Israelische Eliteeinheit stürmt arabisches Dorf

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Das arabische Dorf Baka el Rarbieh (Bakah-West) wurde von der Eliteeinheit 669 der israelischen Luftwaffe gestürmt. Die Familie Abed Ali saß wegen Überschwemmungen auf dem Dach ihres Hauses fest, als sie auf die Idee kam, die israelische Luftwaffe um Hilfe zu rufen. Eine Stunde lang schwebte ein CH-53 Jasur Helikopter über dem Haus, bis die gesamte 15-köpfige Familie sicher im Bauch des schweren Hubschraubers aufgenommen war. Die Elitesoldaten filmten die Aktion mit Kameras an ihren Helmen. Der Hadera-Fluss war über die Ufer getreten, und so war das isolierte Haus der Familie Abed Ali völlig von reißenden Fluten umgeben…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 10. Januar 2013

Ganem Abed Ali, einer der Geretteten, erzählte: „Erst ließen sich die Kämpfer an Seilen zu uns herab, und redeten mit uns, um uns zu beruhigen. Dann wurden wir einer nach dem anderen, zum Hubschrauber hochgehievt.“ Die Familie wurde schließlich nach Petach Tikva zum Beilinson-Hospital geflogen, um ärztlich versorgt zu werden. „Gott sei Dank, dass die Luftwaffe uns gerettet hat“, sagte Abed Ali. „Ganz Baka applaudiert.“ Zuvor hatten Soldaten der 669 Einheit einen Bürger des arabischen Dorfes Taibeh vom Dach seines in den Fluten untergehenden Autos mit einem Blackhawk-Helikopter gerettet.

[youtube]http://youtu.be/ELLb6WEJk78[/youtube]

Baka-West liegt an der Grenze zum Westjordanland nördlich von Natanja und Kalkilja. Infolge des Unabhängigkeitskrieges von 1948 wurde das Dorf geteilt. Baka el Scharkieh (Baka-Ost) fiel unter jordanische Herrschaft. Nachdem Israel 1967 das jordanische Westjordanland erobert hatte, verschwand die Grenze. Baka konnte wieder zusammenwachsen. Weil dessen Bewohner enge Kontakte zur israelischen wie zur palästinensischen Seite hatten, blühte es auf. Das ging gut bis 2003, als Israel wegen palästinensischen Terrors auf Geheiß von Ariel Scharon einen Sperrwall errichtete, um das Westjordanland hermetisch von Israel auszusperren. Aus Rücksicht auf die engen Bande der Familien in Baka wurde Baka-Ost mit dem Zaun auf die israelische Seite gezogen, um das Dorf nicht wieder zu spalten.

Baka el Rarbieh (Bakah-West)

Der Fall kam vor die UNO und die internationale Gemeinschaft erhob lauten Protest gegen diese illegale Annexion arabischen Territoriums durch Israel. Trotz heftigen Einspruchs arabisch-israelischer Abgeordneter beugte sich der Hardliner Scharon dem internationalen Druck. Er befahl, den Zaun um Baka-Ost wieder abzureißen und mitten durch das Dorf eine Mauer zu errichten. Dabei wurden die Fenster von Häusern auf der Grenzlinie zugemauert, ähnlich wie entlang der Bernauer Straße in Berlin. Wegen dieser von der internationalen Gemeinschaft geforderten Teilung des Dorfes wurden Hochzeiten abgesagt. Fabriken in Baka-Ost machten pleite, weil sie ihren Markt in Israel verloren hatten.

