Syrien: Zwei Jahre „Frühling“

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In Tunesien verbrannte sich öffentlich ein junger Mann und löste damit den „Arabischen Frühling“ aus. In Syrien gibt es für den Beginn der Unruhen im Februar oder April vor zwei Jahren keinen Stichtag. Der syrische „Frühling“ artete zu einem unbeschreiblichen Prozess der Selbstzerfleischung aus und forderte fast hunderttausend Tote…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 22. April 2013

3000 Jahre alte Städte mit Kulturgütern der Menschheit gleichen Berlin, Köln und Hamburg nach dem Zweiten Weltkriegs. Über eine Million Flüchtlinge überschwemmen die Nachbarländer Türkei, Libanon und Jordanien. Weitere Millionen suchen Unterkünfte im eigenen Land. Die Hälfte des verfügbaren Wohnraums in Syrien sei zerstört oder unbenutzbar. Genaue Zahlen gibt es nicht. Das syrische Regime lässt keine neutralen Beobachter zu, weder der UNO noch des Roten Kreuzes oder gar Journalisten. Pressefahrten mit den Rebellen endeten mit Tod, Entführung oder schweren Verletzungen, wie das ARD-Korrespondent Jörg Armbruster erfahren musste. Selbst die Zahl der angeblich schlimm verstümmelten Opfer von Massakern der vergangenen Tagen bei Damaskus und in Dschdaidet al-Fadl lassen sich nicht zählen, obgleich die Toten auf der Straße herumliegen, weil die Kämpfe andauern.

Die Regierung des Präsidenten Baschar Assad setzt schwerste Geschütze gegen die eigene Bevölkerung ein, neben Panzern und Artillerie auch Kampfflugzeuge und Scud-Raketen. Ob chemische Waffen gegen Zivilisten gerichtet worden sind, bleibt umstritten. Schon Hafez el Asaad, Vater des jetzigen Präsidenten, bewies die Brutalität der regierenden Assad-Clique, als er im Februar 1982 bis zu 40.000 Moslembrüder in Homs und Hama töten ließ.

Assad wird von der Minderheit der Alawiten getragen. Er behauptet zurecht, nicht gegen „sein Volk“ zu kämpfen, wenn er nur seinen eigenen alawitischen Volksstamm meint… Das Regime wird auch von anderen Stämmen gestützt. Die Christen standen voll auf seiner Seite, halten sich heute eher bedeckt. Drusen, Kurden und andere blieben neutral. Eine kurdische Autonomie im Norden irritiert vor allem die Türken.

Verbündete Assads sind die schiitische Hisbollah aus Libanon und Iran, der Assad offenbar mit Waffen und gut trainierten Revolutionsgarden unterstützt. Die wichtigsten Gegner Assads sind untereinander zerstrittene Sunniten jeder Couleur, von Sekulären bis hin zu Moslembrüdern und vielleicht auch El Kaeda.

Die Vorgänge in Syrien sind längst keine interne Angelegenheit mehr. Um den NATO-Partner Türkei zu schützen, nachdem ein paar Granaten aus Syrien auf türkischem Boden eingeschlagen sind, schickte die deutsche Bundeswehr Patriotraketen. Der südliche Nachbar Syriens, Jordanien, hat die USA gebeten, jetzt ebenfalls Patriotraketen entlang der Grenze zu Syrien aufzustellen.

Während der Westen in Libyen mit Truppen und Luftangriffen den Rebellen geholfen hat, Muammar Ghadafi zu stürzen, fällt bei Syrien eine bemerkenswerte Untätigkeit auf. Anderswo werden Attacken auf Nachbarländer als Kriegsgrund gesehen und rechtfertigen fremdes Eingreifen. Syrien hat das libanesische Dorf Hermel bombardiert, Menschen in der Türkei getötet und tödliche Schüsse auf jordanische Soldaten abgegeben. Schüsse und Granaten in Richtung israelisch kontrolliertem Territorium führten nur zu Beschwerden bei der UNO und  Erwiderungsfeuer auf die syrischen Stellungen.

Mehrere Staaten sind passive oder aktive Mitspieler in Syrien:

Russland – Das von der „linken“ Baath-Partei regierte Syrien war treuer Verbündeter der Sowjet-Union, während Ägypten 1973 rechtzeitig den Schwenk ins westliche Lager vollbrachte. So ist die syrische Armee allein mit russischen Waffen ausgerüstet. Dank des alten Bündnisses kann Russland heute noch den Hafen Tartus benutzen. Für Moskau ist das von strategischer Bedeutung, um im Mittelmeer Präsenz zeigen zu können. Ein Fall Assads könnte auch das Ende dieses Stützpunktes bedeuten.

