„Worn Stories: Culture, Resilience & Community Strength“

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Efrat Machikawa ist eine international tätige Dozentin, die sich der Förderung des Dialogs und der interkulturellen Zusammenarbeit verschrieben hat. Efrat ist die Nichte von Margalit und Gadi Moses, die den 7. Oktober im Kibbuz Nir Oz überlebten, und fungierte als Sprecherin der Angehörigen der Geiseln mit deutscher Staatsangehörigkeit. Sie traf mehrfach den deutschen Bundeskanzler und andere Entscheidungsträger, war bei Lanz und in weiteren Formaten zu Gast und wurde von den größten deutschen Zeitungen interviewt.

Jetzt, nach der Rückkehr aller Geiseln, kommt sie für vier Vorträge nach Deutschland und spricht über Resilienz und die Kraft der Gemeinschaft. Ihr Aufenthalt findet im Rahmen eines Stipendiums der Stiftung EVZ und des New Israel Fund zur Stärkung der deutsch-israelischen Beziehungen auf zivilgesellschaftlicher Ebene statt. Auf deutscher Seite sind Silke Kargl und Laura Franke für den Verein Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz als zivilgesellschaftlicher Partner am Stipendium beteiligt.

24.3.: DIG Frankfurt mit Keren HaYesod
19 Uhr, Anmeldung erforderlich: frankfurt@digev.de
VA Ort wird nur den Angemeldeten mitgeteilt
https://frankfurt.deutsch-israelische-gesellschaft.de/termin/vortrag-worn-stories/

25.3.: DIG Stuttgart mit Keren HaYesod
Hotel Wartburg, 19 Uhr, mit Anmeldung info@dig-stuttgart.net

26.3.: DIG Freiburg mit BgA Freiburg
Israelitische Gemeinde Freiburg, 19 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr mit Sicherheitskontrolle

30.3.: DIG Würzburg mit Junges Forum DIG Würzburg
Mozartareal Würzburg, Hofstraße 11, 19.00 Uhr

Efrat Machikawa untersucht, wie scheinbar alltägliche Gegenstände zu kraftvollen Trägern von Erinnerung, Widerstandskraft und kollektiver Stärke werden können – besonders in Zeiten gesellschaftlicher oder persönlicher Krisen. Stoffe, Accessoires oder kleine, oft unscheinbare Objekte erzählen Geschichten: von Verlust und Hoffnung, von Identität und Zugehörigkeit, von Zusammenhalt über Grenzen hinweg.

Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und im Kontext der deutsch–israelischen Solidarität reflektiert Efrat Machikawa, wie kultureller Austausch und zwischenmenschliche Beziehungen in herausfordernden Momenten tragfähig bleiben können. Er zeigt, dass Resilienz kein individueller Kraftakt ist, sondern ein gemeinschaftlicher Prozess – gewachsen aus Empathie, Kreativität und dem Mut, Geschichten zu teilen.

„Worn Stories“ versteht Kultur als verbindendes Element: als Raum, in dem Erinnerung bewahrt, Dialog ermöglicht und neue Perspektiven eröffnet werden. Der Vortrag lädt dazu ein, Alltagsobjekte neu zu betrachten – nicht nur als Dinge, sondern als lebendige Archive persönlicher und kollektiver Erfahrungen. Dabei wird deutlich, wie Gemeinschaft entsteht: durch Zuhören, gegenseitige Unterstützung und das bewusste Weitertragen von Geschichten.

Am 7. Oktober 2023 wurden sechs Familienmitglieder von Efrat Machikawa von der Hamas in den Gaza-Streifen entführt, darunter ihr Onkel Gadi Moses, der nach 482 Tagen frei gelassen wurde. Da die Wurzeln der Familie im nordhessischen Treysa liegen, wurde Efrat zur Repräsentantin der Familien mit deutschen Wurzeln im Hostage and Missing Families Forum. Beruflich war sie im diplomatischen Dienst und etwa als Culture, Science & Innovation Attaché an der israelischen Botschaft in Japan tätig.