Willkommen an Bord der MS Goldberg

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Nach der Drei-Städte-Tour in Brandenburg ankert das Jüdische Kulturschiff ab 25. September wieder in Berlin-Spandau mit dem Herbstprogramm

_Fr 25.9., 19.30 Uhr
Galana: Echoes of Sepharad

Galana verbindet die musikalische Tradition der sephardischen Diaspora mit Jazz, Flamenco und den Rhythmen des östlichen Mittelmeerraums. Alte sephardische Lieder werden mit eigenen Arrangements neu interpretiert und erhalten eine neue Stimme, ohne ihre ursprüngliche Emotionalität zu verlieren. Eine musikalische Reise voller Rhythmus, Wärme und Geschichten. María Brazo – Gesang. Laurie Rothwell – Klarinette. Tomer Eshed – Gitarre. Urs Johnen – Kontrabass. David Millán – Schlagzeug.
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9d14e84d592f6719992f0b
 

_Sa 26.9., 19.30 Uhr
KURT – Die Nacht, der Lärm, das Lied. Seltene Songs von Weill 

Erleben Sie Kurt Weill abseits der Gassenhauer – mit seltenen Songs zwischen Berlin, Paris und Broadway, mit Stimme & Gitarre, Jazz und Chanson! Die Sängerin und Schauspielerin Melanie Schmidli und der Gitarrist Martino Dessi widmen sich eigenwillig dem Werk von Kurt Weill. Einem jüdischen Komponisten, dessen Musik seit fast hundert Jahren von Sehnsucht, Widerstand und Exil erzählt. KURT ist ein intimer Konzertabend – Dessi öffnet mit der Gitarre einen Klangraum zwischen Jazz, Chanson und Film noir. Schmidli begegnet den Texten mit einer Stimme, die singt, erzählt, widerspricht – direkt, mit samtiger Rauheit. Ein zärtliches, intimes musikalisches Porträt zwischen Swing und Theater – für alle, die in Songs Geschichten suchen. Und in der Stille ein Echo. »Ein hochinteressanter, vielseitiger, definitiv zu empfehlender Abend!« [Jazz-Radio Ella, 4.5.2026]
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9d16424d592f6719992f17

_So 27.9., 15 Uhr
The Boy In The Woods – Überleben ist alles

Max, ein zwölfjähriger jüdischer Junge, entgeht der Deportation, wird in Ostpolen bei einer Bauernfamilie versteckt und muss sich später allein in den Wäldern durchschlagen. Nach Monaten der Einsamkeit begegnet er einem anderen jüdischen Waisenjungen. Beide haben das Gefühl, nun wieder eine Familie zu haben, retten gemeinsam ein Baby, das ein Massaker überlebt hat, geraten aber dadurch auch in große Not. Der Film basiert auf der realen Geschichte des Überlebenden Maxwell Smart.  Kanada 2023. R: Rebecca Snow, ab 12 Jahre
Karten (5,-, Kinder bis 14 frei) Vorort + bei Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e6fd14d592f6719993e31

_Do 1.10., 19.30 Uhr
Film: Tango Shalom

Der chassidische Rabbi Moshe Yehuda lebt mit Frau und Kindern in Brooklyn. Er unterrichtet Tora an der Jeschiwa; doch dann werden seine Stunden gekürzt und er sucht nach einem Zweitjob. Durch Zufall lernt Moshe die Tanzlehrerin Viviana kennen, die gerade ihren untreuen Partner verloren hat, mit dem sie an einem Tango-Wettbewerb teilnehmen wollte. Das Preisgeld wäre beiden eine große Hilfe. Aber als Orthodoxer darf Moshe keine andere Frau berühren. Daher befragt er die Vertreter sämtlicher Weltreligionen – und findet einen unkonventionellen Weg, um mit Viviana sündenfrei tanzen zu können. USA 2021, R: Gabriel Bologna
Karten (10,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e71794d592f6719993e4a

