Kollektive Unschuld

Es sei eine der größten Lebenslügen der Bundesrepublik, die Annahme einer intensiven Aufarbeitung des Massenmordes an den Juden im Zweiten Weltkrieg. Diese Auffassung vertritt der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn in seinem neuen Buch, das den bezeichnenden Titel „Kollektive Unschuld. Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern“ trägt…

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Elisabeth Hartnagel verstorben

Elisabeth Hartnagel, die Schwester von Hans und Sophie Scholl, ist am Freitag, dem 28. Februar 2020, einen Tag nach ihrem 100. Geburtstag, verstorben. Sie wurde als Elisabeth Scholl am 27. Februar 1920 in Forchtenberg am Kocher, Württemberg, geboren und war die Schwester der Protagonisten der Widerstandgruppe Weiße Rose, Hans und Sophie Scholl…

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Zwischen Gewalterfahrung und „Vergnügen“

Sport war in den KZs und später auch in den Vernichtungslagern allgegenwärtig. Während mit dem „gewaltförmigen Sport“ die Lagerordnung in „die Körper der Häftlinge gezwungen wurde“, wie Veronika Springmann in ihrer Studie „Gunst und Gewalt – Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslager“ schreibt, hatten die „Häftlinge beim Fußballspiel oder bei den Boxkämpfen die Möglichkeit ihre körperliche Stärke zu zeigen“ und darüber hinaus eine Gelegenheit „ihren Alltag zu organisieren und zu bewältigen“…

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Der „Historische Verein“ –  Landsberg am Lech in der NS-Zeit

Der 1856 gegründete Verein – sechs Jahre nach Veröffentlichung des skrupellosen Landsberger Protestes gegen die Juden – wähnte sich streckenweise im Besitz einer wurzelechten Wahrheit von Vergangenheit und Gegenwart. Zu den Strippen-Ziehern nach dem Ersten Weltkrieg gehörten vorzugsweise Lehrer, ein Redakteur, ein Pfarrer und Beamte. Der provinzielle „Geistes-Adel“ vermittelte den Eindruck, sich blut- und bodenständiger ins Stadtleben eingeschlichen zu haben als jeder andere Verein…

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Zeugnisse von Überlebenden

Der Holocaust in der Ukraine hat jahrzehntelang nur wenig Aufmerksamkeit gefunden. Erst seit den 1990er-Jahren stoßen die deutschen Verbrechen zunehmend auf das Interesse von Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit – sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine selbst. Dennoch ist das Wissen um das Geschehen in der damaligen Sozialistischen Sowjetrepublik immer noch gering. Der Historiker Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos Schargorod, war einer der Ersten, die das Schicksal der Juden unter deutscher Besatzung in der Ukraine systematisch erforscht haben. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er Berichte Überlebender und interviewt einst Verfolgte…

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Imkerliche Heimatgeschichte – Ein kleiner Sieg der Menschlichkeit

Bronzesteine in Bad Tölz erinnern an das Schicksal von Juden, die in dieser Stadt unter den Nationalsozialisten gelitten haben. Zu den jüdischen Bürgern, die aus Bad Tölz noch rechtzeitig vor den Nationalsozialisten fliehen konnten, gehörte der Kaufmann und Imker Josef Freundlich. Er war im oberbayerischen Bergwerksort Hausham bekannt und geachtet, besaß ein Wohn- und Geschäftshaus sowie sechzig Bienenvölker…

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