Debatte: Sind die Kritiker Sarrazins islamophil?

Die Kritik an Thilo Sarrazins neuem Buch führte zum empörten Aufschrei seiner beachtlich angewachsenen Fangemeinde. In „Deutschland schafft sich ab“ verknüpft der Bundesbanker, wie Ramona Ambs in ihrer Rezension berichtet, genetische Studien und gesellschaftliche Nützlichkeitsabwägungen miteinander und überträgt seine Erkenntnisse auf unterschiedliche Gruppen der einheimischen Bevölkerung. Bei der Kritik an der Kritik konzentrieren sich viele ganz unschuldig auf die Tatsache, dass es doch hinlänglich bekannt sei, dass zahlreiche Eigenschaften im menschlichen Erscheinungsbild erblich bedingt seien; gerade so, als hätte dies irgendjemand jemals bestritten…

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Hohmann und Sarrazin: Neue Konservative Partei? Die Gefahr ist real!

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) hat Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD) vorgeworfen, Migranten mit seinen umstrittenen Thesen zu verletzen und pauschal zu diskreditieren. „Es gibt unendlich viele fleißige Zuwanderer – diese verdienen Respekt, nicht Häme.“ Probleme bei der Integration von Migranten in die deutsche Gesellschaft kritisch zu analysieren, sei „wichtig, das brauchen wir“. Aber sie würden nicht gelöst, „indem man Menschen ständig pauschal diskreditiert“…

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Grözinger über Sand: Geschichtsschreibung als politischer Kampf

Der israelische Historiker Shlomo Sand will mit seinem Buch „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ (Der hebräische Titel lautete: Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden) in die innerisraelische Debatte um das Selbstverständnis der israelischen Gesellschaft, über das Verständnis dieses Staates und sein Verhältnis zum Diasporajudentum eingreifen. Dies versteht der Leser erst wirklich, wenn er das Buch von hinten zu lesen beginnt, wo Sand die Schlussfolgerungen aus seinen durchaus lesenswerten und informativen historischen Teilen des Buches zieht…

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Wie Wien zu seinen Sefarden kam:Die wundersame Geschichte des Diego de Aguilar

Sie sind jung, sie sind hübsch. Und sie heissen fast immer Rahel oder Ester, la ermoza Rahel oder la ermoza Ester. Und sie sind jüdisch, genauer: Sie sind conversas, also Nachkommen von zwangsgetauften Juden. Sie machen wegen angeblicher jüdischer Geheimlehren Bekanntschaft mit der Inquisition, die sie verhört, und gelegentlich foltert…

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Reise durch die Mauer: Meine Begegnungen mit Palästinensern und Israelis

»Genug geredet. Es ist Zeit, zu handeln«, schrieb Gideon Levy im September 2008. »Nach 15 Jahren Verhandlungen und endlosen Friedensplänen ist nichts ungesagt oder undiskutiert geblieben«, so der israelische Journalist. Zu viel wertvolle Zeit sei von Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verschwendet worden: »Die Besatzung und der palästinensische Terror sind unterdessen immer gnadenloser und brutaler geworden.«…

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Heidelberger Theater: Absurde Zensur-Vorwürfe

Der mir bis dahin nicht persönlich bekannte Herr Stein hat vor etwa 10 Tagen telefonisch angefragt, einen Büchertisch beim Stückemarkt zu machen. Gleichzeitig hat er mir zu verstehen gegeben, wie einseitig und ungenügend er unser Programm finde. Daraufhin habe ich ihn erstens gefragt, warum er überhaupt einen Büchertisch machen wolle. Zweitens zum Thema Einseitigkeit gesagt, das könne man ja auch seinem Verlagsprogramm vorwerfen, aus dem ich im übrigen mehrere Bände besitze, u.a. auch den Band mit dem Arafat-cover, den ich in der Tat unseren israelischen Gästen nicht als erstes unter die Nase halten würde…

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