24. Todestag von Yitzhak Rabin

Heute vor 24 Jahren, am 4.11.1995, wurde der damalige Premierminister Yitzhak Rabin von einem radikalen Israeli auf einer Friedenskundgebung erschossen…

Am Samstag (2.11.) erinnerten Tausende Israelis mit einer Massendemonstration in Tel Aviv unter dem Motto „Ja zu Frieden, Nein zu Gewalt“ an die Ermordung Rabins.

Yitzhak Rabin war ein herausragender Soldat, Staatsmann und Visionär. Möge sein Traum vom Frieden Wirklichkeit werden!

Botschaft des Staates Israel, 4.11.19 / Times of Israel, 2.11.19

 

Sein Name nicht ausradiert,
sein Gedenken nicht ausgerottet!
Dor chadash beKikar Jizhak Rabin…

Jitzhak Rabins letzte Rede
Gehalten bei der Friedensdemonstration in Tel Aviv, 4. November 1995

Shir laShalom
Das letzte Lied am 4. November 1995

Nationalistisch-Religiöser Mord:
Der Tod des Jitzhak Rabin

Die innere Zwietracht wird furchtbar sein. Es wird Attentatsversuche geben. Rabin wird keines natürlichen Todes sterben. Das Land wird einen ungeheuren Schock erleben. Ein Teil der Nation wird sagen ‚Wir haben doch recht gehabt!‘ und Rabin Nachgiebigkeit vorwerfen…

Der Weg zum Kikar Rabin:
Hoffnung in Oslo 1992/3
Am 12. Juli 1992 tritt die neue Regierung mit Yitzhak Rabin an der Spitze ihr Amt an. Partner der Arbeitspartei sind Meretz und Schass…

Der Weg zum Kikar Rabin:
Den Frieden zerfetzen durch Terror
Der Februar 1994 war blutiger Auftakt zu noch Schlimmerem. In Rehowoth wurde ein jüdischer Bauer von einem arabischen Arbeiter ermordet. In Ramalla ermordet die Hamas den Agenten Noam Cohen. In Hebron erschießt ein Siedler Betende in der Mosche Awrahams…

Rabins letztes Jahr:
Die Hetze frisst die Hoffnung

Die Demonstrationen des Rechtsblocks, von Likud, über Nationalreligiöse bis zu Kach-Aktivisten werden immer größer, die Hetze immer aggressiver und die Gewaltbereitschaft immer bedrohlicher. Rabin wird gleichzeitig als PLO-Anhänger, Verräter, Geisteskranker, Alkoholiker, Judenrat, Kapo, SS-Mann und Mörder bezeichnet…

Zeichen an der Wand:
American Connection

Die Hetzkampagne gegen Jitzhak Rabin in Israel mochte noch so roh und schrill sein – verglichen mit der Kampagne in den USA, die sich gemeinhin eines zivilen Umgangstons im politischen Streit rühmen kann, konnte sie einem fast maßvoll vorkommen…

American Connection (2):
Auf dem Weg zum 4. November 1995

Teil 2- Israels Generalkonsulin in New York verfolgte besorgt die anwachsende Hetzkampagne nationalistisch-orthodoxer Kreise in den USA gegen Rabin und Arafat…

Der Weg zum 4.November:
Die Propaganda gegen Arafat ergänzte die Hetze gegen Rabin

Teil 3 – Nach New York war Capitol Hill das Ziel eines Zangenangriffs der Gegner des Friedensprozesses…

Vor dem Mord standen viele Worte:
Geistige Brandstiftung

Teil 4 – Nach außen hin, vor dem US-Kongress und der allgemeinen Presse, zeigten die Gegner Rabins noch eine gewisse Zurückhaltung, dies galt aber nicht in den „eigenen Reihen“…

Stein auf Stein:
Arafats Dämonisierung als Vorbereitung zur Ermordung Rabins

Teil 5 – Einige der amerikanischen Rabin-Gegner machten ihrem Ressentiment nicht nur in randständigen Publikationen Luft, sondern mühten sich, ihre Litanei seiner Verbrechen und kleineren Sünden in die amerikanische Mainstream-Presse zu bringen…

Aufruf zur Gewalt durch ein angesehenes Mitglied des rabbinischen Establishments:
Der Fall Hecht

Teil 6 – Im Juli 1995 waren die Angriffe auf Rabin so heftig und allgemein geworden, dass dem Premier eine grimmige Bemerkung über „eine kleine Gruppe Rabbiner in Amerika“ entfuhr, „die man besser als Ayatollahs bezeichnen sollte“…

Kommentar verfassen