Der entfesselte Mob

Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton war fassungslos. Die Ermordung des Botschafters Chris Stevens in Libyen passte nicht in ihr Weltbild. Die Libyer hätten doch „dankbar“ sein müssen, dass Amerika sie vom Diktator Muammar Ghaddafi erlöst und die Stadt Benghasi vor Zerstörung bewahrt habe…

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Die jüdische Nakba

Die Initiative von Vize-Außenminister Danny Ayalon, das Thema der jüdischen Flüchtlinge, die die arabischen Staaten verlassen mussten, ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, trifft erwartungsgemäß auf wütende arabische Reaktionen. Unter anderem werden Behauptungen laut, es handele sich bei den jüdischen Flüchtlingen um eine „Erfindung“…

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Jugendliche Gewalt in Israel

„Er war Araber und hat es verdient, zu sterben.“ Das sagte der vierzehn Jahre alte A. nach seiner Verhaftung. A. ist das erste von rund fünfzig jüdischen Kindern aus Jerusalem, das mit Stolz und ohne Reue die Beteiligung an einem versuchten Lynchmord an dem 17 Jahre alten Gamal Julani aus dem arabischen Viertel A-Tur bestätigte. „Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ihn ermordet.“ Zwischen 40 bis 50 Kinder waren am Donnerstag an einer Verfolgungsjagd vom „Kätzchenplatz“ zu dem etwa 200 Meter entfernten Zionsplatz im Zentrum Jerusalems beteiligt…

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Siedlungspolitik: Katz und Maus mit den USA und den eigenen Bürgern

Die israelische Politik und die politische Rechte – egal ob unter Netanyahu, Sharon oder Olmert – scheuen eine offene Konfrontation mit den Vereinigten Staaten, »dem besten Freund Israels«, auch wenn die USA sich schon 1967, und noch deutlicher unter Bush, seit 1993, konsequent gegen die Siedlungspolitik ausgesprochen haben…

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Die Rechte jüdischer Flüchtlinge sind ein ungelöstes Menschenrechtsproblem

Refael Bigio erinnert sich nur zu gut an den Moment im Jahr 1962, als das Regime des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser das Eigentum seiner –Refael Bigios– Familie beschlagnahmte. Die Polizei hatte den Abfüllbetrieb der Familie Bigio in der Aswan-Straße Nummer 14 im Kairoer Viertel Heliopolis abgeriegelt. Und ein Polizist blaffte Bigio und dessen Vater an: „Händigen Sie die Schlüssel aus!“…

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Diplomatie nach dem Arabischen Frühling

Der ehemalige spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat in einem Artikel für CNBC am 8. Dezember etwas bemerkenswertes festgestellt: Abdul Hakim Belhadj, einer der libyschen Oppositionsführer, die nach dem Fall Gaddafis aufgestiegen sind, war 2004 an den Anschlägen auf die Madrider Vorortzüge beteiligt, bei denen 192 Menschen getötet und mehr als 2000 Menschen verletzt wurden…

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Kaf-Tet: Ein Tag im November

Am Dienstag wird der 64. Jahrestag eines schicksalhaften Tages für unser Leben sein. Ein Tag im November. Ein Tag zum Erinnern: Am 29. November 1947 nahm die Vollversammlung der Vereinten Nation mit 33 gegen 13 Stimmen (und 10 Enthaltungen) den Palästina-Teilungsplan an. (UN-Resolution 181)…

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Ein langer arabischer Winter

Der „Arab Human Development Report“ des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen hat 2002 „tief verwurzelte Missstände“ in arabischen Ländern festgestellt. Mit anderen Worten, die arabischen Gesellschaften sind krank. Diese Krankheit spiegelt sich, so der Bericht, in dem Mangel an „Respekt für Menschenrechte und Freiheiten“, dem Status der arabischen Frauen und dem mangelhaften Stand der „Aneignung von Wissen und seiner effektiven Nutzung“ wider…

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