Netanjahu: Abbas muss Israel als jüdischen Staat anerkennen

In seiner Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag (24.5.11) den Palästinensern „weitreichende Zugeständnisse“ und die Gründung eines Staates Palästina in Aussicht gestellt, wenn ihr Präsident Mahmud Abbas im Gegenzug Israel als jüdischen Staat anerkenne…

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In einer groß angelegten Rede, die mehr als 30 mal von stehenden Ovationen unterbrochen wurde, lobte Netanjahu die „tapferen jungen Menschen in der arabischen Welt“ für ihren Einsatz für mehr Demokratie – Rechte, die Israels arabische Minderheit bereits seit Jahrzehnten genießt.

…Israel bereit zu weitreichenden, schmerzhaften Kompromissen, Netanjahu kündigt Aufgabe  einzelner israelischer Siedlungen an. Atomarer Iran ist eine Gefahr für den Weltfrieden…

Netanjahu warnte davor, dass die militanten islamistischen Führer im Iran fest entschlossen seien, Atomwaffen zu bauen. Es sei nicht mehr viel Zeit, um sie zu stoppen.

Netanjahu wandte sich direkt an Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und rief ihn dazu auf, das jüngste Abkommen mit der radikalislamischen und vom Iran unterstützten Hamas aufzukündigen und die Friedensverhandlungen mit Israel wiederaufzunehmen. „Präsident Abbas muss tun, was ich getan habe. Ich stand vor meinem Volk … und ich sagte, ‚Ich werde einen palästinensischen Staat akzeptieren.‘ Es ist an der Zeit, dass Präsident Abbas vor sein Volk tritt und sagt, ‚Ich akzeptiere einen jüdischen Staat.“

Mit diesen Worten könnten die Palästinenser Geschichte schreiben, sagte Netanjahu. Dies könnte dem palästinensischen Volk vor Augen führen, dass dieser Konflikt ein Ende haben müsse und dass sie ihren Staat nicht dazu aufbauen, um den Konflikt mit Israel fortzusetzen, sondern um den Konflikt beizulegen.

Mit diesen Worten könne Abbas auch die Menschen in Israel davon überzeugen, dass „sie einen echten Partner für Frieden haben. Mit einem solchen Partner wird das Volk Israel bereit sein, einen weitreichenden Kompromiss einzugehen. Ich werde bereit sein, einen weit reichenden Kompromiss einzugehen“, sagte Netanjahu.

Netanjahu sagte weiter, dass er bereit sei, Teile von Judäa und Samaria (Westjordanland) aufzugeben, damit ein palästinensischer Staat entstehen könne.

„Keine Verzerrung der Geschichte kann die 4.000-jährige Bindung zwischen dem jüdischen Volk und dem jüdischen Land leugnen. Aber es gibt eine andere Wahrheit: Die Palästinenser teilen dieses kleine Land mit uns … Sie sollen als Nation in Würde und als freies, lebensfähiges und unabhängiges Volk in ihrem eigenen Staat leben können.“

Dies bedeute auch, dass einige israelische Siedlungen nach der Gründung eines palästinensischen Staates nicht innerhalb Israels liegen würden, während die großen israelischen Siedlungen, die in unmittelbarer Nähe von Tel Aviv und Jerusalem errichtet wurden, israelisch bleiben.

Netanjahu sagte, dass der zukünftige Staat Palästina wirtschaftlich lebensfähig sein müsse, um existieren zu können. Israel werde bei den Gebietsabtretungen großzügig sein. Allerdings bekräftigte er, dass Israel nicht bereit sei, sich auf die Waffenstillstandslinien zurückzuziehen, wie sie bis 1967 gegolten hatten, da diese unmöglich zu verteidigen seien, und er würde es nicht zulassen, dass Jerusalem noch einmal geteilt werde.

Die Palästinenser müssten aufhören, ihre öffentlichen Plätze nach Selbstmordattentätern zu benennen. Sie müssten aufhören, ihre Kinder zum Hass zu erziehen. Und sie müssten von ihrer „Fantasie“ Abschied nehmen, dass die Nachkommen der palästinensischen Flüchtlinge von 1948 eines Tages in Scharen nach Israel zurückkehren könnten.