Türkei – Premierminister Tayipp  Erdogan hatte bei seinen Versuchen, Führer der islamischen Welt zu werden, enge Beziehungen mit Syrien und Assad geknüpft. Es wurde sogar Visumsfreiheit vereinbart, was die Flüchtlinge aus Syrien jetzt nutzen. Inzwischen sind Erdogan und Assad wieder zutiefst verfindet und beleidigen sich in Interviews gegenseitig.

Libanon – Der Zedernstaat war bis vor wenigen Jahren von Syrien nicht einmal anerkannt und wurde als Teil Syriens betrachtet. Libanon kann sich gegen den Strom hunderttausender Flüchtlingen nicht wehren, versucht aber, Palästinenser aus Syrien mit hohen Visumsgebühren fern zu halten. Die im Libanon als „Staat im Staat“ herrschende Hisbollah unterstützt Assad und erhielt über Syrien iranische Waffen, darunter geschätzte 60.000 Raketen für einen künftigen Krieg gegen Israel. Nach einem Sturz Assads droht im Libanon ein erneuter Bürgerkrieg.

Jordanien – Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien setzen das Haschemitische Königreich unter Druck. Es kam zu Aufständen in Flüchtlingslagern nahe der Grenze und Unruhen in Amman. Noch hält sich König Abdullah. Jordanien könnte nach einem Sturz Assads zum nächsten Ziel der Dschihadisten werden.

Irak – Bagdad verhielt sich neutral. Aber sunnitische Stämme nahe der Grenze hätten sich an Kämpfen auf Seiten der Rebellen gegen Assad beteiligt. In Irak herrscht eine Art Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten, während die  Kurden im Norden eine separate Autonomie errichtet haben. Die Konflikte in Syrien werfen Schatten auf die angespannten Verhältnisse im Irak.

Iran – Teheran und Damaskus sind strategische Verbündete. Ein Sturz Assads könnte die Stabilität des Ajatollah-Regimes in Frage stellen. Deshalb leistet Teheran umfassende Hilfe an Assad und die Hisbollah im Libanon.

Israel – Dem jüdischen Staat wurde vorgeworfen, nicht Partei bezogen und deshalb eine „Chance“ verpasst zu haben, vom „Arabischen Frühling“ zu profitieren. Doch  israelische Sympathiebekundungen erweisen sich als Bumerang. Wer von Israel unterstützt wird, gilt in der arabischen Welt als „Kollaborateur mit den Zionisten“. Israel tut also gut daran, zu schweigen. Fast 30 Jahre lang hielt zudem die Ruhe an den Grenzen zu Syrien und Ägypten dank des Diktators Hosni Mubarak und des Assad Clans. Hätte Israel also jene Diktatoren oder vielleicht irgend welchen Rebellen unterstützen sollen? Jerusalem ist gut beraten, sich tunlichst nicht in die inneren Angelegenheiten seiner Nachbarn einzumischen. Noch wachen UNO-Truppen auf den Golanhöhen über die Entflechtungsabkommen von 1974. Stillschweigend hat Israel Schwerverletzten aus Syrien geholfen, ohne deren Identität mitzuteilen.

USA – Vor allem das Schicksal der chemischen und biologischen Waffen in den Arsenalen der syrischen Armee bereiten den Amerikanern (und den Israelis) große Sorge. Sie drohen mit militärischem Eingreifen, falls diese Massenvernichtungswaffen in die „falschen Hände“ fallen sollten, extremistischen Rebellen oder der Hisbollah. Doch den USA wie anderen westlichen Ländern sind die Hände gebunden, wegen einem Veto der Russen.

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

16 Kommentare

  1. Explosions Rock Damascus, Israel Blamed for Second Airstrike

    A series of explosions heard in Damascus, as Syrian media claims that Israel carried out a rocket attack on a research center in Damascus

    „A series of explosions were heard in Damascus overnight Saturday, as the official Syrian news agency SANA claimed that Israel carried out a rocket attack on the Jamraya scientific research center in Damascus.“

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/167705

  2. British PM: Syria Chemical Weapons Evidence ‚Serious‘

    First Publish: 4/26/2013, 1:21 PM

    „British PM David Cameron says growing evidence of the use of chemical weapons by the Syrian regime is „extremely serious“.

    „British Prime Minister David Cameron said on Friday that growing evidence of the use of chemical weapons by the Syrian regime was „extremely serious“.

    Cameron agreed with President Barack Obama that such use would represent a „red line“ for the international community, but said the response would likely be political rather than military, the AFP news agency reported.

