Johanna Stahl – Annäherungen an eine moderne jüdische Frauenbiographie

In einschlägigen Kreisen ist sie inzwischen ein wenig bekannt: Denn das Würzburger Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur trägt seit elf Jahren ihren Namen. Ob Dr. Johanna Stahl (1895 – 1943) allerdings die Facetten ihres Lebens in dieser neuen Biographie adäquat gewürdigt gesehen hätte? Wir können sie schon lange nicht mehr fragen, denn sie wurde 1943 in Auschwitz ermordet.

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„Jüdische Frauen in der Bildenden Kunst“ 

Fünfunddreißig Jahre lebte Hedwig Brenner in Israel, in Haifa. Ein bescheidenes Leben führte sie in der neuen Heimat, erst sehr spät wurde sie Schriftstellerin. Familienbiographien schrieb sie und vor allem entstanden durch ihre Energie und ihren Arbeitseifer sechs Lexika über Jüdische Frauen in der bildenden Kunst.

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Rachel Kohn: Ansichten in Ton

Die in Prag geborene Bildhauerin Rachel Kohn ist neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit im Vorstand des „Frauenmuseums Berlin“ aktiv und Kuratorin zahlreicher Ausstellungen. Im Interview mit Judith Kessler erzählt sie über ihren Weg nach Berlin, ihre Arbeit, ihr jüdisches, soziales und politisches Engagement, vor allem bei der Sichtbarmachung von Frauen in der Kunst.

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Die Komponistin Fanny Gordon (1904/1914-1991)

Das polnisch-russische Verhältnis gilt als dauerhaft geschädigt. Jedoch gab es stets Verbindungen und häufig waren es gerade Juden, die Mittlerfunktion übernahmen. So besaß der legendäre russisch-jüdische Barde Vladimir Vysotsky nicht nur eine beachtliche polnische Fangemeinde, sondern die Polen richteten ihm sogar ein Museum ein. Eine Jüdin, die ebenfalls beide Nationen musikalisch miteinander verband, war Fania Markowna Kwiatkowska, alias Fanny Gordon. Sie war eine der wenigen weiblichen Komponisten der leichten Muse im Polen der Zwischenkriegszeit und später in der Sowjetunion.

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Identitäten einer jüdischen Anarchistin

Emma Goldman dürfte auch heute noch die bekannteste Anarchistin der Welt sein. Der Historiker Frank Jacob widmet ihr eine besondere Studie, wobei nicht die Entwicklungsetappen ihres Lebens, sondern ihre Identitäten im Wirken im Zentrum stehen. Dazu gehört auch „Die Jüdin“ ebenso wie „Die Anarchistin“, aber auch „Die Antibolschewistin“ und „Die Publizistin“.

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„Ich bin einfach gerne jüdisch“

Die jüdische Kantorin und Schauspielerin Chasan Jalda Rebling, 1951 in Amsterdam geboren und in Ostberlin aufgewachsen, erzählt über ihr Erbe als Tochter des berühmten Künstlerinnenpaares Lin Jaldati und Eberhard Rebling und wichtige Begegnungen und Stationen – über die DDR-Zeit und die Vereinigung der deutschen Staaten bis ins Jetzt – auf ihrem Weg zu der Persönlichkeit, die sie heute ist: eine international anerkannte Spezialistin für jüdische Musik und Geschichte(n) vom frühen Mittelalter bis zur Moderne.

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