Die Komponistin Fanny Gordon (1904/1914-1991)

Das polnisch-russische Verhältnis gilt als dauerhaft geschädigt. Jedoch gab es stets Verbindungen und häufig waren es gerade Juden, die Mittlerfunktion übernahmen. So besaß der legendäre russisch-jüdische Barde Vladimir Vysotsky nicht nur eine beachtliche polnische Fangemeinde, sondern die Polen richteten ihm sogar ein Museum ein. Eine Jüdin, die ebenfalls beide Nationen musikalisch miteinander verband, war Fania Markowna Kwiatkowska, alias Fanny Gordon. Sie war eine der wenigen weiblichen Komponisten der leichten Muse im Polen der Zwischenkriegszeit und später in der Sowjetunion.

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„Ich bin einfach gerne jüdisch“

Die jüdische Kantorin und Schauspielerin Chasan Jalda Rebling, 1951 in Amsterdam geboren und in Ostberlin aufgewachsen, erzählt über ihr Erbe als Tochter des berühmten Künstlerinnenpaares Lin Jaldati und Eberhard Rebling und wichtige Begegnungen und Stationen – über die DDR-Zeit und die Vereinigung der deutschen Staaten bis ins Jetzt – auf ihrem Weg zu der Persönlichkeit, die sie heute ist: eine international anerkannte Spezialistin für jüdische Musik und Geschichte(n) vom frühen Mittelalter bis zur Moderne.

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Das Lied „Haju Lejlot“ – Es waren Nächte…

Wohl wenige Lieder lösen derart Emotionen aus oder rufen so intensiv Erinnerungen an geliebte Menschen hervor wie „Haju Lejlot“. Die Melodie vermag in Verbindung mit ihrem gemütvollen Text melancholische Stimmungen herbeizuführen und sogar zu Tränen zu rühren, während sie zugleich tröstend und versöhnend wirkt. Das gilt ganz besonders, wenn „Haju Lejlot“ von Künstlern wie der unvergleichlichen Esther Ofarim gesungen wird. Dieser Beitrag widmet sich dem Textdichter, dem Komponisten, dem Liedtext und den Interpreten von „Haju Lejlot“.

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Der Klaviervirtuose Chico Marx (1887-1961)

Die meisterhafte Beherrschung des Pianos war nur eines seiner vielen Talente. Er besaß auch noch anerkannte Komikerqualitäten, war ein patenter Manager und hat sich vorbildlich um seine Familie gekümmert. Bekannt wurde er vor allem durch die „Marx Brothers“-Filme, in denen er mit seinen Brüdern Groucho, Harpo und Zeppo auftrat und die heute Kultstatus besitzen. Mit Blicken auf seinen Lebensweg, seine Zeit, seine Rezeption in Deutschland und sein Klavierspiel, das heute noch Profis wie Amateure inspiriert, soll an ihn erinnert werden.

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Der Mandolinist Avi Avital

Die Mandoline mögen gefühlt sehr viele Menschen, weil ihre Klänge mit angenehmen Assoziationen verbunden werden. Gespielt wird sie bereits seit vielen Jahrhunderten und ihre Koryphäen standen und stehen auch noch lange nach ihrem Ableben in hohem Ansehen. Von einem Meister der Mandoline, der die ehrwürdige Tradition fortsetzt, soll hier berichtet werden, vom Israeli Avi Avital. Der zeigt auf eindrucksvolle Weise, was man alles, wenn man es denn vermag, aus diesem Instrument herausholen kann.

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Eine Erinnerung an den Komponisten Josef Tal (1910-2008)

In Deutschland genießen sie unter Musikliebhabern, zum Teil wohl auch unter Diplomaten, einen gewissen Bekanntheitsgrad, in deutschen Nachschlagewerken hingegen wurden sie sehr lange, und offensichtlich auch gern, eher unterschlagen. – Gemeint sind die drei bedeutenden Komponisten aus Israel Paul Ben-Haim, Josef Tal und Tzvi  Avni. Alle drei verfügten sie über deutschsprachigen Hintergrund und traten sie nach der Shoah in musikalische Beziehung zu dem Land, das ihnen einst das erste akademische Handwerkzeug für ihre spätere Profession vermittelt hatte. Der vorliegende Beitrag widmet sich Josef Tal.

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