran und brüllt »Hände hoch, keine Bewegung!«: »Die ganze Familie lacht bei seinem Anblick, und ein Kind ruft: ›Shrek! Shrek!‹ Wir lachen auch, und schließlich lacht selbst der Kommandeur, der in einem Spiegel erkennt, dass er wirklich aussieht wie das Ungeheuer aus dem Film. Mein Gott, denke ich, sie kennen Shrek! Und sie haben Humor, diese Palästinenser. Sie haben mich zum Lachen gebracht. Sie leben in der gleichen amerikanisierten Popwelt wie wir. Der nächste Gedanke: Was hast du bloß gedacht, wie die sind? In dem Moment fiel meine Soldatenwelt in sich zusammen. Ich hatte oft erlebt, dass sich Kinder bei unserem Anblick vor Angst in die Hose machen. Das hat mir nicht so viel ausgemacht wie dieses Lachen über Shrek.«..“

    http://www.zeit.de/2012/39/Israel-Armee-Hebron-Breaking-The-Silence/seite-3

    „Das Schicksal der arabischen Bewohner Palästinas, deren Heimat zerstört war und von denen viele, eine Mehrheit, flüchten mussten oder vertrieben wurden, dieses Schicksal fand in der deutschen Öffentlichkeit noch keinen Widerhall. Dieses spezifisch deutsche Israel-Bild, seine Idealisierungen und Auslassungen, wurde zuerst von Einzelnen propagiert, von Politikern und von Vertretern der Kirchen, die das Schweigen über die deutschen Verbrechen während des Holocausts durchbrechen wollten und nach einem Dialog mit Juden und Israelis suchten. Erst in den späten Sechziger Jahren wurden diese Vorstellungen Allgemeingut. Ein idealisierendes Israel-Bild wurde zu einem wichtigen Element der politischen Identität der Bundesrepublik und seiner Eliten, zum Symbol der West-Orientierung und des erfolgreichen Wandels zu Demokratie, Toleranz und Liberalismus.

    …Der Sieg des Zionismus und die Schaffung Israels wurde von unseren Eltern und von meiner Generation als Schlusspunkt einer außergewöhnlichen, ja mythischen Entwicklung betrachtet – als der Triumph des gerade so sehr gepeinigten und fast vernichteten Jüdischen Volkes über seine Feinde, als ein Richterspruch der Geschichte, der das durch Antisemitismus und Holocaust verursachte Leiden des Volkes endlich ausglich. Die Folgen und menschlichen Kosten der Schaffung des Staates waren kaum jemanden bewusst. Auch wir wollten unbedingt in die Gerechtigkeit und Folgerichtigkeit der Errichtung des jüdischen Staates glauben…

    Als ich 1976 von Deutschland nach Israel übersiedelte, kehrte ich zwar in mein Geburtsland zurück, war aber in jeder anderen Hinsicht ein Neuling. 1976 war ich noch Anhänger der zionistischen Grundüberzeugungen – dass die Juden ein Recht darauf hatten, sich in ihrer alten, biblischen Heimat niederzulassen; dass der arabische und palästinensische Widerstand gegen die zionistische Unternehmung nicht gerechtfertigt sei; dass Israel in Selbstverteidigung handelte. Fünf Jahre später waren meine Ideen völlig verändert. Ich fand, dass den Palästinensern großes Unrecht angetan worden war und weiter angetan wurde – durch die aufgezwungene Ansiedlung von Juden in Palästina seit den 20er Jahren, durch die gewaltsame Schaffung und “ethnische Säuberung” des Staates 1948, durch die permanente Besiedlung der 1967 besetzten Gebiete. Auch die ethnische Dominanz der Juden im Land, das zionistische Sine Qua Non Israels, betrachtete ich inzwischen mit anderen Augen. Wie konnte ich als deutscher Jude ein solches völkisches Prinzip von Nation und Nationalität hinnehmen? Dass dies auch noch als Entschädigung für die Verfolgung von Juden in christlichen Ländern und als einzige denkbare Folgerung aus dem Holocaust dargestellt wurde, machte mich besonders ärgerlich. Israel musste der Staat aller seiner Bürger werden und den Zionismus ablegen….

    Mit diesen Meinungen stand ich in fast totalem Gegensatz zu vielen meiner Freunde und Kollegen und zu den meisten Israelis. …dass nur eine auf militärischer Stärke beruhende Politik das Ãœberleben Israels sichern könne. Die Kurzform dafür lautete: “Sie”, die Palästinenser, “verstehen nur eine Sprache: Gewalt”.

    Wer als Araber in jüdischer Gesellschaft umging, traf auf bodenloses Misstrauen. Wer als Jude in arabischer Umgebung verkehrte, stieß auf Argwohn und Ablehnung…

    Mir machte vor allem Sorgen, dass die eigenen Untaten durch die Fixierung auf die Untaten der anderen fast unsichtbar wurden. Der moderne, jüdisch-nationalistische Mythos von den Juden als immerwährende Opfer von Verfolgung und Unrecht, die immer das Recht auf ihrer Seite hatten, spielte dabei eine wichtige Rolle. War die Feindseligkeit der Palästinenser nicht doch eine neue Variante der alten Judenfeindschaft? ..

    Dabei waren diese Feindbilder nur Begleiterscheinungen eines Konflikts, dessen Ursachen woanders lagen. Arabische Regimes bedienten sich antisemitischer Stereotypen, um die eigen Bevölkerung loyal, hass- und kriegsbereit zu halten; jüdische Israelis steckten voll entmenschlichender, rassistischer Vorurteile gegenüber der arabischen Gesellschaft, die es möglich machten, die Menschen auf der anderen Seite zu verachten, ihre Menschenrechte mit Füßen zu treten und sie, wenn es sein musste, zu töten. Weil der Mythos vom permanenten Opferstatus der Juden so eng mit der Schaffung Israel verbunden war, geriet derjenige, der Zweifel an der moralischen Überlegenheit des zionistischen Unternehmens vorbrachte, fast in die Position eines Leugners von Verfolgung und Judenmord.

    All dies resultierte in einer völlig einseitigen, unrealistischen Sicht des Konflikts und seiner Ursachen. …
    Das Gefühl herrschte vor, dass sich Israel und die Israelis nichts oder kaum etwas zu Schulden kommen ließen oder vorzuwerfen hatten. Auf eine falsche Diagnose aber folgt eine falsche Therapie, und die macht das Leiden noch schlimmer….

    Zu spüren bekam ich dies am deutlichsten, wann immer ich mit der ethnisch definierten “Menschlichkeit” meiner Umgebung konfrontiert wurde. Im Gegensatz zu den meisten Menschen um mich herum galt mein Mitgefühl den Opfer Israels in einem ebenso großem Maße als den getöteten und verwundeten Soldaten auf der eigenen Seite. Die “anderen” waren immerhin das Ziel eines brutalen, unprovozierten Angriffs geworden, und mit ihnen fühlte ich mich auch solidarisch. Dem Primat der ethnischen Solidarität, das von mir eine Identifizierung mit Juden und Israel forderte, konnte ich nicht länger folgen. …

    Von Daniel Cil Brecher – vollständig und sehr lesenswert unter:

    http://danielcilbrecher.com/2011/02/28/grenzen/

  29. Worte…Worte…und dabei gehts gar nicht um Palästina. Die Wahrheit wird wie üblich grau sein. Ja, anderes Wertesystem, aber in Libyen auch Leute in Bengasi, die wütend sind auf Milizen, die Amerikaner töten und im Land Wilde Sau und ShariaHoch spielen. Der Westen (und Israel ist Teil des Westens) wird in Arabien als Neokolonialist wahr genommen…setzt PPotentaten ein, setzt sie ab, bombt oder redet lieb daher, mal so, mal so. Man traut uns nicht. Persien scheint man bei uns, außer Leute wie SchollLatour, gar nicht zu verstehen.
    Und der Islam, er war ist wird im Kern nie friedlich sein, wenn er fundamentalistisch interpretiert wird. Und das ist nun mal finanziert von Riad her der Fall. Denen Panzer zu verkaufen ist mir unbegreiflich.
    Und Israel ist leider Teil des Middle East und das Schwarz-Weiß, willst Du nicht mein Freund nun sein hau ich Dir den Schädel ein färbt langsam ab. Leider hat ein arabischer Christ recht, wenn er sagte zu mir: Es ist bitter. Die Juden werden immer orthodoxer, die Muslime immer fundamentalistischer, und wir geraten dazwischen.

  30. Hier nur ein ganz und gar unvollständiger Ausschnitt dessen, was der Westen dem Islam so in den letzten 50 Jahren so antat und antut und was mir gerade so einfiel:

    „Schießwütige US-Soldaten gehören im Irak offenbar zum Alltag. Doch sie werden fast nie bestraft und offenbaren ihre Gräueltaten selten, wie jetzt einem US-Magazin…“

    Irak-Krieg: US-Soldaten țten wahllos Zivilisten Рweiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/tid-6860/irak-krieg_aid_66751.html

    „Komm schon, lass uns schießen“: Das Internetportal Wikileaks zeigt ein Video der Bordkamera eines US-Helikopters aus dem Jahr 2007. Harmlose Zivilisten in Bagdad werden niedergeschossen, darunter zwei Reuters-Journalisten. Die Crew macht sich über die „toten Bastarde“ lustig. “

    http://www.sueddeutsche.de/politik/irak-crazy-horse-video-zeigt-us-soldaten-bei-blutbad-an-zivilisten-1.14610

    „Wie Amerika mit der Irak-Lüge lebt

    Es ist ein Krieg, der mit einer Lüge begann, viele Menschenleben kostete, eine Region ins Chaos stürzte und Amerikas Ansehen in der Welt beschädigte. Fünf Jahre nach dem Beginn des Irak-Krieges versuchen viele Amerikaner nun, den Konflikt hinter sich zu lassen….“

    http://www.stern.de/politik/ausland/washington-memo-wie-amerika-mit-der-irak-luege-lebt-614548.html

    „Die Zahl getöteter Zivilisten im Irak könnte weit höher sein als bisher angenommen. Ein Team um Gilbert Burnham von der Johns Hopkins School of Medicine im amerikanischen Baltimore hat errechnet, dass zwischen März 2003 und Sommer 2006 im Irak 654965 Menschen an Kriegsfolgen ums Leben kamen. Das wären etwa 600 Todesopfer an jedem Tag. “

    http://www.sueddeutsche.de/politik/zivile-opfer-des-irak-kriegs-tote-pro-tag-1.753001

    „Das ganze Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen unter US-Präsident George W. Bush ist noch längst nicht aufgearbeitet. Das macht der neue Bericht von Human Rights Watch über die Verhaftung und Folter von Gegnern des früheren libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi durch die CIA und ihre spätere Ãœberstellung nach Libyen deutlich.