„Palästinenser auf der ganzen Welt sollten, wenn sie dies wünschen, ein Recht auf Einwanderung in einen palästinensischen Staat haben. Dies bedeutet, dass das palästinensische Flüchtlingsproblem außerhalb der Grenzen Israels gelöst wird“, sagte Netanjahu.

Der israelische Ministerpräsident ist erst der vierte Regierungschef in der Geschichte, der eine Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses halten durfte. Die anderen drei waren Winston Churchill, der frühere ägyptische Präsident Anwar Sadat und Nelson Mandela.

Der erste Teil der einstündigen Rede handelte von den politischen Umwälzungen im Nahen Osten und vom Iran, den Netanjahu für die größte Gefahr für Israels Frieden und Sicherheit hält.

Die Führung des Iran könne nur im Zaum gehalten werden, wenn der Westen eine glaubwürdige Abschreckung aufrecht erhalte, und wenn alle Optionen auf dem Tisch blieben, sagte Netanjahu. Iranische Politiker, die Völkermordfantasien haben, sollten von der politischen Bühne ausgeschlossen werden.

Englische Rede im Wortlaut

8 Kommentare zu “Netanjahu: Abbas muss Israel als jüdischen Staat anerkennen

  1. Vor allem bitte endlich die Erfinder des Antisemitismus und den Verursacher des gesamten arabischen Konflikts, die Gründer der Al Kaida und des Islamischen Faschismus, die heute falsch und xenophobisch agierenden Lügen Deutschen, die Sarazinesen, die antisemitischen Linken, die das sowieso nur wie ein Ballspiel betrachten um ihren genetisch angezüchteten Islam und Judenhass selbstherrlich als getarnet Alibista durch die Gegend tragen, also die Täter, die Rommels, die Gaskammer Holocaust Leugner, ich kann nicht mehr, die sind soooo verlogen, man hält es nicht mehr aus, also bitte, die Deutschen sollten sich da raushalten, sie haben ja jetzt in Deutschland eine neue Schaar von Hilter grüßenden Ausländern aus aller Herren Länder großgezogen, Ausländer als NPD Aspiranten, die gegen Neo Nazis kämpfen, also ich glaube, wenn man, wie Martin Luther King gesagt hat, das ekligste aller Charakter Viech, den deutschen Alibisten (Wikipedia) weglässt, kann ja noch was werden, wo sich im arabischen Raum die Leute immer weniger von diesen katastrophalen Deutschen aufhetzen lassen und für Toleranz zwischen allen plädieren. Igitt mir ist es soooo übel.

  2. Was schreibt die Torah zu Jischmael?
    Berischit Lech Lecha : Und er wird ein Wilder Mensch sein, seine Hand gegen alle, und die Hand aller gegen ihn, und vor all seinen Brüder wird er wohnen.

  3. Wer sagt, daß der ältere Bruder der bessere ist? Überdies trifft die Auswahl der Allmächtige. Wer meint gegen ihn kämpfen zu müssen, hat sich auf einen Kampf eingelassen, den er nur verlieren kann. Warum lieben so viele Menschen den Tod und sagen das sogar?

  4. Tja, das ist der Kern des Konfliktes überhaupt die Anerkennung der Juden, nicht nur für Abbas und den Palästinenser  sondern für alle Menschen und Staaten.

    Das Jüdische Volk ist Baruch haschem mit G“ttes hilfe zurückgekehrt nach Eretz Israel so wie es G“tt verheissen hat und so wie es gesschrieben steht in der Torah.

    Es gibt das Volk Israel das Land Israel und die Lehre Israel, Am Israel, Eretz Israel und Torah Israel. Das Land Israel braucht die Mizwot(Gebote) wie sie in der Torah geschrieben sind durch das Volk Israel. Diese drei dinge und den Bund mit G“tt kann man nicht trennen.

    Was bedeutet, G“tt hat entschieden das Volk Israel soll zurück in seine Heimstätte nach Eretz Israel. Um das Land was Öd und Brach lag  zu bearbeiten damit das Land wieder Früchte trägt die das Volk ernährt.

