Mehr als nur antisemitische Hetze

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Foto: IDF

Der Krieg in Gaza wird auch in den sozialen Netzwerken gefochten. Besonders perfide sind die jüngsten Vorwürfe von angeblichen Vergewaltigungen durch israelische Soldaten, die der Sender Al-Jazeera verbreitet hat.

Am Montag wurde ein Tweet auf einem anonymen Account mit Ursprung in Gaza veröffentlicht, der die Vergewaltigung einer Palästinenserin im Shifa-Krankenhaus durch IDF-Soldaten beschreibt. Die schwangere Frau sei vor den Augen ihres Mannes vergewaltigt worden, die Soldaten hätten den Mann gezwungen, die Tat mit anzusehen. Der Tweet erhielt schnell eine halbe Million Likes. 

Al-Jazeera berichtete ebenfalls von Vergewaltigungen von palästinensischen Frauen und zitierte eine Frau, die behauptete, sie sei im Shifa Krankenhaus, wo die israelische Armee derzeit eine große Operation durchführt, festgehalten worden und dass israelische Soldaten dort Frauen vergewaltigen und exekutieren würden und Leichen unter den Trümmern hervorziehen, um ihre Hunde auf sie zu hetzen. Dass der Bericht nicht der Wahrheit entspricht, sagte auch der ehemalige Direktor des Senders, Yasser Abu Hilala. Al-Jazeera hat die Aussage der Frau mittlerweile gelöscht. Der Schaden bleibt.

Die Hetzkampagne ist nicht zufällig auf Gewalt gegen Frauen und Vergewaltigungen ausgerichtet, sondern ist vielmehr als Reaktion auf die zunehmende Wahrnehmung der Gewalt gegen israelische Frauen beim Überfall der Hamas zu verstehen. Israelische Soldaten werden dabei genau jener unermeßlichen Grausamkeiten beschuldigt, die Hamas Terroristen selbst begingen.

In Israel wird die Hetze in den sozialen Netzwerken mehr und mehr als das verstanden, was sie ist, eine strategische Bedrohung, nicht weniger gefährlich als die Raketen von Hamas und Konsorten.