    Detailliert listet das Papier den Grad der Zusammenarbeit zwischen CIA, dem britischen MI6 und Gaddafis Geheimdienst auf, wenn es darum ging, mutmaßliche gemeinsame Feinde zu bekämpfen. Dass nur wenige Jahre später diese Feinde als Rebellen auf die Unterstützung der britischen und US-amerikanischen Luftwaffe zählen konnten, bestätigt nur eins: Recht und Moral sind beugsam, die Achtung vor Menschenrechten und Menschenleben bestenfalls taktischer Natur. “

    http://www.taz.de/!101147/

    „Ein Rabbiner von einer der gewalttätigsten Siedlungen in der Westbank wurde letzte Woche wegen Verdacht auf Hetze verhört, als die israelische Polizei ihre Untersuchung auf ein Buch erweiterte, in dem er das Töten von Nicht-Juden, einschließlich Kindern und Babys gutheißt…“

    http://www.zmag.de/artikel/israelischer-rabbiner-predigt-201emord201c-an-babys-von-einheimischen

    „Weiter als drei Meilen dürfen sich die palästinensischen Fischer nicht mehr aufs Mittelmeer hinauswagen. „Tatsächlich sind es nicht einmal drei Meilen“, kritisiert Al-Habeel. Oft würden er und seine Brüder mit ihren Fischerbooten schon 1,5 Meilen vor der Küste von der israelischen Marine unter Feuer genommen. Wer hinausfahre, riskiere täglich seine Gesundheit und Schäden an den Fanggeräten, stellte er fest.

    Das bestätigt auch ein im August veröffentlichter Bericht, den das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) zusammenstellte. Danach wurden palästinensische Fischer aus 85 Prozent der Fanggebiete vertrieben, die ihnen der 1993 zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ausgehandelte Oslo-Vertrag zusagt.

    Doch nicht nur Gazas Fischer riskieren bei der Arbeit Leib und Leben. Der Bericht befasst sich auch mit der Lage der palästinensischen Farmer, die in der Pufferzone zwischen Israel und Gaza ihr eigenes Land bewirtschaften. Dabei wurden seit Januar 2009 22 Palästinenser getötet und 146 verletzt.“

    http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ausland/panah694.html

    Wie der amerikanische Geheimdienst CIA vor 50 Jahren den iranischen Premierminister Mohammed Mossadegh stürzte und das Schah-Regime installierte

    …Während das Geschäft mit dem Öl boomte und AIOC und britische Regierung Millionen Pfund einstrichen, zog der Iran kaum Gewinn aus seinen Bodenschätzen. So übertrafen etwa die Einnahmen des britischen Konzerns allein aus dem Jahr 1950 die Tantiemen, die der Iran seit Beginn der Ölförderung in seinem Land insgesamt erhalten hatte. In der Abneigung gegen die europäischen Ausbeuter ihrer Bodenschätze waren sich die ansonsten recht dispersen gesellschaftlichen und politischen Kräfte im Iran einig. Im Herbst 1947 beschloss das iranische Parlament daher, mit den Briten einen neuen Vertrag zu verbesserten Konditionen zu verlangen…

    Als Iraner und Briten im Frühjahr 1948 die Verhandlungen über eine neue Ölkonzession begannen, zeigte sich bald, dass eine Ãœbereinkunft kaum zu erzielen war. Mit der Arroganz von Kolonialherren demonstrierten die Briten, dass eine klare Teilung der Profite, wie von den Iranern gefordert, für sie nicht akzeptabel war…

    Mossadegh war ein glühender Verfechter der Interessen seines Landes, aber alles andere als ein Kommunist. Seine Verve brachte ihm den Respekt seiner amerikanischen Verhandlungspartner ein. Man verglich ihn mit Benjamin Franklin und dessen diplomatischen Auftritten während der Amerikanischen Revolution; das Time Magazine wählte Mossadegh im Januar 1952 gar zum „Man of the Year“. ..

    Als Verhandlungspartner war Mossadegh auch deshalb schwierig, weil er als iranischer Nationalist agierte, nicht als Geschäftsmann, wie es die Engländer und Amerikaner erwarteten….

    Seit Februar 1953 arbeiteten der britische und der amerikanische Geheimdienst an entsprechenden Plänen, und am 25. Juni präsentierte der CIA-Agent Kermit Roosevelt im Büro des neuen Außenministers John Foster Dulles das fertige Szenario für die Operation Ajax…

    Die Amerikaner hatten im Laufe der Irankrise im Nahen Osten das Heft in die Hand genommen…

    Im Iran errichteten sie das Paradebeispiel eines korrupten und brutalen Marionettenregimes. Gefüttert mit hoher Militär- und Wirtschaftshilfe sowie gestützt durch einen rücksichtslosen Geheimdienst, machten sie den Schah für die nächsten 25 Jahre zur starken Figur im Land – und zu einem der verhasstesten Diktatoren der islamischen Welt…

    http://www.zeit.de/2003/34/A-Mossaedgh/seite-3

    „Deutsche Soldaten bewachten US-Foltergefängnis

    KSK-Soldaten haben mittlerweile eingeräumt, Murat Kurnaz im afghanischen Kandahar begegnet zu sein. Wie stern.de erfuhr, haben deutsche Elitesoldaten das geheime US-Foltergefängnis bewacht….

    http://www.stern.de/investigativ/projekte/geheimdienste/afghanistan-deutsche-soldaten-bewachten-us-foltergefaengnis-574223.html

    „September 1980 griff der Irak unter Saddam Hussein den Iran an. Der Krieg dauerte 8 Jahre. Im Verlauf dieses Krieges wurde der Irak von den USA finanziell und materiell unterstützt. Selbst als Der Iran war schon damals ein Gegner der USA. Als Hussein 1988 Giftgas gegen Iraner und Kurden einsetzte, gab es keine Sanktionen, die Beziehungen zwischen dem Irak und den westlichen Industrienationen, vor allem den USA, blieben weiterhin gut.“

    „NGOs: «Israel will palästinensische Dörfer zerstören»

    «Die israelische Regierung plant, 13 palästinensische Dörfer auf den Hügeln von Hebron zu zerstören und die Bevölkerung zu vertreiben», erklärten Amnesty International, Human Rights Watch, Oxfam, Care und andere Organisationen. “

    http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/09/22/International/NGOs-Israel-will-palaestinensische-Doerfer-zerstoeren

    „…Die Videoaufnahme zeigt alles: Hier die drei Kinder auf ihren Rädern – drei schwarze Punkte auf einer ansteigenden Straße, zwei rechts, eng zusammen, der Dritte links, in der Mitte

    dann taucht plötzlich dieser (israelische) Panzer im Bild auf ….Zuerst wird das Maschinengewehr des Panzers sichtbar, dann der untere Teil des Geschützes, schließlich der ganze Panzer, wie er den drei kleinen Kindern auf ihren Rädern hinterherfährt – sie sind nur ein paar dutzend Meter voraus.

    Dann wird der Bildschirm plötzlich schwarz. Man hört Gewehrfeuer, dann bumm! Viel Lärm. Staub u. Rauch überall – u. das war“s. Der anonyme Kameramann hat aufgehört zu filmen.

    Noch am Tag des Ereignisses verlautbart der israelische Armeesprecher: “Eine Einheit der Israelischen Armee führte in Dschenin-Stadt Haus-zu-Haus- Durchsuchungen durch – auf der Suche nach Munitionswerkstätten – dabei stieß sie auf eine Gruppe Palästinenser, die die Ausgangssperre missachteten u. sich ihnen näherten. Zur Abschreckung feuerte die Einheit zwei Panzergranaten ab. Drei Palästinenser wurden durch die Granaten getötet, zehn weitere verletzt. ..

    http://zmag.de/artikel/Zu-Grabe-getragen-mit-Schokolade-in-der-Hand

  31. „…entspringt keinem kranken sondern einem verletztem Geist – ja einer verletzten Seele über die Demütigungen, Erniedrigungen gerade aus der muslimischen Welt heraus“

    Und Sie denken, dass Kolonialismus, politische Putsche (Mossadeq Iran), Inthronisierung und Sponsoring korrupter Herrscherhäuser, Anstachelung zu kriegen (Iran/Irak), Kriege mit z.Bsp. ca. 100 000 zivilen Opfern im Irak fußend auf erlogenen Argumenten, Foltergefängnisse für willkürlich Festgenommene, Okkupation, Enteignung, Entrechtung –

    in muslimischen Seelen KEINE Verletzung und Demütigung hinterlässt?

    Dieser Irrglauben kann nur einem rassistischen Grundmotiv entspringen.

  32. „…warum der gerade von den radikalen muslimisch-, geistlichen Führer propagierte, tagtäglich in alle Himmelsrichtungen gestreute Haß und seit den Achtzigern aus den barbarisch- und menschenverachtenden geführten Teil der muslimischen Welt des Nahen Osten heraus planvoll ausgeführte Tod von Juden, Christen und „andersdenkenden“ Muslimen bei uns im Westen nicht längst eine ähnlich unkontrollierten Exzess ausgelöst hat!“

    Groteske Verkennung der Wirklichkeit

    In den letzten Jahrhunderten, bis in die jüngste Vergangenheit überzieht der Westen die arabischen Ländern mit Gewalt, kolonialismus, postkolonialen Bündnissen mit korrupten Herrschern, mordet ganz konkret zig Tausende, verschleppt Muslime in Geheimgefängnisse in denen gefoltert wird – allein – man redet natürlich nicht darüber.

    Dazu die untragbare Menschenrechtslage der Palästinenser in den besetzten Gebieten, die seit zig Jahren einer feindseligen Besatzungsmacht weitgehend hilflos ausgesetzt sind – vor diesem Hintergrund ist die ‚ach wie seltsame‘ Feindseligkeit in der muslimischen Welt durchaus nachvollziehbar.

    Natürlich sind die Gewalteskalationen überhaupt nicht entschuldbar, weil ein Idiot einen widerlichen Clip gedreht hat, aber da kochen einzelne radikale Gruppierungen ihr eigenes Süppchen und das ist nicht der Masse der Muslime anzlasten.

    Muslime erleben jedenfalls sehr viel mehr Gewalt durch den Westen als umgekehrt – und dahinter verbergen sich handfeste Interessen, Wasser, Land, Öl.

    Tatsache ist,dass Muslime viel mehr unter einfallenden westlichen Soldaten, Amerikanern, Briten und auch Israelis leiden – als umgekehrt – neben Kriegen, die maßgeblich vom Westen mitangezettelt wurden (Iran/Irak).

    Forscher bemessen alleine die zivilen Opfer, allein des nachweislich mit Lügen begründeten Irakkriegs auf 100 000.

    Oder folgende:

    „Guantanamo ist das Synonym für staatliche Willkür und Folter. Vor zehn Jahren begannen die Amerikaner, dort Terror-Verdächtige wegzusperren. Ohne Prozess, ohne Anklage.