    „This is extremely serious. And I think what President Obama said was absolutely right, that this should form for the international community a red line for us to do more,“ Cameron told the BBC.

    „I’ve always been keen for us to do more. The question is how do we step up the pressure,” he said.

    „In my view what we need to do — and we’re doing some of this already — is shape that opposition, work with them, train them, mentor them, help them so we put the pressure on the regime and so we can bring this to an end.“

    Asked whether that would mean putting British troops on the ground in Syria, Cameron responded by saying, „I don’t want to see that and I don’t think that is likely to happen.

    „But I think we can step up the pressure on the regime, work with our partners, work with the opposition in order to bring about the right outcome.“

    The United States said Thursday for the first time that Syria had likely used chemical weapons against rebel forces, but emphasized spy agencies were still not definitively sure of the assessment.

    Britain’s Foreign Office confirmed it also had „limited but persuasive“ evidence of the use of chemical agents in the conflict which the UN says has left more than 70,000 dead since March 2011.

    „It is limited evidence, but there is growing evidence that we’ve seen too of the use of chemical weapons, probably by the regime,“ Cameron said on Friday, according to AFP.

    „It’s extremely serious — this is a war crime and we should take it very seriously.“

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/167503

  3. נפגעי הנשק הכימי בסוריה נחשפים: „×”×™×” ריח מוזר ויצא קצף מהפה“
    יאסר יונס, תושב העיר חאלב שבצפון-מערב סוריה, איבד את משפחתו במהלך מתקפה כימית של הצבא הסורי באזור. „אשתי וילדיי לא היו מסוגלים לנשום“, סיפר ל“טיימס הבריטי“, „×”×™×” ריח מוזר באוויר והראייה הטשטשה“
    חדשות 2 | חדשות 2 | פורסם 26/04/13 12:02

    In den Israelischen Nachrichten auf Cannel 2 wird Berichtet das in Syrien Chemiewaffen eingesetzt werden

    http://www.mako.co.il/news-world/arab/Article-5a2ec4e7b554e31004.htm&sCh=31750a2610f26110&pId=2082585621

    Das Video dazu ueber Opfer des Chemiewaffen Einsatzes

    Syria doctor’s .. proof that Assad used chemicals in Aleppo .
    http://www.youtube.com/watch?v=twrSbodlfQI&feature=player_embedded#!

  4. Wer hat, wenn, Chemiewaffen eingesetzt? Die
    syrische Armee? Die Aufständischen? Beide? Oder
    keine Seite?

    Eine Übersicht über den derzeitigen Stand anhand von britischen und nordamerikanischen Pressemeldungen liefert die englischsprachige Seite von

    http://www.all4syria.info/ :

    http://www.all4syria.info/Archive/79187

    (vom Guardian übernommener Text)

    http://www.all4syria.info/Archive/79375

    (Von der NY Times übernommener Text)

    Weiterhin wird auf der Seite u.a. erklärt, wie der Kampfstoff Sarin nachgewiesen wird. Anscheinend geht das, das lässt sich daraus indirekt schließen und ist auch so wegen der Flüchtigkeit, bei der man eher Abbauprodukte als den Stoff selber findet, kaum über Bodenproben, weil Pestizidabbauprodukte, die in labdwirtschaftlich gorientierten Staaten wie Syrien Gang und Gäbe sind, gleiche Ergebnisse
    liefern können, sondern nur über ein unbedingt erforderliches Paar von Bluttests:

    „The problem is, some pesticides will also depress cholinesterase. So the military employs a second test. When sarin binds to cholinesterase it loses a fluoride. The pesticides don’t do this. This other test exposes a blood sample to fluoride ions, which reconstitutes sarin if it’s there, in which case it can be detected with mass spectrometry“

    Abrufbar unter

    http://www.all4syria.info/Archive/79391 , wobei auch ein aufschlussreiches Video enthalten ist.

    Andernorts war nachzulesen, man habe von US-Seite (sind da Amis in Syrien bei der Opposition?) anhand der starken Pupillenkontraktion, die Sarin, aber eben nicht nur
    dieses erzeugt, und am Schaum vor dem Mund der Opfer auf Sarinanwendung geschlossen. Nun vrursacht Sarin zwar verstärkten Speichelfluss, aber woher soll der Schaum kommen? Es gibt aber quasi in der Küche herstellbare Gifte, man denke nur an das extrem giftige Rizin, das an u.a. Obama verschickt wurde. Ein Viertel Milligramm kann tödlich sein. Rizin verursacht beim Einatmen ein Lungenödem und das führt eben zu Schaum vor dem Mund. Die Rizinuspflanze ist in Nahost heimisch…

    Eine Frage stellt sich noch, nämlich ob die syrische Regierung, die mit einem Giftgasgebrauch unweigerlich eine
    fremdländische Intervention sich ins Land holen und damit den eigenen Untergang provozieren würde, nicht alles Interesse daran hat, das zu vermeiden.