_Sa 3.10., 19.30 Uhr 
Levin & Rodriguez: Lieder über die Liebe. 
Lateinamerikanische Balladen, Boleros und deutsche Chansons mit Miguel Levin und Ernesto Rodriguez: »Gereift wie ein guter Wein« – nennt das Tango-Magazin Miguel Levin, der seinen Chansons wie kaum ein anderer ihre Emotionen, ihren Witz oder ihre laszive Sinnlichkeit entlocken kann. Levin, in Buenos Aires geboren, wohin sein jüdischer Vater 1938 aus Berlin geflohen war, ist stark von der argentinischen Musik geprägt, doch er hat in seiner Wahlheimat Berlin auch Geschmack an deutschen und europäischen Chansons gefunden. Und so werden Sie einen fulminanten Ohren- und Augenschmaus voller Melancholie, Dramatik, Koketterie und Galgenhumor erleben, mit Liedern von Jaques Prevert, Friedrich Hollaender, Cole Porter, Hildegard Knef, Chabuca Granda, Max Colpet u.a. Begleitet an Gitarre und Klavier wird Levin von dem außergewöhnlichen kubanischen Komponisten und Singer-Songwriter Ernesto Rodriguez, der bereits mit Granden wie Ana Belén und »Buena Vista Social Club« auf der Bühne gestanden hat.
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9d16ca4d592f6719992f1d

_Do 8.10., 19.30 Uhr
Film: Alles koscher! 
Mahmud Nasir ist zwar Moslem, aber für Religion interessiert er sich nur am Rande. Es geht ihm auch so ganz gut: Der Londoner Minicab-Fahrer hat eine kluge Frau und zwei Söhne, und solange Allah morgen wieder die Sonne aufgehen lässt, fehlt es dem rundlichen Gemütskerl an nichts. Das ändert sich schlagartig, als Mahmud erfährt, dass er kein Moslem, sondern ein adoptierter Jude ist und Solly Shimshillewitz heißt… Eine Komödie, der nichts heilig ist. GB 2010, Regie: Josh Appignanesi. Drehbuch: David Baddial, Produktion: Arvind Ethan David.
Karten (10,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e72664d592f6719993f25

_Fr 9.10., 19.30 Uhr
Jazz goes Synagogue. Cantor Aviv Weinberg & Jazzensemble Sound of Bet Haskala. 
»Jazz goes Synagogue« ist ein Projekt des Jazzmusikers Albrecht Gündel-vom Hofe und der israelischen Sängerin und Kantorin Aviv Weinberg. Die Sprache des Jazz und die eigens geschriebenen Arrangements schaffen neue Hörerfahrungen für traditionelle und moderne liturgische Gesänge und Psalmvertonungen, aber bewahren den spirituellen Charakter. Der besondere Sound entsteht zudem durch Improvisation und die ungewöhnliche Besetzung des Ensembles: Aviv Weinberg (Gesang), Uwe Steinmetz (Saxophon), Lauren Steinmetz (Cello), Albrecht Gündel-vom Hofe (Piano, Arr.), Marcel Krömker (Kontrabass). 
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e648b4d592f6719993be1

_Sa 10.10., 19.30 Uhr 
Yuliia Holub Quintett – Roots & Grooves. 
Die ukrainische Sängerin, Komponistin und Arrangeurin Yuliia Holub präsentiert mit ihrem Quintett eine eigenständige Verbindung von ukrainischer Folklore und modernem Jazz. Seit vielen Jahren arrangiert Yuliia ukrainische Volkslieder für Jazzbesetzungen und entwickelt daraus einen unverwechselbaren, rhythmisch-lebendigen Sound. Gemeinsam mit Igor Osypov (Gitarre), Luca Curcio (Bass), Omri Abramov (Saxophon) und N.N. [Drums] entsteht ein farbenreicher Sound zwischen ukrainischer Tradition, Jazz, Groove und Improvisation. Ein Konzert über musikalische Wurzeln, kulturelle Begegnung und die Freiheit, Tradition immer wieder neu zu interpretieren. yuliiaholub.com
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e65f5de97322707c0b2bc