    Amerikanische Politiker sagen immer wieder, dass die Insassen von Guantanamo Terroristen sind. Ich war kein Terrorist. Wenn man mich gleich nach meiner Festnahme vor ein ordentliches Gericht gestellt hätte, hätten meine Kinder nicht ein so zerrissenes Leben führen müssen, und meiner Familie wäre der Abstieg in die Armut erspart geblieben. Erst nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten verfügt hatte, dass die Regierung ihre Vorwürfe gegen mich vor einem Bundesrichter belegen muss, konnte ich meine Unschuld beweisen und zu meiner Familie zurückkehren. “

    So lange manche Gruppierungen unterschiedlicher Interessenlage Muslime wie Untermenschen behandeln, braucht man sich über hier und da aufflammenden Hass auf den Westen wirklich nicht zu wundern, wenn auch die Gewalteskalationen der letzten Woche, ausgeführt von Salafisten, natürlich voll und ganz zu verurteilen sind.

    Da kann man nur sagen, manche faseln halt was vom Splitter im Auge des anderen, weil sie einen Balken vor der Mattscheibe haben.

  33. Entfesselter Mob?

    Beim lesen dieser Umschreibung ist die Frage erlaubt, warum der gerade von den radikalen muslimisch-, geistlichen Führer propagierte, tagtäglich in alle Himmelsrichtungen gestreute Haß und seit den Achtzigern aus den barbarisch- und menschenverachtenden geführten Teil der muslimischen Welt des Nahen Osten heraus planvoll ausgeführte Tod von Juden, Christen und „andersdenkenden“ Muslimen bei uns im Westen nicht längst eine ähnlich unkontrollierten Exzess ausgelöst hat!

    Diese Frage beruht auf historisch gewachsenen und politisch zementierten Interessen die unser aller kapitalistisch geprägte- in Teilen der Politik und Gesellschaft vorhandenen egoistischen und igrnoranten Sicht- und Lebensweise entspringt – ohne Heuchelei – ohne Komma und ohne Punkt

    Und doch unterscheidet den „Aufgeklärten“ im „aufgeklärten“ Westen vom „leicht verführbaren“ Menschen außerhalb dieser industriellen Zone, daß wir ebenfalls für die Freiheit, mehr Rechte, Gerechtigkeit und Menschenwürde in den vorangegangenen Generationen kämpfen mußten – bis heute und bis heute und bis in die Zukunft die Rechte eines jeden Individuums nicht nur von der Pike schätzen und respektieren gelernt haben und noch weiter erlernen werden, sondern Werte wie persönliche Freiheit, Toleranz und die Wertschätzung Andersdenkender verstehen und achten!

    Ein jeder friedlich- und strukturiert denkender Mensch empfindet Empörung und ja tiefe Verachtung gegenüber unkontrollierbarer Gewalt, die die Öffentliche Ordnung ins Wanken bringt. Auch wenn in diesem Fall im Grunde genommen theologischer Spitzfindigkeiten der Auslöser waren – die zugegeben religiöse Gefühle zwar verletzt, jedoch keinem Vorsatz der kollektiv entgleisten westlichen Gesellschaft zuzuschreiben ist, da einzelnen Fanatiker im Westen wie im Nahen Osten als Individuum zu beurteilen und zu verurteilen sind und nicht als Massenerscheinung zu deuten ist!

    Für diese Differenzierung bedarf es keiner Auseinandersetzung mit Autoren wie Jane oder ähnlichen EXPERTEN der Szene, die über Hagalil ihr Pseudowissen und Halbwahrheiten und ihre unverhohlene „Sympathie“ für die unterdrückten Völker zum Ausdruck bringen – die sich geographisch jenseits des eigenen Tellerrandes befinden!

    Was in Kalifornien fundamentalistischen „christlichen HEILSBRINGERN“ mit inbrünstigem Vorsatz entgleiste, entspringt keinem kranken sondern einem verletztem Geist – ja einer verletzten Seele über die Demütigungen, Erniedrigungen gerade aus der muslimischen Welt heraus – ohne Gnade; ohne Reue und ohne Aussicht auf zivilisatorische Entwicklung – hin zur friedlichen Koexistenz.

    Der Mensch ist ein von Gott bestimmt „freies Entwicklungswesen“ – mit freiwilliger Teilnahme!

    Nur, wer nicht teilnimmt, der konsumiert bedenklichen Mangel und Missverständnisse, erliegt der Manipulation und der Lüge und verpasst Erkenntnisse und Einsichten die ihm/ihr und uns allen nur nutzen- und dem friedlichen, verständnisvollen Miteinander zur vollen Geltung verhelfen kann.

    Ich glaube Gott jedes Wort und jeden Buchstaben!

    Am Yisrael Chai!!!

  34. @Jane. Ja, es ist zuerst beim Ewigen.

    Es ist aber auch vom Ewigen den Menschen
    aktuell in den Weg gestellt.
    Zur positiven Lösung.
    Oder aber auch zum Ausreifen eines Schuldigwerdens ,
    das (endlich) im Gericht des Ewigen endet.
    Der Qumranschriften Fund begleitet die Gründung des
    Staates Israel. Zeitlich und inhaltlich.

    An diesen Fragen hängt der Weg Jerusalems.
    Und diesen Jerusalem Weg nennt der Ewige derzeit
    einen Laststein.
    Einen Laststein an dem sich gegebenenfalls
    alle Feinde Seiner Planungen überheben.
    Ich rate sehr dazu, G-ttes geschehenen Eingriffe
    nicht länger zu übersehen.

  35. @Jim. Ohne G-ttesbezug,ohne Bund durch Ewigen gibt es auf dieser Welt kein Israel, keinen Juden. Die Kippa ist äußeres Zeichen eines Glaubensbekenntnisses.

  36. Herr Pfeiffer – ich ordne mich selbst zwar als Links/liberal ein, aber mit dem Kommunismus, vor allem so wie er existierte habe ich wirlich gar nichts am Hut.

    Ich kann die Frage ‚wo ich denn das Unterstellen nie gemachter Behauptungen‘ gelernt hätte getrost an Sie zurückgeben.

    Sicher sagten Sie nicht – die Nazis waren Linke – aber Sie sagen ja jetzt schon ständig wiederholend – die LInken seien eigentlich Nazis. Und da Linke, ja auch und gerade die Linken die Israel kritisieren (so wie genauso die LInkie in Israel) in aller Regel ganz einfach in der Tradition von Linken stehen – nehme ich dies zum Anlass Ihnen zu widersprechen.

    Hinsichtlich Entebbe – zitierte ich einen betroffenen, jüdischen Passagier, der übrigens bei dieser Entführung seine Mutter durch Sicherheitskräfte Idi Amins verlor – der sagte, dass das eigentliche Kriterium für der Auswahl der Passagiere nicht das Jude sein an und für sich gewesen wäre, sondern die rein praktische Ãœberlegung, dass man um Forderungen an Israel zu stellen nur über Geiseln mit israelischem Pass verhandeln solle, da sich Israel vermutlich in erster Linie für den Schutz seiner Staatsbürger zuständig sieht.

    Zudem hat besagter Passagier sich mit Wilfried Böse unterhalten und grundlegend wohl einen anderen Eindruck erhalten – so hatte er auch den Eindruck, dass der Entführer mit seiner Akton zwar natürlich die Passagiere einer tödlichen Gefahr und einem traumatischen Erlebnis aussetzte – aber im Grunde genommen dennoch ernstlich und glaubhaft um den Schutz der Geiseln bemüht war.

    Aus diesem Grund sagt er ‚Entebbe war nicht Ausschwitz‘ – was natürlich die Infragestellung der Ausschwitzkonnotation – Deutche/Juden/Selektion – nahelegt. Jeder hat natürlich diese Assoziation, so wird es zitiert und die Wirkung ist beabsichtigt – und genau dem widerspricht der israelische Zeuge dieser Vorfälle.

    Vielleicht ist es ihnen gleichgültig, ob traumatische und kriminelle Geschehnisse, derer Juden Opfer werden grundsätzlich dem Antisemitismus oder eben anderen Gründen zuzuordnen sind – aber ich halte eine Haltung die an einer solchen Unterscheidung gar nicht ernstlich interessiert ist für paranoid, unsachlich und unnötig feindselig.

    @Jim

    Lesen Sie doch mal vollständig – gar nicht so lange her:

    „Spekulationen über die Drahtzieher dieser Morde sind und bleiben Spekulationen“

    Kein Kommentar

    @UdoSefiroth

    „Aber, aber Jane.. ich bin jetzt enttäuscht! Mir fehlt dabei
    Ihr ewiges “Israel ist Schuld”; aber genug der Polemik.

    Aber hier ist es ja…
    oft unterentwickelter als vor 40 oder 50 Jahren, was nicht zuletzt auf die immer wieder stattfindenen desaströsen Kriege zurückzuführen ist, die der Westen oder Israel anzettelten oder selbst durchführten.

    Ja so Einfach kann die Welt sein.“

    Sie verfälschen auch ein wenig – um dann mal wieder zum ebenfalls verfälschenden, argumentativen Rundumschlag auszuholen.

    Zum einen – wer hat gesagt die Welt wäre ‚einfach‘. Ich sicher nicht.

    Es ging auch um die Floskel ‚Israel, bzw. der Zionismus sei ‚an ALLEM schuld‘ und das ist natürlich Blödsinn.

    Wenn Sie also in ihrer argumentativen Ãœberspitzung, mit der Sie es sich ja auch ziemlich einfach machen, den Schluss nahe legen wollen – Irael sei an gar nichts schuld, dann muss ich Ihnen sagen, das sehe ich schon anders.

  37. Jane, waren Sie an einer kommunistischen Kaderschule? wenn nicht, wo haben sie dieses Unterstellen von nie gemachten Behauptungen gelernt? Wann und wo habe ich behauptet, die Nazis wären Linke gewesen? Da ich im Gegensatz zu Ihnen meinen Namen angebe, müßten Sie in der Lage sein, Ihre Behauptung zu stützen.

    Ich habe Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Neonazi aufgezeigt. Die Neonazi leugnen in der Regel die Verbrechen der Nationalsozialisten und Sie leugnen, dass in Entebbe Juden selektiert wurden. Ihr Kronzeuge ist E. Arendt, der mir, wie die Neonazi, den Vorwurf gemacht hat, einen Menschen in den Tod gedrängt zu haben. Und so schließt der Kreis.

    Horst Scholz, wenn ein Rabbiner in Berlin nicht mehr mit der Kippa in gewissen Vierteln gehen kann, dann hat das nichts mit der Theologie zu tun. Wenn in der muslimischen Welt immer mehr Kirchen abgfefackelt werden, dann hat das überhaupt nichts mit der Theologie zu tun.