    Im Gegensatz zu Teilen der Opposition. Man müsste also nur, Ei des Columbus, bei den dauernd wechselnden Fronten eine erbeutete Sarin-Granate in ein Wohngebiet schießen, „normale“ schickt man doch sonst auch rein, denn da wohnt man ja nicht. Natürlich waren das dann Assads feige Mörderbanden, die ja viel lieber auf die eigene Bevölkerung schießen, als auf den
    Gegner.

  5. Syrische Chemiewaffen – mit deutscher Hilfe

    „Syrien hat eines der größten Chemiewaffenarsenale der Welt. Dass es so weit kommen konnte, dafür tragen auch die USA und Deutschland einen Teil der Verantwortung.“

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/ruestung-syrische-chemiewaffen-mit-deutscher-hilfe/6916620.html

    Deutschland mit Verantwortlich fuer Chemiewaffen in der Arabischen Welt das ist nichts neues.

    Schon 1991 im 1. Golfkrieg wurde Israel vom Irak mit Giftgas Angriffen bedroht.

    Giftgas das der Irak mit Deutscher hilfe herstellen konnte.

  6. USA – Assad-Regime setzt Chemiewaffen ein

    „US-Außenminister Kerry und Verteidigungsminister Hagel gehen davon aus, dass die Truppen des syrischen Diktators Chemiewaffen gegen die Aufständischen einsetzen. Ist Obamas rote Linie überschritten?“

    „Washington geht davon aus, dass die Truppen des syrischen Diktators Baschar al-Assad Chemiewaffen eingesetzt haben. Damit wäre eine „rote Linie“ überschritten, die Präsident Barack Obama wiederholt für den Umgang der USA mit dem Regime zog. Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte während eines Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die US-Geheimdienste hätten in den letzten 24 Stunden Erkenntnisse gewonnen, dass syrische Regierungstruppen mutmaßlich C-Waffen in dem Bürgerkrieg gegen die Aufständischen eingesetzt hätten.“

    „Islamisten aus Deutschland in Syrien

    Die Bundesregierung hatte am Mittwoch bestätigt, dass auch Extremisten aus Deutschland am Kampf gegen Assad beteiligt sind. „Wir wissen, dass auch Dschihadisten aus Deutschland, die wir hierzulande bereits im Visier hatten, sich in Syrien aufhalten und dort an der Seite der Rebellen kämpfen“, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) „Spiegel online“.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article115624319/USA-Assad-Regime-setzt-Chemiewaffen-ein.html

  7. An der Seite der Rebellen

    Deutsche Gotteskrieger kämpfen in Syrien

    „Der Bürgerkrieg in Syrien ist so fern und doch so nah. Denn auch deutsche Extremisten sind an vorderster Front, sie kämpfen mit Gewalt gegen Präsident Assad. Innenminister Friedrich fürchtet ihre Rückkehr – sie könnten Anschläge in Deutschland planen.“

    „Auch aus anderen Ländern Europas wird berichtet, dass sich zahlreiche radikale Islamisten den Aufständischen in Syrien angeschlossen haben. Der oberste Terrorismusexperte der Europäischen Union, Gilles de Kerchove, hatte von bis zu 500 radikalen Islamisten aus Europa berichtet, die aktiv an den Kämpfen gegen Assad teilnehmen.“

    http://www.n-tv.de/politik/Deutsche-Gotteskrieger-kaempfen-in-Syrien-article10538081.html

  8. @efem

    orginal efem
    „Da böte sich ein kleiner Präventivkrieg eigentlich schon an.“
    “ inzwischen hocherfahrenen “Rebellen” wenig Sympathie für israelische SoldatInnen “
    “ und wie sich youtube-Clips mit gefolterten, getöteten, geköpften Israelis in Israel machen täten – bestimmt nicht so gut“

    Was geht denn in Ihrem Kopf ab ?

    Dieser Krieg in Syrien ist ein Krieg des Westen und der EU und nicht Israels.

    „US-Präsident Obama hatte das immer als rote Linie bezeichnet. Sein Außenminister fordert die Nato auf, vorbereitet zu sein.”

    Das ist euer Krieg im Westen nicht unserer .

    Wir behalten die Chemiewaffen im Augen und wenn die sich in Richtung Hizbollah bewegen sollten oder in andere dunkle Kanaele dann wird die IAF klaeren.

