Displaced Persons (DP) Forschung im 21. Jahrhundert

Neuer Sammelband erschienen

Die DP-Forschung in Deutschland und Österreich hat sich seit ihrer Entstehung in den 1980er Jahren stark ausdifferenziert und ist so aktuell wie lange nicht. Das Forschungsfeld erstreckt sich mittlerweile weit über die engen Grenzen der Assembly Centers hinaus. Daher nahmen 2018 die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) sowie die Universität Innsbruck dieses Thema auf internationalen Fachtagungen in den Fokus. Aus den beiden Konferenzen entwickelte sich eine deutsch-österreichische Kooperation im Bereich der DP-Forschung, die es in dieser Form bislang nicht gegeben hat, und die den Sammelband „Displaced Persons-Forschung in Deutschland und Österreich – eine Bestandsaufnahme zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ auf den Weg brachte.

17 renommierte Autorinnen und Autoren aus Estland, Tschechien, Deutschland, Österreich und der Ukraine beleuchten, neben klassisch historischen unter anderem psychologische, ethnologische, pädagogische und mediale Aspekte, den Neuanfang der verschleppten und entwurzelten Menschen in Europa und den Emigrationsländern. Fallstudien zum Leben nach dem Überleben, zur frühen Suche nach NS-Verbrechern und zu einzelnen Lagern runden die Publikation ab.

Neben der Druckausgabe ist der Band auch als kostenloses ebook (open access) erhältlich:
https://www.frank-timme.de/fileadmin/docs/Displaced_Persons-Forschung_in_Deutschland_und_Oesterreich.pdf

Nikolaus Hagen/Markus Nesselrodt/Philipp Strobl/Marcus Velke-Schmidt (Hg.), Displaced Persons-Forschung in Deutschland und Österreich – Eine Bestandsaufnahme zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Berlin 2022, 366 Seiten, Bestellen?

Bild oben: Die von der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) publizierte Zeitung informierte ab 1945 regelmäßig über die Arbeit der internationalen Hilfsorganisation. Repro: nurinst-archiv