    • Jane Sie können es nicht lassen. Sie lügen unverschämt und unterstellen: „Sie sagen ja jetzt schon ständig wiederholend – die LInken seien eigentlich Nazis.“
      Wo habe ich je soetwas gesagt oder geschrieben?

  38. @Jane. Ich denke jeder am Thema und Problem Lösung Interessierte sollte sich dem Komplex Wahrheitsfrage zwischen Islam und Judentum stellen.
    Es sollte zur Kenntnis genommen werden, dass Judentum seinen heiligen Schriften und ihrer Überlieferung glaubt. Während es auf Mohammed zurückgeführt wird, dass Juden ihre heiligen Schriften verfälscht hätten.

    Da liegt ein Schlüssel zu neuer partnerschaftlicher Begegnung zwischen Muslimen und Juden. Wenn man hinzuzieht, dass wir nicht wissen, in welcher Form Mohammed Schriften vorlagen.
    Und wenn wir akzeptieren, das durch die Qumranfunde jüdische heilige Schriften (z.B. Jeshajahu-Rolle) aus einer Zeit bezeugt sind in der Isa ibn Maryam unter Wohlgefallen des Koran aus der Jeshajahu-Rolle lehrte.

    Die Wahrheitsfrage ist zugleich eine G-ttesfrage.

    Und weder Juden noch Muslime wollen letztlich gegen den Ewigen handeln.
    Wem die G-ttesfrage egal ist sollte dem Reich G-ttes auf Erden egal sein.

  39. Herr Pfeifer

    es ist ja schon mittlerweile recht klar, wohin bei ihrer Argumentation die Reise geht. Die Nazis ‚waren eigentlich Linke und die heutige Linken, die Israel scharf kritisieren – stehen in ihrem Erbe.‘

    Das ist natürlich eine Umdeutung der Geschichte, wie sie schon von zahlreichen Kräften seit einiger Zeit angestrebt wird, um die Kritik an der Besatzung von links zu delegitimieren. Sie folgt insofern einer gewissen inneren Logik, als dass Israel heute dem Faschismus näher und näher kommt, mehr und mehr einer völkischen Ideologie anhängt und sich prächtig versteht, mit den eigentlichen Erben des Faschismus, von Le Pen, zu Berlusconi bis hin zu Geert Wilders. Das ist insofern auch nicht verwunderlich, als dass Israels Geschichte von Anfang an von solchen Kräften maßgeblich gelenkt wurde, wenn auch die vielen Neueinwanderer ganz andere und unterschiedliche Gesinnungen mitbrachten.

    So wie ich sage – wie können Sie nur – die Linken waren die erklärten Feinde Hitlers, er selbst ließ zuerst massenhaft Linke in Konzetrationslager deportieren und umbringen, noch lange ehe die Judenvernichtung begann und im Nachkriegsdeutschland waren es ganz wesentlich jene linken Kräfte, die sich mit der allgemeinen Verdrängung der jüngsten Vergangenheit nicht zufrieden gaben und die umfassende Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen forcierte.

    Tatsächlich gab es die Schnittmenge Zionismus-Faschismus auch schon in den 20ern. Ich muss dazu sagen, dass es in der Frühgeschichte des Zionismus verschiedene Strömungen, auch friedfertige gab, aber die haben sich nicht durchgesetzt und natürlich ist die agressiv-völkisch, expansive Politik der Zionisten nicht Juden im Allgemeinen oder auch Israelis im Allgemeinen anzulasten, die gebeutelt von der Geschichte eben auch wenig Abstand hatten und das politische Treiben nicht unbedingt einzuordnen wussten. (Allerdings sind heute die Israelis schon verantwortlich für die Politik, die in ihrem Namen gemacht wird. Sie haben ja alle Möglichkeit sich zu informieren und zu wählen) Zudem wurde der Zionismus erst attraktiv, als der Nationalsozialismus am Ruder war. Zuvor wollten viele Juden gar nichts von ihm wissen und nicht wenige betrachteten ihn schon damals gewissermaßen als den gleichen nationalistischen Sumpf, dem auch der deutsche National-Sozialismus entsprungen war.

    So schreib das jüdisch-antizionistische Komitee in Berlin im Jahre 1913:

    „“Und dieser chauvinistische, nationale Rassenwahn ist die theoretische Grundlage, der geistige Nährboden des Zionismus! Ihm hat er die spezifischen Züge seines Wesens und seiner Wirksamkeit entlehnt! Schon das Aussprechen dieser unbestreitbaren und unbestrittenen Tatsache enthält die vernichtendste Kritik dieser pseudomessianischen Bewegung.

    Mit aller Deutlichkeit muss man es sich bis in die letzten Konsequenzen ausmalen, was es für das Wesen und die Erscheinungsformen des Zionismus bedeuten muß, daß er auf demselben Sumpfboden erwachsen ist wie der Rassenantisemitismus, diese Geißel, unter der wir Juden so entsetzlich leiden. Und es ist immer dasselbe Wasser, mag es nun arisch-antisemitisch, mag es jüdisch-national gefärbt sein, das aus einem vergifteten Brunnen stammt, und das seine Färbung der Welt zu einem gesunden Tranke machen kann. Wer sich auf den Standpunkt stellt, dass die nationale Verhetzung und der Rassenantisemitismus ein Verbrechen an der Kultur sind – und wer täte das nicht –, der muß auch den Bruder im jüdischen Gewande, den nationalen Zionismus, verdammen, weil er ebenso verderblich wirken muß, wie jene….“

    http://www.derisraelit.org/2010/01/von-reuven-j.html

    Was man konstatieren kann – sobald sich Menschen hinter völkisch-nationalistischen Ideen zusammenrotten, ob in Israel, Deutschland oder Ägypten – wird es gefährlich für alle, die da nicht dazu gehören – und Leute die solch ein verengtes Weltbild predigen gibt es auf allen Seiten – und sie sind die Gefahr – auf allen Seiten.

    Was Linke und rechte Bewegungen der 20er gemeinsam hatten, war natürlich das Bestreben Antworten auf sozial brennende Fragen zu finden. Insofern gab es genauso rote, die später braun wurden und zu den Nazis überliefen – und dieser Schnittmenge entspringend, deuten heute viele die Geschichte um, im Interesse finanzstarker Kreise, die nur eines wollen, dass alles bleibt wie es ist (und da wären wir beim arabischen Frühling, der mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat). So war im Rahmen der jungen Demokratie in den 20ern klar, dass die verarmte Bevölkerung an den Wahlurnen Wege finden würde, an den Privelegien der wohlhabenden Klassen zu rütteln und so wurde Hitler in jungen Jahren massiv von reichen Bürgern Münchens gesponsort, um den Massen gewissermaßen eine Alternative zur Linken anzubieten.

    Beide Bewegungen zielten darauf die materielle Ausgrenzung von vielen Menschen zu beantworten, die Rechten allerding in einer hierarchisch, völkisch orientierten Ermächtigung – einem Art Vokscorpus, der autoritär agiert und in dem jeder, sofern der Ideologie treu ergeben, seinen Platz haben soll und das ist eindeuig NICHT links – die LInke als eine Gemeinschaft der Gleichen,möglichst hierarchiefrei und gleich auch mit anderen Nationen.

    Da haben sie die Schnittmenge und auch den ganz wesentlichen Unterschied. Linke Bewegungen und rechter Faschismus suchten Antworten auf die gleichen brennenden Fragen – beantworteten sie aber denkbar unterschiedlich. Natürlich gibt es Kreise, die alles daran setzen, dass Fragen nach dem Lebensrecht aller Menschen und der Teilhabe am Wohlstand gerne unterdrücken möchten. Die gab es immer, die gibt es heute, hier im Westen und in den arabischen Ländern tragen sie maßgeblich zur Unterdrückung der Menschen bei.

    Daher war die Linke niemals nationalistisch, sondern international und auch nicht antisemitisch, anders als die Rechte, welche in einem autoritären Führerkult, sich identifizierend mit Volk und Führer natürlich zwangsläufig auch ihre Feinde schuf – (wie es wohl bei einer solchen Gesinnung kaum ausbleiben kann) – damals eben Kommunisten und Juden.

    Zudem war in jener Zeit Judentum und Kommunismus für rechte Kräfte fast schon ein Synonym – gab es doch zahlreiche, prominente jüdische Vertreter in der Linken – vom Erfinder des Kommunismus, Karl Marx.

    „Jüdischer Bolschewismus oder Judäo-Bolschewismus ist ein zu antikommunistischer und antisemitischer Hetze gebrauchtes Schlagwort, das in Russland entstanden ist und nach dem Ersten Weltkrieg auch in Europa und Nordamerika Verbreitung fand. Große Bekanntheit erlangte dieser Begriff vor allem durch Reden und Schriften in der Zeit des Nationalsozialismus – insbesondere von Adolf Hitler und Heinrich Himmler – sowie durch Befehle der Wehrmachtsgeneralität zum „Unternehmen Barbarossa“.“

    Den nachhaltigsten Erfolg hatte der Mythos vom Judäo-Bolschewismus in Deutschland. In der Weimarer Republik traten alle Parteien mit Ausnahme der Kommunisten antibolschewistisch auf. In rechtsnationalen Kreisen wie beispielsweise der völkischen Bewegung[13] wurde das Engagement von Juden in linken Parteien und Organisationen herausgestellt. Diese Kreise verunglimpften die Republik insgesamt als „Judenrepublik“.

    Der Verdacht, dass der Bolschewismus jüdischen Ursprungs sei, wurde in ganz Westeuropa und in den Vereinigten Staaten nach dem Ersten Weltkrieg zu einem „Gemeinplatz der konservativen Kultur“ und zu einem festen Topos liberaler und nationalistischer Eliten.[14] Antikommunistische und traditionelle antislawische Ressentiments vermischten sich so mit überkommenen antisemitischen Vorurteilen.

    ….Die Ermordung der „jüdisch-bolschewistischen Intelligenzschicht“ war der ausdrückliche Auftrag der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, die im Mai 1941 aufgestellt worden waren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Bolschewismus

    So kann man konstatieren – dass es überall auf der Welt, in allen Völkern und Trägern aller Religionen Menschen gibt, die zunächst den Menschen sehen und sich von völkisch-nationalistisch, oder religiös-feindseligen Haltungen nicht anstecken lassen – mit ihnen ist schlecht Krieg zu machen.

    Genauso gibt es auf allen Seiten Menschen, die sich um ein idealisiertes Selbstbild scharen und im Zuge dessen Feindseligkeiten gegen andere, Fremde, Muslime, Juden, Nicht-Juden propagieren – und die haben in der Regel 2 Feinde – zum einen jene, die sich an Hetze nicht beteiligen wollen, bzw. dieses völkische Bild in Frage stellen und natürlich den ‚eigentlichen Feind‘ – also ‚Juden‘, ‚Nicht-Juden‘, ‚Muslime‘, ‚Christen‘ etc.

