Die Künstlerin Anat Manor wird uns einen Einblick in ihre Werke geben, die sie im Laufe von etwa vier Jahrzehnten in Israel, Deutschland, Litauen und Frankreich geschaffen und ausgestellt hat: Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Bücher und persönliche Tagebücher. Diese Werke, die sich derzeit in einem Lager befinden, werden aus der Dunkelheit ans Licht gebracht und suchen ihren Weg in gute Häuser. Manor wird auch eine Installation aus nostalgischen Gegenständen erstellen.
Die Ausstellung hat den Charakter eines Lagerraums. Die meisten Werke werden im Raum verteilt sein, und der Besucher kann sie durchblättern, ein Werk auswählen und nach eigenem Ermessen – ab 250 Schekel – bezahlen. Alle Erlöse fließen als Spende an die Ehrenamtlichen-Vereinigung „LeMaanam“ (Ärztinnen und Ärzte für Holocaust-Überlebende).
In dieser Ausstellung „erzählt“ Anat Manor ihre persönliche und berufliche Lebensgeschichte und die Beweggründe für diese Ausstellung. Für sie ist dies ein Lebensprojekt, über das sie seit Jahren „brütet”. Sie bezeichnet es als eine „Zwischenbilanz“.
Zusätzlich zur Ausstellung der Werke wird der Dokumentarfilm „ÜberLeben. Berlin – Givatayim” gezeigt, der in Deutschland begeisterte Reaktionen hervorgerufen hat. Manor, die überwiegend in Berlin lebt, erzählt uns einzigartige Überlebensgeschichten, in denen es um Liebe und Tod geht. In diesem Film ziehen Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenwohnheims „Mishan“ in Givatayim und des jüdischen Jeanette-Wolff-Seniorenzentrums in Berlin ihre persönliche Bilanz: Wäre Israel ohne die Schoah entstanden? Müssen alle Juden in Israel leben? Was möchten wir der nächsten Generation vermitteln? Der Film bleibt nicht in der Vergangenheit stecken, sondern wagt einen generationsübergreifenden Blick in die Zukunft. Bewegende Szenen aus gemeinsamen Kreativworkshops der älteren Bewohner mit drei- bis vierjährigen Kindern bilden den Höhepunkt des Films.
Kurator: Doron Polak
Zeit: 19. und 20. Juni 2026, zwischen 10:00 und 15:00 Uhr
Feierliche Eröffnung: Donnerstag, 18. Juni 2026, 19:30 Uhr
Ort: Kommunale Galerie Givatayim (Mekhon HaMayim), HaShomer 7, Givatayim
–> „Als ich am Strand in Israel Deutsch gehört habe, hat das mein Herz gewärmt“
Ihre Arbeiten sind interdisziplinärere und multimediale Inszenierungen von Themen wie „Heimat“, „Wurzeln“ und „Sprache“. Dazu zählen auch die Dokumentar-Filme „ID. Israelisch-Deutsche Partnerschaften“ und „Überleben – Berlin – Givatayim“. Darüber, wodurch ihre Arbeiten mit jüdischem Bezug entstanden, sprach Anat Manor mit Sharon Adler.