In Bat Chefer, etwas weiter südlich von Baka, hat eine Flutwelle mit Abwasser aus der palästinensischen Stadt Tulkarem mindestens zehn Häuser völlig überflutet und teilweise zerstört. Die Ortschaft liegt im Schatten der etwa acht Meter hohen Schutzmauer zwischen Israel und den palästinensischen Gebiet. Trotz dingender Bitten der Anwohner hatte es das Verteidigungsministerium versäumt, rechtzeitig Wasserkanäle unter der Mauer von Gestrüpp und Müll zu befreien. So entstand hinter der Mauer ein Stausee, bis ein etwa zehn Meter langes Teilstück der Mauersegmente dem Druck nicht mehr standhielt und die Ortschaft Bat Chefer mit Kloake überflutete. Miram Aschuach berichtete am Morgen im Rundfunk: „Es stinkt schrecklich. Das ganze untere Stockwerk ist mit Kloake verseucht. Man hat uns gesagt, nichts anzurühren. Rettungsmannschaften stehen bereit, uns hier rauszuholen.“

(C) Ulrich W. Sahm / haGalil.com

5 Kommentare

  1. “ “Propagandaministerium”. Sonst gehts noch, wa?“

    Na ja – bei dem Budget für Israel-Branding ist das nicht von der Hand zu weisen.

    „Ministry of Foreign Affairs is enlarging the part of its PR budget designated to the branding of the state of Israel in the world, and is allocating an unprecedented amount of 100 million Shekel (over $26,260,000 to date) to the activity- Globes discovered.

    Until today, the Foreign Affairs’ Hasbara and PR budget was estimated at 40 million Shekel (over $10,500,000 to date). 30 million Shekel of that sum (over $7,878,000 to date) were used for routine expenses, meaning that in practice only 10 million Shekel (over $2,626,000) were designated for PR and Hasbara.

    The authorization for the receiving of the budget was approved yesterday (Monday), after Minister of Foreign affairs, Avigdor Leiberman, finalized the issue with Prime Minister, Benjamin Netanyahu, and Minister of Finance Yuval Steinitz.

    Globes also found out that the activity will focus on the internet, especially on social networks.“

    http://pulsemedia.org/2010/08/23/we%E2%80%99ll-take-over-the-world-ministry-of-foreign-affairs-allocates-100-million-shekel-for-state-branding/

    Das Hasbara Handbuch für jüdische Studenten in der Diaspora:

    http://www.middle-east-info.org/take/wujshasbara.pdf

    „Ein normaler Studentenjob?

    Ins Leben gerufen hat dieses neue Programm The National Union of Israeli Students (NUIS). Das Angebot: für 2.000 Dollar jährlich fünf Stunden in der Woche “komfortabel von zu Hause arbeiten”. Für die Studenten sei dies eine Möglichkeit, mittels Facebook und Twitter “im Kampf gegen die Delegitimation von Israel und den weltweiten Antisemitismus vorzugehen.”

    http://blog.zdf.de/hyperland/2012/01/israel-meinungsmache-als-studentenjob/

    „Ein Volk von Botschaftern

    Ob Gaza-Krieg oder der mutmaßliche Mossad-Mord: Das Ansehen Israels hat kräftig gelitten. Jetzt sollen Israelis auf Reisen Werbung für ihr Land machen – mit Argumenten der Regierung.

    Tatsächlich hat das internationale Ansehen des Landes kräftig gelitten, erst war der Gaza-Krieg, nun gibt es die Affäre um den mutmaßlichen Mossad-Mord in Dubai.

    Da hält es die Regierung offenbar für angezeigt, nun mit einer Image-Kampagne gegenzusteuern, und Minister Edelstein hat das gleich mit einem Doppelschlag ins Werk gesetzt: Zunächst hat er die Schuldigen an all den bösen Urteilen über Israel identifiziert – das sind die internationalen Medien. Und dann hat er die Helfer benannt, die das ändern sollen – das sind alle Israelis, die auf Auslandsreise gehen. Künftig sollen sie in der Fremde allesamt gut geschult als „Botschafter“ ihres Landes auftreten.

    Den Auftakt der Kampagne bilden satirische Fernsehspots, die zur besten Sendezeit den Israelis vorführen, wie tumbe ausländische Journalisten die Wahrheit verfälschen…“

    http://www.sueddeutsche.de/politik/israel-image-kampagne-ein-volk-von-botschaftern-1.16986

    „Though Israel focuses its advocacy efforts primarily on the the mainstream media, it does not neglect the Internet. All the official advocacy entities have Twitter, Facebook and YouTube accounts, and the Foreign Ministry encourages Israeli diplomats overseas to chat and post status updates on social networks. It even employs a special staff devoted to posting pro-Israel replies to articles published in world media outlets.