    Könnte man doch die Gemeinschaft der interantionalen, mutltikulturellen Hetzer auf den Mond schießen und da könnten sie sich dann ungestärt gegenseitig massakrieren – und den friedlichen Rest der Menschheit in Ruhe lassen.

    Empfehloen kann ich auch Tomi Ungeres – ‚Die Blaue Wolke‘.

    • „Daher war die Linke niemals nationalistisch, sondern international und auch nicht antisemitisch, “
      _______________________________________________
      Ach und die „Zionistischen2 Säuberungs Aktionen von
      Stalin, die Slanzky Prozesse in der CSR, die anti –
      semitischen Ausschreitungen in den 60zigern in Polen?
      Waren das keine Linke?

  40. „Natürlich kommen jetzt all diese antisemitischen Gestalten wie Jane und erklären, an allem sind die “Zionisten” und “Israel” Schuld“

    Herr Pfeifer – ich habe nie irgendwo gesagt ‚an allem‘ sind die Zionisten schuld.

    „Versuchter Lynchmord an Palästinenser in Israel
    21. August 2012, 09:52

    „Araber sind Hurensöhne“ gebrüllt – Fünf Jugendliche festgenommen ..“

    http://derstandard.at/1345164669134/Versuchter-Lynchmord-an-Palaestinenser-in-Israel

    „Und wenn schon ein Berliner Rabbiner, der von einer Meute von Jugendlichen mit Migrationshintergrund spitalsreif geschlagen wurde, heute mit einer Baseballkappe geht, dann sollte man wissen, was die Uhr schlägt.“

    Das ist eben überall die gleiche Dummheit auf allen Seiten – da bleibt nur sich von der ausunfernden Hetze auf allen Seiten nicht anstecken zu lassen.

  41. Herr Scholz – ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nirgends behauptet habe DIE Wahrheit sei der ‚gemeinsame Nennber‘ aller Glaubensrichtungen – ich habe überhaupt nichts zu ‚DER Wahrheit‘ gesagt.

  42. Uri Deganja, in der heutigen FAZ ein Bericht über Salman Rushdies neues Buch, der mit der Geschichte einer muslimischen Frau anfängt, die in Toulouse in das Viertel geht in dem der islamistische Mörder Merah wohnte. Sie fragt einige Kinder, die sich für Merah begeistern. Worauf die muslimische Frau erklärt, die Mutter eines Soldaten zu sein, der von Merah getötet wurde.
    Vor einer Woche war die scharfe Kritikerin der Marine Le Pen und der Islamisten Caroline Fourest zum Fest der Humanité (KPF Tageszeitung) eingeladen zu diskutieren. Auf ihrer Homepage bringt sie ein Video, wie ein linksextremer-islamistischer Mob sie am Reden hinderte.

    http://www.dailymotion.com/video/xtmysh_sabotage-a-la-fete-de-l-huma-agression-contre-caroline-fourest_news#from=embed

    Und wenn schon ein Berliner Rabbiner, der von einer Meute von Jugendlichen mit Migrationshintergrund spitalsreif geschlagen wurde, heute mit einer Baseballkappe geht, dann sollte man wissen, was die Uhr schlägt. Natürlich kommen jetzt all diese antisemitischen Gestalten wie Jane und erklären, an allem sind die „Zionisten“ und „Israel“ Schuld. Und weil sekundärer Antisemitismus so weit verbreitet ist, kommen solche Stimmen leider auch aus dem Main Stream.

  43. Soeben erreicht mich über einen Freund ein Schreiben jüdischer Freunde aus Frankreich. Ein Auszug:
    Die Juden sind in der Gefahr in Frankreich!

    Veranstaltung des djah: schlachtet die Juden
    Attentat in einem Geschäft, Naouri vor Sarcelles zu verstecken
    Djihad sur les Champs Elys̩es ! РYouTube

    http://www.youtube.com/watch?v=gJZF-Vvv3wg

  44. @Jane. Auch ich kenne mich über Jahrzehnte in asiatischen Glaubensrichtungen aus. Bin deren Wege des Aufstieges gegangen. Und ich für mein Teil habe die Lehre daraus gezogen, dass es menschliche Versuchung ist, vom Ewigen getrennt Angelegtes nach Menschen-Geist zu einen. Die Wahrheit ist nicht der gemeinsame Nenner von Wahrheiten der Glaubensrichtungen. Sondern der jeweils nächste individuelle Schritt des Einzelnen unter der lebendigen Gegenwart des Ewigen. Und da sind Berufung, Weg und Ziel Israel unvermischbar unmittelbare Sache des Ewigen.

    • Ach, ist das so? Die Wahrheit ist also „der jeweils nächste INDIVIDUELLE Schritt des Einzelnen unter der lebendigen Gegenwart des Ewigen.“ So weit so gut, da bin ich noch dabei und finde es ist eine schöne Beschreibung für Wahrheit.

      ABER: „Und da sind Berufung, Weg und Ziel Israel unvermischbar unmittelbare Sache des Ewigen.“ Was hat dann aber der Schritt des Einzelnen damit zu tun, ich denke der ist die einzige Wahrheit? Und wenn es (Israel) Sache des Ewigen ist, dann ist es doch auch Sache eines jeden Einzelnen, die entsprechenden Schritte zu gehen.

      Und da sehe ich es schon wieder! Die abrahamischen Religionen neigen dazu, den anderen „Sündern“ vorzuwerfen, es sei ihre Schuld, dass das Himmelsreich, die Erlösung, was auch immer, noch nicht da ist. Ist es nicht dieser Glaube der dazu führen kann, die anderen, also die Sünder, kurzerhand nieder meucheln zu wollen oder anderweitig zu den „richtigen“ Handlungen zu bewegen?

      Für mich als Goi ist das Judentum so unsympathisch, weil es da die noachidischen Gebote gibt und da würde ich als Nichtjude nicht in einem jüdisch/religiösem Staat leben wollen, um mich dieser Gerichtsbarkeit unterzuordnen.

  45. „Ich lasse mir nicht einreden, dass Menschen von Grund auf böse sind und eine starke Hand brauchen, um anständig zu leben, nein, es ist genau andersrum!“

    Ja das denke ich auch – die Bemächtigung anderer findet halt auf allen Ebenen statt, politisch, militärisch, juristisch, religiös etc. etc.

    Und Leute die sich daran allzu gerne beteiligen und davon profitieren finden Sie auch überall – es ist keine Frage der Religion, Ethnie o.ä. Und natürlich erzeugt eine solche Welt Angst und diese treibt der Macht wieder ihre korrupten Adepten zu – denn man hat so schon den Eindruck von einem ‚Friss oder Stirb‘ – aber unsere menschliche Vernunft sollte uns doch sagen, dass es auch anders gehen kann.

    Das trägt auch so zur Verwirrung bei. Die meisten Menschen haben das Bedürfnis ihr kollektiv als ein Gutes zu begreifen. Das ist ja verständlich – aber das gute, reine Paradies ist wohl überall mehr eine Fiktion und weil man nicht gerne mit sich oder den seinen ins Gericht geht, zieht man es vor auf die zweifelsohne vorhandenen Verfehlungen anderer zu zeigen, um sie dann fälschlich für alles Ungemach verantwortlich zu machen.

    So können wir uns natürlich in Konflikten ewig weiter im Kreise drehen und das führt nur zu mehr Leid und lässt unsere doch eigentlich auch vorhandenen positiven, menschlichen Potentiale eher brach liegen – das ist wirklich sehr schade.

    • Tja so ist das wohl. Ich muss da aber – um den Glauben an das grundsätzlich Gute im Menschen zu behalten – noch einen kleinen Schritt weiter gehen und mir einreden, dass das Machtstreben Einzelner eine Folge ihres -urmenschlichen-Sicherheitsbedürfnisses ist. Ich sehe also das Machtstreben des Einen als Ursache für das Machtstreben des Anderen. Ein wahrhaftiger Teufelskreis.

      „Wir brauchen die Waffen, weil die anderen uns mit ihren Waffen bedrohen!“

      Meine Erfahrung zeigt, man kann mit jedem über alles reden, wenn man ihm das Gefühl gibt, eben KEINE Macht über ihn ausüben zu wollen. (*Klingeling* sollte es da bei Psychologen machen, die sich immer noch wundern, warum die Patienten sie ständig belügen! Ich hab die nicht mal belogen und trotzdem kam noch keiner an „den Jungen“ ran!)

      Wer Macht über andere ausüben will, der will das, um sich selbst dem Machteinfluss anderer zu entziehen. Warum studiert man denn Psychologie?

      Interessanter Weise verachtet der Mächte diejenigen, die es mit sich machen lassen, noch mehr, als die die sich entziehen wollen. Letztlich haben sie doch nur diese Angst, dass es mal jemand mit ihnen so machen könnte bzw. es schon so gemacht wurde.

      Ich merke wie es hier bei manchen rattert, wie nach Anhaltspunkten gesucht wird, um meine Bösartigkeit zu erkennen und die üblen, versteckten Ziele zu entdecken. Dabei bin ich nur so ein Fall, von brachliegendem Potential und ich habe überhaupt keine Lust, für diese Gesellschaft dieses Potential zu entfalten. Lediglich dafür ihr zu sagen wie sehr es mich anwidert! Für mein Ego brauche ich das nicht.

      Sagt mir doch mal einer warum ich für diese abgehobenen Blindfische, schöne Kunst machen soll? Soll mich durch Ausstellungen und Preisverleihungen zerren lassen und dann danach total verstört und depressiv alleine in einer fremden Stadt, in einem Hotelzimmer in der Ecke zu kauern und zu warten, dass ich wieder zu meiner Katze kann? Warum sollte ich mir das antun? Und wer kümmert sich so lange um die Katze? Da ziehe ich es vor, bei den Leuten ganz bewusst und mit diebischer Freude, die Vorurteile auszulösen und mich dafür ordentlich diskriminieren zu lassen. Dann kriegen es andere weniger ab, weil ich halte das ja aus, mal sehen wie lange noch.

      Am Anfang will doch jeder Mensch nur alles richtig machen, man will nur dazu gehören, mitmachen, so wie man eben ist und kann, und dafür einfach nur ein bisschen Achtung und Anerkennung bekommen. Manche haben von klein auf gehört: „Geh weg, das ist unser Spiel, du darfst hier nicht mitspielen!“ Die Mächtigen sitzen also geistig noch im Sandkasten des Kindergartens und bauen und zerhauen Sandburgen. Hach, wie süß, wenn kleine Kinder spielen…

  46. Hallo Jens,

    ich möchte ihnen teilweise zustimmen – ich glaube auch ganz grundsätzlich an das positive Potential im Menschen und sehe die Konflikte als einen Ausdruck allgemeiner Verwirrung, die leider ansteckend ist. Einer der Leitfäden, die wohl aus dieser Verwirrung führen können ist unter anderem die Ehrlichkeit. Ohne Ehrlichkeit geht gar nichts – zur Ehrlichkeit gehört die Notwendigkeit zu differenzieren – und wenn man das tut erübrigen sich bereits die ganzen kruden Vorurteile, mit denen Menschen die ein oder andere Menschengruppe, degradieren, bekämpfen und im schlimmsten Fall eleminieren wollen.

