Die Brodskyj – Synagoge in Kiew

Ein wohlhabender Mann, ein Zuckerfabrikant, war Israel Brodskyj im kleinen Städtchen Slatopil im Gouvernement Kiew, in dem ausschließlich jüdische Familien lebten. In Osteuropa wurden diese kleinen Städtchen, „Städtlein“, Schtetl, genannt, wo meist Jiddisch gesprochen wurde. Im Jahr 1848 erblickte Sohn Lasar Israelewitsch Brodskyj in diesem Schtetl das Licht der Welt. Die Gegend dort wurde im 18. Jahrhundert serbisches Siedlungsgebiet. Mit Vater und Bruder erarbeitete sich Lazar seinen späteren Reichtum, wurde ein tüchtiger Geschäftsmann.

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Die Altweiberschlucht in Kiew – Eine Albtraumreise in das Jahr 1941

Am 80. Jahrestag wurde am 6. Oktober 2021 in Kiew an die Erschießungen in Babi Jar erinnert. Das Deutsche Symphonieorchester war aus Berlin angereist und spielte zum Gedenken die berühmt gewordene Symphonie Nr. 13, b-moll, op.113 von Dimitri Schostakowitsch. Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, hatte eingeladen, Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland und Jitzchak Herzog der gerade neu gewählte Präsident des Staates Israel und andere Gäste waren gekommen…

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Zeugnisse von Überlebenden

Der Holocaust in der Ukraine hat jahrzehntelang nur wenig Aufmerksamkeit gefunden. Erst seit den 1990er-Jahren stoßen die deutschen Verbrechen zunehmend auf das Interesse von Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit – sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine selbst. Dennoch ist das Wissen um das Geschehen in der damaligen Sozialistischen Sowjetrepublik immer noch gering. Der Historiker Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos Schargorod, war einer der Ersten, die das Schicksal der Juden unter deutscher Besatzung in der Ukraine systematisch erforscht haben. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er Berichte Überlebender und interviewt einst Verfolgte…

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Eine Reise nach Lviv

Vor zwei Jahren knüpfte Rabbi Aaron Goldstein von der Londoner Northwood and Pinner Liberal Synagogue (NPLS) Kontakt zur Progressiven jüdischen Gemeinde Teiva im westukrainischen Lviv, dem früheren Lemberg in Galizien. Im Mai diesen Jahres führte er den zweiten von ihm organisierten Besuch in Lviv durch, dem sich neben vier NPLS‐Mitgliedern auch vier Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom München anschlossen…

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In schwindendem Licht

Seit Jahren fotografiert Christian Herrmann Spuren jüdischen Lebens in Osteuropa, dokumentiert sie in seinem Blog „Vanished World“, sowie in Ausstellungen und Büchern. Auch in dem kürzlich im Lukas Verlag erschienenen Buch „In schwindendem Licht“ zeigt er Orte einstiger jüdischer Gemeinden, die er auf seinen Reisen dokumentiert hat…

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75. Jahrestag des Massakers von Babi Jar

In Kiew findet heute die zentrale Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrstages des Massakers von Babi Jar statt. An der Zeremonie nehmen unter anderem auch Bundespräsident Joachim Gauck, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk teil. Am Rande der Veranstaltung sagte Dr. h.c. Charlotte Knobloch: „Wir stehen am Rande von Babi Jar im Angesicht eines der schrecklichsten, grausamsten und barbarischsten Massaker der Menschheitsgeschichte. Diese Schlucht ist auch ein Abgrund der Menschheit – wir stehen im Angesicht der tiefsten Abgründe der Seele, die Menschen zu derart monströsen Untaten befähigen“…

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