Die Komponistin Fanny Gordon (1904/1914-1991)

Das polnisch-russische Verhältnis gilt als dauerhaft geschädigt. Jedoch gab es stets Verbindungen und häufig waren es gerade Juden, die Mittlerfunktion übernahmen. So besaß der legendäre russisch-jüdische Barde Vladimir Vysotsky nicht nur eine beachtliche polnische Fangemeinde, sondern die Polen richteten ihm sogar ein Museum ein. Eine Jüdin, die ebenfalls beide Nationen musikalisch miteinander verband, war Fania Markowna Kwiatkowska, alias Fanny Gordon. Sie war eine der wenigen weiblichen Komponisten der leichten Muse im Polen der Zwischenkriegszeit und später in der Sowjetunion.

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Identitäten einer jüdischen Anarchistin

Emma Goldman dürfte auch heute noch die bekannteste Anarchistin der Welt sein. Der Historiker Frank Jacob widmet ihr eine besondere Studie, wobei nicht die Entwicklungsetappen ihres Lebens, sondern ihre Identitäten im Wirken im Zentrum stehen. Dazu gehört auch „Die Jüdin“ ebenso wie „Die Anarchistin“, aber auch „Die Antibolschewistin“ und „Die Publizistin“.

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„Ich bin einfach gerne jüdisch“

Die jüdische Kantorin und Schauspielerin Chasan Jalda Rebling, 1951 in Amsterdam geboren und in Ostberlin aufgewachsen, erzählt über ihr Erbe als Tochter des berühmten Künstlerinnenpaares Lin Jaldati und Eberhard Rebling und wichtige Begegnungen und Stationen – über die DDR-Zeit und die Vereinigung der deutschen Staaten bis ins Jetzt – auf ihrem Weg zu der Persönlichkeit, die sie heute ist: eine international anerkannte Spezialistin für jüdische Musik und Geschichte(n) vom frühen Mittelalter bis zur Moderne.

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Orte Jüdischen Frauenlebens in Köln

Der Kölner Frauengeschichtsverein hat kürzlich eine eigene App zur Geschichte jüdischen Frauenlebens gestaltet. Einmal mit dem Handy heruntergeladen finden sich dort 30 gut lesbare, durch eigene Höraufnahmen ergänzte, bebilderte Portraits jüdischer Frauen. Die Mehrzahl von ihnen wirkte Anfang des 20. Jahrhunderts. Die meisten von ihnen sind eher unbekannt, andere waren mit bekannten Kölner Juden verheiratet, ohne dass ihr eigenes Wirken bisher öffentlich gewürdigt wurde.

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30 Jahre jüdische Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion – Die weibliche Perspektive

Im Jahr 2021 wird bundesweit das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert. Jüdisches Leben ist in diesem Jahr so sichtbar wie seit vielen Jahren nicht. Doch in diesem Jahr wird noch ein weiteres Jubiläum begangen: Der 30. Jahrestag der offiziellen Einwanderung von Jüdinnen und Juden aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik Deutschland. Diese Einwanderung der sogenannten jüdischen „Kontingentflüchtlinge“ wurde am 9. Januar 1991 bei der Ministerpräsidentenkonferenz des geeinten Deutschlands beschlossen.

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„Das sind unsere Herausforderungen seit 1700 Jahren“

Sie ist eine der meistbeschäftigten Frauen Deutschlands. Im Interview spricht Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, über ihre Kindheit in der NS-Zeit, über ihre zahlreichen Ämter, ihr Engagement bei WIZO und im Jüdischen Frauenbund – und wie es ihr gelang, nach 1945 aus dem Überleben ein Leben zu formen.

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Hannah Senesh – Widerstandskämpferin, Dichterin

2020 ist im Verlag Edition AV die Biographie „Hannah Senesh. Widerstandskämpferin, Dichterin“ von Sulamith Sparre erschienen. Obwohl der Verlag eine reichhaltige Sparte zum Thema „Holocaust und NS-Zeit“ anbietet, hat er das Buch in der Reihe „Widerständige Frauen“ verlegt. Eine Entscheidung, die nahelegt, wie aktuell und vielschichtig Seneshs Geschichte heute noch ist.

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