Jüdische Aphorismen

Fabius Schach (1868–1930) wurde 1868 in Litauen geboren. Später studierte er in Riga und Berlin, wo er Max Bodenheimer traf, der ihn als Hebräisch-Lehrer nach Köln brachte. Zusammen mit Bodenheimer und David Wolffsohn gründete Schach eine erste nationaljüdische Vereinigung aus der die Zionistische Organisation Deutschland hervorgehen sollte. Schach nahm am ersten Zionistenkongress in Basel teil, auch seine Schwester Miriam Schach war eine der ersten Aktivistinnen in der Zionistischen Bewegung. Fabius Schach publizierte in und redigierte verschiedenen jüdischen Zeitungen. Der vorliegende Beitrag erschien 1922 in der Zeitschrift „Ost und West“, die sich als „Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum“ verstand und im Kontext der „Jüdischen Renaissance“ dem westjüdischen Publikum die kulturellen Leistungen der sog. „Ostjuden“ vorstellte…

Mehr …

Krankheit und religiöses Erleben

Im August 1930 erschien in der deutsch-jüdischen Zeitschrift „Der Morgen“ ein Beitrag von Erich Stern über den Zusammenhang von Krankheit und religiösem Erleben, der sich heute, 90 Jahre später, in einer Zeit, in der wir mit einer Pandemie uns unbekanntem Ausmaßes zu kämpfen haben, hoch aktuell liest…

Mehr …

Mesusoth

Der vorliegende Text erschien vor 100 Jahren in der von Martin Buber herausgegebenen Zeitschrift „Der Jude“. Der Schriftsteller Josef Kastein beschäftigt sich darin mit der im Judentum traditionellen Schriftkapsel am Türstock. Kastein, der in Bremen geboren und aufgewachsen war, zog schon 1926 in die Schweiz und 1935 nach Palästina. Er starb 1946 in Haifa. Kasteins Text spricht von der Sichtbarmachung jüdischer Häuser und hat damit auch 100 Jahre nach Erscheinen erstaunliche Aktualität…

Mehr …

Vom Kurfürstendamm nach En Charod

Der vorliegende Text erschien im Januar 1934 in der von Julius Goldstein gegründeten Zeitschrift „Der Morgen“ und zeigt eindringlich die Situation der deutschen Juden nach dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Emigration war nun mehr als nur eine romantische Vorstellung, sie wurde zur Lebensrettung. Erich Rott beschreibt sein neues Leben im Kibbutz, das so ganz und gar nicht mit dem Alltag in Berlin zu vergleichen ist…

Mehr …

Lessings Verdienste um das Judentum

Der nächste Text, den wir in Kooperation mit dem Lexikus Verlag vorstellen, widmet sich dem Werk Lessings. Der Autor Samuel Modlinger, das Werk erschien 1869, kommt zu dem Schluss, dass „Nathan der Weise“ deutlich mehr das Christentum thematisiert als das Judentum, das wiederum nur als Testfall zu Rate gezogen wird…

Mehr …