_So 11.10., 15 Uhr
Das geheime Stockwerk 

Die Eltern des 12-jährigen Karli haben in den Alpen ein altes Hotel gekauft. Bei seinen Streifzügen durch das ehemalige Grandhotel entdeckt er, dass er in einem alten Lastenaufzug in der Zeit reisen kann – und landet im Jahr 1938! Karli freundet sich dort mit dem jüdischen Mädchen Hannah und dem Schuhputzer Georg an. Doch Karli wagt nicht, seinen Freunden zu erzählen, was er über das Jahr 1938 erfährt, und warum es lebenswichtig ist, dass Hannah nicht nach Berlin zurückfährt. Als Georg zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt wird, wollen seine neuen Freunde ihm helfen und den wahren Gauner finden. Dabei entdecken die drei, dass im Hotel seltsame Dinge vor sich gehen. Ab 10 Jahre DE, AU, BL 2025, Regie: Norbert Lechner 
Karten (5,-, Kinder bis 14 frei) Vorort + bei Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9fad7874f0214021105741

_Fr 16.10., 19.30 Uhr
Großmann. Die Bestie von Berlin. True Crime Live-Event

Berlin, 1921. Selbst die Polizei traut sich nicht mehr nach Friedrichshain. Ein Ort der Gesetzlosen, brutal, gefährlich und der ärmste Teil der Stadt. Hier treibt ein grauenvoller Serienmörder sein Unwesen. Niemand sucht nach den vielen vermissten Frauen. Bis plötzlich Leichenteile in der Spree auftauchen. Jetzt übernimmt Kriminalrat Ernst Gennat die Ermittlungen und ihm offenbart sich eine Geschichte voller Tragik, verzweifelter Hoffnung und mit der Frage: Wer ist die wahre Bestie? Eine szenische Lesung mit bekannten Sprecher*innen aus Funk und Synchron. U.a. mit der Stimme von Denzel Washington und Tommy Lee Jones.  Mit Live-Geräuschemacher und -Musik. Mit: Ronald Nitschke, Sven Brieger, Benno Lehmann, Johanna M. Schmidt, Thomas Kästner uvm. Autorin: Johanna M. Schmidt Produktion: JMS//Studio Mautzbert
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e6732de97322707c0b2e1

_Sa 17.10., 19.30 Uhr
Fanny Hensel: »Mit den Fingern singen«. Biografiekonzert 

Fanny Hensel, geborene Mendelssohn Bartholdy, gilt als die bedeutendste Komponistin des 19. Jahrhunderts und als außergewöhnlich talentierte Pianistin. Berühmt wurde jedoch nur ihr Bruder Felix. Die Enkelin des großen Aufklärers Moses Mendelssohn musste ihr kurzes Leben lang gegen den Widerstand ihrer Familie und die bürgerliche Etikette »ankomponieren«: »Daß man übrigens seine elende Weibsnatur jeden Tag, auf jedem Schritt seines Lebens von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekömmt, ist ein Punkt, der einen in Wuth, und somit um die Weiblichkeit bringen könnte, wenn nicht dadurch das Uebel ärger würde«. Judith Kessler erzählt übers Leben und die Ereignisse in der Berliner Gesellschaft ihrer Zeit. Der Berliner Komponist und Pianist Arno Waschk spielt Klavierstücke der Komponistin und ihrer Zeitgenossen.
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6aa5195174f021402110c6c1

_Do 22.10., 19.30 Uhr
Film: Auf Wiedersehen, Amerika
Der Wiener Isaak (Otto Tausig) lebt seit über 30 Jahren in Brooklyn. Sein bester Freund Moshe (Jakov Bodo) ist Pole und mit der resoluten Genovefa (Zofia Merle) verheiratet. Zu Weihnachten will das Ehepaar in die alte Heimat reisen und Isaak soll auf die Katzen aufpassen. Aber dann flieht Isaak wegen der krummen Geschäfte seines Chefs ausgerechnet auf das Schiff, mit dem sein Freund nebst Gattin nach Polen reist. Der Beginn einer gemeinsamen Odyssee. Großes Kino über kleine Leute! D 1994, Regie: Jan Schütte.
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6aaab7fa74f02140211144c2

_Sa 24.10., 19.30 Uhr
Marx & Engels intim

Erstaunliches aus der Feder der berühmtesten Philosophen der Welt… Wollten Sie schon immer mal wissen, was Karl Marx und Friedrich Engels privat so über Polen, Russen, Frauen, Arbeiter, Inder, über den Islam, über Parteien, Sozialdemokraten oder über ihre eigenen Väter dachten? Lassen Sie sich überraschen. Sie hören Auszüge aus einem Manuskript von Björn und Simon Aktstinat, ergänzt um eigene Funde sowie neue Arrangements alter Lieder – verlesen und besungen von Marina Senckel, Uli Plessmann, Andrea Chudak, Max Doehlemann und Judith Kessler.
Karten (10,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e68b0de97322707c0b30b

