Meine jüdischen Autobiographien

Dieses Buch stellt die Autobiographien von 364 jüdischen Autoren und Autorinnen vor. Sie sind zwischen 1833 und 1963 geboren. Sie beschreiben im Kontext ihres Lebens die großen jüdischen Hoffnungen und Enttäuschungen im Zeitalter der Emanzipation und im 20. Jahrhundert die beiden größten historischen Ereignisse der jüdischen Geschichte, die Shoah und die Gründung des Staates Israel.

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Einwände gegen die Shoah-Relativierung im Post-Kolonialismus  – ein neues Jahrbuch

In der ersten Ausgabe der „Hallischen Jahrbücher“ sind „Die Untiefen des Postkolonialismus“ das Schwerpunktthema, wobei insbesondere die Gleichsetzung von Kolonialverbrechen und Shoah kritisch untersucht wird. Man findet darüber hinaus aber auch noch zahlreiche andere reflexionswürdige Beiträge, die auch, aber nicht nur um die identitätspolitische Debatte kreisen und hier für kritische Stimmen von links stehen.

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Adam, wo bist du?

„Stellen Sie sich vor, Jesus hätte 1938 während der NS-Zeit gelebt. Was wäre mit ihm geschehen?“ Mit dieser fiktiven Frage lädt die Künstlerin Ilana Lewitan uns zu einer Reise durch ihre raumgreifende Installation ein. Was bedeutet selbstgewählte Identität? Und welche Identität wird jemandem von außen zugewiesen? Mit diesen Fragestellungen weist die Künstlerin auf Gemeinsamkeiten und Bruchstellen zwischen Vertrautem und Fremdem, zwischen In- und Ausländer*innen, zwischen Migrant*innen und Einheimischen, zwischen Privilegierten und Benachteiligten hin.

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„Väter unser … “ – Vaterjüdische Geschichten

Der deutsche Blätterwald wird gerade von einer Debatte durchweht, die sich um die Frage „Wer ist Jude?“ dreht. Viel ist zum Thema geschrieben worden in den vergangenen Wochen, von jüdischen Autorinnen und Autoren, von nichtjüdischen auch. Im Wesentlichen wurden zwei Themenblöcke miteinander vermischt. Der eine dreht sich um das Ego von zwei Intellektuellen, Max Czollek und Maxim Biller, der andere, wesentlich interessantere, ist die Frage nach dem Umgang mit den sog. Vaterjüdinnen und -juden…

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Gegenwartsbewältigung

Max Czolleks zweites politisches Essay erscheint mitten in der Corona-Pandemie. Weil er Zeit hat, weil es nötig ist. Wie, so fragt er, werden wir die AfD los? Wie kommen wir zu ‚Social Justice and Radical Diversity‘? – einem von Leah Carola Czollek, Gudrun Perko und Heike Weinbach erdachten Ansatz, an dem diese mit einer Gruppe, in der auch Czollek mitwirkt, aktuell arbeiten…

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Choreographien des Daseins – Die Wurzeln des Glücks

Der Regisseur David Rosenmerck sitzt vor einer Bühne; dort finden Proben für eine Performance statt, die er selbst choreographierte; in ihr geht es um sein Leben, seine Identität, die zerrüttete Ehe seiner Eltern. Die Tanzenden durchmessen den Raum mit ihren Bewegungen, der kein klares Zentrum zu haben scheint. Die Bewegungsabläufe wirken flüchtig und bestimmt zugleich, als würden sie eine Suche markieren, die radikal verlaufen wird. Doch der Regisseur sieht seinem Ensemble nicht aufmerksam zu, er ist selbst durch Anderes bewegt, beschäftigt mit Gedanken, die ihn einholen. Er ist dabei, einen Brief zu verfassen – einen Brief an seinen Vater, der als Schweinezüchter in Israel lebt…

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Stolz & Vorurteil – Kongress zu Identitätskonzepten und deren Fragwürdigkeit

Der Kongress am 6. und 7. Dezember 2019 im Münchner Gewerkschaftshaus hinterfragt den plötzlichen Identitätswahn auch in aufgeklärten Kreisen mit Vorträgen, Debatten, Podiumsdiskussionen, einem satirischen „Heimatabend“ und Kunst. „Stolz & Vorurteil“ steht allen Interessierten offen, die nicht unter den Einlassvorbehalt fallen…

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