„Austausch zwischen jungen Menschen ist ein Versprechen für deutsch-israelische Freundschaft“

Die Veranstalter der Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz 2022, die im Oktober in Frankfurt stattfinden wird, haben eine gemeinsame Resolution im israelischen Außenministerium in Jerusalem unterschrieben.

Eine Pressemitteilung des Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. (JuFo), des freien zusammenschluss von student*innenschaften e.V. (fzs), der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), dem Verband jüdischer Studierender Hessen (VJSH) und der National Union of Israeli Students (NUIS)

Heute, am 21. September 2022, haben die Resolutionsinitatoren, das JuFo, der fzs, die JSUD und NUIS die gemeinsame Resolution anlässlich der Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz 2022 im israelischen Außenministerium in Jerusalem unterzeichnet. Weitere Erstunterzeichner sind: Die Juso Hochschulgruppen, die Liberalen Hochschulgruppen, Campusgrün – Bundesverband grün-alternativer Hochschulgruppen und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Bei der Unterzeichnung anwesend war Emmanuel Nahshon, Senior Deputy Director General for Public Diplomacy of the Ministry of Foreign Affairs of Israel und Vertreterinnen und Vertreter der unterzeichnenden Organisationen. Die vollständige, zitierbare Resolution in ihrer Originalfassung ist unter diesem Link abrufbar: https://www.germanisraelistudconf.com/resolution-2022/

Die Initiatoren der Resolution begrüßen die Unterzeichnung der Abraham Accords und lehnen die Zusammenarbeit deutscher Universitäten mit iranischen Institutionen ab. Der Bundesvorsitzende des Jungen Forms der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Constantin Ganß, äußert sich dazu wie folgt: „Die Resolution soll ein Zeichen an das iranische Regime aussenden: Wir stehen solidarisch mit der iranischen Bevölkerung, die im Moment gegen das verbrecherische Regime in Teheran demonstriert. Vernichtungsdrohungen gegen Israel und Holocaustleugnung können keine Grundlage für Kooperation mit staatlichen iranischen Einrichtungen sein.“

Zu den Abraham Accords sagt Ganß: „Die Abraham Accords sind ein deutlicher Schritt in Richtung der Normalisierung und Frieden im Nahen Osten. Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie die Annäherung durch die Abraham Accords auf europäischer Ebene unterstützt.“

Elchanan Felhimar, Vorsitzender von NUIS: „The Israeli students union will continue to fight anti-Semitism on campuses and promote a safe learning environment for Israelis and jews around the world. This treaty responds and corresponds to outrageous statements like those made by the president of Iran who doubted the existence of the Holocaust.“

Zusammenarbeit im Bereich des studentischen Austauschs nimmt einen wichtigen Teil in der Resolution ein. Matthias Konrad, Bundesvorstand des fzs dazu: „Akademischer Austausch ist einer der wichtigsten Pfeiler, wenn es darum geht den Austausch zwischen Israel und Deutschland zu fördern, dafür ist eine gute Finanzierung des DAAD eine grundlegende Notwendigkeit, wir freuen uns sehr, dass die Israelische Studierendenvertretung in diesem Punkt auf unserer Seite steht. Darüber hinaus unterstützen wir die israelische Seite in dem Bestreben in das Erasmus+ Programm aufgenommen zu werden. Austausch zwischen jungen Menschen ist ein Versprechen für deutsch-israelische Freundschaft.“

Dass der Campus für alle Studierenden ein sicherer Raum sein muss, steht für die Unterzeichnenden fest. Anna Staroselski, Präsidentin der JSUD äußert sich wie folgt zu Jüdischem Leben am Campus: „Um dem Versprechen der Sicherung jüdischen Lebens am Campus Folge zu leisten, muss Religionsfreiheit auch für jüdische Studierende gelten. Dazu gehört die Berücksichtigung jüdischer Feiertage bei der Festlegung der Prüfungstermine. Immer wieder werden jüdische Studierende vor die Wahl zwischen Religion und dem Absolvieren ihres Studiums gestellt — das widerspricht dem Grundgesetz.“

Konferenzkoordinatorin, Ronja Hesse, zur Deutsch-Israelischen Studierendenkonferenz: „Die Deutsch-Israelische Studierendenkonferenz leistet einen bedeutsamen Anteil zum Austausch und zur Vernetzung zwischen Israel und Deutschland. Dieser Austausch ist vor dem Hintergrund der Shoah und der besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel von herausgestellter Wichtigkeit – insbesondere für junge Menschen.“

Die Konferenz ist ein deutsch-israelisches Gemeinschaftsprojekt und findet unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Cem Özdemir und des israelischen Botschafters in Deutschland, S.E. Ron Prosor, am 29. und 30. Oktober 2022 an der Goethe-Universität Frankfurt statt. Auf deutscher Seite sind der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs), das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. (JuFo), die Jüdische Studierendenunion (JSUD) Veranstalter. Außerdem wird die israelische Studierendenvertretung National Union of Israeli Students (NUIS) die Konferenz dieses Jahr mit ausrichten. Insgesamt werden 300 Teilnehmende erwartet – davon mindestens 50 Israelis.

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