    Die Juden haben mit G“ttes hilfe aus einem Öden Land das vertrocknet und Öd darlag ein Fruchtbares und schönes Land erbaut.

    Die Araber stehen wiedereinmal am scheideweg und müssen sich entscheiden.
    Für Frieden und Wohlstand mit den Juden zusammen die von G“tt gesegnet sind mit diesem Land, oder gegen den Frieden und Wohlstand, gegen die Juden   
    gegen die Vernunft.

    Jeder kennt die Anwort der Araber, sie werden sich für Krieg und Kampf gegen die Juden entscheiden. Weil sie nicht anders können sie müssen gegen Israel kämpfen auch wenn es kein Sinn macht für die Palästinenser.

    Das ist das Schicksal der Palästinenser und der Juden.

  5. Wieso sollte die Hamas den Zionistenstaat anerkennen?
    Der ist doch auch bei den Juden nicht unumstritten.
    Warum nicht einfach mal was Vernünftiges probieren;
    Bleiberecht für alle Flüchtlinge des zweiten imperialistischen Weltkriegs,
    Kibusbewegung oder ähnliche Strukturen,
    autonome Räterepubliken,
    Zusammenschluss zu einer Räteunion unter selbstverständlicher Akzeptanz verschiedener religiöser und weltanschaulicher Bekenntnisse,
    Einstaatenlösung!
    Nieder mit dem Imperialismus!
     
     

    • Bitte definiere „Zionistenstaat“. Soweit ich weiß, ist Israel neben dem Libanon der einzige demokratische Staat dort. Und ja- man kann sogar straflos in Israel der Meinung sein, dass es Israel eigentlich nicht geben sollte. Probier das mal in Österreich (In Kärnten werden nun nach 60 Jahren endlich längst vereinbarte Minderheitenrechte umgesetzt – vorallem zweisprachige Ortstafeln in sloweinschen Gebieten – niemand würde Kärnten deswegen einen „Deutsch-Kärnter-Staat“ nennen oder gar Apartheidstaat. In Israel habe ich ausschließlich zweisprachige Ortstafeln gesehen – und das bei ungefähr demselben „Minderheitenanteil“ von 15%!)
      Deutschland ist auch bei vielen Deutschen nicht unumstritten. Südtirol gehört eigentlich zu Österreich, meinen viele. Colmar gehört eigentlich nach Deutschland…. Es gibt viele Meinungen zu allem – aber nicht alles ist wert, gleich wichtig genommen zu werden.
      Das Bleiberecht für die jüdischen Flüchtlinge aus dem Maghreb und der arabischen Halbinsel ist Unsinn – sie wären mit dem Tod direkt bedroht.
      Kibbuzim sind schön – aber eben israelisch (falls es Dir nichts ausmacht). Wobei mir persönlich die Moshawim besser gefallen (wahrscheinlich wegen meiner westlichen Prägung). Aber ja- solche Strukturen sind schön, wenn sie funktionieren.
      Für die Einstaatenlösung bin ich natürlich – aber offenbar wollen die Bewohner von Samaria, Judäa oder Gaza nicht in Israel wohnen.
      Natürlich „Nieder mit dem Imperialismus“ – jeder Art (also auch China, Islam, Kommunismus!!).
      off-topic:
      In welchen Ländern waren Juden in den letzten- sagen wir mal – 2000 Jahren über längere Zeiten keiner Verfolgung/Unterdrückung ausgesetzt? Und was hat diese Frage mit der Frage zu tun, ob es gut ist, dass Israel ein jüdischer Staat ist, in dem Juden mal einfach nur leben können?

  6. Selbstverständlich hat man das Existenzrecht eines Verhandlungspartners zu akzeptieren. Oder es ist keine Verhandlung, sondern eine Erpressung.
    Ist eine dreistaatenlösung eigentlich denkbar? Mit Hamastan, Fatahstan und natürlich Israel? Wie soll denn ein Staat ohne Konflikte leben, dessen zwei Teile nicht mal eine Landverbindung haben? Da ist doch der nächste Streit schon vorprogrammiert!
    Ich werd einfach den Verdacht nicht los, dass gewisse arabische Kräfte an einem Frieden mit Israel nicht interessiert sind. Kann das jemand kommentieren?

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