    The Foreign Ministry invests an unprecedented annual sum of NIS 100 million in branding Israel; in bringing over experts, academics and opinion makers; and in organizing pro-Israel events around the globe (including the annual Salute to Israel parade in New York City and the Israeli film festival in Paris).“

    http://www.israeli-occupation.org/2012-12-31/think-tank-israels-poor-international-image-not-the-fault-of-failed-hasbara/

    „Nahost-Konflikt im Netz Israelische Aktivisten wollen Wikipedia umschreiben

    Der Nahost-Konflikt wird auch im Internet ausgetragen – von beiden Seiten. Doch jetzt starten rechtsgerichtete israelische Gruppen die Initiative „Zionistisches Schreiben“. Das Ziel: Wikipedia-Einträge in ihrem Sinne umschreiben….“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/nahost-konflikt-im-netz-israelische-aktivisten-wollen-wikipedia-umschreiben-a-712847.html

    Zuguterletzt:

    „Warum sind Mythen so wichtig? Der zionistische Staat Israel lebt von solchen künstlich erzeugten Mythen. So ging der Zionistenführer und erste Ministerpräsident Israels David Ben Gurion so weit zu behaupten, dass starker Glaube an den Mythos ihn in Wahrheit verwandle oder zumindest so gut wie eine Wahrheit. Sein enger Berater Jitzhar verstieg sich sogar zu der Behauptung: „Ein Mythos ist nicht weniger wahr als Geschichte, er ist jedoch eine zusätzliche Wahrheit, eine andere Wahrheit, eine Wahrheit, die neben der Wahrheit besteht; eine nicht objektive menschliche Wahrheit, und doch eine Wahrheit, die zur historischen Wahrheit wird.“ Solche Aussagen sind insofern „wahr“, als Menschen durchaus bei der gewaltsamen Durchsetzung von Zielen von Mythen motiviert sein können und sich dabei auf Mythen stützen – und eben dadurch historische Tatsachen schaffen.

    .. Soweit das zionistische Geschichtsnarrativ, das seinen Höhepunkt in der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 findet. Diese Narrativ, das sich auch in der Unabhängigkeitserklärung findet, ist in der Sicht der „neuen“ Historiker in fast allen seinen Elementen reiner Mythos. Die Zionisten wussten das auch. Aber sie waren der Meinung, dass es nicht wichtig sei, ob diese Geschichte auf einem wahren Bericht historischer Begebenheiten beruhe. Wichtig sei nur, dass die Juden daran glaubten. So hat der Zionistenführer und erste Ministerpräsident Israels David Ben Gurion, gesagt, dass ein starker Glaube den Mythos in Wahrheit verwandle oder zumindest so gut wie eine Wahrheit.[vii] Wichtig sind die Mythen aber, weil sie den Anspruch auf das Land begründen, denn völkerrechtlich bestand natürlich nach 2000 Jahren kein Anspruch darauf. Es gibt ein Bonmot von Ilan Pappe, das besagt: Der Zionismus ist eigentlich säkular, ja sogar atheistisch, aber die Zionisten glauben daran, dass Gott ihnen das Land gegeben hat.“

    http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_deutsch/strohmeyer_arn_Auf_%20Mythen_geschichtliche_Unwahrheiten-kann_keinen%20Frieden_aufbauen.htm

  2. IDF Rettet das Leben eines 12 Tagen alten Babys
    Published on: April 24, 2012

    Am vergangenen Sonntag Nacht kam eine palästinensische Frau mit ihrer 12-Tage-alten Baby Mädchen zu einen IDF Posten im Binyamin Region von Judäa und Samaria.

    Das Kind hatte Atembeschwerden und musste sofort Erste Hilfe erhalten. IDF Home Front Kommando Soldaten bei der Post stationiert behandelt das Baby, stabilisiert sie und hatte dann einen Krankenwagen gerufen, um zu Evakuieren in einem nahe gelegenen Krankenhaus in Ramallah.