_Do 29.10, 19.30 Uhr
Der Staat gegen Fritz Bauer

Im Mittelpunkt des Politdramas steht der Kampf des Frankfurter Generalstaatsanwalts Fritz Bauer (Burkhart Klaußner), mit Adolf Eichmann einen der meistgesuchten Kriegsverbrecher festzunehmen und vor ein deutsches Gericht zu stellen. Der Film zeigt auch die Widerstände, auf die Bauer im Deutschland der späten 1950er Jahre stößt und thematisiert seine, damals strafbare Homosexualität. D 2015, R: Lars Kraume.
Karten (10,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e74fe4d592f6719993f4d

_Fr 30.10., 19.30 Uhr
Goldberg Talk: Homosexualität und Religion: Vorurteil, Bedrängung, Verfolgung
Welche Rolle spielen Geschlecht(er), Geschlechterrollen und sexuelle Identitäten im Judentum, Christentum und Islam? Inwiefern tragen Religionen zur Geschlechtergerechtigkeit bei und wo behindern sie diese? Wie können Religionen über Homophobie und Queerfeindlichkeit in ihren Gemeinschaften offen reden? Darüber diskutieren: Hana Yael Tebelmann (Vorstandsmitglied des queer-jüdischen Vereins Keshet Deutschland e.V.), Eren Güvercin (stellv. Vorsitzender der deutsch-muslimischen Alhambra Gesellschaft e.V. und Publizist zum muslimischen Leben in Deutschland und zu Islamismus) und Helmut Metzner (Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die zur Geschichte der Diskriminierung und Emanzipation queerer Menschen in Deutschland arbeitet), sowie ein*e Vertreter*in der christlichen Kirchen.
Karten (10,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6aaa58cf333a943929556f45

_Sa 31.10., 19.30 Uhr 
»Wunder, Wind und Waldemar«. (Fast) alles von und über Zarah Leanders Liedtexter Bruno Balz  
Songs wie »Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau’n«, »Der Wind hat mit ein Lied erzählt« oder »Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n« und ihre Interpreten kennt jeder. Doch wer war Bruno Balz, den Mann hinter diesen Texten? Der einen der ersten schwulen Schlager schrieb, Hunderte Liedtexte für UFA-Filme verfasste und auch noch nach 1945 Hits wie »Wir wollen niemals auseinandergeh’n« oder »Mama« landete? … Enno Kraus singt Lieder, die Balz für Zarah Leander und andere getextet hat, mit Alba Gentili-Tedeschi am Klavier, und Judith Kessler verrät aus ihrem Buch »Kann denn Liebe Sünde sein? Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz« (Nicolai 2025), was dran ist an den Geschichten, die über ihn erzählt werden – wie Balz etliche der bekanntesten schnulzigen, aber auch frechen und doppeldeutigen Schlager der 30er- und 40er-Jahre schreiben konnte und wie das Bild eines tragischen Helden entstand, der als Homosexueller von den Nazis misshandelt seine Lieder unter Zwang verfasst haben soll. Ein Abend über Lieder, Laster und Legenden.
Karten (25,-/15,-): AK + Eventim.de: https://www.eventim-light.com/de/a/696e50978a97fe402ca1f70a/e/6a9e6a2e4d592f6719993cbd

Anlegestelle MS Goldberg:
Schiffahrtsufer 2/Hermann-Oxfort-Promenade
an der Dischinger Brücke/Klosterstraße, 13581 Berlin, S+U Spandau, Bus M45, Autozufahrt: Sedanstraße
52°31’54.8“N 13°12’01.2“E (https://g.co/kgs/Bh24fF6)

Kartenverkauf: 
Eventim.de + Abendkasse. 
Reservierung: ms@goldberg-kulturschiff.de, T. 0155 65 61 55 90
Der ermäßigte Preis gilt für Schüler, Studenten, Rentner sowie Menschen mit Behinderung.