  9. @efem

    „Genauso wie die IDF im Gazastrip, als sie mit Phosphorbomben Zehntausende von unschuldigen Palästinensern vergiftete.“

    Sie koennen davon ausgehen wenn Israel Zehntausende Palaraber vergiftet haette, dann haette es ca 1 Millionen Resolutionen und Enbargos gegeben.

    Da es aber nur eine Erfindung von Ihnen Efem ist, gibt es auch keine Zehntausende vergiftete Palestinenser.

    Aber hier mal ein Beispiel was Sie in Ihrer Aufregung zum Schutz von Assad vergessen hatten zu erwaehnen.

    Hamas benutzt Phosphorbomben gegen Israel

    „JERUSALEM – Mindestens 2 der auf Israel abgefeuerten 9 Mörsergranaten enthalten Phosphor, dass wurde heute von der Polizei bestätigt. Israel beabsichtigt, die Vereinten Nationen UN) wegen der Verletzung der Genfer Konvention zu informieren.

    „Polizei und IDF Experten, die einige der Mörsergranaten die am Mittwoch auf israelische Gemeinden abgefeuert wurden Untersuchten haben festgestellt, dass die Sprengköpfe Phosphor enthalten. Der Befund zeige auch, dass die Hamas nunmehr über fortgeschrittene Waffentechnologie verfügt, sagten sie.

    „Phosphorbomben, wie sie jetzt von den Hamas-Terroristen auf israelische Gebiete verschossen wurden, fügen den Opfern schwerste Verbrennungen zu und führen im allgemeinen zum Tode. Deshalb, ist der Einsatz von Phosphor als Waffe völkerrechtlich verboten.

    Am heutigen Mittwoch, feuerte die Hamas eine Rakete und neun Mörsergranaten auf zivilisten im westlichen Negev ab. Danach veröffentlichte der Hamas-Terrorist Ahmed Jabri eine Erklärung, in der er forderte die Angriffe “bis zum Sieg” fortzusetzen.

    Als Reaktion auf die Anschläge vom Mittwoch, bombardierte die israelische Luftwaffe mehrere Schmuggeltunnel im südlichen Gazastreifen. Nach einem Bericht von Channel 2 News, war mindestens einer der Tunnel dazu benutzt worden, Terroristen aus dem Gazastreifen in den Süden Israels einzuschleusen. Laut Aussagen von Sicherheitsexperten, diente das Eindringen der Terroristen entweder zur Vorbereitung eines Angriffes oder einer Entführung.

    In seiner Erklärung verwies Ahmed Jabri, auch auf das umfangreiche Tunnel-Netzwerk der Hamas. “Durch unseren Glauben, unsere Waffen, unsere Raketen, unsere Tunneln und unsere Märtyrer, – die uns von Allah gegeben – wir werden den Sieg im Land Palästina erreichen”, sagte er seinen Anhängern“

    http://www.zeltmacher-nachrichten.eu/content/hamas-benutzt-phosphorbomben-gegen-israel

  10. „Assad hat tödliche Chemiewaffen eingesetzt“

    „Israels Geheimdienst hat angeblich Hinweise auf den Einsatz von C-Waffen.

    US-Präsident Obama hatte das immer als rote Linie bezeichnet. Sein Außenminister fordert die Nato auf, vorbereitet zu sein.“

    „Extreme“ Sorge in Brüssel

    „Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft spiegele dabei einen Trend der nachlassenden Einflussmöglichkeiten und eine Neigung zur Nichtintervention wieder.

    Zwar würden die USA noch immer den entscheidenden Einfluss in der Region ausüben, doch ihr Vorherrschaft befinde sich „im Zerfall“. Beide Entwicklungen seien beunruhigend:

    Die Tatsache, dass Chemiewaffen ohne nennenswerte internationale Reaktion eingesetzt wurden könnte als Signal für die Legitimität eines solchen Einsatzes missverstanden werden, warnte der General.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article115547043/Assad-hat-toedliche-Chemiewaffen-eingesetzt.html

    Das ist die Realitaet und die ganzen selbsternannten Gut-Menschen Spinner und Schein Friedensaktivisten die sofort Schreien wenn ein Israelischer Soldat einen Palaraber Kontrolliert, haben bei der Ermordung von Syrischen Arabern kein Problem.

    Das ist Rassismus und Missachtung der Menschenrechte fuer die Syrischen Araber den Syrischen Christen den Syrischen Drusen und den Syrischen Kurden.

