Gerettet und gestrandet – Jüdische „Displaced Persons“

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs entstehen vor allem in der amerikanischen Besatzungszone so genannte „Displaced Persons Camps“, meist selbstverwaltete Lager mit Schulen, Theatern, Krankenhäusern und militärischen Trainingsorten. Denn die meisten jüdischen DPs, Überlebende des Holocaust oder Flüchtende vor neuen Pogromen in Osteuropa, haben ein Ziel: Israel, den in Gründung befindlichen Staat…

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Die Juden im Landkreis Freising

Die biologische Uhr tickt unerbittlich; bald werden die letzten Shoa-Überlebenden des NS-Regimes kein Zeugnis mehr ablegen können. Glücklicherweise sind viele ihrer Erlebnisse und Erfahrungen rechtzeitig archiviert worden und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Freisinger Stadtrat und Politikwissenschaftler Guido Hoyer hat in jahrelanger mühsamer Kleinarbeit die jüdische Geschichte seiner Heimatregion erforscht ­– von 1871 bis in die 1950er-Jahre…

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Tovit Schultz Granoffs Deggendorfer Visite

Vor 70 Jahren wurde das DP-Camp7 im niederbayerischen Deggendorf geschlossen. Seit dem Sommer 1945 hatten hier insgesamt 2 000 jüdische KZ-Überlebende aus Deutschland, Polen, der Tschechoslowakei und Österreich Unterschlupf, medizinische und materielle Hilfe gefunden, betreut von der UNRRA, geschützt von US-Soldaten. Obwohl sie zeitweise mehr als fünfzehn Prozent der Einwohner des Donaustädtchens stellten und ein abgeschlossener Teil des örtlichen Friedhofs Toten aus dem Camp das Ewigkeitsgedenken sichert, wurde die Erinnerung an das Lager und die Menschen dort verdrängt. Jetzt soll eine Darstellung der Ereignisse im Stadtmuseum aufgebaut werden…

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