Gleis 17 am 27. Januar 2022 in Berlin-Grunewald

Über die Rampe gehe ich herauf zu den Gleisen am Bahnhof Grunewald zum Gleis 17. Dunkle Wolken ziehen über Berlin, ziehen über Grunewald, leichter Regen fällt auf die am Boden liegenden Blumen. Von Oktober 1941 bis Februar 1945 wurden von diesem Güterbahnhof fünfzigtausend jüdische Bürger in die Konzentrationslager deportiert. Internationaler Holocaust-Gedenktag ist heute. Wir denken an die 6 Millionen ermordeten Juden in der Nazizeit, die dem Wahn eines grauenvollen Regimes zum Opfer fielen, ermordet wurden.

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27. Januar 1945: Die Befreiung von Auschwitz

Die Front hat in dieser Nacht Auschwitz erreicht. Schon seit Tagen fliegt die Rote Armee Luftangriffe. Für die Wehrmacht ist nur noch ein einziger Fluchtweg offen: der nach Süden in Richtung Bielsko. Am Morgen sprengen die Deutschen die Brücken über die Sola, an deren Ufer auch das Konzentrationslager von Auschwitz liegt…

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Gedenken an die Opfer des Holocaust – Korczak Radio

Am 1. September 1939, mit dem deutschen Überfall auf Polen, war die Stimme des „alten Doktors“ (stary Doktor) auf Radio Polski zu hören. Trotz einer Anweisung an alle Mitarbeiter, das Gebäude zu evakuieren, war Janusz Korczak einer der wenigen, die blieben, um vom Radiosender „Warschau 2“ zu senden.

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Zwölf Monate – Zwölf Namen

Zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele in München wird 2022 ganzjährig an das Olympia-Attentat vom 5.-6. September 1972 erinnert. Jeden Monat steht dabei ein Opfer im Mittelpunkt des Gedenkens. Es sind verschiedene Interventionen im öffentlichen Raum geplant, von Installationen, die den ganzen Monat über zu sehen sein werden bis hin zu eintägigen Aktionen.

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Sonjas Tagebuch

Konrad und Gaby Kutt hatten im Namen der „BücherboXX“ in ihren privaten Salon Kunst Stücke in Grunewald eingeladen. Ein literarisch-musikalischer Abend war angekündigt, ein Abend für Sonja Borus wurde es. Die Erinnerung an Dr. Klaus Voigt, der vor Wochen in Berlin gestorben ist, sowieso. Eine Symbiose Sonja Borus und Klaus Voigt.

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Kaunas 2022 – Europäische Hauptstadt der Kollaboration

2022 wird die litauische Stadt Kaunas (jiddisch: Kóvne), gemeinsam mit dem luxemburgischen Esch-sur-Alzette, Kulturhauptstadt Europas. Während die globale Kulturindustrie mit Ausstellungen von William Kentridge, Marina Abramović oder Yoko Ono den Tourismus wieder zum Laufen bringen soll, bleibt der Umgang mit den Abgründen der litauischen Geschichte nahezu unberührt. Schrecklich, aber wahr: das heutige Kaunas ist die Stadt mit der größten Dichte von Erinnerungsstätten an lokale Holocaust-Kollaborateure auf diesem Planeten, so DefendingHistory.com.

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In Giebelstadt erinnert ein Rucksack

Seit letzter Woche gibt es im unterfränkischen Giebelstadt bei Würzburg ein weiteres Symbol für das unmenschliche Leid der früheren jüdischen Bürger: ein Rucksack aus zerbrechlichem Ton. Das neue Denkmal steht auf einem extra dafür bereitgestellten Platz. Angefertigt wurde der schlichte braune Rucksack mit der darüber festgeschnallten Decke von Frau Sieglinde Bösl in ihrer Eßfelder Keramikwerkstatt.

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Gedenkveranstaltung im Alten Rathaus

Nach rein digitalen Veranstaltungen im Vorjahr fand die Gedenkstunde zum Jahrestag des 9. November 1938 in München heuer erstmals seit zwei Jahren wieder in Präsenz statt. Zum 83. Jahrestag der Pogromnacht wurde insbesondere an die nahezu eintausend jüdischen Münchnerinnen und Münchner erinnert, die mit dem ersten Deportationszug aus München am 20. November 1941 vom Güterbahnhof Milbertshofen in die Nähe von Kaunas transportiert und dort nach ihrer Ankunft ermordet wurden.

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