    So finde ich den hinduistischen Gruß ‚Namaste‘ der übersetzt so viel heißt wie – ‚ich grüße das göttliche Licht in Deinem Herzen‘ – wunderschön – würden wir uns alle so begegnen – die Welt wäre wahrscheinlich eine bessere (auch in Indien).

    Mit dem Buddhismus kenne ich mich auch ein wenig aus und denke, er hat viel interessantes zu bieten – dennoch glaube ich, dass wir Westler auch dazu neigen mitunter auch diese zu verklären.

    Die östlichen Philosophien und Religionen sind allerdings offener; offener für die Wertschätzung anderer Möglichkeiten und Religionen, denen sie ihren Wert nicht zwangsläufig absprechen. So wird Jesus z.Bsp. von Buddhisten und Hindus auch als ein Heiliger betrachtet und hat hinduistische Anhänger – er muss deshalb nicht Buddhist oder Hindu sein – es kommt alleine auf die Manifestation der göttlichen Wahrheit an – und nicht auf die Religionszugehörigkeit – so bieten diese Religionen gewissermaßen einen Ãœberbau, indem eigentlich alles und jedes einen Platz finden kann und sind somit offener und flexibler als die abrahamitischen Religionen im allgemeinen.

    Wenn Sie sich das alte Tibet anschauen, dann war das auch eine mitunter grausame Feudalherrschaft, auch durch die religiösen Orden und auch die Rot- und Gelbmützen führten Kriege um Macht etc. Da bleibt dann nicht viel von der buddhistischen Genügsamkeit und Weisheit.

    Ich glaube es wäre schon viel gewonnen, wenn wir Menschen erst mal ganz schlicht und einfach erkennen könnten, dass wir alle, genau wie die Tiere und die Natur, Gottes Geschöpfe sind und der Zugang zur spirituellen Dimension ist eigentlich eine ganz natürliche Angelegenheit, die von Religionsträgern gewissermaßen und irrigerweise monopolisiert wird – so wie das Wasser zunehmend von Nestle.

    Dann haben wir ein paar spirituelle Großkonzerne, den Islam, das Christentum, den Buddhismus und Hinduismus und kleinere mit mehr oder weniger Einfluss.

    Und alle streiten sich um ein natürliches Gut, dass eigentlich ohnehin jedem Menschen so frei zugehört, wie es auch mit der Natur und den anderen natürlichen Ressourcen sein sollte.

    Ich denke, dass die Religionen allesamt, wenn man sie sich anschaut durchaus viel Wahres und Gutes beinhalten, sonst würden sie gar nicht funktionieren und darüberhinaus unterscheiden sie sich in ihren essentiellen Wahrheiten gar nicht so sehr – aber sie sind eben in der Regel gepaart mit einem Macht- und Vormachtdenken – da fängt dann gewissermaßen die spirituelle Korruption an.

    Ich glaube die Ursünde, auf die man alle anderen zurückführen kann, ist, dass Menschen Macht über andere Menschen haben wollen – wir sollten uns achten und nicht einander bemächtigen – das ist schon schwer genug mit sich selbst – da hat man schon viel zu tun.

  47. @ Jane. Im Heute haben wir zwischen Juden, Christen und Muslimen ein Problem von Traditionen und Interpretationen der jeweils als heilig gewerteten Schriften.Wobei unter gegenseitigem Respekt und Ehrfurcht vor dem Ewigen besonders die Jeshajahu-Rolle des Qumranfundes das Licht der Sicht des Ewigen in den Dschungel der Ansichten tragen könnte. Statt dessen entgleitet die Situation den Möglichkeiten der politischen Verhandlungslösungen. Emotional geleiteter Mob liefert dem Militär Argumente für Waffengänge. Aber dahinter stehen die eigentlichen Machthaber. Seien es in guter Weise heilige Propheten, oder aber Hexen und Zauberer. Sie alle sind in Macht im Kampf um die Macht. Macht für oder gegen das Reich des Ewigen auf Erden. Wenn jetzt nicht geredet und verhandelt wird, gibt es ein erbarmungsloses Morden. Das ist dann die schlechteste aller Lösungen, aber immerhin auch eine Lösung.

  48. Ãœbrigens in Sachen Gerechtigkeit eine Meldung, die wohl ansosnten völlig untergehen würde, weil sie, seltsam, seltsam, wahrscheinlich sonst kaum noch jemand interessiert –

    die Märder des Friedensaktivisten Vittorio Arrigoni in Gaza, sind gefasst und von einem pal. Militärgericht in Gaza zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    http://www.imemc.org/article/64252

    • Noch gar nicht so lange her, seltsam, seltsam, …

      … Eines ist jedeoch bekannt, dass die Aktivitäten der pro-palästinensischen Friedensaktivisten der israelischen Regierung natürlich ein Dorn im Auge ist. Sie ist auch die einzige, die von diesen Morden profitiert. Es ist bekannt, dass der israelische Geheimdienst nicht davor zurückschreckt, politische Gegner und missliebige Zeugen umbringen zu lassen….

      Spekulationen über die Drahtzieher dieser Morde sind und bleiben Spekulationen, es könnten Salafisten sein, die sich anscheinend umgehend auf einer Website davon offiziell distanzierten (was natürlich nichts heißen muss) es könnte aber auch der israelische Geheimdienst sein.

      Wer von diesen Morden profitiert, ist jedoch schon klar, dass ist ausschließlich das Besatzungsregime.

      Kein Kommentar.

  49. Was Menschen als gerecht und ungerecht empfinden ist aber jenseits kultureller Normen auf der Welt gar nicht so unterschiedlich – vielmehr ist das Empfinden für Gerechtigkeit das Ergebnis einer tief sitzenden Logik, die man durchaus als universal bezeichnen kann.

    So wie der Westen die muslimische Welt behandelt, wollten wir jedenfalls niemals behandelt werden und wenn ich bedenke, was hier an islamophoben Gefühlen geschürt wird und was umgekehrt Muslime durch Kolonialismus, Postkolonialismusk, Besatzung, Kriegszüge und korrupte Bündnisse zwischen Diktatoren und dem Westen ertragen müssen und mussten, einschließlich der abgrundtief ekelhaften Eindrücke aus Gefängnissen wie Abu Ghraib und Guantanamo, die wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs sind und deren Insassen groteskerweise sogar mit vollem Wissen, ohne irgend eine erkennbare Schuld dort einsaßen, dann finde ich es bewundernswert, dass es trotzdem auch viele vernünftige Muslime gibt, die sich von nationalistisch-agressiv-feindseligen Tendenzen nicht anstecken lassen.

    Das muss eben auch mal gesagt werden.

    • Genau so ist es, Jane. Das Gerechtigkeitsempfinden ist grundlegend betrachtet bei allen gleich. Ãœberhaupt ist das gesamte Empfinden – Freude, Leid, Glück, Angst, Liebe auch der Hass – bei allen gleich. Deswegen ist Rassismus auch falsch, weil es am Ende für beide gegen diese Empfinden verstößt.

      Es gehört schon einiges dazu, Menschen so zu formen, dass sie dauerhaft dagegen verstoßen können, aber auch dann ist es nur verdrängt und nicht abgeschaltet. Je größer die Verdrängung um so größer ist das Unterbewusstsein und um so anfälliger ist man für Manipulationen und für unkontrollierte Aktionen die man später bereut. Dann baut man ein starkes Ego als Schutz vor seinem eigenen inneren Gefühlen auf und wird dadurch angreifbar wie eine Mimose.

      Eine gute Erziehung zielt darauf ab, dieses grundlegende Empfinden auch zur Grundlage der Lebensgestaltung zu machen und so den Einzelnen dazu zu bringen danach zu handeln – von sich aus, ohne Zwang. Eine schlechte Erziehung versucht es zu unterdrücken und an falsche Vorstellungen zu binden. Dazu braucht es entweder Gewalt oder man löst ein so starkes Ungerechtigkeitsgefühl aus, dass der Verzogene dann auf Grund dem Gefühl so ungerecht behandelt zu sein, selbst Ungerechtigkeiten begehen kann.

      Etwas zu verarbeiten bedeutet nichts anderes, als dieses Gefühl zu entwirren und sich bewusst zu werden, was die eigentliche Ungerechtigkeit ist. Wenn man dann noch versteht, was dazu geführt hat, dann kann man das Leid bzw. die Schuld annehmen und darüber hinweg kommen. So wächst man auch an den Untaten, weil man es besser versteht und zukünftig besser damit umgehen kann, es besser erkennt, besser unterlassen oder verhindern kann.

      Die Schnelllebigkeit (deswegen neuerdings mit drei „lll“)unserer Zeit trägt auch dazu bei, man hat gar keine Zeit mehr zum Verarbeiten und es ist schwierig, in aller Kürze die richtigen Entscheidungen zu treffen. Entschleeeuuunigung heißt das Gebot der Stunde.

      Probiers mal mit Gemütlichkeit…(Ruhe und Gelassenheit kommt nicht so recht auf, wenn es Innen brodelt)

      Deswegen bin ich überzeugter Anarchist, die Gesetze sind am Ende nur dafür da, die Ungerechtigkeiten zu regeln und nicht die Gerechtigkeit. Gesetze sind eben für Verbrecher da und für Verbrecher wäre es die höchste Daseinsform, die Gesetze zu machen. Keine Gesetze keine Verbrecher, nur Untaten und ihre Folgen. Wir brauchen nur eine gute Erziehung, auf der Grundlage tiefer Erkenntnis (die schon seit tausenden von Jahren existiert!).

      Eines Tages wurd´ mir klar,
      ich sah es ist wie Schimmel,
      es ist nicht und trotzdem da,
      das Ungesagte schreit zum Himmel!

      Was die Muslime angeht, da hast Du auch Recht, es muss da sehr viel mehr Friedensprediger geben als Hassprediger. So kann man schon sagen, dass der Islam seine religiöse Aufgabe durchaus auch erfüllt, genau wie das Christentum und das Judentum kann das auch. Aber am besten haben es die Buddhisten und Hindus drauf, die sind sogar in der Lage, die negativen Energien, die man gegen sie richtet umzuformen und so den Angriff gewaltfrei abzuwehren und den Angreifer dabei noch etwas Gutes zu tun, ob er will oder nicht. Gandhi oder der Dalai Lama (wer würde den schon kennen, wenn die Chinesen Tibet nicht okkupiert hätten? Wer würde ihn anhören, wenn er zum Kampf aufrufen würde? Er hat mehr Anhänger als je zu vor!) machen es vor.