    Der Commander aus der Binyamin Regional Brigade erklärte, dass wissen die Palästinenser in der Region, wenn sie einen lebensbedrohlichen Notfall haben, können sie sich auf die IDF verlassen das die IDF zur Hilfe kommt.

    „Jeder Palästinenser in der Region weiß, dass es einen IDF Posten dauerhaft hier stationiert gibt, der Hilfe leisten wird“, sagte Cpt. Dr. Findler.

    „Solche Vorfälle sind alltäglich geworden.“

    In den vergangenen zwei Wochen behandelt das Bataillon bei dem Posten drei ähnlichen Notfällen mit medizinischer Versorgung.

    „Das letzte Mal eines unserer Sanitäter ein palästinensisches Mädchen leidet an Meningitis behandelt und in einem anderen Fall behandelte ich ein Gelbsucht Patienten, die mit einer schweren Hirnblutung gekommen“, erklärte das Bataillon Arzt.

    „In beiden Fällen wurden die Patienten für weitere medizinische Versorgung in israelischen Krankenhäusern evakuiert.“

    http://www.idfblog.com/2012/04/24/idf-saves-life-12-day-old-palestinian-baby/

  3. @heron,

    was willst du uns sagen ?
    ..
    Es gab also ( mindestens) eine Situation, in der ZAHAL-Kräfte Palis retettten??

    WOW

    Kennst du den Film „Der Pianist“? .. welcher ja auch auf Tatsachenbeschreibungen eines Juden beruhen, der mindestens so glaubhaft ist/war wie das Israelische Propagandaministerium.
    Du: da rettet ein Wehrmachtsoffizier einen jüdischen Polen. Sagt das nun etwas aus über eine positive Moral der deutschen Wehrmacht?

    in beiden Fällen Neverever!

    • „Propagandaministerium“. Sonst gehts noch, wa? Ist doch eine Meldung, die Annäherung, Frieden und Aussöhnung befördern hilft. Passt dir das etwa nicht?

      Zu vermuten steht übrigens, dass die Westbänkler im umgekehrten Fall alles daran gesetzt hätten, die Soldaten zu retten, denn sowas ist einfach Menschenpflicht. „Tue Gutes und rede darüber“ – warum denn bloß nicht?

      Deine Gleichsetzung der Streitkräfte einer faschistischen Diktatur mit denen eines demokratischen Staates ist nicht nur total abwegig, sondern schlicht bösartig. An deiner Stelle würde ich das schnellstens korrigieren.

  4. Ultraorthodoxe Einheit der IDF rettet Palästinenser
    10. Januar 2013

    „Eine ultraorthodoxe Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hat am Mittwoch drei Palästinenser in der Westbank vor dem Tod durch Ertrinken gerettet.“

    „Die Einheit bekam einen Hilferuf mit der Information, mehrere Autos steckten in den Fluten eines Baches bei Tulkarem fest, der über die Ufer getreten war. Die Soldaten versuchten zunächst, die Männer mit eigenem Gerät zur retten, erkannten jedoch bald, dass sie dafür nicht ausgerüstet waren. Gleichzeitig wurde die Zeit immer knapper, die Wagen drohten, von den Fluten mitgerissen zu werden.“

    „Schließlich baten die Soldaten einen vorbeikommenden Traktor zur Hilfe. Mit seiner Hilfe gelang es schließlich, die drei palästinensischen Männer zu retten. Sie erklärten, ein vierter Mann sei bereits von dem Bach mitgerissen worden. Er wird weiterhin vermisst.“

    „In dem Moment, indem die Männer gerettet wurden, begannt der Asphalt unter den Wagen wegzubrechen. Es handelte sich also wirklich um Rettung in letzter Sekunde.“

    Die Männer wurden noch vor Ort von den Soldaten notfallmedizinisch betreut und mit Isolierdecken versorgt.“

    Mit Video unter dem Link zu sehen

    http://www.botschaftisrael.de/2013/01/10/ultraorthodoxe-einheit-rettet-palastinenser/

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