    Die Heuchlerischen Pro Palaestinensischen Friedensaktivisten aus Deutschland verweigern den Syrischen Menschen die Menschenrechte die sie aber den Palarabern zugestehen wollen.

    Das ist Rassismus mit Menschenrechten und zeigt die das die Pro Palestinensischen Aktivsten aus Deutschland die Palaraber nur ausnutzen um ihren Antisemitismus und Judenhass auszuleben.

    Seit ueber 24 Stunden ist der Artikel hier auf Hagalil und nicht einer von den Typischen Symphatisanten der Palarber hat sich dazu geaeussert.

    • “Assad hat tödliche Chemiewaffen eingesetzt”

      Natürlich. Genauso wie die IDF im Gazastrip, als sie mit Phosphorbomben Zehntausende von unschuldigen Palästinensern vergiftete. Außerdem hat sie den Strip mit 77 Tonnen Uran, d.h. abgereichertem, verseucht. Alles nachlesbar.

      Wer glaubt, was der Feind sagt, wird selig.

      Fakt ist, dass seit etwa 1/4 Jahr ein youtube-Video existiert, in dem die „Rebellen“ den Besitz von Chemiewaffen demonstrieren an einem Kaninchen in einer durchsichtigen Kunststoffbox, das sie erst streicheln, dann den Behälter luftdicht verschließen und ein Gas einleiten, an dem das Tier binnen Sekunden stirbt. Darüber regte sich niemand auf… es waren ja „die Guten“.

      Fakt ist, dass es unlängst einen Giftgasangriff der „Rebellen“ gab. Die syrische Regierung bat die UNO, die Sache zu untersuchen: dem wurde stattgegeben unter der Voraussetzung, dass zwei andere unklare Vorfälle mit untersucht würden, was die Regierung ablehnte. Patt-Situation…

      „Die Welt“ schreibt nach der reißerischen Ãœberschrift:

      ‚Auf die Berichte aus Israel angesprochen, erklärte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP): „Uns liegen keine eigenen Erkenntnisse darüber vor, dass es tatsächlich zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien gekommen ist.“ All jene, die solche Behauptungen aufstellten, forderte er auf, ihre Erkenntnisse mit den internationalen Partnern zu teilen.“ ‚

      Direkt als aus Absurdistan kommend sind die Meldungen zu betrachten, die syrische Armee, die mit dem Rücken zur Wand versucht, sich gegen die „Rebellen“ irgendwie zu behaupten, hätte (vermutlich aus Langeweile?) Gelüste, die Türkei und Israel anzugreifen.

      Da böte sich ein kleiner Präventivkrieg eigentlich schon an. Das Problem dürfte aber darin bestehen, dass die im Guerilla-Krieg inzwischen hocherfahrenen „Rebellen“ wenig Sympathie für israelische SoldatInnen zeigen und gegen sie genauso wie gegen Assads Truppen vorgehen würden, und wie sich youtube-Clips mit gefolterten, getöteten, geköpften Israelis in Israel machen täten – bestimmt nicht so gut. Gleichartige über Soldaten der Assad-Armee existieren, aber wen stört das schon. Auch den Erdogan-Truppen samt NATO-Begleitung könnte, ins Kreuzfeuer gekommen, sowas blühen. Denn Guerillas zu besiegen ist schwierig, und wen die bekämpfen, wissen sie gelegentlich selbst nicht so richtig, das beweisen die Meldungen über Rivalitäten, in denen sie auf einander schießen. Zudem könnten die syrischen Kurden was gegen einmarschierende Türken einzuwenden haben: nämlich Granaten, Raketen usw. Kitzlige Angelegenheit.

  11. Palestinensische Araber sind die Araber die von Arafat 1964 zusammen mit einem Marketingbuero aus London als Kampfbezeichnung gegen Israel erfunden wurden.

    Was die in Syrien machen ? Die Hausen in Fluechtlingslager genauso wie im Libanon wo sie als Araber dritter Klasse gehalten werden als Politisches Druckmuttel gegen Israel.

    Und „sogenannte Palestinenser“ weil es keine Palestinser gab und auch nicht gibt.

  12. Wo sind eigentlich die ganzen selbsternannten Gutmenschen aus Deutschland die sofort schreien wenn sich ein Palestinenser den Fuss verstaucht und ein IDF Soldat ist in der Naehe, und in Syrien im Irak in Aegypten sterben tausende Menschen durch Gewalt.

    Keine Friedensketten von Hamburg bis nach Muenchen fuer die Menschen in Syrien!

    Keine Friedensketten der Deutschen Christen gegen die Gewalt von Moslems gegen die Koptischen Christen in Aegypten!