      Ich lasse mir nicht einreden, dass Menschen von Grund auf böse sind und eine starke Hand brauchen, um anständig zu leben, nein, es ist genau andersrum!

  50. „Die Ermordung des Botschafters Chris Stevens in Libyen passte nicht in ihr Weltbild. Die Libyer hätten doch „dankbar“ sein müssen, dass Amerika sie vom Diktator Muammar Ghaddafi erlöst und die Stadt Benghasi vor Zerstörung bewahrt habe…“

    Kann schon sein, dass Frau Clinton keine Ahnung davon hat, das spielt aber kaum eine Rolle. Denn der große Mann der US-amerikanischen Außenpolitik ist Henry Kissinger und das seit den 50er Jahren, er ist auch nicht der einzige jüdische Dauerberater im Hintergrund der US-Regierung. Außerdem geschieht wohl nichts in der amerikanischen Außenpolitik im Nahen Osten ohne sich mit der jüdischen Lobby und Israel abzustimmen. Viele benutzen schon den Ausdruck USrael dafür.

    „Im Westen ist man plötzlich erstaunt, dass die „Hoffnung“ auf Demokratie, Freiheit und rechtstaatliche Verhältnisse infolge des „Arabischen Frühlings“ zerstört werden. Amerikaner und Europäer sind offenbar derart in sich und ihre Ideale verliebt, dass sie nicht sehen, wie sehr ihre Politik im arabischen Raum von Blindheit geschlagen ist.“

    Das ist völliger Unsinn. Sämtliche Analysten und Journalisten waren von Anfang an besorgt, wie es nach dem arabischen Frühling weiter gehen wird. Die Gefahr des Aufstiegs der Islamisten und einer Eskalation der Gewalt wurde ganz klar thematisiert. Das Politiker oft nur Schauspieler sind, die nicht mal das Drehbuch kennen, ist vielen doch schon lange klar.

    Auch die europäische, besonders die deutsche, Außenpolitik wird über die NATO und UN bestimmt, und diese wird von den USA dominiert und somit steht sie auch unter starken Einfluss der Israel-Lobby, die in Europa nicht ganz so stark ist, wie in den USA.

    „Es ist ein Irrglaube, von „den Arabern“ oder gar „den Moslems“ zu erwarten, sich besser, moralischer oder anständiger zu verhalten, als wir „aufgeklärten“ Westler, heute oder einst.“

    Will da etwa jemand ein Bild des „ewigen Muselmanen“, der unfähig zur Moral und Menschlichkeit ist, zeichnen? Nun, was schlägt der Author denn als Endlösung vor?

    „Vielmehr sollte die arabische Welt nüchtern und ohne moralische Vorbehalte analysiert werden, zumal sie ein völlig anderes und den Europäern sehr fremdes Wertesystem hat.“

    Dem kann man sogar zustimmen, aber der Herr Sahm liefert hier einen Text, der nicht nur die außenpolitischen Realitäten verkennt – und man muss ihm dabei Absicht unterstellen, denn so unwissend kann er gar nicht sein, falls doch hat er den falschen Beruf – sondern auch mit Vorbehalten und Ressentiments beladen daher kommt. Alles in allem, nicht ein Byte Wert auf dem es gespeichert ist.

    Es trägt leider nur zur Verfestigung des Konfliktes bei, schürt Emotionen und analysiert rein gar nichts. In meinen Augen eine populistische Hetzschrift. Und das zum Versöhnungsfest.

    Die Europäer und Amerikaner wären gut beraten, die Analyse der arabischen Welt in Zukunft mit den gebildeten Arabern und Muslimen zu machen, die bei ihnen leben und beide Wertesysteme kennen. Da Israelis bzw. Juden nur israelische Interessen vertreten und eine Kritik daran nicht zu lassen, ist es nahezu unmöglich mit ihnen zu verhandeln oder die wirklichen Absichten zu erkennen.

    Aber bitte, mir soll es Recht sein, macht nur so weiter und Israel wird ganz schnell außenpolitisch isoliert sein, der Unmut ist groß. Das war der Fehler den man den Amerikanern und Europäern anlasten kann, viel zu lange haben sie die perfiden „Spielchen“ Israels mitgespielt und gedeckt. Und jetzt dürfen sie sich die Belohnung abholen, Schmähschriften und Kriegstreiberei.

    Man muss ja Herrn Sahm sogar dankbar sein, dass er endlich mal zu gibt, dass er alle anderen für zu dumm hält. Es braucht ja gar keine Antisemiten, um Israel an den Rand des Ruins zu bringen, es tut es ja von ganz von selbst. Brüskiert Freunde und Verbündete. Netanyahu hat sich kürzlich erst wieder vor der Regierung der USA kräftig blamiert.

    Ein Gutgläubigen Menschen zu betrügen, hat mit Intelligenz nichts zu tun., aber sehr viel mit Verachtung.

    Für wirklich tiefgehende, relativ neutrale Analysen und Nachrichten der Weltpolitik empfehle ich diesen Blog:

    http://www.voltairenet.org/de

  51. Interview mit dem Islamwissenschaftler und Terrorismusexperten Guido Steinberg:

    „Die Mehrheit der arabischen Bevölkerung schaut mit Abscheu auf solche Gewaltexzesse.“

    …Guido Steinberg: Zunächst muss man unterscheiden , dass wir in Bengasi einen terroristischen Angriff einer einzelnen Gruppe haben, und nicht, wie in den anderen Ländern, Proteste gegen einen Film.

    Der Grund für die heftige emotionale Reaktion auf diesen Film liegt tiefer: Seit einigen Jahrzehnten kann man beobachten, dass Muslime in der arabischen Welt sich selbst in der Defensive sehen; sie glauben, dass vom Westen ein kulturell-religiöser Angriff auf ihre Identität ausgeht. Dieser Eindruck wurde in den letzten Jahren besonders stark genährt durch die Reaktion der Amerikaner auf die Anschläge vom 11. September 2001, durch die Kriege in Afghanistan und besonders im Irak, aber auch durch die Kampagne in Somalia und heute im Jemen. Dazu kommt immer noch die Kritik an der westlichen Unterstützung der israelischen Politik.

    tagesschau.de: Lässt sich denn sagen, welche Gruppe in der arabischen Welt versucht, diese oder ähnliche Proteste, zu okkupieren? Gibt es da Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Ländern?

    ….Steinberg: In der Regel sind das salafistische oder islamistische Gruppen, die versuchen, anti-westliche oder anti-amerikanische Gefühlswallungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Das sollte nicht davon ablenken, dass es diese Wahrnehmung westlicher Politik in der arabischen Welt tatsächlich gibt. Trotzdem ist bei solchen Gewalteskalationen eine Minderheit am Werk.

    Ganz deutlich ist das in Libyen: Wegen der sehr positiven Rolle der USA bei dem Sturz des Gaddafi-Regimes ist die Bevölkerung überwiegend pro-amerikanisch. Das gilt aber auch für Ägypten. Die normalen Bürger dort wollen solche Gewaltexzesse nicht…

    tagesschau.de: Trotzdem richten sich diese gewalttätigen Proteste immer wieder besonders gegen die USA. Woran liegt das?

    Steinberg: Die USA haben nach den Anschlägen vom 11. September, besonders in den Jahren unter Präsident George W. Bush, alles falsch gemacht, was man falsch machen kann im Verhältnis zur islamischen Welt. Sie haben auf die Anschläge mit militärischen Interventionen überreagiert, sie haben im Irak einen Krieg begonnen ohne einen akzeptablen Grund. Das hat den Anti-Amerikanismus in der gesamten islamischen Welt enorm befördert…

    Deswegen sind diese Proteste auch in einem größeren Kontext zu sehen. Zum einen haben die Menschen den Eindruck, dass ein kulturell-religiöser Angriff vorliegt, und diese Wahrnehmung verbindet sich mit harten Fakten aus der Tagespolitik. Stichworte wie der Irakkrieg, Guantanamo, Abu Ghraib haben die Amerikaner, die ja ohnehin als Supermacht im Blickpunkt der gesamten Weltöffentlichkeit stehen, noch mehr in den Fokus gebracht. Die USA sind die Führungsmacht des Westens, eine antiwestliche Grundhaltung arbeitet sich deshalb vor allem an den USA ab…..“

    http://www.tagesschau.de/ausland/interviewsteinberg102.html

  52. Ulrich W. Sahm beschreibt – wie immer – sehr REAL zutreffend die sich “der Welt“ derzeit dargebotene “Entgleisung“ tiefsten Hasses muslimisch-arabischer MassenMobs gegen den “gutmenschlichen“ “zivilisierten“ Westen (AUCH Sie, Jane werden von “denen“ gehasst!).

    Könnt solch ein „minderwertiges Filmchen“ tatsächlich Grund??? FÃœR sich solch perpedierend entfaltende „Schlag“kraft sein??? ..

    “Im Westen ist man PLÖTZLICH ERSTAUNT, dass die „Hoffnung“ auf Demokratie, Freiheit und rechtstaatliche Verhältnisse infolge des „Arabischen Frühlings“ zerstört werden. Amerikaner und Europäer sind offenbar derart IN SICH und ihre Ideale VERLIEBT, dass sie nicht sehen, wie sehr ihre Politik im arabischen Raum von BLINDHEIT geschlagen ist.“
    “ …und daher ist es unerlässlich …REALISTISCH zu sein.“ Jane ist weeeiiit davon entfernt.

    “Arafats Attacken (MORDENDER TERROR) auf „unschuldige Zivilisten“ wurden 1974 mit einer Anerkennung der PLO in der UNO BELOHNT.“

    …quasi eine EINLADUNG der Staatengemeinschaft sozusagen, damit (morden, Terror,…) weiterzumachen, denn “lohnt“??? ..welch infantil “naives“ Verhalten – “die“ HASSEN den sog. Westen dennoch nach wie vor UNverändert weiter, wie ja Jeder Aufmerksame sehen kann!

    “Und weil sie weggeschaut hatten, wurde der Westen derart überrascht von der „Volkswut“…“

    “…im Westen verständnisvoll als verzweifelte Freiheitskämpfer SCHÖNGEMALT“ ::solch verkörpert nahezu innigst Jane in Persona als “blendendstes“ Beleg genau dafür.

    “Vielleicht wäre das ein SINNVOLLER Ansatz, die Entwicklungen …zu analysieren.“ Analyse des “Ist“ als unerlässlicher Beginn für vermeintliche HumanisierungsLösungen – Wann?

