Abwehrreflexe verhindern Auseinandersetzung mit Antisemitismus

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern unterstützt jüdische Studierendenverbände in ihren Forderungen nach einer Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Inszenierung des Theaterstücks ‚Vögel‘. Nach Einschätzung von RIAS Bayern enthält die Aufführung in einem Münchner Theater antisemitische Aussagen, die im Lichte der antiisraelischen Stoßrichtung des Werkes zu verstehen sind. Die reflexhafte Abwehr der Kritik verhindert eine inhaltliche Auseinandersetzung.

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Die im Dunkeln gehen

Hanoch Levin war der wichtigste israelische Dramatiker des 20. Jahrhunderts, dessen Werk das israelische Theater bis heute maßgeblich beeinflusst. Aufgrund der stark gestischen, zugleich poetischen und verfremdenden Sprache seiner Texte gilt er als Klassiker des israelischen Gegenwartstheaters, dennoch begann seine Rezeption im Ausland erst spät. Die Anthologie Die im Dunkeln gehen stellt nun erstmals einen Querschnitt durch das vielfältige Werk Levins auf Deutsch vor.

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Das jüdische Theaterschiff legt los

Am 23. Mai 2022 eröffnet die „MS Goldberg“, das erste jüdische Theaterschiff Deutschlands, an seinem Heimathafen am Spandauer Havelufer unterhalb der Dischinger Brücke seinen Veranstaltungsbetrieb mit der Uraufführung der szenisch-musikalischen Performance „Der Sänger“. Das Stück nach dem gleichnamigen Roman von Lukas Hartmann in der Dramatisierung und Regie von Armin Petras befasst sich mit dem jämmerlichen und vermeidbaren Ende des berühmten jüdischen Tenors Joseph Schmidt in einem Internierungslager in der Schweiz.

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Anne Frank Kulturwochen 2019 für Toleranz, Offenheit, Vielfalt

Bereits seit dem Jahr 2000 veranstaltet das Theater Traumbaum im KulturMagazin, Lothringer Str. 36 c, 44805 Bochum, alljährlich die Anne Frank Kulturwochen.  Diese Theaterreihe für Kinder, Jugendliche, Schulklassen, Erwachsene und Familien ist ein bewusstes Statement für Offenheit, Toleranz und Vielfalt. In diesem Jahr wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden, wenn sie nicht im Alter von 15 Jahren dem Wahnsinn der Nationalsozialisten in Bergen-Belsen zum Opfer gefallen wäre…

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„Und nun ist unser Spiel vorbei“

Als Anne Frank im Juni 1929 geboren wurde, lebte ein 2-jähriges Mädchen in der ersten Etage eines bürgerlichen Hauses in der Gundulićeva-Strasse im Zentrum Zagrebs, nicht weit entfernt vom kroatischen Nationaltheater (Hrvatsko Narodno Kazalište). Sicherlich ist die kleine Lea mehrmals die wenige Meter getippelt, um ihrer grossen Leidenschaft, dem Theaterspiel, nachzukommen, die ihr von ihrer Mutter Ivka in die Wege gelegt wurde…

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