    Kein Aufschrei der Gutmenschen ueber die tausenden Toten Kinder im Syrienkrieg

    Ungefaehr 1000 Palestinensische Araber sind im Syrienkrieg getoetet worden, auch keine Lichterketten erboster Gutmenschen in Deutschland.

    Keine Proteste der selbsternannten Gutmenschen uber die Entfuehrung von junger Arabischer Maedchen aus den Fluechtlingslager in Jordanien die dann Verkauft werden.

    Kein Protest ist zu hoeren das Israel von der Hamas wieder mit Raketen beschossen wird!

    Von daher ist der angebliche Sorge gegenueber den sogenannten Palestinenser nur Geheuchelt damit man den Juden wieder ein auswischen kann.

    Die Nichtvorhanden Proteste in Deutschland zum Schutz fuer die Zivilisten, Kinder und Greisen im Syrienkrieg zeigt das wahre Gesicht der sogenannten Friedensaktivisten.

    Im Syrienkrieg gibt es mittlerweile 5,2 Millionen Fluechtlinge und Deutschland nimmt keine Fluechtlinge auf nicht einmal Syrische Christen.

    • @ Heron: Von Deinen üblichen Beiträgen abweichend: „Ungefaehr 1000 Palestinensische Araber sind im Syrienkrieg getoetet worden“

      Jetzt frage ich mich natürlich
      1. wie lautet denn Deine heutige Definition für: „palästinensische Araber“, bin echt gespannt und 2. was machen die in Syrien und wieso sind die im übernächsten Absatz wieder „sogenannte Palästinenser“

      „…und Deutschland nimmt keine Fluechtlinge auf nicht einmal Syrische Christen.“

      „Deutschland nimmt mehr Flüchtlinge aus Syrien auf“ aus http://www.tagesschau.de/inland/syrien-fluechtlinge112.html

    • @ ente

      und überhaupt spielt Sahm, dem ich mehr Neutralität zutraue, aber anscheinend will er die nicht beachten, hier eine den meisten westlichen Ohren wohlklingende Klaviatur. Vom Grundsatz „audiatur et altera pars“ (es werde auch die andere Seite gehört) keine Spur.

      Schon dieses ewig wiederholte Narrativ müsste hellhörig machen: „Die Regierung des Präsidenten Baschar Assad setzt schwerste Geschütze gegen die eigene Bevölkerung ein, neben Panzern und Artillerie auch Kampfflugzeuge und Scud-Raketen.“, was uns‘ Ullrich dann relativiert in: „Er behauptet zurecht, nicht gegen „sein Volk“ zu kämpfen, wenn er nur seinen eigenen alawitischen Volksstamm meint…“

      Da fragt mensch sich doch: darf die Armee des Staates Syrien sich also nicht gegen Umstürzler wehren? Sollen die Soldaten abwarten, bis, ihnen von militanten Sunniten längst prophezeit und eifrig in die Tat umgesetzt, die Reihe an ihnen ist, geköpft zu werden?

      Das mit dem „Volksstamm“ kommt übrigens schön rassisch rüber. Alawiten in Syrien sind vorwiegend Araber wie auch die Schiiten dort, die Christen und eben die Sunniten.

      In der Technik gibt es einen vernünftigen Spruch: never change a running system. Syrien könnte noch heute in Frieden leben, hätte es nicht die plötzliche, allerdings „verdächtige“ Aufmerksamkeit des Westens zu den seit weit mehr als 1000 Jahren immer wieder aufflackernden Auseinandersetzungen religiöser Gruppen, die nicht immer friedlich abliefen, gegeben mit einseitiger Stellungnahme plus Waffenlieferungen für die sunnitische Mehrheit, und zwar an eine darin rel. kleine, äußerst militante Gruppe. Sahm selbst sagt was von Dschihadisten. Aber das kann doch nicht sein, gegen die geht der Westen doch in Mali vor! Ja, aber Syrien ist (noch) nicht Mali… Wer baute eigentlich die Taliban gegen die von der irakischen Regierung ins Land gerufenen sowjetischen Streitkräfte auf – und wundert sich, dass diese Hätschelkinder den Spieß umdrehten und US-Soldaten abmurksen, weil sie extrem fremdenfeindlich, um es höflich zu sagen, eingestellt sind? Undankbar, sowas. Bald schlimmer als damals mit den Victor Charley.

      In Syrien ist der zwar etwas fragile, aber doch, von einzelnen Zusammenstößen abgesehen, eingehaltene Religionsfriede unter dem Signum Säkularität Geschichte, und „aus aller Herren Länder“ (um die 30 immerhin) kommen Leute angereist, um den „Abtrünnigen“, den Schiiten, Alawiten, dazu den Ungläubigen, d.h. Christen, den Weg ins ewige Leben zu verbauen, denn mit dem Kopf unterm Arm kann man nicht selig werden, heißt es.