    “Es ist ein IRRglaube, von „den Arabern“ oder gar „den Moslems“ zu erwarten, sich besser, moralischer oder anständiger zu verhalten, als wir „aufgeklärten“ Westler, heute oder einst.“ …so scheint es …
    “Vielmehr sollte die arabische Welt nüchtern und ohne moralische Vorbehalte ANALYSIERT werden, zumal sie ein völlig anderes und den Europäern sehr FREMDES Wertesystem hat.“ …z.B. genauere Inhaltsbetrachtung “deren“ agendierten Grundlagenwerke (Charta, vllt. “Verfassungen, Grundgesetze“ u.u.u.) – “DAS“ bevorzugt praktizierte “Recht“ssystem sollte eigentlich hinlänglich genug bekannt sein!
    …noch kurz etwas zur doch sehr DEUTLICH ernsten BEDROHUNGslage des Jüdischen Staates Israel (WER?, WAS?, WEN?):

    “Experten: 1 7 0 . 0 0 0 Raketen werden auf Israel abgefeuert

    Sollte wegen …(WAS auch immer) ein regionaler Krieg ausbrechen, so schätzen israelische Sicherheitsexperten, dass über 170.000 Raketen AUS DEN ARABISCHEN LÄNDERN auf Israel abgeschossen werden. …Laut verschiedenen Militärquellen wird angenommen, dass Syrien um die 100.000 Raketen feuerbereit hat, die Hisbollah im Libanon 60.000, die Hamas im GAZAstreifen 12.000 und Iran um die 500 ballistische sowie treffgenauere Schihab-Raketen. Der israelische Armeesprecher wiederholte mehrfach, dass Israels Abwehrsystem auf einen massiven Raketenangriff vorbereitet sei. …Die Raketen in den Händen der Hisbollah haben eine Reichweite bis Haifa. Einige TAUSEND Raketen könnten Tel Aviv und Jerusalem erreichen, einige hundert sogar die Wüstenstadt Beersheva. Auch wird damit gerechnet, dass einige hundert Raketen ein Navigationssystem haben und damit zu einem bestimmten Ziel in Israel gelenkt werden können. Die syrischen Raketen haben eine Reichweite von nur 50 Kilometern, doch 2000 Raketen könnten damit Israels Großstädte genauestens treffen.
    Aus dem Gazastreifen heraus können Kassam- oder Gradraketen eine Umgebung von 25 Kilometern im südlichen Israel treffen. Aber was mehr Sorgen bereitet, sind Schihab-Raketen aus Iran. Das sind ballistische Raketen mit einer Reichweite von 1 3 0 0 Kilometer und einer Treffgenauigkeit von 2500 Metern. Solche Raketen brauchen um die zehn Minuten, bis sie ihre Ziele in Israel erreichen. Dies gibt der Bevölkerung mehr Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, sobald Israels Abwehrsystem die Raketen entdeckt. Bei Angriffen aus dem Gazastreifen bleiben vom Alarm bis zum Einschlag nur wenige SEKUNDEN.
    Recherchen zufolge werden in einem solchen Raketenkrieg wohl über 500 Israelis ihr LEBEN VERLIEREN. In den israelischen Medien wird darüber debattiert, wie hoch die OPFERzahl wirklich sein wird. …“
    Dienstag, 18. September 2012 | NAI

  53. Aus meiner Sicht ist dieser Artikel zur rechten Zeit
    etwas stellvertretend ganz Besonderes
    auf den Versöhnungstag hin.
    Hätte Ulrich Sahm in seinem Leben nur diesen einen Artikel geschrieben,
    es wäre ein erfülltes Lebenswerk.

    Dieser Artikel ist geeignet Verfinsterungen menschlichen Geistes
    zu korrigieren.

    Gute Schrift und gutes Siegel allen Freunden
    des Ölbaumes Israel.
    Shalom

    • Genau der richtige Text zum Versöhnungstag? Das ist doch bittere Ironie. Eine Hetzschrift zur Versöhnung, genau das brauchen wir, ich sehe den Frieden schon kommen! Jetzt neu, der Frieden direkt vor ihrer Haustür!

      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=3q0uLtWxAjU

      Ein Spalter und ein Hassprediger ist der Sahm! Nicht besser als ein verirrter Islamist! Merkt hier eigentlich keiner, wie sehr das das Judentum besudelt? Billigster Populismus und es wird Beifall geklatscht!

      Ölbaum? Öl-Gießkanne, Streichholz und Benzinkanister Israel. Kawau und dann Stille – Shalom, endlich.

  54. Warum treibt sich diese Frau seit unendlich langer Zeit auf dieser Seite herum ohne zu merken, dass sie hier am falschen Platz ist? Man sollte ihr wahrscheinlich genehmere Seiten empfehlen. Kann man sie nicht stoppen??? Niemand da, der es versucht?

  55. „Es ist ein Irrglaube, von „den Arabern“ oder gar „den Moslems“ zu erwarten, sich besser, moralischer oder anständiger zu verhalten, als wir „aufgeklärten“ Westler, heute oder einst. “

    Unsinn – das tut doch gar niemand. Das zeigt nur das Unverständnis des Autors, dass das Weltbild der von ihm Kritisierten zwangsläufig Macht tatsächlich auch mit Verantwortung und mit einem Auftrag zu einer Humanisierung der Welt versteht, die kaum zu verantworten ist, wenn man Menschenrechtsverletzungen anderer als Maßstab eigenen Handelns nimmt – vielmehr verdirbt man dann das teilweise positive Erbe, das man angetreten ist und für das andere in der Vergangenheit bluteten.

    „Im Islam, wo Gleichberechtigung der Frau ein Fremdwort ist und Todesstrafe bei Ehrverletzung eine fromme Pflicht ist, wird Moral anders ausgelegt als in Hollywood-Filmen aus dem „dekadenten“ Westen. “

    Schon scheint der Autor zu vergessen, dass die Gleichberechtigung der Frau (die ansatzweise, aber auch nicht vollumfänglich verwirklicht wurde) auch im Westen eine völlig neue Erscheinung ist. Darüberhinaus verallgemeinert er in unzulässiger Weise. Vor 40 Jahren z.Bsp. hatten Schweizer Frauen noch kein Wahlrecht. Und die USA sind nach wie vor wenig zurückhaltend im Anwenden der Todesstrafe – Israel gar hat kein Problem mit außergerichtlichen Hinrichtungen – solange die Opfer Palästinenser sind.

    „Weder „Hoffnung“ noch „Enttäuschung“ des Westens sind angemessen“

    Bzw. das, was der Autor unterstellt, wobei ich behaupten möchte, dass er voll daneben liegt.

    Zum einen wurden die arabischen Völker im Ganzen durch den Westen jahrhundertelang gedemütigt, mit Kriegen überzogen, sie erfuhren beständig die Einmischung des Westens bishin zum Putsch gegen gewählte Staatsoberhäupter – das Paktieren mit üblen Diktatoren, um sich wirtschaftliche Vorteile zu sichern, auf Kosten der Bevölkerung – und überflüssigerweise das alles ganz scheinheilig mit einer verlogenen Proklamation der westlichen Werte – die sofort einer Amnesie anheim fallen, sobald Gewinne an Land, Wasser und Öl winken.

    Niemand hat angenommen, das in den arabischen Ländern von heute auf morgen stabile Demokratien entstehen – jeder, Hilary Clinton jedenfalls ganz gewiss – weiß doch – was für eine Gratwanderung der Weg zur Etablierung der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ist und was alles dabei auch schief gehen kann – das ist nicht nur in den arabischen Ländern so – auch im Westen war dies ein langer Weg und ich bin mir nicht sicher, ob wir das einmal gewonnene nicht Stück für Stück wieder verlieren –

    Ursache Hüben wie Drüben – Mächtige die ihre Privelegien auf Kosten der Allgemeinheit ausbauen und verteidigen – das ist der wesentliche Widerstand gegen eine Humanisierung der Welt. Das ist so in Ägypten, in Tunesien in Europa oder sonstwo. Auch Hitler wurde seinerzeit von deutschen Eliten protegiert um den nach besseren Lebensverhältnissen strebenden Massen eine diabolische Alternative zur Linken zu bieten. Auch hier in Deutschland war die Demokratie eine Bedrohung für die Privelegien Vernögender und so wurde Hitler von diesen in seiner Anfangszeit mit Geldmitteln regelrecht überschüttet – ohne dies hätten wir alle vielleicht niemals was von ihm gehört. Die Demokratie hat er jedenfalls gleich wieder abgeschafft und von Zinskritik, die er in demagogischer Weise mit dem Judentum gleichsetzte, hat er nach der Wahl auch nichts mehr wissen wollen.

    Das ist ganz grundsätzlich auch das Wesen der neoliberalen Agenda, und wird zum sozialen Sprengstoff auch im Westen, auch in Israel,wie 2 Selbstverbrennungen in jüngerer Zeit zeigten.

    Die zugrunde liegenden tieferen Ursachen für all das Ungemach sind, bei aller Unterschiedlichkeit der Kulturen, so anders gar nicht.

    Nein – gerade weil der Weg dahin so schwer ist – ist es natürlich unerlässlich die arabischen Länder glaubwürdig (d.h. anders als bisher) auf ihrem schwierigen Weg zur Demokratie zu unterstützen und mit voreiligen, selbstgefälligen Werturteilen,die letztendlich darauf abzielen die eigene vermeintliche ‚Ãœberlegenheit‘ zu demonstrieren und zu konservieren – aufzuhören.

    In vielen arabischen Ländern herrscht das Gefühl der Ohnmacht gegen die Ãœbergriffe des Westens, auch Israels – der Eindruck, dass der Westen, der so gerne von Menschenrechten und Demokratie redet, das Lebensrecht der Muslime nicht respektiert, was ganz konkret leider ganz reale Ursachen hat. Viele Regionen sind unterentwickelt und arm, was die leichte Entzündlichkeit von Emotionen erklärt, oft unterentwickelter als vor 40 oder 50 Jahren, was nicht zuletzt auf die immer wieder stattfindenen desaströsen Kriege zurückzuführen ist, die der Westen oder Israel anzettelten oder selbst durchführten.

    Macht verpflichtet – dabei bleibt es – und daher ist es unerlässlich Ideale hochzuhalten und realistisch zu sein.

    Der Autor missversteht da offensichtlich einiges.

    • Aber, aber Jane.. ich bin jetzt enttäuscht! Mir fehlt dabei
      Ihr ewiges „Israel ist Schuld“; aber genug der Polemik.

      Aber hier ist es ja…
      oft unterentwickelter als vor 40 oder 50 Jahren, was nicht zuletzt auf die immer wieder stattfindenen desaströsen Kriege zurückzuführen ist, die der Westen oder Israel anzettelten oder selbst durchführten.

      Ja so Einfach kann die Welt sein.

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