Das jüdische Theaterschiff legt los

Am 23. Mai 2022 eröffnet die „MS Goldberg“, das erste jüdische Theaterschiff Deutschlands, an seinem Heimathafen am Spandauer Havelufer unterhalb der Dischinger Brücke seinen Veranstaltungsbetrieb mit der Uraufführung der szenisch-musikalischen Performance „Der Sänger“. Das Stück nach dem gleichnamigen Roman von Lukas Hartmann in der Dramatisierung und Regie von Armin Petras befasst sich mit dem jämmerlichen und vermeidbaren Ende des berühmten jüdischen Tenors Joseph Schmidt in einem Internierungslager in der Schweiz.

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Kosmopolitin und Musiktalent aus Finnland – Marion Rung

Hebräische oder jiddische Lieder, gesungen mit distinktiv finnischem Akzent hört man nicht alle Tage. Auch sonst spielte und spielt Finnland keine bedeutende Rolle in der Geschichte der europäischen Juden: keine größeren Pogrome, keine Katastrophen, keine denkwürdigen Ereignisse. Aber bemerkenswerte Persönlichkeiten, auch jüdische, hat das Land im Nordosten Europas durchaus hervorgebracht. Ein musikalisches Talent aus Finnland möchte ich meinen Lesern gerne vorstellen.

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Das Avishai Cohen Trio auf Tour

In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat sich der international gefeierte Bassist, Sänger und Komponist Avishai Cohen seinen Ruf als einer der größten Bassisten der Welt erworben. Doch vor allem als Komponist ist seine musikalische Aussage in der ganzen Welt bekannt geworden. Avishai Cohen zieht ein großes Live-Publikum, Zuhörer und leidenschaftliche Fans an und ist nun nach einer langen Auszeit aufgrund der weltweiten Covid 19 Pandemie mit seiner neuen Triobesetzung auf der Bühne zurück.

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Die Komponistin Fanny Gordon (1904/1914-1991)

Das polnisch-russische Verhältnis gilt als dauerhaft geschädigt. Jedoch gab es stets Verbindungen und häufig waren es gerade Juden, die Mittlerfunktion übernahmen. So besaß der legendäre russisch-jüdische Barde Vladimir Vysotsky nicht nur eine beachtliche polnische Fangemeinde, sondern die Polen richteten ihm sogar ein Museum ein. Eine Jüdin, die ebenfalls beide Nationen musikalisch miteinander verband, war Fania Markowna Kwiatkowska, alias Fanny Gordon. Sie war eine der wenigen weiblichen Komponisten der leichten Muse im Polen der Zwischenkriegszeit und später in der Sowjetunion.

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„Ich bin einfach gerne jüdisch“

Die jüdische Kantorin und Schauspielerin Chasan Jalda Rebling, 1951 in Amsterdam geboren und in Ostberlin aufgewachsen, erzählt über ihr Erbe als Tochter des berühmten Künstlerinnenpaares Lin Jaldati und Eberhard Rebling und wichtige Begegnungen und Stationen – über die DDR-Zeit und die Vereinigung der deutschen Staaten bis ins Jetzt – auf ihrem Weg zu der Persönlichkeit, die sie heute ist: eine international anerkannte Spezialistin für jüdische Musik und Geschichte(n) vom frühen Mittelalter bis zur Moderne.

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