      Jeden Tag brennen alawitische, christliche – und schiitische G“tteshäuser: wen wunderts, dass Iran wie auch die schiitische Hisbollah da putzmunter werden?

      Die grausige Tragödie der Syrer wird erst ein Ende finden, wenn einer Seite die Waffen – und die Kämpfer ausgehen. Ein „Abnutzungskrieg“. Zu Lasten aller 21 Millionen Syrer.

      Und wir? Wir können wieder mal sagen: „das haben wir nicht gewusst“… Nicht gewusst, dass vor Kurzem 30.000 Tonnen an Waffen aus Kroatien, darunter wirklich allerfeinstes killing-material nach Jordanien geflogen wurden zur Unterstützung der tapferen „Rebellen“, wobei Saudi-Arabien zahlte und die USA die Abwicklung organisierten? Nicht gewusst, dass angeblich durch Bomben zerstörte Häuser intakte Dächer haben? Nicht gewusst, dass die den Rebellen ganz zufälligerweise in die Hände gefallenden Handy-Videos getöteter Soldaten Misshandlungen von Gefangenen zeigen, bei denen – ein immer wiederkehrender Regiefehler – die Misshandler außer der Uniform simple Badelatschen tragen, denn die sind ja so praktisch für Infanteristen Nicht gewusst, dass Ingenieurseinheiten der syrischen Armee tagtäglich Höllenmaschinen an Straßen und in Wohngebieten entschärfen, mit 20 kg bis zu mehreren Tonnen Sprengstoff, von denen die eine oder andere doch hochgeht? Nicht gewusst, dass vor zwei Tagen diese blutrünstige syrische Armee gerade noch rechtzeitig die Demontage einer Zuckerfabrik verhinderte, während die türkischen Aufkäufer schon darauf warteten? Nicht gewusst, dass … endlos geht es weiter. Nee, natürlich haben wir das nicht gewusst, denn erstens hat es uns keiner gesagt und zweitens ist das alles ja nur die übliche Kriegspropaganda.

      Und auch das hat uns keiner gesagt: dass der Schlächter Assad für vor dem 16. April begangene Kriegsverbrechen eine vollständige Amnestie verkündet hat. Psst.. hörense mal her, das tut der doch nur, um seine Mörderbanden freizusprechen, is ja wohl klar!

      Dass er in einem Interview auch gesagt hat, Journalisten seien willkommen – nur, sie müssten sich akkreditieren, das hat Väterchen Sahm niemand geflüstert, aber wenn er mitlisst, weiß er es nun. Wie wärs? CNN zahlt nicht schlecht, und außerdem hat Deutschland den „moderaten Kräften“ 195 Mio. Euro versprochen, das geht doch sicherlich nicht alles für die Gehälter der Söldner ais den ca. 30 Ländern drauf, außerdem will die USA gepanzerte Transporter, schussichere Westen und andere feine Sachen schicken, da kann Schreiber sich wohlfeil einkleiden und überall herumgurken. Ein Leben wie im Paradies, das aber bittschön warten soll.

    • @ efem: “audiatur et altera pars”: Ich fühle mich nicht in der Lage aus den zur Verfügung stehenden, beziehungsweise gestellten, Informationsschnipseln ein Bild zu formen. Zur Zeit glaube ich der Junior hat sich nach seiner Amtsübernahme verspekuliert, ist davon ausgegangen es so wie der Papa zu machen, Russen bekommen ihren Mittelmeerstützpunkt, mit den Türken werden die Kurden in Schach gehalten, Israel in Ruhe gelassen, und ein wenig provoziert (Libanon, Atomfabrik, internationaler Terrorismus) um nach innen und außen zu zeigen: wir sind da und stark.
      Der Mittelmeerhafen scheint nach dem coldwar seine Bedeutung verloren zu haben, der Iran ist wohl auch keine ausreichende Schutzmacht und so bricht die Oligarchie zusammen. Wer wen und warum unterstützt und was dabei herauskommt, wissen meiner persönlichen Meinung nach auch die eifrig handelnden internationalen Akteure nicht.
      Das die Bevölkerung unter dem Zusammenbruch einer autokratischen Oligarchie leidet ist wohl Systemimmanent.
      Sollte es auch im Iran zu einem Regimechange kommen, würde ich mich als Saudi jedenfalls warm anziehen. Dann braucht die eigentlich auch keiner mehr so richtig als Machtfaktor.

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